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Wagenknecht und Bartsch: Linke nennen USA Hauptverursacher der Flüchtlingskrise
DPA

Wer trägt die größte Schuld an der Flüchtlingstragödie? Für Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch von den Linken ist der Hauptverursacher schnell ausgemacht: die USA. Die Vize-Fraktionschefs pochen auf Gelder der Regierung in Washington.

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mansky 06.09.2015, 13:12
380. Richtig!

Ich finde es gut, dass zumindest die Linken sich mit den Ursachen der Krise beschäftigen. Die USA soll sich nicht nur an den Kosten beteiligen, sie muss einen Großteil der Flüchtlinge aufnehmen, damit sie endlich begreifen, was es bedeutet, sich wie Elefant im Porzellanladen zu verhalten. Nur so können die USA lernen, die Konsequenzen ihres Handels im voraus zu bedenken.

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RRoger 06.09.2015, 13:14
381. Genau.

Zitat von Gerixxx
Die Russen haben uns übrigens unsere volle Souveränität zurückgegeben.
Genau, die DDR war ein souveräner Staat. Wir ja immer schlimmer hier...

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LDaniel 06.09.2015, 13:14
382. oh man

Oh man. Die Linke wird auch immer mehr zu einer Partei der Bekloppten. Wie die Wagenknecht hier die Verschwörungstheorien weiterverbreitet ist schon ekelhaft.
Dass insbesondere Russland das Chaos in Syrien verursacht hat wird natürlich gerne verschwiegen vom verlängerten Arm des Kremls.

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DMenakker 06.09.2015, 13:15
383.

Wagenknecht scheint mal wieder ganz zu vergessen haben, dass die Demonstrationen, welche vom Saddam Regime niedergeschossen wurden, normale Proteste Normaler Bürger waren.

Dass diesen geholfen wird, ist selbstverständlich. Sollte es sogar für die linke sein.

Dass man anschliessend nicht genau genug hingeschaut hat, als sich IS Leute unter den Widerstand gemischt haben, kann hingegen durchaus als Fehler des Westens angesehen werden.

Ein Fehler war es sicherlich auch, die alten Saddam Garde total abzuschieben. Damit haben Personen gefehlt, die wussten wie man einen Staat führt und eine Menge Leute mit excellenter militärischer Ausbildung war arbeitslos. Wobei im ersten Moment diese Ausgrenzung sicherlich mehr als nachvollziehbar war und gerade die olle Kommunistensirene die allererste gewesen wäre, die vor Empörung Schnappatmung bekommen hätte, hätte man die alten Offiziere behalten und die Armee aufrechterhalten.

Aber so sind sie halt unsere linken Freunde. Einfache Antworten für den einfachen Geist.

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caty24 06.09.2015, 13:15
384. Wagenknecht for Chancellor

Sie erkennt und bennent die Realitäten.

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mali123 06.09.2015, 13:15
385. Nun

man muss schon fair bleiben. Sie haben definitiv Recht damit! Aber ist Deutschland wirklich besser, wenn es mit in den Krieg zieht bzw. nichts dagegen sagt? Was ist eigentlich mit den Waffenexporten? Warum lässt man die Industrie hinter verschlossener Tür exportieren und die Konsequenzen sollen Alle tragen? Oder wird mein Beitrag auf Spon wieder zensiert? Man soll doch endlich aufhören mit Waffen Geld zu scheffeln, dann haben wir die Probleme nicht oder eben die Waffenindustrie die Kosten tragen lassen für Flüchtlingsheime nach dem Verursacherprinzip. Das selbe mit Atommüll. Die Deutschen machen es sich immer so einfach auf Andere mit dem Finger zu zeigen, obwohl Sie sowieso die Konsequenzen tragen werden. Sie sind eben ein dummes Volk....

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stiefelriemen93 06.09.2015, 13:16
386.

