Forum: Politik
Waffenwahn, Rassismus, Todesschüsse: Amerikas neuer Bürgerkrieg
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Nach zwei Massakern stehen die USA unter Schock. Für Präsident Donald Trump sind es die Taten zweier Geisteskranker. Doch das ist nur ein Ablenkungsmanöver. Er selbst gehört zu denen, die den Hass anfachen.

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MisterD 05.08.2019, 10:05
1. Es SIND die Taten zweier Geisteskranker...

das jetzt anzuzweifeln, wird der Sache genausowenig gerecht, wie zu leugnen, dass es in den USA seit Jahrhunderten eine rechte Untergrundszene gibt.

Man musste schon ziemlich naiv sein, um zu glauben, dass Ku-Klux-Klan, White-Power-Movement und andere Separatisten sich entspannt zurücklehnen, weil man sie verboten hatte und es wirtschaftlich in den USA nach der Finanzkrise wieder bergauf ging.

Und es ist auch tatsächlich verkehrt, Trump daran die Hauptschuld zu geben. Er hat den Menschen diese Ideologie nicht in die Köpfe gesetzt, die ist nun mal da.
Trump ist auch nicht verantwortlich dafür, dass die US-Schwerindustrie, ähnlich wie die Deutsche, in den letzten Jahrzehnten den Weg vom Berg ins Tal genommen hat.

Das US-Staatsdefizit hat nicht Trump verursacht, sondern seine Vorgänger, die in aller Welt teure Kriege geführt und nicht beendet haben...

Ich bin wahrlich kein Trump-Fan. Aber es ist nicht der richtige Weg alles Übel in den USA, welches über Jahrhunderte gewachsen ist, nun ihm in die Schuhe schieben zu wollen. Das ist unredlich und verdeckt die wahren Probleme...

Ich gehe noch weiter:
Trump ist in dieser Hinsicht eher Segen, denn er deckt endlich mal die wahre häßliche Fratze eines Teils von Amerika auf, von der man glaubte, sie sei schon lange verschwunden.
Nur was man sieht, kann man ins Visier nehmen...

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marccuse 05.08.2019, 10:08
2. Guter kommentar

Trump lässt seinen Worten Taten durch Dritte folgen.
Trump ist verantwortlich für diese Gewalt und Massaker, er macht den Rassismus wieder gross in Amerika!

Bei diesem Mann ist mit jeder politischen Obszönität zu rechnen. Er tritt als Demagoge vorwiegend als rassistischer und sexistischer Hasser, Hetzer und Vollstrecker gegen Minderheiten, Schwächere und Oppositionelle auf.
Diese Strategie hat sich bereits unter Hitler bewährt.
Er spielt auf der Klaviatur versteckter Ängste und Begierden der Bevölkerung.
Er wird noch viel mehr angreifen, um wiedergewählt zu werden. Was ihm und seinen Mitgrölenden hoffentlich nicht gelingt.

Je toleranter man gegenüber ihrem Rassismus, Sexismus, Autoritarismus und Leugnen der Klimakrise auftritt, desto zynischer, radikaler und krimineller werden die Hetzenden.
In dieser Hinsicht ist jede Relativierung und Anbiederung an solche Demagogen und misogynen Gefährder ein Beitrag zur weiteren Verrohung der Faschisten.

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ronald1952 05.08.2019, 10:08
3. Oft wird Geisteskrankheit

in den Vordergrund geschoben weil man sich fürchtet einfach mal die Wahrheit zu sagen. Es ist nicht Geisteskrankheit es einfach nur Hass,Hass auf alles was einem anders erscheint außer einem selbst natürlich, denn solche Menschen halten sich für das Maß aller Dinge.
Wenn dann noch jemand wie ein Herr Trump kommt und alles Beschimpft ist die Lunte auch schon angezündet und man muss nur noch darauf warten was wohl als nächstes Hoch gehen wird. Das eine Bedingt das andere in diesem Fall die Hetze und die daraus folgende
Tat, wie schon so oft. Wie vorhin in einem Forum so schön bemerkt gibt es Entsetzen ein paar Tage lang und dann geht es weiter bis zum nächsten mal. Ändern könnte man das wohl, aber anscheinend will das keiner in den USA.Nur diejenigen die zurückbleiben, die vielen Betroffenen und Angehörigen die haben ein Leben lang darunter zu Leiden, aber solange es um Profit und Arbeitsplätze der Industrie geht die solche Waffen produzieren und Politker/innen diese Waffen jedem zugänglich gemacht werden, solange wird sich nichts ändern. Für die Industrie sind die Menschen nur Kollateralschäden denn die Waffenlobby behauptet doch immer es sind nicht die Waffen die Töten sondern die Menschen die diese Waffen haben. Das ist mehr als Zynisch, oder?
schönen Tag noch,

