Forum: Politik
Wahl in Österreich: Die ganz normale Feindseligkeit
DPA

Rechtspopulismus und dumpfe Parolen sind gesellschaftsfähig geworden und finden große Zustimmung. Das ist das Ergebnis der Wahl in Österreich. Das Beunruhigende: Es gibt kein Rezept dagegen.

Seite 20 von 25
Mr T 16.10.2017, 13:22
190.

Zitat von peter.di
Ich glaube, es gibt doch ein Rezept dagegen. Blicken wir doch auf ein westliches, multikulturelles, demokratisches Land wie Kanada, Dort gibt es diesen Rechtspopulismus nicht, machen wir es doch einfach so wie Kanada. Die Eckpunkte wären: * Eine Einwanderungspolitik wie die Kanadas. * Keine Gemeinschaftswährung, sondern eine eigenen Währungen wie Kanada * Keine Entmachtung des Parlaments zugunsten einer kontinentweiten Union, wie in Kanada. Ich glaube, würden die europäischen Ländern dem Beispiel Kanadas folgen, hätte die Rechtspopulisten hier keine Chance.
Also im Grunde AfD und FdO regieren lassen und das mit der derzeitigen Regierung Kanadas begruenden? Das ist gekonnt! Uebrigens, kann man in Kanada mit US$ bezahlen und NAFTA ist witschaftlich der EU nicht ganz unaehnlich. TJa, und wahrscheinlich wollen Sie nur nordeuropaeische Einwanderer. Aber auch in Kanada gibt es nichteuropaeische Einwanderer, sodass das liberale Kanada nicht fuer ihre Ideologie herhalten kann

Beitrag melden
garfield53 16.10.2017, 13:25
191. mmm

Und wer hat Jahrzehnte die "Grundlagen" für diese Migrationswellen geschaffen?
Nicht die, welche aus Todes- und wirtschaftlicher Überlebensangst den im Sinne des Wortes "steinigen" und teilweise tödlichen Weg, weg von Krieg, Elend, Zerstörung und wirtschaftlichen Untergang nehmen, dessen Ursachen unsere Politiker und die multinationalen Konzerne gelegt haben.

Alles was südlich und östlich der Donau ist, ist doch für die Mehrheit der "bildungsunwilligen" abendländischen östereichischen Christen "Kanakenland", wehmütig nachgetrauerten verlorenen Kolonien, maximal noch zur wirtschaftlichen "Ausplünderung gut.

Oder hat irgend einer schon mal die Mirganten gefragt, warum sie ihre Heimat verlassen, in eine dunkle, im Sinne des Wortes "feindliche" Welt?

Da die Östreicher bis 1955 von Russen wie Amerikanern "besetzt", ihre rassistische, klerikal-nationalistische und faschistische Sicht auf viele Dinge geradezu kultivieren konnten, eine Aufarbeitung der tiefbraunen Geschichte nie stattfand, man sich "rotzfrech" in einer "Opferrolle" gegenüber den "Piefkes"suhlte und in der FPÖ seit 60 Jahren eine immer stärker werdende neofaschistische Partei akzeptieren, ist es nicht verwunderlich, das der politisch bildungsunwillige Durchschnittsbürger auf deren unwidersprochene Hetze und Porolen anspringt, da weder von der SPÖ noch von der klerikal-rechts-konservativen ÖVP politischer Widerstand zu erwarten ist.

Da auch in den nächsten Jahren nicht damit zu rechnen ist, das eine eine politische und gesellschaftliche "Morgendämmerung" in diesen klerikal-nationalistischen Land geben wird,werden wir uns alle noch auf einige politische Überraschungen gefasst machen können.

Übrigens, wir Deutschen, welche aller paar Jahre mal "politische" Leuterung heucheln und kampagnenartig zu irgend welchen nicht vermeidbaren Jahrestagen Besserung geloben.
Was soll diese Farce?
Mit der Rehabilitierung der deutschen Faschisten in der "alten" bundesrepublikanischen Gesellschaft, bis Mitte der Fünziger, wurde offiziell jegliche grundsätzliche Geschichts- und Schuldaufarbeitung auf dem Altar des Kalten Krieges geopfert.

Das späte Resultat sehen wir in der gesellschaftlichen und politischen Verweigerungshaltung weiter Teile der Bürger und der Akzeptanz militant-rechts-konservativer und populistischer Parteien und Gruppen bis in die s.g. "Mitte" unserer ach so friedlichen und humanen Gesellschaft.

Beitrag melden
khm 16.10.2017, 13:27
192. Heldenlyrik statt harte Fakten

Man muss mit einigem Bedauern konstatieren, dass die österreichische Nationalratswahl in erster Linie eine Sympathiebekundung war, bei der hauptsächlich über Köpfe und kaum über Inhalte abgestimmt wurde. Am Ende entschieden Auftreten und Habitus über das Wahlergebnis, die allgemeine Unzufriedenheit beruhte eher auf dumpfen Zukunfts- und Überfremdungsängsten, mit denen einige Kandidaten sehr geschickt zu spielen wussten.

Der Hype um den smarten Jungpolitiker Sebastian Kurz, der nicht zu unrecht als Kommunikationstalent gilt, war über weite Strecken schon etwas gespenstisch. Er musste kaum in Vorleistung gehen oder um die Gunst der Wähler ringen, seine vielen, von der Aufbruchsrhetorik berauschten Fans hingen ihm wie Jünger an den Lippen und kamen nicht mal auf den Gedanken ihr Wahlverhalten rational zu hinterfragen.

