Forum: Politik
Wahl in Schweden: Abschied von der heilen Welt
AP/ TT News Agency

Morde und Gewalt erschüttern seit Monaten Schwedens Großstädte. Die Täter haben oft einen Migrationshintergrund. Rechtspopulisten könnten bei der Wahl stärkste politische Kraft werden.

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Actionscript 02.09.2018, 17:16
10. Es ist überall dasselbe Problem: Sparen

Es wird bei der Bildung gespart und bei der Polizei. Es wird bei der Erhaltung der Sozialsysteme gespart. Die Parteien sind nur noch für den besseren Mittelstand und die Unternehmer da. Der Rest oder wie es zu dem Rest kommt, interessiert sie nicht. Und in diese Lücke hauen die Rechten und machen Flüchtlinge und Migranten verantwortlich also auch die, die vom Sparen betroffen sind.

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Actionscript 02.09.2018, 17:26
11. Was sie schreiben, stimmt nur....

Zitat von mvb
Der Staat kann nur Menschen integrieren, die sich integrieren lassen wollen. Integrieren heißt, auf die Aufnahmegesellschaft zuzugehen. Der Staat muss diese Menschen dann aber auch abholen. Er tut das, indem er die Schule verpflichtend macht und mit Gesetzen und Verordnungen versucht, die Migranten nicht zu stigmatisieren. Wenn die Eltern aber kein Schwedisch lernen und die Kinder daher keine Chance in der Schule haben, funktioniert die Integration nicht. Dann helfen auch keine Programme oder viel Geld. Da hilft nichts mehr. Die Menschen bleiben oder geraten in eine Parallelgesellschaft. Diese knack niemand mehr. Und daher müssen auch die Schweden sich daran gewöhnen, mit Parallelgesellschaften zu leben. Und wenn dann auf demokratischem Weg zustande kommt, dass man Parallelgesellschaften links liegen lässt, dann ist das halt die Art, mit ihr zu leben. Wasser und Strom müssen fließen und Sozialhilfe muss gezahlt werden, und das war's.
...zum Teil. In Kalifornien gibt es auch Parallelgesellschaften, zB an einigen Orten, wo hauptsächlich Mexikaner leben. Da wird spanisch gesprochen. In den USA jedoch weiss man, wie man integrieren muss. Macht man seinen Führerschein, so kann man die theoretische Prüfung in Spanisch machen oder in Chinesisch. Integration muss immer von zwei Seiten kommen und Sprache ist schwierig besonders natürlich, wenn man in einem gewissen Alter ist. Da ist eine Verantwortung bei der Regierung. Doch Europa ist mit Einwanderung nicht vertraut.

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TroIliflüsterer 02.09.2018, 17:30
12. Das schlimme an diesen Morden

sind ja nicht die Morde oder Verbrechen ab sich, die liegen prozentual bestimmt genauso wie bei uns im Verhältnis Deutsche und Einwanderer, und ich bin sicher dass die Schweden genauso morden und Verbrechen begehen wie wir Deutsche, das schlimme ist dass diese Rechtspopulisten es immer für sich ausschlachten. Irgendwann wird sich die Lage schon wieder beruhigen, das ist doch wieder alles nur hochgespielt von den Rechten !

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PRAN1974 02.09.2018, 17:41
13.

Ab einem gewissen Anteil an Migranten aus ärmeren Ländern muss eine Regierung extreme Anstrengungen unternehmen, um diese zu integrieren und eine gute Durchmischung in den Wohnverhältnissen sowie in den Schulen zu ermöglichen. Sonst bilden sich zwangsläufig Problemviertel mit den entsprechenden Auswirkungen, die in Schweden scheinbar noch durch leichte Verfügbarkeit von Schusswaffen verschärft werden. Leider sind wenige Regierungen in der Lage oder willens, eine solche Integration erfolgreich zu stemmen. Das wird sich auch unter Regierungsbeteiligung von rechten Parteien nicht bessern, im Gegenteil. Diese können zwar verhindern, dass weitere Migranten einreisen, doch werden sie kaum Geld zur Integration ausgeben. Darum ist das genau der Punkt, an dem demokratische, linksliberale Parteien ansetzen müssten, um einen Rechtsruck zu verhindern. Flüchtlinge sind natürlich zunächst nicht das Problem. Dennoch müssen sich auch eher linksgerichtete Parteien klarmachen, dass illegale Migration und fehlende Abschiebung abgelehnter Asylbewerber Integrationsprobleme schafft, die nur mit viel Geld und Anstrengungen zu lösen sind und letztlich den eigenen Wahlerfolg gefährden werden.

