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Wagenknecht und Bartsch: Linke nennen USA Hauptverursacher der Flüchtlingskrise
DPA

Wer trägt die größte Schuld an der Flüchtlingstragödie? Für Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch von den Linken ist der Hauptverursacher schnell ausgemacht: die USA. Die Vize-Fraktionschefs pochen auf Gelder der Regierung in Washington.

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haarer.15 06.09.2015, 13:19
390. Recht hat sie

Zitat von Olaf
Das ist das schlimmste an dieser Krise. Linke die aus einer humanitären Katastrophe politisches Kapital schlagen wollen.
Ob es uns gefällt oder nicht - aber die Wagenknecht hat schon sehr oft und sehr treffend den Finger in manche Wunde gelegt.

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Josef B 06.09.2015, 13:20
391. Traurig aber wahr....

.. die obama USA mit ihren verbündeten Türkei und Saudi- Arabien destabilisiert den ganzen Nahen Osten. Und Merkel macht auf Betroffenheit und will sich so einen Nobelpreis erschleichen...

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TS_Alien 06.09.2015, 13:20
392.

So sehr man manche linke Ideen in der Wirtschaft sehen würde, vor allem in der Finanzwirtschaft, so peinlich sind die wiederkehrenden Schuldzuweisungen der Linken an die USA.

Für die Armut in Afrika können die USA nichts. Für den Krieg in Syrien können die USA auch nichts. Es wird immer wieder vergessen, vor allem von den USA-Hassern, dass die Menschen in den Krisenregionen selbst die Krisen verursacht haben und lösen könnten. Nur wollen es dort nur wenige.

Afghanistan und Irak sind von den USA von Regimen befreit worden. Danach hätten es die Afghanen und Iraker in der Hand gehabt, friedliche Länder zu werden. So wie wir vor 70 Jahren.

In Syrien haben die USA nichts gemacht. Selbst das wird von den USA-Hassern als Fehler aufgefasst.

Die üblichen Geschichtsfälschungen der Linken funktionieren nicht in Ländern, in denen sich die Bürger unabhängig informieren können.

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karstenauswerder 06.09.2015, 13:20
393. Ist sicher nicht ganz falsch ...

aber das Dilemma begann ja schon viel früher. Als die damaligen Kolonialmächte Linien auf die Karte zogen und die daraus entstehenden "Länder" zu Syrien, Irak, usw. erklärten. Nutzt aber alles Jammern nicht. Die Welt muss immer das jetzt anstehend Problem lösen.

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charlybird 06.09.2015, 13:21
394. Sie haben mir

Zitat von Kryszmopompas
Wagenknecht hat Recht. Wenn man die US-Politik im Nahen Posten seit Mossadegh (Iran) betrachtet, ging es immer nur um die eigenen Interessen, meist ums Öl. Unangenehme demokratische Regierungen wurden gestürzt, angenehme Diktatoren und Gestalten auch mit Waffen unterstützt, solange sie einem nützen (Saddam Hussein, Ussama-bin-Laden gegen die UdSSR) - und fallengelassen, wenn man sie nicht mehr brauchte. Man darf sich nicht wundern, wenn "der Westen" dort sehr unterschiedlich wahr genommen wird. Von einigen als erstrebenswertes Ziel, von anderen zu Recht als der Grund für ihre aktuelle ärmliche Lage. Und man darf sich nicht wundern, wenn von letzteren sich wieder sehr viel ins Jenseits orientieren und religiösen Führern hinterherlaufen. Der letzte Krieg gegen Saddam hatte keinen Grund, er war vom Zaum gebrochen und hat nicht nur ein Land innerlich völlig zerstört. Statt Staatsaufbau und Versorgung und Schaffung von Wohlstand hat man das Land sich selbst überlassen, nachdem man den US-Konzernen die Ölquellen wieder besorgt hat und sich nun die verbrauchten Kriegsgüter von dort bezahlen lässt.
meinen gerade angefangen Kommentar abgenommen. Exakt so ist es. Die USA haben durch ihre jahrelange energieökonomische Interessenpolitik den mittleren Osten destabilisiert und dadurch natürlich auch russisches Überengagement bis hin zur Verblendung in einigen Staaten gefördert.
9/11 hat die Amerikaner gänzlich aus dem Ruder laufen lassen, Bush hat obendrein im Irak seinen Privatkrieg geführt und danach auch noch das Chaos durch falsche Entscheidungen gepflegt. Die schlimmsten waren, der Support eines Sunnitenhassers( Al Maliki), er hat aber die Öldeals abgesegnet und die unkontrollierte Auflösung der irakischen Armee, die erst den IS möglich gemacht hat und die Region, einschließlich des bereits angeschlagenen Syrien, komplett destabilisiert hat.
Somit ist es eben nicht falsch, wenn man unseren transatlantischen Friedensengeln eine nicht unerhebliche Schuld an diesem Wahnsinn gibt.

