Forum: Politik
Wahl: Ausgrenzung verhalf rechten Schwedendemokraten zum Erfolg
AFP

Einst stand Schweden für Wohlstand und Gleichberechtigung. Nun rückt das Parlament nach rechts. Was man aus dem Wahlerfolg der rechtspopulistischen Schwedendemokraten für Deutschland lernen kann.

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vera gehlkiel 10.09.2018, 19:40
120.

Zitat von wolfsmund
Menschen auf Deiner Couch, der Teppich ist ausgewechselt, die Bilder an den Wänden getauscht, der Kuelschrank ist gepluendert und in der Badewanne sitzen quietschend drei Kinder, denen Du noch nie begegnet bist. Ein Mensch mit wichtiger Gesicht ueberreicht Dir eine Broschuere und erklärt Dir, dass Du unter den Prinzipien von Mitmenschlkichkeit und Universalismus ab sofort nur noch einen Teil Deiner Wohnung nutzen kannst. Auf Deine zaghafte Frage, ob Du nicht ueber Deine Wohnung slebst bestimmen kannst, wird Dir erklärt, das sei eine menschenfeindliche Haltung. So weit zu der Situation in weiten Teilen des urbanen Schwedens. Ja, ersetze bitte Wohnung durch...etc. und Du hast die aktuelle Situation in vielen Teilen Schwedens - nicht erst seit 2015. Und sich dagegen zu wehren ist "rechtspopulistisch", "neo-faschistisch", "fremdenfeindlich"? Tja, dann bin ich das wohl.
Sie beschreiben eine Situation, wie sie sich die Rechtspopulisten in der Tat für viele Menschen, die als Flüchtlinge gekommen sind, und sich mittlerweile unter grossen Entbehrungen hier etwas erschaffen haben, unverblümt ersehnen. Und die hochpotenten Finanziers der Rechtspopulisten, die marktradikalen Investorenkartelle, die sich von leidiger Mitmenschlichkeit und der europäischen Steuerfahndung unangemessen beim Geldverdienen tangiert fühlen, wollen das Modell natürlich generell auf die ärmeren bis mittelständischen Bevölkerungsgruppen, vornehmlich in der für sie lukrativen Stadt, ausdehnen. Dagegen sollte man sich wirklich wehren, anstatt diesen Bauernfängern noch das Wort zu reden. Und am liebsten und besten zusammen mit den Flüchtlingen und Ex-Flüchtlingen. In Schweden hat genau diese Haltung immer noch ein enormes Gewicht, und sie resultiert aus einer Art von positivem, engagiertem umd tatkräftigem Patriotismus. Den wir Deutsche an sich auch könnten, gäbe es da nur nicht soviel vorauseilende Weinerlichkeit in Verbindung mit einem allzu starren Weltbild, und dazu diese starke Furchtsamkeit überall.

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amanfangdeswissens 10.09.2018, 20:58
121. Mir wird echt schlecht.

Zitat von rational82
Wir brauchen endlich die Festung Europa! Keiner kommt mehr rein ohne Genehmigung. Wenn das die etablierten Parteien nicht endlich einsehen, sind in spätestens 10 Jahren an allen europäischen Regierungen Rechte beteiligt und Europa zerfällt. Wir müssen uns die Frage stellen, ob wir uns unser schönes Europa wirklich dadurch zerstören wollen, dass wir jeden hier aufnehmen, der sich ein besseres Leben wünschst. Wir sollten uns zuallererst um die Probleme innerhalb Europas kümmern und auch nur dann Geld außerhalb unversteuerten, wenn man sich einen Gewinn davon verspricht. Europa first!
Ja, nee, is klar; „Festung Europa“…. Warum denn gleich so groß? Warum nicht eine „Festung Deutschland“, in der wir vor allem nicht die „faulen Griechen“ reinlassen, die ja sowieso nur von unseren Steuergeldern leben? Oder noch besser: eine „Festung Baden-Württemberg“, dann kommen auch nicht die ganzen „Wirtschaftsflüchtlinge“ aus Neufünfland zu uns und wir müssen nicht mehr für das klamme Berlin zahlen. Länderfinanzausgleich ade!
Das Einzige, was für mich das Thema zeigt ist, es geht jedem nur um’s Geld. Da wird auf die Schwächeren eingeschlagen, ohne Rücksicht auf Empathie, Menschlichkeit und Verständnis.
Ich würde gerne wissen, was Sie tun, sollten hier mal wieder Bomben fallen? Flüchten? Nur wohin, wenn alles in der Welt eine „Festung“ ist. Und falls Sie mal Verwandte ermutigen sollten, auszuwandern, bspw. in die Schweiz, weil da kann man viel mehr Geld als in Deutschland verdienen, denken Sie daran, ob die Einheimischen Sie auch gerne dort haben wollen.
Aber das ja immer „etwas anderes“…

