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Wagenknecht und Bartsch: Linke nennen USA Hauptverursacher der Flüchtlingskrise
DPA

Wer trägt die größte Schuld an der Flüchtlingstragödie? Für Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch von den Linken ist der Hauptverursacher schnell ausgemacht: die USA. Die Vize-Fraktionschefs pochen auf Gelder der Regierung in Washington.

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ex2012 06.09.2015, 12:40
330. Kapital schlagen: Merkel, Seehofer und BILD, Springer

Zitat von Olaf
Das ist das schlimmste an dieser Krise. Linke die aus einer humanitären Katastrophe politisches Kapital schlagen wollen.
Wenn hier irgendjemand aus der Flüchtlingskrise Kapital schlagen möchte, so dürften das eindeutig Merkel, Seehofer, Herrmann und sprichwörtlich der Springer Verlag sein!

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Fürstengruft 06.09.2015, 12:40
331. Rambo USA hat erst den Weg für den IS frei gemacht

Es ist auch meine Auffassung, dass Fr. Wagenkencht richtig liegt. Die USA denken nicht bis zum Schluß. Ersteinmal einmischen und alles durcheinander bringen, dann jammern, dass der Plan nicht aufgeht und alles den Russen anhängen, weil sie Assad unterstützen.

Das Chaos in Syrien hat der IS ausgenützt. Jetzt hat er einen perfiden Plan im Auge.
Durch Brutalitäten vertreibt er die Bevölkerung und setzt auf "Migrationswaffe".
Tausende, vor allem junge Männer fliehen nach Europa und konzentrieren sich in Deutschland. Der IS kann warten.
Wenn es Europa und vor allem Deutschland nicht gelingt die jungen Muslime zu integrieren, ihnen Arbeit und Perspektive zu vermitteln, werden sie in dieser Hoffnungslosigkeit anfällig für IS-Rattenfänger, sie werden plötzlich ihr Heil im "wahren Glauben" suchen und zur Waffe greifen.
Von da ist es nicht mehr weit in D erneut ein Kalifat auszurufen.

Wenn der IS nicht bald ausgelöscht wird, wird es Europa später schwer bereuen.

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Michael200669 06.09.2015, 12:41
332.

Zitat von merrywivesofwindsor
Ach so , es waren wieder die bösen Amerikaner. Hat aber natührlich nichs damit zu tun dass die Saudis und Kuwaitis und die ganzen Golfstaaten damals laut nach Hilfe von Amerika geschrien haben, als Saddam in Kuwait einmaschierte ????
Von offizieller Seite. Gleichzeitig bekämpft der Saudi die Amerikaner, wo er nur kann.

Und es wurde nur ein Vorwand gesucht, damit man in den Irak einwandern kann. Denn Sadam Hussein war unbequem geworden. Er hat nämlich nicht mehr der Bückling der Amerikaner spielen wollen.

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rimaldo 06.09.2015, 12:42
333. Eine Verkettung von Gründen

Frau Wagenknecht hat teilweise recht, wenn sie sagt, dass die Interventionen der USA ein Grund für die Flüchtlingskrise sind. Grundsätzlich kann man aber sagen, dass sie nur einige von vielen Faktoren sind. Außerdem würde ich die Globalisierung, den Handelsüberschuss Deutschlands, die endlich der Vergangenheit angehörenden Diktaturen in Nordafrika, Facebook, Twitter, verfehlte Entwicklungspolitik, Assad, den islamischen Staat, Blauäugigkeit und vieles mehr nennen können. Ich glaube nicht, dass die USA sich bewusst waren, was sie mit ihren Interventionen auslösen werden. Auch vor den Interventionen wollten die Menschen massenweise flüchten - es war ihnen nur durch allmächtige Diktatoren und gut geschützten Grenzen schwer gemacht worden.

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Ministerium für Wahrheit. 06.09.2015, 12:42
334. Geschichte?

