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Währungskrise: Nahles bringt deutsche Hilfe für Türkei ins Gespräch
DPA

Benötigt die Türkei deutsche Hilfe im Kampf gegen die Währungskrise? SPD-Chefin Andrea Nahles kann sich einen solchen Schritt vorstellen - die Stabilität des Landes sei von großer Bedeutung.

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inovatech 19.08.2018, 10:14
1. ich glaube

Deutschland kann man nicht mehr helfen! Ein Change wird ja erst stattfinden wenn die Türkei die Konsequenzen ihres Handelns deutlich zu spüren bekommt. Wie soll das gehen wenn wir uns wieder einmischen ?

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jufo 19.08.2018, 10:34
2. Liebe Frau Nahles: Nein

Ich mag die Türkei, kenne tolle Menschen dort. Ich mag auch Erddogan Anhänger, empfinde diese aber als verblendet. Sie folgen einem Autokraten weil der ihnen in der Vergangenheit wirtschaftlichen Aufschwung und damit Stolz auf ihr Land gebracht hat. Finde ich verständlich. Ich sehe aber auch den Abbau demokratischer Rechte, die islamisierung des öffentlichen Raumes, die politischen Säuberungen auch in der Bildung. Es ist an der Zeit aufzuwachen. Erdogans starkes Argument und Legitimation ist die Wirtschaft und die Bekämpfung von Terror und politischer Unterwanderung, an dessen Entstehen Erdogan nicht unbeteiligt war. Wer war denn mit Gülen dicke und hat Gülen Netzwerke bilden lassen angefangen mit Nachhilfeschulen bis hinein in Polizei und Justiz? Das war ja wohl Erdogan. Und den Kurdenkonflikt hat er auch angeheizt. Solch ein System stabilisieren? Frau Nahles, das kann nicht Ihr Ernst sein!

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Atheist_Crusader 19.08.2018, 10:35
3.

Zitat von inovatech
Deutschland kann man nicht mehr helfen! Ein Change wird ja erst stattfinden wenn die Türkei die Konsequenzen ihres Handelns deutlich zu spüren bekommt. Wie soll das gehen wenn wir uns wieder einmischen ?
Klar müssen die Türken die Konsequenzen ihres Handels spüren. Andernfalls werden sie zukünftig nur wieder den gleichen Pfad einschlagen.

Allerdings:
1. Wie weit sind Sie bereit zu gehen, damit diese Lektion gelehrt wird? Wollen Sie einen instabilen islamischen Staat direkt vor Europas Haustür? Genau das ist nämlich der schlimmstmögliche Ausgang. Dagegen wird dann der syrische Bürgerkrieg aussehen wie ein Kindergeburtstag - und der Zufluss von neuen Asylsuchenden wird ganz Europa tiefbraun färben.
2. Wer garantiert überhaupt, dass die Türkei die richtige Lektion lernt? Vielleicht kommt man einfach zu dem Schluss, dass der Westen an allem Schuld ist. Oder die Kurden. Oder die Juden. Oder die Verräter in den eigenen Reihen. Oder sonst Jemand. Oder vielleicht lag es nur daran, dass man einfach noch nicht genug Islam in jede Facette des Staates und öffentlichen Lebens gequetscht hat.
Aus Katastrophen lernen ist eine komplizierte Angelegenheit - und bringt bei weitem nicht immer das gewünschte Ergebnis.

Das heißt natürlich nicht, dass Deutschland bedingungslos helfen sollte. Ganz im Gegenteil: sollten wir Hilfe leisten, müssen die Bedingungen maßgeschneidert sein, um die zahllosen Rechtsbrüche und autoritären Tendenzen des Landes im Zaum zu halten. Aber nur danebenstehen und nichts tun, nur auf die Chance hin, dass das türkische Volk vielleicht merkt wie schlecht eine Diktatur ist, mit einer kolossalen Chance dass uns diese Haltung in Kürze in den Hintern beißt... ist das wirklich die vernünftigste Lösung?

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count.number 19.08.2018, 10:35
4. Ich denke das nicht.

Nein. Man muss der Türkei nicht helfen. Man muss einem Autokraten, der Menschenrechte missachtet nicht helfen. Man muss Erdogan nicht unterstützen, sich anbiedern. Erdogan hat in Deutschland seine Landsleute gegen die deutsche Politik aufgewiegelt, ein Akt gegen die deutsche Souveränität. Erdogan hat deutsche Presseleute hinter Gitter gebracht und sie somit mundtot gemacht. Was ich denke: die Situation, die er sich selbst geschaffen hat eskalieren lassen, bis in der Türkei eigene Strömungen für seinen Abgamg sorgen. Ansonsten wie die Schweizer neutral raushalten und die Politik gegenüber der Türkei geneinschaftlich über die EU abstimmen. Zur NATO Partnerschaft: die nutzt Erdogan nur als Faustpfand, die Griechen sollten am Bosporus gestärkt werden.