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wolfsmund 10.09.2018, 21:33
122. Zwei unterschiedliche Themen vermischen ist ein Problem

Zitat von amanfangdeswissens
Ja, nee, is klar; „Festung Europa“…. Warum denn gleich so groß? Warum nicht eine „Festung Deutschland“, in der wir vor allem nicht die „faulen Griechen“ reinlassen, die ja sowieso nur von unseren Steuergeldern leben? Oder noch besser: eine „Festung Baden-Württemberg“, dann kommen auch nicht die ganzen „Wirtschaftsflüchtlinge“ aus Neufünfland zu uns und wir müssen nicht mehr für das klamme Berlin zahlen. Länderfinanzausgleich ade! Das Einzige, was für mich das Thema zeigt ist, es geht jedem nur um’s Geld. Da wird auf die Schwächeren eingeschlagen, ohne Rücksicht auf Empathie, Menschlichkeit und Verständnis. Ich würde gerne wissen, was Sie tun, sollten hier mal wieder Bomben fallen? Flüchten? Nur wohin, wenn alles in der Welt eine „Festung“ ist. Und falls Sie mal Verwandte ermutigen sollten, auszuwandern, bspw. in die Schweiz, weil da kann man viel mehr Geld als in Deutschland verdienen, denken Sie daran, ob die Einheimischen Sie auch gerne dort haben wollen. Aber das ja immer „etwas anderes“…
weil Asyl (erhalten die wenigsten, da Krieg kein Asylgrund ist) und subsidiärer Schutz (dafür ist die entsprechende UNO-Konvention maßgeblich) nicht gleich Einwanderung resp. permanentes Aufenthaltsrecht sind. Dieses Vermengen schafft Probleme ueber das eigentliche Thema hinaus. Wenn´s beim Nachbarn brennt und ich gewähre selbstverstänbdlich Unterkunft und Verpflegung, dann ziehen die Nachbarn bei mir nicht endgueltig ein - sondern bleiben so lange, bis eine mittelfristige Lösung gefunden ist oder sie aber in ihre Wohnung zurueckkehren koennen. Das mögen dann ein paar Tage sein. Auf die Kriegsituation uebertragen gibt es daher den subsidiären Schutz mit Verlängerungsmöglichkeit mit dem Ziel der Rueckkehr in´s Heimatland. DAS und nichts anderes ist fuer die Kriegsbetroffenen die Ausgangslage. EINWANDERUNG ist ein völlig anderer Sachverhalt.

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remixbeb 10.09.2018, 22:07
123. @neeanders

Tja.. Und genau das ist Rassismus. Weiß inzwischen nur keiner mehr. Wenn eine bestimmte Gruppe Menschen nur aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu dieser Gruppe pauschal be-/verurteilt werden, ist es Rassismus. Simple as that. Und eine solche Behauptung ist eben rassistisch. Auch wenn Sie sich noch dagegen streuben. Ich hab beispielsweise sehr viele (zT auch praktizierende) muslimische Freunde. Und ich kann Ihnen sagen, dass die mit den westlichen Werten und mir sehr gut klar kommen. Damit ist diese These schon widerlegt.

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knok 10.09.2018, 22:42
124. Überschrift

Mal ein paar Ideen um die 15-25% zurückzugewinnen: 1.) Restriktive, aber humanitäre Flüchtlingspolitik, inklusive Abschiebung von Gefährdern und Kriminellen und Unterstützung für die Übrigen 2.) vernünftiges Migrationsgesetz mit Fokus auf europäische Staaten 3.) Sicherung europäischer Außengrenzen und Begrenzung der Einwanderung 4.) Vor-Ort-Hilfe und Bekämpfung von Fluchtursachen 5.) Starke europäische Außenpolitik und Annäherung an Russland und China, Kritik an USA, Israel, Saudi-Arabien 6.) Mehr direkte Demokratie 7.) Soziale Marktwirtschaft statt marktkonforme Demokratie 8.) Investitionen in Bildung, Gesundheit und umweltverträglichen Verkehr 9.) Null-Toleranz gegenüber Rechtsradikalen 10.) Einladung von SD/AfD/PVV/FPÖ usw. in Talk-Shows/Interviews OHNE das Thema Asyl/Integration/Migration 11.) Keine Dämonisierung der und keine Annäherung an die genannten Parteien. Es gibt wenige in Deutschland, denen ich das zutraue, Frau Wagenknecht und jemand wie Herrn Palmer vielleicht noch. Aber in der SPD? Warum kommt da nichts? Wo ist der versprochene Neuanfang???