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mistersteve 02.09.2018, 17:41
14.

Zitat von dasfred
Es sind nicht die Menschen, die von Natur aus böse sind, es ist das Umfeld, dass sie so werden lässt. Egal ob in Rio, Soweto, Duisburg, Neukölln oder Malmö, überall auf der Welt, wo Menschen in angehängten Strukturen aufwachsen, bilden sie eigene Wertmaßstäbe. Da hilft keine feministische Außenpolitik, die Welt zu verbessern, wenn man vor dem eigenen Hinterhof die Augen verschließt. Solche Wohnstrukturen müssen immer wieder aufgebrochen und durchmischt werden, damit sich Kriminalität gar nicht erst dauerhaft verfestigen kann. Gute Stadtplanung muss solche Viertel immer wieder aufwerten und für die bürgerliche Mitte interessant halten. Nur deren Kinder können die anderen mitnehmen, bevor sie in falsche Kreise gezogen werden.
Das funktoniert aber nur, wenn die, die integriert werden sollen, von vornherein aufgeschlossen, offen und integrationsbereit und willens sind, ihre bisherigen Gewohnheiten (die mit der Lebenswelt und den gesellschaftlichen Normen der aufnehmenden Gesellschaft kollidieren) kritisch zu hinterfragen. Ohne ein gewisses Maß an Assimilationsbereitschaft wird das also nicht gehen.
Denn kaum jemand aus der "bürgerlichen Mitte" hat Lust darauf, im Alltag über ein gewisses Mindestmaß hinaus Sozialarbeiter für die Renitenten zu spielen. Und es ist auch nicht deren Aufgabe.
Und es funktioniert vor allem nur, wenn das Zahlenverhältnis nicht völlig aus dem Ruder läuft. Wenn in einer Klasse von 30 vielleicht 2 oder 3 oder 4 sind, die erstmal gewisse Grundlagen vermittelt bekommen müssen, dann mag das klappen. Wenn die vermeintlich "Abgehängten"aber von vornherein schon in der Überzahl sind und "Brennpunkte" bilden, werden die von Ihnen angesprochenen Kinder der "bürgerlichen Mtte" niemanden mehr "mitnehmen" können, sondern gehen jämmerlich unter. Und wer das leugnet (vor allem als Politiker), der möge mit gutem Beispiel vorangehen und SEIN Kind auf eine Brennpunktschule schicken, auf dass es dort als Vorbild und Leuchtturm für die Integration wirke. Und nicht etwa sich und seine Kinder auf feine, teure Internate davonmogeln (nicht wahr, Frau Schwesig? ;-) ). Es bleibt also zu einem erheblichen Teil Hol- und Bringschuld der zu Integrierenden. Ansonsten: Siehe Beitrag 7.

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diekiste233 02.09.2018, 17:51
15.

Zitat von Actionscript
In den USA jedoch weiss man, wie man integrieren muss. Macht man seinen Führerschein, so kann man die theoretische Prüfung in Spanisch machen oder in Chinesisch. Integration muss immer von zwei Seiten kommen und Sprache ist schwierig besonders natürlich, wenn man in einem gewissen Alter ist. Da ist eine Verantwortung bei der Regierung. Doch Europa ist mit Einwanderung nicht vertraut.
Ihnen ist offenbar nicht bekannt, dass man in Deutschland die theoretische Führerscheinprüfung in IIRC 12 Sprachen (inkl. arabisch) ablegen kann. Die USA haben übrigens in vielen Bereichen nicht unähnliche Probleme mit den Folgen mit der Massenimmigration der letzten beiden Jahrzehnte.

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madameping 02.09.2018, 17:53
16. Na ja, Sie sehen ja, was die Rechten

Zitat von TroIliflüsterer
sind ja nicht die Morde oder Verbrechen ab sich, die liegen prozentual bestimmt genauso wie bei uns im Verhältnis Deutsche und Einwanderer, und ich bin sicher dass die Schweden genauso morden und Verbrechen begehen wie wir Deutsche, das schlimme ist dass diese Rechtspopulisten es immer für sich ausschlachten. Irgendwann wird sich die Lage schon wieder beruhigen, das ist doch wieder alles nur hochgespielt von den Rechten !
so alles anrichten können, wenn Sie nur einmal nach Chemnitz blicken, wie Sie selbst im vorherigen Satz sagen "das schlimme ist dass diese Rechtspopulisten es immer für sich ausschlachten"...