So verdankt die ÖVP ihre satten Stimmgewinne großteils jungen, unerfahrenen Wählern, an Politik generell wenig interessierten Medienkonsumenten und Frauen jeden Alters, die ihr Idol schon seit Monaten hingebungsvoll anschmachten. Nun muss Herr Kurz beweisen, dass er den Mühen der Ebene tatsächlich gewachsen ist und seinen hehren Worten beherzte Taten folgen lässt, denn der Wählerwille ist volatil und nichts schmerzt mehr als enttäuschte Liebe.

Beitrag melden
JacksonBlood 16.10.2017, 13:29
193.

Zitat von sl2016
Die Strategien sind in den Wahlprogrammen niedergelegt. Neben der Bekämpfung von Fluchtursachen die .....
wäre dies nicht ein verstoß gegen geltende, europäische Absprachen?

Beitrag melden
JacksonBlood 16.10.2017, 13:32
194.

Zitat von potsdamer02
...dieses Artikels beschimpft, nämlich den Teil der Wähler, die ÖVP und FPÖ gewählt haben. Es gibt keine guten und schlechten Wähler. Es gibt gute und schlechte Politik. Politik, die dann aber auch Platz für sogenannte Populisten lässt, das ist ganz natürlich. Sinnvollerweise sollte man die bisherige Politik analysieren.
es gibt aber kluge und dumme wähler. Letzt genannte wiederum scheinen sich vor allem in Kärnten und Sachsen zu bündeln....

Beitrag melden
SubjektiverRealist 16.10.2017, 13:32
195. Typische "Argumentation" von Rechts!

Zitat von djssss
"Sie [die FPÖ] hat Korruptionsskandale zu verantworten, die den österreichischen Steuerzahler ein Vielfaches dessen abverlangen, was die Flüchtlinge den Staat kosten." Hätten Sie dazu auch Quellenangaben? Falls nicht, dann lassen Sie sich gesagt sein, dies ist genau der Stil, der den Aufstieg der Rechten forciert.
http://derstandard.at/1379290935232/Was-uns-Schwarz-Blau-gekostet-hat

Vier Suchbegriffe bei google, erster Treffer. Wer es finden will, der findet es auch.
Gewollte Unwissenheit und Verleugnung ist genau der Stil, der den Aufstieg der Rechten forciert!

Beitrag melden
rohinho 16.10.2017, 13:32
196. 5% können mal irren,

50% wohl kaum!!!!

Beitrag melden
cabeza_cuadrada 16.10.2017, 13:34
197. nun

Zitat von chiemseecorsar
am Ziel vorbei. Weder in Österreich noch in Deutschland haben wir ein Problem mit Zuwanderung, Immigranten und Islam. Das Problem sind Menschen, die glauben daß wir ein Problem haben. Haben wir aber nicht. Ganz einfach. One World.No Border.
das ist ihre Meinung. Nur stehen sie damit ziemlich alleine da. Es gibt in Deutschland nicht mal eine einzige Partei die ihre Meinung teilt. Ist wie mit dem Geisterfahrer der meint er wäre in der richtigen Richtung unterwegs.

Beitrag melden
HeisseLuft 16.10.2017, 13:38
198. Eben

Zitat von curiosus_
Nachdem Sie sich auf ökonomische Kennziffern beziehen ("Der Lebensstandard ist so hoch…. Dem Land geht es … unfassbar gut"), wie wäre es damit: 1. Wer an der Spitze steht hat besonders viel zu verlieren. Und wenn er nicht aufpasst ist das ganz schnell passiert. Oben wird die Luft dünn. Wenn die Menschen erst dann "grantig werden und Protest wählen" wenn man schon absteigt, dann ist das Kind schon in den Brunnen gefallen. 2. Und auch nur auf die Art kommt man an die Spitze, sicher nicht durch "wird schon gut gehen".
Da haben Sie sehr schön beschrieben, warum gerade die Bürger in reichen Staaten möglichst nichts abgeben. Passt nicht zur Mentalität, man könnte ja vielleicht absteigen. "Vielleicht" reicht schon. Ich mach nur das was mir zum Vorteil gereicht.
Wenn jeder an sich denkt ist ja an alle gedacht.


Zitat von
Aber vielleicht liegt einem Journalisten eine derartige Denkweise eher fern.
Wäre auch besser so.

Zitat von
Mich wundert es nicht im geringsten, dass gerade die Privilegierten so reagieren.
Welche Privilegierten jetzt? Die Bürger Österreichs?

Beitrag melden
Immanuel K. 16.10.2017, 13:39
199. Aber es geht doch gar nicht...

Zitat von Kanalysiert
Was ich nicht verstehen kann: Sie tun immer so, als wäre Jeder, der keine gesteigerte Begeisterung zeigt, wenn noch mehr Flüchtlinge mit dieser spezifischen Religionsproblematik einwandern, deshalb gleich ein Rassist. Möchten sie mit Faktenjournalismus glänzen oder tendenziösen Vermutungstexten Quote machen?
...darum, hier mehr Flüchtlinge haben zu wollen - ich will auch nirgends auf der Welt mehr Flüchtlinge haben, ich bedauere jeden Menschen, der seine Heimat verlassen muss, weil er dort nicht mehr (über-)leben kann...
Für dumm halte ich nur Leute, die Rechts oder Europaablehnend wählen, weil wir einen starken Zusammenschluss in Europa brauchen, um der (amerikanischen, russischen und chinesischen) Politik (Kriege, nationale Egoismen, Lobbyismus für multinationale Konzerne etc.), die für erhöhte Flüchtlingsströme verantwortlich ist, Paroli zu bieten.
Dazu bedarf es einer Stärkung des Humanismuses und die Abkehr vom Nationalismus. Das Gegenteil versprechen die rechten Parteien.

Beitrag melden
Seite 20 von 25
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!