Der Begriff "Flüchtlingskrise" in dem Artikel erweckt irrtümlicherweise den Eindruck das ganze sei für uns eine politische oder gar militärische Gefahr, die durch die Flüchtlinge zu uns komme. Man sollte daher von der Katastrophe der Flüchtlinge sprechen. Denn letztlich sind nur die Flüchtlinge, welche ihre Heimat verloren haben, und ihre Herkunftsländer (in welchen vor allem Junge und gut ausgebildete fliehen können und Alte und Arme oftmals zurückbleiben müssen) katastrophal betroffen. Deutschland dagegen kann hierdurch seine drohende Überalterung reduzieren. Und eben den Flüchtlingen und den Herkunftsländern muss geholfen werden, uns aber nicht.
Einiges in dem Positionspapier (http://www.linksfraktion.de/positionspapiere/solidarita-t-hilfe-fu-r-flu-chtlinge-erfordern-grundsa-tzliches-umdenken/) wie die Forderung nach einer dezentralen Unterbringung oder die Möglichkeit für Flüchtlinge legal einzureisen ist vernünftig, aber bei der Schuldzuweisung machen es sich Frau Wagenknecht und Herr Bartsch zu einfach: Die US-Außenpolitik ist zwar im Bezug auf weltweiten Konflikte nicht komplett unschuldig (der Irakkrieg hat zu einer Radikalisierung des Islamismus und Destabilisierung des Iraks geführt) aber eine Alleinschuld der US-Außenpolitik liegt hier nicht vor: in Syrien werden Kriegsverbrechen nicht nur von Rebellengruppierungen und dem IS begangen, sondern auch in hohem Maße von den Regierungstruppen von Assad (der von Putin und dem iranischen Regime unterstützt wird) https://www.amnesty.de/2015/5/4/syrien-kriegsverbrechen-der-zivilbevoelkerung?destination=suche?words=Syrien&s earch_x=0&search_y=0&form_id=ai_search_form_block
In einigen Konfilikten haben die USA sich militärisch und politisch rausgehalten, wie dem Sharia-Konflikt in Nigeria. Im Syrischen Bürgerkrieg hat zwar die CIA Waffenlieferungen durch die türkische Regierung und die Golfstaaten unterstützt. Aber letztere haben damit auch eine Schuld an der Eskalation in Syrien.

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daniel.gnaedinger 06.09.2015, 13:16
387. Leider Recht

Frau Wagenknecht hat dazu leider recht. Die Amis haben viele Länder um Europa im Zuge des arabsichen Führling destabilisiert. Mit den entstehendem Flüchtlignsstrom und den daraus entstehenden Problem, wollten die Amis Europa an sich binden. Der Plan scheint aufgegangen zu sein. Wenn dabei noch ein paar bombenlegende Terroristen mit einfliessen, hält Europa sowieso zu den USA.
Übirgens die USA hat am Anfang in Syrien Mitglieder von IS mit Waffen ausgestattet um gegen Assad zu kämpfen!

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haarer.15 06.09.2015, 13:17
388. Wer über die Ursachen nachdenkt ...

... und zwar tiefgründiger, wird dies kaum bestreiten können. Wo Amerika eingreift, kommt meist nichts Gutes dabei heraus. Verwüstung und Destabilisierung. Die Westeuropäer im Schlepptau der USA tragen mithin einen Teil der Verantwortung. Und im Balkan wird man genauer hinsehen müssen. Denn gerade im Kosovo sieht man immer noch die Schneise der Kriegsverwüstung. Stabile und sichere Herkunftsländer sehen anders aus.

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luiasogi 06.09.2015, 13:18
389.

Zitat von _abandit
aber bei der nächsten "Wahl" werde ich wohl die Linke wählen. Endlich mal ein Politiker der den Mum hat die Wahrheit zu sagen. Bitte mehr davon, Frau Wagenknecht und Herr Bartsch.
Dann können sie genauso gut AfD oder noch weiter rechts wählen. Die sagen das schon länger. Gucken sie mal.
http://www.welt.de/?config=articleidfromurl&artid=146067881
Der Grundstein würde allerdings schon viel früher gelegt. Schauen sie sich mal die Grenzen Syriens und des Irak an. Wie mit dem
Lineal gezogen. Ohne Rücksicht auf religiöse, ethnische oder historische Gegebenheiten zu nehmen.
Vor 100 Jahren teilten Frankreich und die Briten das osmanische Reich auf.
Für mich sind die USA am Erstarken des IS massgeblich beteiligt. Deren Militärstrategen sind grösstenteils sunnitische Saddam Soldaten, die von der schiitischen Nachkriegs-Regierung nicht mehr beschäftigt würden.

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