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lanzenotter 05.08.2019, 10:10
4. Es ist ganz klar das Trump die Lage anheizt,er selber ist ein geisteskranker Rassist und redet von geisteskranken Tätern.

Welche tiefen Narben Trump nach seinem Ende als Präsident in den USA und in der Welt hinterlassen hat,daß wird am Ende abgerechnet,aber es wird gravierend sein,nur wie gravierend wird die Frage sein.Ich sehe dauerhaft ganz dunkle Gewitterwolken , die Amerikaner wissen nicht was sie getan haben und für weitere vier Jahre anrichten.Joe Biten wäre mit seinen Ansichten die Rettung,aber diesen Horizont haben diese Wähler nicht,sie lieben die tägliche ein Mann Show.

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TOKH1 05.08.2019, 10:11
5. Saatgut

DT ist kein Lügner im klassischen Sinn. Er verhält sich so, wie es sich die urproblematische Anhängerschaft erwartet. Unsagbares sagbar machen durch mantraartige Wiederholung und Relativierung. Bis Lethargie entsteht und niemand mehr echt widerspricht. LIEBE Amerikaner: schaut mal nach Honkong. Das ist eine echte Demokratiebewegung. Wehrt euch endlich gegen den Demagogen Trump.

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margei 05.08.2019, 10:17
6.

Miltiärwaffen an Zivilbevölkerung zu verkaufen, ist mit verlaub wahnsinnig. Wenn sie ihren Verfassungszusatz hochhalten wollen, dann nur solche Waffen mit dehnen man sich gegen Tiere verteidigen kann. Soweit mir bekannt ist geht in Deutschland ja auch kein Jäger mit Sturmgewehr und Maschinenpistole auf die Jagd und ich habe Zweifel das man einen Grizzlybären damit stoppen könnte bevor er einen nicht umgebracht hat. Das hält die Verrohung der Gesellschaft nicht auf, aber es würde die Auswirkungen reduzieren. Was man eigentlich bräuchte, und das wäre nicht nur in der USA so, das die Oligarchenfamilien der oberen 1% Vermögenden beschnitten würden in ihren Möglichkeiten Einfluss auf die Gesellschaften zu nehmen. Die Kochbrüder in Amerika oder Baron August von Finck in Deutschland sollte man auch nur eine Stimme zugestehen und Ihre finanziellen Einmischungen verbieten, die einen wie der andere sind Hauptinitiatoren für die Verrohung von Umgangsformen im politischen und sozialen Miteinander.
Was für ein niederträchtiger mieser Charakter muss man sein, wenn man Vollpfosten (ich weis ein Euphemismus) die Toteslisten führen finanziell massiv ausstattet?

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olli0816 05.08.2019, 10:18
7. Ziemlich billige Polemik

Ich mag Trump nun auch nicht, aber er ist nicht dafür verantwortlich, was einzelne geistesgestörte Täter anstellen. Dieses Land hat 300 Millionen Einwohner und natürlich sind dort auch Vollidioten unterwegs. Auch wir in Deutschland haben solche Sachen leider schon miterleben dürfen und Frau Merkel konnte da genauso wenig dafür. Von daher ist das mal wieder ein Artikel zum Abgewöhnen.

Das einzige, was vielleicht helfen würde, diese Übergriffe einzudämmen wäre ein strengeres Waffengesetz. Aber auch hier argumentieren wir nur aus unserer Warte, weil die Amerikaner in der Mehrheit laschere Gesetze befürworten. Die amerikanische Mentalität ist eine völlig andere als hier in Europa, auch wenn die Menschen dort gleich aussehen. Deshalb haben sie auch noch die Todesstrafe. Sprechen Sie mal in Texas mit Leuten, ob sie Waffen oder die Todesstrafe befürworten und warum. Selbst viele junge Leute werden genau diese Standpunkte vertreten.