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merenlähellä 06.09.2015, 13:22
395. Erstaunlich

Man hätte meinen können, die Linke hätte in der Zwischenzeit etwas gelernt. Dieses reflexartige Zeigen auf die USA bringt keinem etwas.

Wie einige meiner Vorredner schon anführten: Russland hätte, wenn es nicht sein Veto eingelegt hätte, durchaus die Möglichkeit gehabt, den Konflikt zusammen mit dem Sicherheitsrat zumindest zu entschärfen.

Und warum hat es das nicht getan? Meiner Meinung nach nicht wegen dieser popeligen Anlegestelle in Tartus, die im Konfliktfall sowieso nicht die Tinte auf dem Papier wert wäre, sondern einfach wegen der guten Handelsbeziehungen zum Assad-Regime.

Man wundert sich schon, wie viel zig Milliarden an Rüstungsumsätzen aus Syrien nach Russland geflossen sind. Das sind offensichtlich "gute" Waffen.

Aber auch das ist den Linken keine Erwähnung wert. Lieber prangert man die bösen USA und westlichen Rüstungsfirmen an, die aus wirtschaftlichen Gründen Krieg benötigten.

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Sixpack, Joe 06.09.2015, 13:22
396. Trauriger Bilanz!

Die Deutschen schauen erst ewig nach Washington. ´Washington soll eingreifen´heisst es dann. Warum tut ´Washington´ nichts? Wenn Washington dann zumindest mal versucht Afghanistan, Syrien und Lybien von Diktatoren (a la Deutschland vor 70 Jahren) zu befreien, und sie es nicht innerhalb von einem Monat schaffen, ist Washington schuld und hat eine Krieg verursacht und ist laut Deutsche Politiker an alles Schuld. Ausser natürlich die Deutsche Waffenindustrie die genauso viel Geld verdiend hat wie die Amerikanische und Russische!

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abrigal 06.09.2015, 13:23
397.

Auch die ehemalige Sovietunion traegt fuer den Einmarsch in Afganistan eine Mitveranwortung.
Jedoch sollten wir beginnen die Ursachen der Fluchtilingskatastrofe beim Namen zum nennen
Es ist der Koran bzw. der Islam in seinen verschiedenen Ausllegungen . Aleviten ,Suniten , Schiiten suchen Zuflucht in Europa und bringen Ihre Probleme und den Isam zu uns, der uns in Kuertze um die Ohren fliegen wird

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anjo1970 06.09.2015, 13:24
398. Ach nee...

... dann ist die Frage jetzt geklärt. Gott sei Dank! Leider vergessen Wagenknecht und Bartsch, dass auch ihr großer Bruder in Moskau eigene Interessen im nahen Osten verfolgt hat und weiterhin verfolgt. Das passt aber nicht ins Weltbild der Linken - und fällt damit unter den Tisch. Typisch...

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klaus meucht 06.09.2015, 13:24
399. Es gibt immer mehrere Ursachen

Zitat von merrywivesofwindsor
Ach so , es waren wieder die bösen Amerikaner. Hat aber natührlich nichs damit zu tun dass die Saudis und Kuwaitis und die ganzen Golfstaaten damals laut nach Hilfe von Amerika geschrien haben, als Saddam in Kuwait einmaschierte ????
Der erste Einmarsch im Irak der Amerikaner unter dem älteren Präsidenten George Bush war noch verständlich.
Viele arabische Staaten haben sich auch daran beteiligt.

Der zweite Einmarsch unter dem jüngeren Präsidenten George Bush wurde mit gefälschten Argumenten begründet.

Ich gebe Frau Wagenknecht insofern Recht dass Amerika einen hohen Anteil der Flüchtlingskrise hat. Ich warne aber davor die Ursachen nur monokausal zu sehen.
Die Vergangenheit können wir nicht ändern. Ich hoffe nur die USA lernt daraus.

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