Forum: Politik
Wahl in Schweden: Abschied von der heilen Welt
AP/ TT News Agency

Morde und Gewalt erschüttern seit Monaten Schwedens Großstädte. Die Täter haben oft einen Migrationshintergrund. Rechtspopulisten könnten bei der Wahl stärkste politische Kraft werden.

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j.ogniewski 02.09.2018, 16:22
1. Das Problem sind die Waffengesetze

die leider viel zu lasch sind in Schweden. In Dänemark sind die wesentlich strenger, deswegen kommen die ganzen Banden gerne von Dänemark nach Schweden rüber.
Probleme mit der Integration von Migranten gibts natürlich auch, aber es gibt auch Regionen (z.B. Södertälje) in denen das trotz hohem Bevölkerungsanteil von Einwanderen ohne Probleme gelingt.

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gruffelo 02.09.2018, 16:40
2. Deja vu...

Wenn das Ergebnis der Wahl in Schweden einen Rechtsruck ergeben sollte, dann wäre das die nachvollziehbare Reaktion der Schweden, die sich wünschen, dass der Staat die Kontrolle über das Land zurückerobert. Und die Verantwortung für den Rechtsruck läge bei den Politikern, die die Eskalation der Gewalt und den Kontrollverlust zugelassen haben. Nicht mehr und nicht weniger. Eine Berichterstattung über den Verfall der Demokratie, die Entwicklung nationalistischen Gedankenguts in Schweden, eine europäisch koordinierte Nazi-bewegung etc. wäre in einem solchen Fall fehl am Platz.

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Havel Pavel 02.09.2018, 16:48
3. Auch die Schweden haben dazugelernt

Schade um dieses so schöne, offene und überaus freizügige Land mit seinen bisher immer als besonders aufgeschlossen sich zeigenden Menschen die nun mit solch hässlichen Ereignissen konfrontiert werden. Leider hat dises Land seine überaus grosszügige Offenheit nun eingeholt. Dass dies auch politisch Folgen haben wird ist absehbar aber hier muss auch die amtierende blauäugige Regierung sich man an die eigene Nase fassen, schliesslich trägt sie ja die Verantwortung für die Zustände und kann dies natürlich nicht verleugnen. Ich hoffe sehr es wird den Schweden gelingen das Ruder herumzureissen und wieder zu den alten gewohnten Leben zurück zu kehren und nicht der Gewalt freien Lauf zu lassen, denn dann ist es vorbei mit der Freiheit!

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karstenkk 02.09.2018, 16:59
4. Ich wundere mich

das die Schuld bei "der Gesellschaft" oder "der Politik" gesucht wird.
Aus meiner Sicht liegt die Schuld bei den Tätern und deren Umfeld selbst. Die Integration ist nicht nur die Aufgabe "des Staates" sondern vor allem der Menschen selbst. Wieso schaffen das asiatische Einwanderer,andere aber nicht?

Schuld haben auch diejenigen,die solche Taten verharmlosen und sogar Verständniss zeigen,ich denke da auch an einige Presseerzeugnisse.

Ich habe nichts gegen Menschen aus anderen Kulturen,wenn sie sich an unsere Regeln halten,was eigentlich eine Selbstverständlichkeit ist.

Die nächsten Wahlen in Deutschland dürften ein ähnliches Ergebnis bringen.

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MKAchter 02.09.2018, 16:59
5. Wirkliche Ursachen

Zitat von j.ogniewski
Das Problem sind die Waffengesetze die leider viel zu lasch sind in Schweden.
Sie glauben allen Ernstes, die Probleme lägen im schwedischen Waffenrecht begründet? Also, die Klientel, die sich insbesondere in den südschwedischen Großstädten so negativ bemerkbar macht, schert sich nicht sehr um gesetzliche Verbote...

Die, die in Schweden legal(!) Waffen haben (Jäger, relativ gesehen mehr als in Mitteleuropa; sowie Sportschützen) gehen verantwortungsvoll damit um, da gibt es nichts zu verschärfen.

Es gibt europäische Länder mit viel höherer "Waffendichte" als Schweden, z.B. die Schweiz oder das benachbarte Finnland, und diese haben nicht die Problematik wie z.B. Malmö oder Göteborg...
Was zeigt, dass es eben nicht am Waffenrecht liegt, sondern (mal neutral ausgedrückt...) gewisse gesellschaftliche Veränderungen. Und wegen genau dieser werden bei den Riksdagswahlen am 7. September absehbar auch die SD/Sverigedemokraterna stärker werden.

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wahrsager26 02.09.2018, 17:04
6. An Havel Pavel. Nr3

Ich stimme Ihnen zu,nur in welcher Rolle gefiel sich Schweden seit Olof Palme? Nun kommt die krachende Niederlage ,mit Ansage.Auch wird es nicht ausreichen,das Land mit frommen Sprüchen zu regieren -ich bin gespannt, was die Schweden machen werden. Wir sollten aufmerksam zusehen! Danke

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mvb 02.09.2018, 17:05
7. Integration ist vor allem Aufgabe des Migranten

Der Staat kann nur Menschen integrieren, die sich integrieren lassen wollen. Integrieren heißt, auf die Aufnahmegesellschaft zuzugehen. Der Staat muss diese Menschen dann aber auch abholen. Er tut das, indem er die Schule verpflichtend macht und mit Gesetzen und Verordnungen versucht, die Migranten nicht zu stigmatisieren. Wenn die Eltern aber kein Schwedisch lernen und die Kinder daher keine Chance in der Schule haben, funktioniert die Integration nicht. Dann helfen auch keine Programme oder viel Geld. Da hilft nichts mehr. Die Menschen bleiben oder geraten in eine Parallelgesellschaft. Diese knack niemand mehr. Und daher müssen auch die Schweden sich daran gewöhnen, mit Parallelgesellschaften zu leben. Und wenn dann auf demokratischem Weg zustande kommt, dass man Parallelgesellschaften links liegen lässt, dann ist das halt die Art, mit ihr zu leben. Wasser und Strom müssen fließen und Sozialhilfe muss gezahlt werden, und das war's.

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dasfred 02.09.2018, 17:11
8. Kein schwedisches, ein weltweites Problem

Es sind nicht die Menschen, die von Natur aus böse sind, es ist das Umfeld, dass sie so werden lässt. Egal ob in Rio, Soweto, Duisburg, Neukölln oder Malmö, überall auf der Welt, wo Menschen in angehängten Strukturen aufwachsen, bilden sie eigene Wertmaßstäbe. Da hilft keine feministische Außenpolitik, die Welt zu verbessern, wenn man vor dem eigenen Hinterhof die Augen verschließt. Solche Wohnstrukturen müssen immer wieder aufgebrochen und durchmischt werden, damit sich Kriminalität gar nicht erst dauerhaft verfestigen kann. Gute Stadtplanung muss solche Viertel immer wieder aufwerten und für die bürgerliche Mitte interessant halten. Nur deren Kinder können die anderen mitnehmen, bevor sie in falsche Kreise gezogen werden.

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markus.w77 02.09.2018, 17:11
9.

Wenn man solche Beispiele sieht, auch die Trabantenstädte von Paris, oder die Diskriminierung der schwarzen in den USA, kann man nüchtern betrachtet feststellen, das aus der Not oder Zwang heraus vollzogene Migration fast nie gelingt. Jedenfalls nicht im zu hoher Anzahl. Vielleicht sollte man das mal in politische Entscheidungen berücksichtigen.

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