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Wagenknechts Sammlungsbewegung: Verstolpert
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Sammeln oder spalten? Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht will mit der Bewegung "Aufstehen" die Politik von SPD und Grünen ändern. Beim Auftakt zeigt sich, weshalb das schwer wird.

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Europa! 04.09.2018, 16:26
1. Lafontaine? Ja, bitte!

Für mich verbindet sich der Name Lafontaine vor allem mit dem glänzenden Wahlsieg der SPD im Jahre 1998. Als ihn Schröder aus der Partei gedrängt hatte, ging es mit den Sozialdemokraten bergab. Es erscheint mir vollkommen logisch, wenn Lafontaine die Linken und einen Teil der Grünen jetzt wieder zurück in die SPD führt.

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urbanism 04.09.2018, 16:30
2. die Bewegung zeigt wie zerstritten die Parteien im Innern sind

m.E. zeigt diese Bewegung, wie zerstritten die etablierten Parteien schon im Innern sind. Wenn schon die eigenen Parteigenossen und Mitglieder nicht mehr mitgenommen werden mit der praktizierten Politik, dann wundert es nicht dass der kleine Michel auf der Strecke bleibt und wir immer mehr erleben müssen wie Populistische Parteien oder andere kleinst Parteien einen grösseren Zulauf bekommen.

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ursula_griegat 04.09.2018, 16:31
3.

Immer wieder bin ich darüber erstaunt wie negativ mit neuen Bewegungen in unserem demokratischen Land umgegangen wird. Jeder hat so scheint es nur Angst um seine Pfründe, anstatt zu schauen ob da nicht doch Wahrheit dran ist. Wie ängstliche und unsicher sind wir in unseren Ansichten und Meinungen ? Ich lebte vor einiger Zeit für zwei Jahren in den Staaten. Dort erlebte ich das man Neugierig auf neue Ideen und Bewegungen reagiert und ihnen erst einmal eine Chance gibt.

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53er 04.09.2018, 16:35
4. Dass es einfach werden wird,

hat ja auch keiner gesagt. Und mit Wagenknecht allein hat die Sammlungsbewegung ja immerhin eine Sympathieträgerin mehr als die SPD. Es wird einfach Zeit, dass der linksliberale Irrweg verlassen wird und der Bürger wieder in den Mittelpunkt rückt. Wenn Wagenknecht und Lafontaine damit beginnen wollen, indem sie die Interessierten sammelt, umso besser. Lafontaine war Schröders Gegenspieler und ist sicher nicht vorbelastet, was Schröders Hinterlassenschaft angeht.

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spontanistin 04.09.2018, 16:36
5. Guru gesucht?

Wonach suchen denn die Autoren. Nach einem neuen Guru oder Heilsbringer/Messias? Das wäre dann aber keine Bewegung sondern eine neue Sekte üblicher Machart. Sollte es aber hier nicht aber eher um einen (basis)demokratischen Aufbruch von Gleichgesinnten gehen? Man muss halt nur noch an der Glaubwürdigkeit feilen. Dass die etablierten Parteibonzen nun Zeter und Mordio schreien, liegt doch in der Natur der Sache!

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Haudegen 04.09.2018, 16:39
6. Typisch! Menschen stehen auf Blender - wichtig sind aber die Taten!

Gute Worte sind wir doch von der Politik gewöhnt - die Früchte der fehlenden Sozialpolitik sowie der mangelnden Solidarität sind in Deutschland trotzdem offensichtlich. Auch Sahra Wagenknecht ist zunächst auf gute Worte angewiesen - die lieferte und liefert Sie. Bessere gibt's nicht und können sich ja nur wiederholen. Für Taten fehlt einem neuen und wirklich sozialen Flügel momentan noch die Macht. Daher "Aufstehen" - damit dann auch Taten folgen können die wirklich sozial sind. Kohl war auch kein No-Name, Schröder nicht und Merkel nicht. Reden konnten sie zwar (naja ... mehr oder weniger gut) aber wo stehen wir heute? Soziale Schieflage! Ich sch..... eigentlich auf Worte und habe sie satt. MfG

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spmc-125536125024537 04.09.2018, 16:39
7. Natürlich ist die AfD wegen der Flüchtlinge groß geworden

und das weiß Wagenknecht auch. Sie weiss auch, dass die klassische Klientel der SPD (also die Arbeiter) in dieser Frage nicht mit der Führungsspitze der Sozialdemokraten übereinstimmt und dass die Arbeiter mittlerweile die größte Wählergruppe der AfD sind. Wenn sie die zurückgewinnen will, kann sie gar nicht anders als sich in dieser Frage so zu positionieren, wie sie es bisher getan hat. Und das ist gut so, denn ein Sozialstaat mit offenen Grenzen und Bleiberecht für alle wie ihn ihre Partei (und Teile der Grünen) fordert, ist weltfremde Gefühlsduselei.

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Neapolitaner 04.09.2018, 16:39
8. Bei den GRÜNen ist nichts zu holen

Die genießen ihren strategischen Vorteil, den Kurs der SPD entscheidend mitzubestimmen und zugleich über Merkel tief in die Union hineinregieren zu können. Wenn die Lindner-FDP nicht geblockt hätte, wären sie heute schon in der Regierung - es ginge aber auch, eig. noch besser, mit schwarz-rot-grün. Da ist für Gedankenspiele eines neuen, vereinten linken Lagers kein Platz. Sarah muss leider draußen bleiben....

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von_hintendrop 04.09.2018, 16:40
9.

Was hat Kevin Kühnert da falsch verstanden? Ein Klick auf "werde Teil der Bewegung" ist doch eine eindeutige Willenserklärung. Es ist doch fadenscheinig, hier von einer einfachen Newsletteranmeldung zu schwadronieren. Es ist lächerlich, wie Presse und Politik diese Bewegung kleinreden. Kein Wunder, denn "Aufstehen" ist eine unkalkulierbare Gefahr.

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