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Währungsunion: Gabriel und Schäuble streiten über Zukunft des Euro
AP

Ideen der EU-Kommission für eine vertiefte Währungsunion spalten nach SPIEGEL-Informationen das Kabinett. Außenminister Gabriel wirft Finanzminister Schäuble eine "Politik der roten Linien" vor.

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peterka60 03.06.2017, 08:45
10. Schäuble hat recht

"Haushaltskonsolidierung und Strukturreformen". Ich finde die Haltung von Schäuble 100% in Ordnung. Es muss endlich etwas geschehen. Merken den Gabriel, Schulz u.a. immer noch nicht, wie bitte dieses "Gelddruckspiel" am Schluss ausgehen wird. Die deutschen Bürger bezahlen die Zeche. Leider

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imo27 03.06.2017, 08:50
11.

Es ist schon beängstigend, dass Leute wie Gabriel, die in keiner Weise die Zusammenhänge verstehen, über ein so wichtiges Thema reden und damit Einfluss nehmen. Aber ich sehe in der SPD niemanden, der kompetent ist, die Zusammenhänge der Währungsunion zu durchschauen.
Schäuble ist auch nicht viel besser.
Da ist Währung nur ein Instrument, um politische Ideologien durchzusetzen. Schon jetzt belaufen sich allein die Targetverluste auf über 800 Milliarden Euro.

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Pinin 03.06.2017, 08:54
12. Alimentieren

Laut EU-Statistik beträgt die Rate der Mehrwertsteuerhinterziehung in Italien und Griechenland ca. 30%, in Deutschland ca. 10%. Das hindert die SPD aber nicht daran diese Staaten mit dem Geld der deutschen Steuerzahler alimentieren zu wollen.

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jjcamera 03.06.2017, 09:03
13. alte Schiene nach Nirgendwo

Unterm Strich wollen doch nur alle bei Schäuble abkassieren, weil er der einzige ist, der Haushaltsdisziplin durchsetzt.
Nach dem Brexit wurde eine Stärkung der nationalen Eigenständigkeit innerhalb der EU verkündet. Das hier ist das Gegenteil davon, es ist die alte "Reiche sollen Armen helfen"-Schiene.

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muellerthomas 03.06.2017, 09:04
14.

Zitat von peterka60
"Haushaltskonsolidierung und Strukturreformen". Ich finde die Haltung von Schäuble 100% in Ordnung. Es muss endlich etwas geschehen. Merken den Gabriel, Schulz u.a. immer noch nicht, wie bitte dieses "Gelddruckspiel" am Schluss ausgehen wird. Die deutschen Bürger bezahlen die Zeche. Leider
Gerade die Krisenstaaten haben ihre Staatsausgaben seit 2009/10 massiv gekürzt - das ist ja der wesentliche Grund für die dortige Dauerrezession und damit einbrechende Steuereinnahmen. Und das Geldmengenwachstum ist seit Herbst 2008 historisch niedrig.

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gelegentlicher_spon_leser 03.06.2017, 09:09
15.

Nichts kann deutlicher zeigen als Gabriels "Finanztechnik", wie egal ihm "Detailprobleme" wirtschaftlicher Art sind? Und dann jammert Schulz, dass der CDU ein Kompetenzvorsprung zugestanden wird. Ob dagegen das richtige Mittel darin besteht, Finanzen und Wirtschaft als Ganzes zum technischen Beiwerk zu erklären? Jedenfalls ist Gabriel im AA in seinem Paradies angekommen.

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kurpfaelzer54 03.06.2017, 09:09
16. Lieber Ex-Genosse Gabriel

...eine Politik der roten Linien ist mir immer noch lieber als eine Politik der offenen Kassen. Auch darüber werden wir am 24.September abstimmen !

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brasshead 03.06.2017, 09:10
17.

Zitat von p_salto
Staatenübergreifende Währungen funktionieren nie. Das lernt man im Volkswirtschaftsunterricht im 1. Semester. Bevor Europa nicht ein Bundesstaat ist, kann das Problem nicht gelöst werden. Ein Austritt aus dem Euro wird auch nicht funktionieren, vor allem dann, wenn die Schulden in Euro bleiben. Sie Situation ist verfahren. Gabriel wird's auch nicht richten können, ihm fehlt der Sachverstand.
Kann ich nicht bestätigen. Staatenübergreifende Währungen können funktionieren, wenn sich die teilnehmenden Länder auf eine gemeinsame Inflationsrate einigen können (und sich auch daran halten). Dazu müssen die Länder gemäß ihrer Verhältnisse leben, d.h. ihre Lohnpolitik an ihrer Produktivität ausrichten. Zu hohe Lohnsteigerungen sind hier nicht weniger problematisch als zu geringe. Beides führt dazu, dass das Projekt auseinanderdriftet.

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kritischer-spiegelleser 03.06.2017, 09:12
18. Es ist traurig,

aber wenn die SPD über Politik nachdenkt geht das immer nur auf Pump. Und fühlt sich heimisch im Kreis der anderen EU-Staaten. Nur wo soll das einmal enden? Weiss die SPD das? Würde ich gerne hören. Wäre doch ein Thema für Schulz!

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gohajaxe 03.06.2017, 09:12
19. Schulden- und Sozialunion

Es hat wohl kaum einen Sinn, Herr Gabriel die Gegenbeispiele vor Augen zu halten, dass eine hohe Neuverschuldung einen höheren Schuldenpegel gibt, nicht jedoch Wohlstand; dass die Unterscheidung zwischen Alt- und Neuschulden bei rollierender Refinanzierung wenig Sinn macht; und schon gar nicht, dass der kleine Unterschied zwischen Verträgen und windelweichen Absichtserklärungen in der Ausprägung entweder ein EU a la Schweiz oder eine EU a la Griechenland ausmacht. Im besten Fall hat Gabriel den Fall Schröder auf dem inneren Navi, besser gesagt den halben Schröder ohne diese unverdauliche Agenda. Selbst wenn das funktionieren würde, was ich allerdings bezweifle, gefällt mir daran weder das Vorgehen - wenn ein neuer Maastricht oder Lissabon Vertrag nötig ist, dann muss ein solcher verhandelt und zur Wahl gestellt werden - noch die angepeilte Wirtschaftsordung, die auf Staatsschulden und Steuern setzt.

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