Außerdem hat die USA wahrscheinlich noch ein viel stärkeres Rassismus-Problem als wir in Europa oder Deutschland. Das ist übrigens nicht nur auf Weiße beschränkt. Es gibt durchaus auch viel schwarzen Rassismus, genauso wie viele Asiaten andere Ethnien nicht mögen. Wenn man sich die Meldungen anschaut, sind es entweder irgendwelche Rassisten, die wahllos um sich schiessen oder Schüler, die sich zurückgesetzt fühlen, diskriminiert wurden oder schlicht Außenseiter waren. Diese Taten sind sicher nicht zu tolerieren, aber aufgrund der allgemeinen Gesellschaftsform in der USA anscheinend ein steigendes Problem. Das hat, obwohl Trump gerne pöbelt, primär nichts mit ihm zu tun. Sonst hätte es unter Obama solche Taten auch nicht gegeben. Der war schließlich nicht dafür bekannt, dummes Zeug zu twittern. Das Problem ist tiefschichtiger.

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jujo 05.08.2019, 10:19
8. ....

Zitat von MisterD
das jetzt anzuzweifeln, wird der Sache genausowenig gerecht, wie zu leugnen, dass es in den USA seit Jahrhunderten eine rechte Untergrundszene gibt. Man musste schon ziemlich naiv sein, um zu glauben, dass Ku-Klux-Klan, White-Power-Movement und andere Separatisten sich entspannt zurücklehnen, weil man sie verboten hatte und es wirtschaftlich in den USA nach der Finanzkrise wieder bergauf ging. Und es ist auch tatsächlich verkehrt, Trump daran die Hauptschuld zu geben. Er hat den Menschen diese Ideologie nicht in die Köpfe gesetzt, die ist nun mal da. Trump ist auch nicht verantwortlich dafür, dass die US-Schwerindustrie, ähnlich wie die Deutsche, in den letzten Jahrzehnten den Weg vom Berg ins Tal genommen hat. Das US-Staatsdefizit hat nicht Trump verursacht, sondern seine Vorgänger, die in aller Welt teure Kriege geführt und nicht beendet haben... Ich bin wahrlich kein Trump-Fan. Aber es ist nicht der richtige Weg alles Übel in den USA, welches über Jahrhunderte gewachsen ist, nun ihm in die Schuhe schieben zu wollen. Das ist unredlich und verdeckt die wahren Probleme... Ich gehe noch weiter: Trump ist in dieser Hinsicht eher Segen, denn er deckt endlich mal die wahre häßliche Fratze eines Teils von Amerika auf, von der man glaubte, sie sei schon lange verschwunden. Nur was man sieht, kann man ins Visier nehmen...
Trump ist insofern mitschuldig weil er vom: "das wird man ja noch sagen dürfen!" Leute durch seine Einlassungen dazu bringt das gesagte auch zu machen!
Das hat eine andere Qualität, wie man leider erlebt.

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cougar60 05.08.2019, 10:25
9. Na ja, Trump gießt mit seiner Stimmungsmache

Zitat von MisterD
Das US-Staatsdefizit hat nicht Trump verursacht, sondern seine Vorgänger, die in aller Welt teure Kriege geführt und nicht beendet haben... Ich bin wahrlich kein Trump-Fan. Aber es ist nicht der richtige Weg alles Übel in den USA, welches über Jahrhunderte gewachsen ist, nun ihm in die Schuhe schieben zu wollen. Das ist unredlich und verdeckt die wahren Probleme... Ich gehe noch weiter: Trump ist in dieser Hinsicht eher Segen, denn er deckt endlich mal die wahre häßliche Fratze eines Teils von Amerika auf, von der man glaubte, sie sei schon lange verschwunden. Nur was man sieht, kann man ins Visier nehmen...
gegen Migranten ordentlich Öl ins Feuer, und heizt damit die Fremdenfeindlichkeit an. Das kann man auch nicht leugnen. Wer in den USA ein Problem mit Afroamerikanern, Latinos, und anderen Migranten hat. Der wählt Trump, und dessen ist sich Trump auch bewußt

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