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im_ernst_56 11.09.2018, 07:48
125. @vera gehlkiel Nr. 120

Zitat von vera gehlkiel
Sie beschreiben eine Situation, wie sie sich die Rechtspopulisten in der Tat für viele Menschen, die als Flüchtlinge gekommen sind, und sich mittlerweile unter grossen Entbehrungen hier etwas erschaffen haben, unverblümt ersehnen. Und die hochpotenten Finanziers der Rechtspopulisten, die marktradikalen Investorenkartelle, die sich von leidiger Mitmenschlichkeit und der europäischen Steuerfahndung unangemessen beim Geldverdienen tangiert fühlen, wollen das Modell natürlich generell auf die ärmeren bis mittelständischen Bevölkerungsgruppen, vornehmlich in der für sie lukrativen Stadt, ausdehnen. Dagegen sollte man sich wirklich wehren, anstatt diesen Bauernfängern noch das Wort zu reden. Und am liebsten und besten zusammen mit den Flüchtlingen und Ex-Flüchtlingen. In Schweden hat genau diese Haltung immer noch ein enormes Gewicht, und sie resultiert aus einer Art von positivem, engagiertem umd tatkräftigem Patriotismus. Den wir Deutsche an sich auch könnten, gäbe es da nur nicht soviel vorauseilende Weinerlichkeit in Verbindung mit einem allzu starren Weltbild, und dazu diese starke Furchtsamkeit überall.
Können Sie uns bitte sagen, wer die "hochpotenten Finanziers der Rechtspopulisten, die marktradikalen Investorenkartelle, die sich von leidiger Mitmenschlichkeit und der europäischen Steuerfahndung unangemessen beim Geldverdienen tangiert fühlen" konkret sind? Und welche Rechtspopulisten meinen Sie hier (die in Schweden oder die Rechtspopulisten in ganz Europa)? Und haben Sie für Ihre Behauptung, dass markradikale Investorenkartelle die Rechtspopulisten finanzieren irgendwelche verlässlichen Quellen?

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flytogether 11.09.2018, 09:39
126. In Schweden Rechtswähler ausgegrenzt

genauso wie hier in der BRD. Wer es satt hat dass kriminelle Migranten nicht ausgewiesen werden können wählt halt AfD. Diesen Wähler in die rechtsradikale Ecke zu verorten ist eine Frechheit und eine Hibris. SPON könnte mal darüber reflektieren ob dies mit demokratischen Grundsätzen vereinbar ist.

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lathea 11.09.2018, 09:54
127. hausfeen Nr.37. "Weil es den Rechten gar nicht um die Flüchtlinge geht, ..."

Den Rechten geht es wirklich nicht um Flüchtlinge. Aber vielen Mitläufern, Anhängern und Sympathisanten sowie der Mehrheit der Bevölkerung geht es im Flüchtlinge. Die AfD hat nur deshalb einen so großen Zulauf. Wenn es eine vernünftige EU-Lösung gäbe, dann wäre das Thema für die meisten erledigt. Bei anderen Fragen wie Renten, Hartz4 u.a. kann die AfD ohnehin nicht punkten. Sie würde schnell in der Versenkung verschwinden und mit ihr auch die populistischen Tendenzen und Streitereien innerhalb der EU. Davon bin ich recht stark überzeugt.

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hellmut1 11.09.2018, 11:36
128.

Der 1. Abschnitt endet mit dem Satz daraus kann man in Deutschland lernen. Daraus wird wohl nichts, da wir in Deutschland alles besser wissen und deswegen auch nichts zu lernen brauchen. Mit den anderen Punkten kann man übereinstimmen. So sieht es vermutlich auch der große Teil der deutschen Bevölkerung. Wenn die Rechtsradikalen ihr fürchterliches Verhalten zurückhahren würden, haette die AfD vermutlich noch mehr Erfolg. Die ewige Besserwisserei der sog. und selbsternannten Eliten ist für die meisten Bürger/-innen nur noch nervig. Seehofer hat vermutlich recht mit der Behauptung, dass die Migration die Mutter aller Probleme sei. Erst wenn dieses Problem gelöst ist, werden auch andere Probleme, von denen wir ausreichend haben, wieder in das Blickfeld der Regierung geraten.

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mostly_harmless 11.09.2018, 11:40
129.

Zitat von ohjeee
Kurz ist nach deutschen Maßstäben rechts(radikal). Hier ist die CDU halt mittlerweile Mitte-links, und mitte rechts gilt ja schon als radikal.
Hier in D ist die CDU genau da, wo sie immer war. Der Rechtsruck von Teilen der Gesellschaft hingegen war in den letzten 20 Jahren so extrem, dass inhaltlich viele - vor allem im Osten - NPD-Positionen teilen. Und das ist NICHT konservativ.

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