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Wahl des Bundespräsidenten: Zum Glück gibt es das Establishment
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Populisten wie Donald Trump schimpfen über die politischen Eliten. Dabei ist das Establishment unverzichtbar - wie das Beispiel Frank-Walter Steinmeier zeigt.

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Paul-Merlin 11.02.2017, 20:34
1. Unverzichtbar? Für wen?

Vielleicht tatsächlich für das Establishment. Das kann sich an einen freundlich lächelnden Grüßaugust erfreuen. Vom gesellschaftlichen Wert vergleichbar einem gehobenen Opern- oder Theaterbesuch der selbsternannten Elite. Für den Normalbürger sind Steinmeier und Co. völlig wertlos, nur unnötige Geldverbrenner wegen eines aufwendigen Apparats. Wulff und Gauck haben hinlänglich bewiesen, dass es eines Bundespräsi nicht bedarf. Die wirklich relevante Arbeit des Bundespräsi ist die Ausfertigung der Gesetze. Jeder x-beliebe Notar könne dies auch übernehmen, wenn eine entsprechende Grundgesetzänderung mit der Abschaffung dieses überflüssigen Amtes vom Bundestag mit 2/3-Mehrheit beschlossen würde.

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M4lheur 11.02.2017, 20:49
2. Wollen wir hoffen...

dass "Durcheinander" dem gerecht wird, was als Ergebnis zu erwarten ist. Ich befürchte, das ist zu milde ausgedrückt. In diesem Sinne könnte sich das Establishment ruhig auch mal etwas trauen und die sog. Outsider wieder in die dritte Reihe verweisen.

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tmayer 11.02.2017, 21:05
3. Danke für den Kommentar

Wenn mein Dach undicht ist, hole ich den erfahrenen Dachdecker. Wenn ich krank bin gehe ich zum Arzt und nicht zum Nachbarn. So sollte es auch in der Politik sein. Wir sollten die wählen, die Erfahrung mitbringen.....
Und die "Verantwortung des Wählers" kommt inder öffentlichen Debatte viel zu kurz...aus Angst vor dem Wähler. Ich würde mir gerne mehr Wählerbashing wünschen wenn ich mir anschaue, was die manchmal für einen Sch... zusammenwählen (Erdogan, Putin, Orban, Trump, LePeng usw.)

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hugahuga 11.02.2017, 21:06
4.

Sorry Herr Nelles - Ihr Beitrag strotzt nur so von Fehlern und ist getragen von einem Denken, das der Vergangenheit angehören muss, damit wir alle noch eine Zukunft haben.
"Anti-Intellektualismus, Elitenverachtung, der Kampf gegen seriöse Politiker sind groß in Mode."
ES geht nicht darum, ob etwas in Mode ist, es geht schlicht darum, dass sich die Bürger nicht mehr von korrupten und gekauften Politikern bevormunden lassen wollen . (CETA, TTIP)

"Die Wahl von Frank-Walter Steinmeier, des Mister Establishment schlechthin, zum neuen Bundespräsidenten bietet dazu einen guten Anlass."
Der Mann blieb in seinem Amt farblos und wenn er denn mal in Erscheinung trat, dann war das Ergebnis negativ. (Kurnaz Affaire, Besuch in Saudi Arabien nach Hinrichtungs Orgie, Maidan Fehlverhalten) Ansonsten auffällig durch nichtssagende Dampfplauderei.

"Die Outsider verändern die Spielregeln und zerstören die Errungenschaften eines zivilisierten demokratischen Umgangs, indem sie demokratische gewählte Politiker als "Diktatoren" verunglimpfen oder so wie Trump schamlos und gezielt lügen und mit Angriffen auf die Justiz die Gewaltenteilung in Frage stellen."