Wo ich Ihnen allerdings widerspreche ist Ihre Aussage "das schlimme an den Morden sind nicht die Morde oder Verbrechen an sich.“
Doch. Ist es. Für die Angehörigen des Opfers zum Beispiel.

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Frida_Gold 02.09.2018, 17:54
17.

Zitat von TroIliflüsterer
sind ja nicht die Morde oder Verbrechen ab sich, die liegen prozentual bestimmt genauso wie bei uns im Verhältnis Deutsche und Einwanderer, und ich bin sicher dass die Schweden genauso morden und Verbrechen begehen wie wir Deutsche, das schlimme ist dass diese Rechtspopulisten es immer für sich ausschlachten. Irgendwann wird sich die Lage schon wieder beruhigen, das ist doch wieder alles nur hochgespielt von den Rechten !
Und genau dieses Herunterspielen ist es, was normale Bürger zu Rechten treibt. Bandenmorde ausländischstämmiger Männer in ehemals ruhigen Städten sind eben nicht etwas, das hochgespielt wird. Das ist etwas, dass Leuten verdammte Angst macht, zwischen die Fronten zu geraten. Angst um die eigene Sicherheit, Angst um das Leben der Kinder. Ja, die Rechten spielen mit dieser Angst. Aber ohne die Morde gäbe es die Angst nicht, und es wird nicht helfen so zu tun, als sei das Abknallen von Drogenhändlern auf offener Straße in Schweden etwas normales, das die Bürger achselzuckend akzeptieren, wenn der Täter ein Schwede ist.

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loquuntursaxa 02.09.2018, 17:54
18.

Zitat von Johanna Remi
Liebes Troollgeflüster ich verstehe Ihre Ironie. Zur Untermauerung des Nichtgesagten hier die offziellen Zahlen des BKA: Laut neuestem "Bundeslagebericht Organisierte Kriminalität 2017" des BKA sind 67,5% der Täter im Bereich Drogenhandel, Prostitution, Waffenhandel etc. (Organisierte Kriminalität) "nichtdeutsche Täter". 29,3% der Täter haben zumindest einen deutschen Pass. Der Ausländeranteil in der BRD liegt bei etwa 22,5%. D.h., dass 1/5 Ausländer für mehr als 2/3 der Strafen im Bereich der OK verantwortlich sind. Dem "Bundeslagebild 2017 – Kriminalität im Kontext von Zuwanderung" des BKA sind folgende Fakten (S. 54) zu entnehmen: "Fallkonstellation: Deutscher tatverdächtig – Opfer Asylbewerber/Flüchtling: Wurde ein Asylbewerber/Flüchtling Opfer einer Straftat, waren in 15 % der Fälle Deutsche tatverdächtig (6.832) – deutlich mehr als noch im Vorjahr (2016: 4.326; 10 %). Im Bereich Mord, Totschlag, Tötung auf Verlangen wurden 38 Asylbewerber/Flüchtlinge Opfer von Taten, an denen mindestens ein Deutscher beteiligt war (2016: 28). Kein Opfer wurde getötet. Im Bereich der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung wurden 74 Asylbewerber/ Flüchtlinge Opfer einer Straftat mit mindestens einem tatverdächtigen Deutschen und somit erheblich mehr als noch im Vorjahr (2016: 31)." ...
Sehr schön, Sie unterscheiden bzw. man unterscheidet die Abstammung der Täter, Fakt ist aber dass die Taten zum ganzen sozialen Wesen gehören. Das heisst die Unterscheidung woher die taten kommen ist interessiert und spielt zum Ergebnis keine besondere Rolle, sei es man möchte die Ausländer als Schuldige anzeigen.

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Lykanthrop_ 02.09.2018, 18:01
19.

Wenn linke Parteien rechte Themen den Rechten überlassen werden sie zu ihrer Kompetenz, egal wie deren Antworten aussehen. Linke Parteien müssen eigene Antworten auf Migrationsprobleme finden und nicht reflexhaft die Gegenposition zu den rechten Parteien einnehmen oder diese Themen ignorieren. Bei vielen gibt es hier eine ja, aber Haltung.
Es braucht eine grundsätzlich eigene Haltung.
Ebenso wie zu antidemokratischem, menschenfeindlichem Narzissmus, wie zu Problemen die die Migration mit sich bringen. Wir orientieren uns zu sehr an anderen und sind uns zu wenig uns selbst bewusst.
Wir sollten die Lagen sachlich analysieren, weder aufbauschen noch kleinreden.

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