Forum: Politik
Wahl auf den Philippinen: Das letzte Bollwerk gegen Duterte bröckelt
Noel CELIS/AFP

Rodrigo Duterte geht brutal gegen Kriminelle und Teile der eigenen Bevölkerung vor. Trotzdem ist er auf den Philippinen enorm beliebt. Bei der Wahl könnte auch der letzte Widerstand gegen ihn fallen.

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steffenkrug 13.05.2019, 21:28
1. Ist es nicht Aufgabe von Journalisten unabhängig zu berichten?

Also erst mal muss ich sagen, dass die Senatorin Leila de Lima festgenommen wurde, weil Sie einen Drogenschmugglerring leitete.
Na wenigstens haben Sie auch geschrieben, dass Duterte bei den Filipinos sehr beliebt ist. Soweit ich das verfolgt habe, bereichert er sich wenigstens nicht in seiner Position und er greift hart durch ohne Ansehen der Person.
Ansonsten ist das wieder mal tendenziöse Berichterstattung.

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neanderspezi 13.05.2019, 22:08
2. Das Mittelalter mit seinen Gräuel ist also doch noch nicht so lang her

Dieser Duterte, ein Sadist und Killer, gefürchtet von den Slumbewohnern und bei seinen Auftritten als satanisches Monster bewundert und mit Huldigungen bedacht, angetreten als Kämpfer und Schutzherr beim Bedienen von Drogen und Korruption, seines Zeichens Präsident auf den Philippinen, wirft ein schauriges Licht auf das Land und die Bevölkerung, die offensichtlich keinen Grund sieht, sich von diesem Popanz aus Machtmissbrauch und Gewaltverherrlichung zu befreien. Dafür gibt es normalerweise mindestens zwei Maßnahmen, die für einen solchen Typ Schutz und Schild darstellen, er hat einen Clan williger Verbrecher um sich geschart, die er an die Schalthebel der Macht positioniert hat und die ihm seine politische Unanfechtbarkeit durch Einschüchterung und Verfolgung der Opposition sichern und für das Niederhalten und Verängstigen der Bevölkerung hat er Killerkommandos rekrutiert, die er mit der Verabreichung reichlicher Begünstigungen bei Laune hält und die ihm im Fall von Unbotmäßigkeit als Hausmacht zur Verfügung stehen. Die Spitzen im Militärapparat hat er natürlich ebenfalls durch milde Zuwendungen als Haus- und Zahlmeister einer sozusagen überwundenen Korruption für sich eingenommen.

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squashplayer 13.05.2019, 22:18
3. Bringt doch alles nichts

Dieses brutale Vorgehen ist ineffizient. Wenn er für mehr soziale Gerechtigkeit und Arbeit sorgen würde, währen nicht so viele Leute auf den Philippinen kriminell oder drogenabhängig. Das Geld ist nämlich da auf den Philippinen, aber sehr ungerecht verteilt.

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eclipse_9999 13.05.2019, 22:49
4. Duterte for President

Die moralpostolische Darstellung in den deutschen Medien ist unerträglich. Duterte ist einer der ersten und wenigen Verantwortlichen auf den Phillipinen der sich um die einfache Bevölkerung kümmert und hierfür viele neue Gesetze und Bestimmungen erlassen hat. Ein Beispiel die medizinische Versorgung im Notfall auch ohne ausreichende finanzielle Mittel. Die mächtigen Familenclans u.a. Marcos die bisher das Geld akkumuliert haben bekämpfen Duterte. Die deutschen Medien machen sich zu billigen Handlangern dieser Familenclans. Das ist kein Qualitätsjournalismus ! Die Filipinos sind in der Mehrzahl große Anhänger ihres Präsidenten und das hat Gründe. Leider ist das deutschen Gutmenschen zu kompliziert.