Zitat von dernordenrockt
gibt sich hier mal wieder-von ein paar löblichen Ausnahmen abgesehen- die Gemeinde der Verschwörungstheortiker ein Stelldichein! Hätte Putin nicht seinen massenmörderischen Freund Assad unterstützt, wäre das Problem nicht so immens, wie es jetzt ist und es hätte auch keinen IS gegeben. Auf der anderen Seite bin ich auch überzeugt, daß wir uns mit so manchem der hierher geflüchteten Probleme aufhalsen werden. Daher sollte es zur "Willkomenskultur" gehören, die Ankommenden direkt darüber aufzuklären, daß sie unsere Werte wie Freiheit und Rechtsstaat sowie Gleichheit zu respektieren haben.
Putin hat überhaupt nichts getan. Er hat mit Assad über die Aufnahme Syriens in die SOZ verhandelt, was den USA nicht in den Kram passte. Und selbstverständlich haben die USA diese Verhandlungen torpediert, so wie jede Regierung dies tut, wenn sie ihre Interessen berührt sieht. Diese Erkenntnis hat nichts mit Verschwörungstheorien zu tun. Eher mit geschichtlichem Wissen.

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Persipanstollen 06.09.2015, 12:44
335. USA ? Russland ?

Wir tragen die Verantwortung. Der arabische Frühling hat seinen Ursprung in Deutschland, Guttenberg, die Energiewende, Wulff, Mappus, Schavan, die Diskussionen um S21, BER, Elbphilharmonie, FDP-Abdankung, Mindestlohn ... die Menschen im arabischen Raum, sahen über die modernen Medien, dass die Bürger in Deutschland etwas in der Politik verändern können und suchten Teils vergeblich den gleichen Weg.
Warum sonst schreien die Flüchtlinge "Deutschland, Deutschland" ? Sieht ganz danach aus, als ob man uns zutraut einen Basis-Wohlstand für alle zu organisieren, und einen pazifistischen Kampf, geprägt von viel Zynismus, gegen NSA-Überwachung und putinsches Meinungsverbot zu führen und diesen zu gewinnen.

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MephistoX 06.09.2015, 12:44
336. Sie ...

Zitat von thomweb
Russland führt in Syrien Krieg.
... beleuchten damit aber nur eine Seite und blenden die andere völlig aus - Natürlich kann man es Russland ankreiden, dass es den Despoten Assad viel zu lange unterstützt hat und das immer noch tut, aber die andere Seite ist:

Der sog. "IS" ist nicht in Syrien, sondern im Irak "groß geworden", und zwar deshalb, weil infolge des Irak-II-Krieges ganz gezielt eben nicht Schiiten UND Sunniten in die Regierungsgeschäfte eingebunden wurden - und das hat die eine Seite quasi als "Demütigung" auffassen müssen und sie zunehmend radikalisiert.

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Pfaffenwinkel 06.09.2015, 12:45
337. Wagenknecht

spricht endlich mal aus, was jeder politisch denkende Mensch weiß. Die USA verdienen an jedem Krieg - und nur dieser Profit zählt.

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tomrobert 06.09.2015, 12:46
338. Die haben jetzt ihren 30jährigen Krieg

so wie in Europa 1618 bis 1648. Und niemand wird daran etwas ändern. Dieser Krieg wird wahrscheinlich erst enden, wenn nichts mehr da ist. Bitte mal ins Geschichtsbuch sehen. Der Krieg könnte möglicherweise auch überhaupt nicht abgekürzt, möglicherweise aber abgemildert werden , wenn die Großmächte Waffenlieferungen gemeinsam unterbinden.

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freespeech1 06.09.2015, 12:47
339.

Zitat von grussausberlin
...nicht vergisst zu erwähnen, dass seit 2011 jede Bemühung der UN am Veto Russlands (und Chinas) gescheitert ist, dem Oberschlächter Assad in den Arm zu fallen
Assad ist sicherlich ein Dikatator, aber ein säkularer, unter dessen Regierung Alawiten, Christen und Moslems Religionsfreiheit hatten. Er einem gewaltigen Flüchtlingsstrom irakischer Christen, die Opfer der USA-Politik im Irak waren, Asyl gewährte. Die modernen Syrerinnen tragen kein Kopftuch.

Er hat nicht gegen Demokraten oder Menschenrechtler gekämpft, sondern gegen Islamisten, die Syrien in eine islamistische Republik umwandeln wollen, in der es keinen Platz für Alawiten oder Christen geben würde.

Eine säkulare Diktatur ist aus westlicher Sicht sehr viel besser als eine islamistische Diktatur, die die Region in religiösem Wahn ins Mittelalter zurückführen will.

Besser wir unterstützen die säkularen Kräfte in Syrien als die Islamisten. Demokraten gibt es dort leider nicht

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