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Wahl in Frankreich: Macron liegt in letzten Umfragen klar vor Le Pen
AP

Der Abstand ist stabil: Der französische Präsidentschaftskandidat Macron geht laut Umfragen mit mehr als 20 Prozentpunkten Vorsprung in die Stichwahl gegen Le Pen. Ist sein Sieg schon sicher?

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Educa15 05.05.2017, 13:51
1. Was wenn am Ende die Trotz-wähler in Überzahl sind.

Die Trotzwähler, die wie beim Türkei-Referendum vor allem deshalb für Madam le Pen stimmen, weil das Establishment Europas so sehr über sie schimpft.
Und dann kommt noch die Zahl derer, die am Wahltag gegen Elite und Kapitalismus (=Macron) stimmen, aber sich nicht trauen, bei Umfragen ihre Absicht preis zu geben. Je mehr man eine Option bei Wahlen verteufelt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer demokratischen Überraschung.
Wem diese dann nicht paßt, sollte bitte nicht behaupten, es wäre keine demokratische Entscheidung. Denn damit gibt er zu, dass die Demokratie nur dann gewollt ist, wenn einem das Ergebnis in den Kram paßt. Grenzt an diese Einstellung nicht doch etwas an Diktatur ?

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zubloedhh 05.05.2017, 13:59
2. Beruhigend

Der Vorsprung sollte ausreichen, um ein Abgleiten Frankreichs ins rechtspopulistisch-nationalistische Milieu zu verhindern. Andererseits bin ich letztes Jahr mehrmals in meinem Vertrauen auf die Umfrageergebnisse bitter enttäuscht worden, wobei sie damals auch deutlich enger waren.

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friedrich_eckard 05.05.2017, 14:01
3.

Es stimmt, dass Mélenchon keine Wahlempfehlung für Macron abgegeben hat - mit Recht und aus den denkbar besten Gründen - und es spricht viel dafür, dass er am Sonntag wohl einen weissen Stimmzettel abgeben wird, wie (hoffentlich möglichst) viele seiner Wähler/innen auch. Die Aussage "Trotzdem wollen nur 11 Prozent der Mélenchon-Wähler für Le Pen stimmen." ist allerdings wegen des "trotzdem" eine bodenlose Unverfrorenheit. Keine Wahlempfehluing für den Neoliberalen gleich eine Wahlempfehlung für die Nazisse: ja, geht's denn noch?

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prophet46 05.05.2017, 14:06
4.

Bei allen Wahlkapriolen die die Unterschicht zuweilen vollführt, es ist absolut unwahrscheinlich, dass dieser "bissige Straßenköter" (ein anderer Begriff fällt mir für Le Pen nicht ein), eine Mehrheit in Frankreich bekommen könnte.

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michi.spon 05.05.2017, 14:07
5. Abwarten

Bei Clinton sahen alle Hochrechnungen sie noch in der Wahlnacht vorn. Wie die Geschichte ausging wissen wir alle...

Frankreich hat die Wahl zwischen Elite/Establishment und Nationalisten.

Sehr schlechte Wahl wie ich finde! Die Grande Nation demontiert sich selbst.

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allessuper 05.05.2017, 14:15
6. Allein schon wegen der Wortwahl

Zitat von prophet46
Bei allen Wahlkapriolen die die Unterschicht zuweilen vollführt, es ist absolut unwahrscheinlich, dass dieser "bissige Straßenköter" (ein anderer Begriff fällt mir für Le Pen nicht ein), eine Mehrheit in Frankreich bekommen könnte.
sollten Sie sich ein anderes Land aussuchen, um wählen zu gehen. Denn wir sind in einer Demokratie. Frankreich ist auch noch in einer Demokratie. Und die "Wahlkapriolen, die die Unterschicht zuweilen vollführt" zeigen oftmals mehr Klarheit als eine von neoliberalem, arrogantem Fett beschlagene Brille. Oder Sie sind ein Bot. Dann aber echt falsch programmiert. Nur wählen dürften Sie nicht, was eher beruhigend ist.

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allessuper 05.05.2017, 14:16
7. Allein schon wegen der Wortwahl

sollten Sie sich ein anderes Land aussuchen, um wählen zu gehen. Denn wir sind in einer Demokratie. Frankreich ist auch noch in einer Demokratie. Und die "Wahlkapriolen, die die Unterschicht zuweilen vollführt" zeigen oftmals mehr Klarheit als eine von neoliberalem, arrogantem Fett beschlagene Brille. Oder Sie sind ein Bot. Dann aber echt falsch programmiert. Nur wählen dürften Sie nicht, was eher beruhigend ist.

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pepe-b 05.05.2017, 14:30
8. @michi.spon

Dieses Märchen von den US-Wählen scheint irgendwie nicht auszurotten zu sein. Tatsache ist, dass die Prognosen Clinton bis zwei Wochen vor der Wahl vorn sahen. Dann kam das Thema mit der E-Mail-Untersuchung wieder hoch und es gab einen Erdrutsch in den Prognosen. Kurz vor der Wahl war der Vorsprung für Clinton im popular vote auf 2-3% geschrumpft und alle sagten, dass die Swing States entscheidend sein werden. Und auf den Punkt genau so kam es dann auch.

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Skyscanner 05.05.2017, 14:33
9. Ende der sogenannten Rechtspopulisten

Das Ende sehe ich nicht, eher im Gegenteil die sind erst am Anfang. Es werden immer mehr Bürger aufwachen und merken das Sie veräppelt wurden. Die Neoliberalen mit Ihrem Globalisierungswahn werden weiter die Lebensqualität nach unten zeihen, zum Wohl weniger Geldgierigen die den Hals nicht voll kriegen. Macron das Ziehkind der Geld Elite/Establishment bzw. das Ziehkind von Goldman und Sachs wird den Franzosen in den nächsten vier Jahren das deutlich zeigen. Danach ist der Weg für Le Pen endgültig frei, spätestens in vier Jahren ist die EU Geschichte, wenn die nicht bereits vorher sich selbst auflöst oder der Euro Traum zerplatzt. Le Pen und die anderen sogenannten Rechtspopulisten, wie die Mainstream Medien gerne diese diffamieren, brauchen nur Geduld. Die Altparteien werden weiter am Volk vorbei regieren, dann werden diese den Sieg davon tragen.

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