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n - n 19.08.2018, 10:37
5. Ach - könnte die Frau Nahles ...

...nicht erstmal darüber nachdenken, welche Wirkung so ein statement hat ? Könnte die Frau Nahles nicht erst mal abwarten, ob der große Sultan Erdogan kleinlaut darum bittet , und was er dafür anzubieten hat? Ich würde mich freuen, wenn Politik - bes. Regierungspolitik über das twittern oder "ins Gespräch bringen" hinauswachsen könnte !

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rainerbenedict 19.08.2018, 10:38
6. Kein Geld für Erdogan und SEINE Türkei !

........solange Erdogan nicht die elementaren Bürgerechte und die Pressefreiheit wiederhergestellt hat, alle politisch Verfolgten aus aus der Haft entlassen sind, solange sollte weder die EU noch Deutschland diesem Diktator wirtschaftlich zur Seite springen und seine Zeit an der Macht verlängern. Aber letztendlich wird es wohl doch nur um die wirtschaftlich-finanziellen Inetressen gehen die WIR und die EU in der Türkei haben. Dem haben sich Menschenrechte unterzurodnen, auch wenn Frau Nahles - das kostet ja nichts - nebenbei auch diese anmahnt. Es ist ein Trauerspiel dem politschen Treiben zuzusehen. Nicht viel anders wird es mit Syrien laufen. Auch dort werden Interessen der deutschen und eruopäische Wirtschaft die "Politik" und unser Handeln bestimmen. So lange Assad und die Seinen dort das Sagen haben, sollten wir keine Wiederaufbauhilfe leisten an dem sich dieser Clan wohlmöglich noch berreichern wird. Russland hat das Land entgegen aller Porteste - zu seinem Vorteil und um seiner Interessen willen - niedergebombt. Soll Russland doch nun auch den Wiederaufbau finanzieren...... Die Behauptung es ginge ja "am Ende doch um die Menschen dort" ist in meinen Augen eine Schutzbehauptung um nicht die angebrachten politsichen Konsequenzen ziehen zu müssen.

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new#head 19.08.2018, 10:42
7.

Wen will denn Frau Nahles, Scholz und Co. retten. Erdogan und die Türkei oder das dort investierte Geld derer, die Frau Nahles sonst so gerne an den Pranger stellt. Da wird auch Erdogans schmutzige Politik zur Nebensache. Diese Heuchelei wird langsam unerträglich.

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andreas_anders 19.08.2018, 10:46
8. Unglaublich

Natürlich sollte uns ein Nato Partner nicht egal sein, ABER das Türkische Volk hat in Abstimmungen diesen Präsidenten und seine Politik unterstützt. Ich will und kann dieses Land auf den Weg nicht unterstützen und wenn das die "alte Tante SPD" dann für nötig hält - Gute Nacht Deutschland.
Dort wird ein Staat der unseren Werten wie Rechtsstaatlichkeit und deren Gerichtsbarkeit incl. Gewaltenteilung abgebaut , leidet Schiffbruch und wir sollen da noch unterstützen ???
Und da wundert sich der eine oder andere warum AfD usw. noch mehr Zuspruch findet.

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spiegelneuronen 19.08.2018, 10:51
9. Pio...ri..tät....tät...tät... - SPD-Karneval - das ganze Jahr lang

Zitat von count.number
Nein. Man muss der Türkei nicht helfen. Man muss einem Autokraten, der Menschenrechte missachtet nicht helfen. Man muss Erdogan nicht unterstützen, sich anbiedern. Erdogan hat in Deutschland seine Landsleute gegen die deutsche Politik aufgewiegelt, ein Akt gegen die deutsche Souveränität. Erdogan hat deutsche Presseleute hinter Gitter gebracht und sie somit mundtot gemacht. Was ich denke: die Situation, die er sich selbst geschaffen hat eskalieren lassen, bis in der Türkei eigene Strömungen für seinen Abgamg sorgen. Ansonsten wie die Schweizer neutral raushalten und die Politik gegenüber der Türkei geneinschaftlich über die EU abstimmen. Zur NATO Partnerschaft: die nutzt Erdogan nur als Faustpfand, die Griechen sollten am Bosporus gestärkt werden.
Der einige Fall, indem Deutschland die Türkei als NATO-Partner unterstützen müßte, steht im Artikel 5 des NATO-Vertrags. Wenn die Türkei in ihren offiziellen Grenzen, von einem anderen Staat angegriffen wird.

Alles andere ist Unfug.
Frau Nahles könnte es aber eilig haben, denn ob der nächste Außenminister der SPD angehört, erscheint eigentlich sehr viel dringlicher für die SPD, als die Frage, welche Hilfe die SPD dem Autokraten Erdogan zukommen lassen würde.

In der Erneuerung der SPD hat man nun gerade ganz viele Fragen formuliert und hat auch ganz viel Zeit. Bis 2019 - aber Erdogan ist jetzt SPD - Thema bei Frau Nahles? Oje...

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