Forum: Politik
Wagenknecht und Bartsch: Linke nennen USA Hauptverursacher der Flüchtlingskrise
DPA

Wer trägt die größte Schuld an der Flüchtlingstragödie? Für Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch von den Linken ist der Hauptverursacher schnell ausgemacht: die USA. Die Vize-Fraktionschefs pochen auf Gelder der Regierung in Washington.

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Michael200669 06.09.2015, 12:48
340.

Zitat von ford.prefect
Eine Eint die Linken und Rechten Ränder des politischen Spektrums. Natürlich geht es Frau Wagenknecht auch um Stimmen von Rechts.
Genau, sobald man die Amerikaner kritisiert, ist man Antiamerikaner. Das ist genauso daneben, wie man "sei neidisch".

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mmpuck 06.09.2015, 12:50
341. Natürlich haben die Linken recht!

Amerika ist aber nicht mehr das Land, das bereit wäre für Folgen seiner Handlungen einzustehen. Heute kämpft dort jeder nur noch für seinen eigenen Vorteil und jeder erwartet, dass die jeweilige Regierung nur für Vorteile Amerikas kämpft. Am besten sieht man das an NSA und TTIP. Deshalb hätte ein Ersuchen um finanzielle Beteiligung an der Bewältigung der Flüchtlingskatastrophe keine Aussicht auf Erfolg. Sollte die Bundesregierung den Versuch dennoch wagen? Ich meine: Ja! Und sei es nur um Flagge zu zeigen.

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RaM the Man 06.09.2015, 12:51
342. Falsche Entwicklungspolitik und richtige Waffen

Entwicklungspolitik hilft den Potentaten an der Macht zu bleiben. Wir (der Westen und natürlich auch und vor allem die USA) unterstützen sie mit Geld und Waffen für eine "ordentliche" Polizeiarbeit. Unliebsame Potentaten werden mit Destabilisierung des Landes bestraft indem man Geld und Waffen an die Opposition verteilt - solange, bis man erkennt, dass der Freiheitskämpfer (s. Bin-Laden) etwas ganz anderes im Schilde führt. Irgendwann ist die Heimat nicht mehr schön - dann gehen ein paar und das Internet ermöglicht ihnen vom besseren Leben zu berichten. Und so startet langsam eine Lawine. Wer hat Schuld am Krieg in Syrien? An den Unruhen in Eritrea? Afghanistan? Die Flüchtlinge sicher nicht.

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_abandit 06.09.2015, 12:51
343. Das hätte ich niemals für möglich gehalten

aber bei der nächsten "Wahl" werde ich wohl die Linke wählen. Endlich mal ein Politiker der den Mum hat die Wahrheit zu sagen. Bitte mehr davon, Frau Wagenknecht und Herr Bartsch.

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Dr. Klötenbröhmer 06.09.2015, 12:51
344. Endlich hat mal jemand ausgesprochen

was namhafte Nahost Experten schon oft klar dargelegt haben: Die Amerikaner haben die Region durch ihre Vergeltungskriege nachhaltig destabilisiert. Wenn das Verteiben eines Despoten damit endet, dass es gleich mehrere neue gibt, dann hat man politisch versagt.
Obama mit dem Friedensnobelpreis zu bedenken ist ähnlich borniert, wie Henry Kissinger auszuzeichnen.
Die Amerikaner haben seit dem zweiten Weltkrieg keine nenneswerte Friedenspolitik mehr betrieben und wir würden gut daran tun uns von Ihnen fernzuhaltern.
Konkret muss man auch Standorte wie Ramstein schleunigst schließen.

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herzensgut 06.09.2015, 12:52
345. Unrealistisch!

Dass die USA wesentlich zur Destabilisierung der Region beigetragen haben, mag schon richtig sein. Allerdings die USA jetzt zur Kasse zu bitten, ist aberwitzig. Die Linken kommen hier - übrigens wie immer - mit unrealisierbaren Vorschlägen um die Ecke. Die Bösen sind immer die USA, niemals Russland, das am Desaster in Syrien eine maßgebliche Rolle spielt. Mir sind die Linken nicht sehr sympathisch, Frau Wagenknecht schon gar nicht.

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Ministerium für Wahrheit. 06.09.2015, 12:52
346. Genau

Zitat von air plane
Egal wie es läuft - sie schlagen immer Kapital draus. Denn: Sie haben die Moral gepachtet, die anderen haben also per Definition immer Schuld..
Die Linken haben nicht die Moral gepachtet, sondern in der Regel das Wissen um die wahren Zusammenhänge über die sie gerne heftig Diskutieren im Gegensatz zu den rechten Konservativen und pseudolinken Partien, wo der politische Geistestod bereits Einzug gehalten hat.

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erdmann.rs 06.09.2015, 12:52
347. Destabilisierung

Ob die USA und "der Westen" wirklich absichtlich oder
aus komplettem Ungeschick zur Destabilisierung des
Nahen Ostens und anderer Regionen beigetragen
haben, möchte ich hier nicht kommentieren. Ehrlich gesagt: ich weiß es auch nicht.
Allerdings weiß ich, dass die überaus blutigen und
erbitterten Auseinandersetzungen zwischen den
muslimischen Glaubensrichtungen (Schiiten, Sunniten,
Alawiten usw) und ihr mörderischer Hass auf alle
"Ungläubigen" (z.B. auch Christen) w e i t a u s älter
sind als die Vereinigten Staaten von Amerika.
Das Abschlachten der "Ungläubigen" ist dank neuzeitlicher Waffen natürlich effektiver als früher, als
dazu noch Pfeil und Bogen, Schwert und Krummsäbel
benutzt wurden.

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Fehlerfortpflanzung 06.09.2015, 12:53
348. Verschwörung

Zitat von zompel
Es hätte keine Arabischen Frühlinge gegeben. Ein reines Produkt westlicher Einflüsse emmitiert über radikale Schlüsselpersonen.
ach Sie glauben, dass sich die Menschen im Lauf der Jahrzehnte an Unterdrückung, Armut und Perrspektivlosigkeit schon so gewöhnt hatten, das mit politischen Veränderungen nicht zu rechnen war.

Der nahe Osten ist unser Nachbar. Wenn man in Deutschland lebt, merkt man das vielleicht nicht.

In Frankreich, Spanien, Italien und Griechenland schon.
Viele Nordafrikaner leben und arbeiten im europäischen Süden und wissen dass es alternativen zu Gaddhafi, Assad, Ben Said gibt.

Das hat sich auch in der Heimat rumgesprochen.

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klaus meucht 06.09.2015, 12:53
349. Das Schlimmste

Zitat von Olaf
Das ist das schlimmste an dieser Krise. Linke die aus einer humanitären Katastrophe politisches Kapital schlagen wollen.
Viele Menschen sterben auf der Flucht, und das Schlimmste soll sein dass eine Partei sich profilieren kann?

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