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oldman2016 13.05.2019, 23:00
5. Europäische Lösung

Ich bin der Meinung, dass auch und vor allem für das Problemland Philippinen dringend eine europäische Lösung angestrebt werden muss. Da der Iran auch damit gedroht hat, künftig Rauschgift und Flüchtlinge aus Afghanistan nach Europa durchzuwinken sind auch harsche Reaktionen der EU nicht nur geboten sondern zwingend erforderlich. "Das ist alternativlos und wir schaffen das." Hohle Phrasen und heiße Luft aus Politikers Mund, oder etwa nicht?

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denkdochmalmit 13.05.2019, 23:08
6. Duartes..

...bekommt man wenn man das Organisierte Verbrechen an die Macht lässt. Das haben die Leute,wie gerade in Brasilien dann irgendwann satt. Nun jammern die westlichen " Reporter" über ein ansteigen der Gewalt...
Welch Heuchler...

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TomTheViking 13.05.2019, 23:13
7. Duterte hat viel riskiert.

Im Prinzip war das Land auf dem Niveau Mexikos oder Brasiliens was Korruption und schwere Bandenkriminalität angeht. Ob nun 5.000 oder 20.000 Getötete Verbrecher in 3 Jahren (natürlich hat es auch Unschuldige getroffen was man aber auch im Bereich der "demokratischen" Justiz sehen kann).

Zur Todesstrafe, ich bin ein entschiedener Gegner aber um auf das Niveau der USA, Chinas oder Saudi Arabiens zu kommen muss sich Duterte anstrengen. Egal, hier wählt das Volk welches unter Drogen und Morden zu leiden hatte und hat einen effizienten Killer der Kriminalität gewählt und das sehr demokratisch.
Wenn er sein Volk repressiv mit Mord und Soldateska überzogen und sich die Taschen voll gemacht hätte wäre die Wahl (es gab ja noch eine!!!) doch sicherlich anders verlaufen. Fragt doch einfach mal in Berlin Leute die von den Philippinen stammen und ihre Wurzeln noch immer dort sehen!!! Ich habe das getan.

Nehmen wir Präsident Bolsonaro in Brasilien, kein Kuschelkurs für Mörder und Drogendealer. Der ist kaum im Amt schon ist die Mordrate um 24 Prozent gesunken, zumindest laut DPA. Die Arbeitslosigkeit ist ebenfalls leicht rückläufig. Wie gesagt der Mann ist noch nicht lange im Amt und erst der Verlauf der der Amtszeit wird zeigen ob sich der Prozess weiter verstärkt.

Wir leben hier trotz tschetschenischer und albanischer, arabischer, italienischerr, chinesischer und sonstiger Mafia Strukturen noch im Tal der Glück-Seeligen und sollte die Wahl der Menschen in Not akzeptieren und am Ergebnis eben für Jene messen.

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capote 13.05.2019, 23:27
8. Die Linken sehen Ihre Felle davonschwimmen

Auf den Filippinen mit Duerte, in Italien mit Salvini und das ist erst der Anfang der Befreiung der Welt von "LINKS". Die haben nun wirklich genug Schaden angerichtet.

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raoul2 13.05.2019, 23:58
9. Dieser "Thaksin für Arme" hat sein Vorbild,

den vor einer rechtskräftig gewordenen Gefängnisstrafe ins Ausland geflohenen thailändischen Ex-Premierminister Shinawatra, inzwischen in Sachen Brutalität des Vorgehens längst nicht nur erreicht, sondern (wie man an der Zahl der "außergerichtlichen Tötungen" sieht) schon übertroffen.

Wer glaubt, daß Duterte die Philippinen weniger ausplündert als Thaksin es seinerzeit mit Thailand getan hat und weiterhin für die Zukunft plant, ist der mit großem Aufwand betriebenen Propaganda aufgesessen oder einfach nur blind.

Daß vor allem die armen Leute glauben, diesen Kleptokraten vertrauen zu können, ist natürlich grotesk und für außenstehende Beobachter nur schwer zu ertragen. Dieses Phänomen breitet sich inzwischen leider weltweit aus - die betroffenen Staaten reichen von Kambodscha über einige afrikanische Staaten bis nach Brasilien (und die vertrumpten USA sind längst nicht das Schlußlicht dieser nicht abschließenden Aufzählung).

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