Der "zivilisierte demokratische Umgang" darf dann aber nicht so aussehen, dass das Parlament umgangen wird (Waffenexport z.B.) dass dem Bürger auf "demokratische Art und Weise" seine Ersparnisse weggezinst werden, dass gegen den Willen vieler Bürger Waffen nach Saudi Arabien geliefert und deutsche Soldaten in fremden Ländern "Verantwortung übernehmen.) Dass sich selbst das BVG der Vsion eines irrealen Europa beugt. etc etc

"Dabei ist das Chaos genau dort zu beobachten, wo selbsternannte Heilsbringer vernünftige Politiker zur Seite drängen."
Auch das ist falsch, denn das Chaos, von dem Sie reden tritt genau deshalb ein, weil die sog. Eliten versuchen, dem Volk etwas überzustülpen, was nicht passt und was letztlich zur Totalunterwerfung unter ein nicht demokratisches und von außen gelenktes System führen wurde. (Soros, GS, Rothschild lassn grüßen)

" Und wer darf das Durcheinander, das die Populisten hinterlassen werden, am Ende wieder aufräumen? Genau, Sie ahnen es."

Hohe Verschuldung, aufkommende Alterarmut, die wachsende Kluft zwischen arm und reich sind kein "Durcheinander" - schon gar keines, was irgendwelche Populisten verschuldet hätten, sondern sie sind schlicht das Ergebnis unfähiger Politik betrieben durch in die Irre geleitete und fremdbestimmte Politiker. Sie ahnen, wer das aufräumen muss? Na bitte - geht doch.

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multimusicman 11.02.2017, 21:07
5. Herr Nelles, sie irren: so lange ein großer

Teil des "Establishments" als Postenschieber wahrgenommen wird und solche Tiefflieger wie Wulff ins höchste Staatsamt hievt, werden die Extremisten weiter Zulauf bekommen.
Gauck hat nicht überzeugen können und hoffentlich erweist sich Steinmeier dem Amt würdig.

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kakadu 11.02.2017, 21:08
6. Jawohl

Aber es ist erschreckend zu sehen, wie viele Menschen es gibt, die für Abschottung sind. Sie wollen allen Minderheiten die Grundrechte entziehen, weil ihre Lebensweise befremden und angst verursacht. Der eigene Onkel, der sich jahrelang an den eigenen Kindern vergreift, wird aber am liebsten verschwiegen, obwohl dann die Kinder weiter leiden müssen. Die Angepasstheit und Konformismus war schon immer ein Teil dieser Gesellschaft, auch bei denen, die sich mit Links oder Liberal schmücken. Nun gehen all diese mit auf die Straße und schimpfen auf das Establishement und passen sich schon mal vorsichtshalber einer neuen alten Gesellschaftsform an.

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tomy1983 11.02.2017, 21:09
7. Totally disagree!

Per Deal zum Präsidenten ist einer Demokratie unwürdig.

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hummer44 11.02.2017, 21:12
8. ganz so einfach

sind die Verhältnisse nicht. Die Unterwanderung des politischen Establishments durch Lobby-Gruppen und dessen Anfälligkeit für Korruption waren sicher einer der Hauptauslöser für den Aufstieg der Populisten.
Mittlerweile ist es ja soweit gekommen, das etablierte Politiker auf die Argumentationsschienen der Populisten aufspringen und sich als "Volksversteher" gerieren (z.B. Seehofer und Schultz).

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hugahuga 11.02.2017, 21:13
9.

Zitat von M4lheur
dass "Durcheinander" dem gerecht wird, was als Ergebnis zu erwarten ist. Ich befürchte, das ist zu milde ausgedrückt. In diesem Sinne könnte sich das Establishment ruhig auch mal etwas trauen und die sog. Outsider wieder in die dritte Reihe verweisen.
Die Engländer haben das "Durcheinander" verlassen - weil sie befürchten mussten darin so verstrickt zu werden, dass sie letztlich nicht mehr hätten selbst entscheiden dürfen. Aber dieses "Ducheinander" ist ja nich das Ergebnis irgendwelcher Populisten - es ist das Ergebnis unfähiger ferngesteuerter Politiker, die die Aufgabe hatten die Staateen Europas unter einer Decke zu halten, damit die Fernsteuerung besser gelänge.
Das konnte Gott sei Dank noch gerade so verhindert werden. Und genau das ist es was den Verdruss des Establishments jetzt ausmacht. Der Plan ging schief und Soros und Co müssen neu denken.

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