Forum: Politik
Wagenknechts Sammlungsbewegung: Verstolpert
Getty Images

Sammeln oder spalten? Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht will mit der Bewegung "Aufstehen" die Politik von SPD und Grünen ändern. Beim Auftakt zeigt sich, weshalb das schwer wird.

Seite 3 von 9
rgw_ch 04.09.2018, 16:57
20. German Angst

Wann immer irgendwo eine Alternative zum ewigen "Weitermerkeln" droht, ist eine so sicher wie das Amen in der Kirche: Der erhobene Zeigefinger der Bedenkenträger vom SPIEGEL, dass das alles sehr gefährlich und wenig durchdacht und sowieso zum Scheitern verurteilt sei. Die German Angst vor jeder Veränderung sitzt extrem tief in den Redaktionen. Dabei könnte man doch auch mal mit darüber nachdenken, was Wagenknecht inhaltlich meint. Und was immer größeren Teilen des Volkes an der etablierten Politik missfällt, und ob bzw. wie man die Abgesprungenen wieder ins Boot holen könnte.
Aber nein, es gibt keine Alternative. Tina. Ende der Diskussion.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
HannsE 04.09.2018, 16:59
21.

Die Ablehnung durch einige prominente Politiker überrascht mich nicht. Schließlich tritt #aufstehen ja an, um frischen Wind in die politische Landschaft zu bringen und da haben manche, die es sich im neoliberalen Schatten der GroKo bequem gemacht haben, jetzt wohl ein bisschen Sorge um ihre Posten. Von solchen Äußerungen wie beispielsweise von Herrn Stegner sollte sich #aufstehen nicht entmutigen lassen, sondern das eher als Zeichen dafür nehmen, einige wunde Punkte getroffen zu haben. Schade finde ich allerdings, dass Kevin Kühnert sich ebenfalls dort einreiht anstatt #aufstehen zu unterstützen. Das kann eigentlich nur aus partei- bzw. machttaktischen Gründen erfolgen, was gerade bei ihm, der als Hoffnungsträger für eine Neuausrichtung der SPD gestartet ist, sehr schade ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spon-facebook-1338657918 04.09.2018, 17:03
22. Die SPD ist da wo sie sich selbst hin manövriert hat

Es ist doch erstaunlich oder auch nicht, dass die SPD mit den linken Schmuddelkindern nichts zu tun haben möchte. Diese Fehlleistung, den Niedergang der Partei Lafontaines zu zu ordnen, anstatt Schröder und seine Schröderjahner plus Seeheimer Kreis in die Pflicht zu nehmen für die vollkommen falsche Ausrichtung der "alten Tante", ist Besorgnis erregend. Bald brauch sie mit niemanden aus dem linken Spektrum mehr zusammen zu arbeiten, denn die Partei wird weiter in die Bedeutungslosigkeit abrutschen wenn jetzt nicht mal einer vernünftig wird und die Zusammenarbeit mit Linken fördert, auch wenn der Geist Lafontaines in der Flasche steckt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
flixlux 04.09.2018, 17:04
23. Lafontaine JA BITTE

Europa spricht mir aus dem Herzen, nur der Satz mit der Rückholung in die SPD kann nicht klappen. Vielmehr muss eine SPD 2.0 erst einmal geschaffen werden, ohne einen Seeheimerkreis mit der unseeligen Agenda 2010,einem Schröder einem Sarrazin. Die Werte einer neuen SPD, welche in erster Linie dem Volkeswohl dient und dem zügellosen Raubtierkapitalismus einen Maulkorb verpasst. Man darf ja wohl träumen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
chaosimall 04.09.2018, 17:08
24. Mit Lafontaine

wäre es gegangen, vor ein paar Jahren. Nun ist er leider zu alt. Frau Wagenknecht ist gänzlich ungeeignet eine solche Bewgung glaubhaft anzuführen. Dazu ist sie nicht charismatisch, gewinnend und integrativ genug.
Natürlich müssen die Parteien links von der Mitte zusammenfinden. ‚Aufstehen‘ sollte aber besser sitzen bleiben, 4-, die nächsten bitte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
karlnap50 04.09.2018, 17:10
25. Verstolpert?

Gestolpert hat sich wohl eher die SPD die mit Lafontaine den letzten Sozialdemokraten verloren hat. Der Neoliberale Abklatsch unter Schröder hat die Partei und ihre Stammwählerschaft verzwergt.
Eine Steigbügelhalterpartei für die CDU kann niemanden begeistern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Jörgen Cordes 04.09.2018, 17:14
26. Separatisten

... sowie Unzufriedene und Abgehängte gehören dieser "Bewegung" an, das klingt schimmelig, egal ob in der Ostukraine, in Freital, Dresden, Chemnitz oder anderswo. Dabei war die Idee wirklich gut, aber halt von den falschen Leuten inszeniert - wobei mir Sahra Wagenknecht letztlich auch nicht unsympathischer als Olaf Scholz ist (im Gegenteil, denn ihre Ideen sind überwiegend besser). Wie wär's denn, Frauke Petry auch noch ins Boot zu holen, die ist schließlich auch fraktionslos und unterbeschäftigt, die AfD ist ihr zu rechts und in der Flüchtlingspolitik ist sie auf Linie mit Wagenknecht.
Ich fürchte, mit diesem fragwürdigen "Aufbruch" schießt sich die Linke wieder mal selbst ins Knie - ein Klassiker! Gut, dass die Rechten auch nur Weidel und Gauland haben, und keine charismatischen Aufbruchsvermittler ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fritzberg1 04.09.2018, 17:14
27.

Zitat von St.Baphomet
"Mit dem Aufbau der Linkspartei habe Lafontaine entscheidend zu 13 Jahren Kanzlerschaft von Angela Merkel beigetragen". Sehe ich anders. Die SPD hat doch so lange freudig mit Merkel, und schlimmer noch der CSU, koaliert bis alles Sozialdemokratische aus ihr entfernt war. ......
Man kann es zwar anders sehen, aber es ist deshalb nicht anders.
Es geht weniger darum ob und mit wem und warum die SPD "mit Freuden koaliert" und auch nicht um irgendwelche Parteiprogramme sondern um ganz einfache Mathematik. Fakt ist: Die Linkspartei hat der SPD (Stamm-)Wähler weggenommen. Wähler welche die SPD dringend gebraucht hätte um evt. stärkste Partei zu werden.
So einfach ist das.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
currywurst_hans 04.09.2018, 17:14
28. Aufrechte Sozis sind in der SPD wohl schon zuhauf weggelaufen

oder wie erklärt der werte Herr Stegner das grandiose Wahlergebnis seiner Partei? Vor zwei Jahren war ich noch fest der Meinung, dass bei der Unterschreitung von 20% in der SPD die Schmerzgrenze erreicht ist, Köpfe rollen und junges, frisches Personal einen wirklichen, glaubwürdigen Kurswechsel vornimmt. Wie man sich doch irren kann. Die 10% werden so nicht lange auf sich warten lassen. Sehr schade. Deutschland braucht eine SPD die den Namen auch verdient.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
felix_h_w 04.09.2018, 17:16
29. Von wegen Randfiguren...

...wer die PK aufmerksam verfolgt hat, konnte sehen, dass Herr Vollmer und Frau Lange rhetorisch wie inhaltlich hervorragende Beiträge und Antworten zu ihrer Motivation und zum Zustand ihrer Parteien geliefert haben, die Frau Wagenknecht in nichts nachstanden. Einen so überzeugenden Auftritt der beiden habe ich ehrlicherweise nicht erwartet! Chapeau!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 9