Forum: Politik
Wahl in Ungarn: Orbáns dritter Triumph
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Entgegen der Erwartungen siegten Orbán und seine Partei Fidesz bei der Parlamentswahl sehr deutlich und bekommen wohl eine neue Zwei-Drittel-Mehrheit. Was bedeutet das für Europa?

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neurobi 09.04.2018, 11:38
150.

Es ist erstaunlich, wieviele Foristen nicht nur den Wahlsieg von Orban mit der Flüchlingspolitik erklären, sondern auch die Abneigung von Foristen wie mir.
Nein, sowenig wie mich die Flüchtlingspolitik hier im Land interessiert (rangiert weit hinten bei meinen Wahlentscheidungen), so wenig interessiert er mich bei Orban. Wer von der EU von Ungarn geforderte Teil ist ja kaum größer als manche deutsche Kleinstadt leistet.

Es ist die Demontage demokratischer Institutionen, sein Umgang mit der Opposistion und der Presse. Und das er gern die Vorteile der EU genießt wie Binnenmarkt und finazielle Förderungen aber nicht bereit ist auch nur Kleinigkeit einzubringen. Im Gegenteil, gegen die Sonderlocken die das kleine Ungarn für sich beansprucht, waren dei der des großen GB fast ein Witz.
Während Theather noch "I want my money back" sagte, sagen Orban und Co mit erhobenen Mittelfinger "I want your money".

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kuac 09.04.2018, 11:40
151.

Zitat von stevens-82
Warum sollte Ungarn nicht Mitglied der EU sein? Ist die EU nur für links regierte Länder da?
Ein Mitglied muss auch an den Regeln des Verein halten. Fragen Sie mal ein Mitglied eines Schrebergartenvereins oder Tennisklubs.
Oder, fragen Sie mal Gauland, ob ein AfD Mitglied auch andere Parteien wählen darf?

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Epsola 09.04.2018, 11:44
152.

Ich lese hier immer wieder davon das Orban den Willen des Volkes vertritt. Na klasse, dann ist es also Wille des Volkes, dass das Volk seine Meinung nicht mehr frei sagen darf. Und selbst wenn dem so wäre, ist dieser Wille schlicht zu ignorieren. Moderne Demokratie bedeutet Minderheitenschutz, nicht nur stumpfe Mehrheitsdiktatur. Das sollen die Deutschen besser als alle anderen wissen, aber natürlich leiden die Rechten dieses Landes in dieser Richtung an Demenz, sind in Form in der AFD aber ausgerechnet die ersten die sich über "Lügenpresse" und angebliche Zensur aufregen. Wie lächerlich, nein die AFD ist nicht gegen Lügenpresse und Zensur, die es im übrigen nicht gibt, die AFD will, dass ihre Lügenpresse die einzige ist und alle zensiert werden. Wo ist eigentlich das rechte Gekreische wenn es darum geht das Orban auch deutsches Steuergeld erschleicht? Sollen die Rechtsnationalen die EU verlassen, aber da nimmt man es mit dem eigenen Worten wieder ganz schnell nicht so genau.

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klmo 09.04.2018, 11:46
153.

Zitat von tinnytim
Zuerst wollte ich ja auf Ihren ursprünglichen Beitrag antworten, dann hat Sie der zitierte Forist immerhin einmal auf die Verhältnisse hingewiesen. Da Sie aber immer noch recht behalten wollen, hake ich nochmals bei Ihrem ursprünglichen......
Nur ein generelle Frage zu Ihren Beitrag: Sind das politisch Verfolgte, die aus Ungarn auswandern, oder handelt es sich hier in der Mehrheit um Menschen, die im Ausland eine adäquate Arbeit suchen?

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neurobi 09.04.2018, 11:46
154.

Zitat von Pyrrhus
Ist nicht wirklich schwierig. Liegt am Mehrheitswahlrecht, wie es auch in vielen anderen Staaten (Großbritannien, Frankreich, USA) angewandt wird.
Es gibt aber Unterschiede. In Frankreich wird immer in zwei Wahlgängen gewählt. Das verhindert, dass es wie in denn USA oder GB eine Partei mit 35% der Stimmen eine absolute Mehrheit bekommen kann.
In Ungarn haben aber 48,5% Fidiz gewählt. Damit könnte man auch in Deutschland die absolute Mehrheit erringen.

In den USA haben in der letzen Jahrzehnten schon mehrfach Präsidenten mit weniger Stimmen gewonnen. Und es ind immer Republikaner gewesen.
Es schent als wirklich so zu sein, dass die Wahllotterie die sich Mehrheitswahlrecht nennt rechte Parteien begünstigt.

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markus_wienken 09.04.2018, 11:48
155.

Zitat von Dokoqueen
Ich frage mich eigentlich immer wieder, wieso die Ungarn (und auch die Polen, Tschechen, Slowaken usw.) überhaupt erst in die EU eingetreten sind, wenn sie sich in dem Bündnis derart unwohl und fremdbestimmmt fühlen.
Würde es z.B. einen Verein geben, von dem ich ohne Erbringen von Leistungen profitieren könnte ohne ernsthafte Sanktionen befürchten zu müssen...dem würde ich auch beitreten.
Insofern gilt es die "Webfehler" der jetzigen EU (wie auch immer, im Worst Case durch eine Neugründung) zu beseitigen und nicht über die Aufnahme weitere (failed) Länder nachzudenken.

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mostly_harmless 09.04.2018, 11:49
156.

Zitat von klmo
Die Deutschfreundlichkeit der Ungarn geht lange über die Orban-Ära hinaus. Selbst unter der DDR Bevölkerung war deren Gastfreundschaft bekannt und geachtet. Wenn ich mich richtig erinnere, waren es zuerst die Ungarn, die Flüchtlinge aus der DDR nach Österreich durch den Eisernen Vorhang durchließen. Kohl und Genscher hatten sich bei den Ungarn ausdrücklich bedankt.
Die Deutschen haben als Touristen schon immer Geld in Ungarn gelassen. Und was nun die Grenzöffnung angeht: Damals war der wunsch nach Freiheit die treibende Kraft. Heute gibt es andere Werte im ehemaligen Ostblock.

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neurobi 09.04.2018, 11:51
157.

Zitat von touri
Dann müssten Sie konsequenterweise auch die Österreicher rauswerfen. Und wer sichert dann die EU Außengrenzen? Merkel? Soll ich mal lachen?
In Österreich ist aber nur eine der beiden Regierungsparteien rechtsradikal. Und Herr Kurz hat sich lediglich für eine andere Variante entschieden diese Kräfte zurückzudrängen als Merkel.
Ich wünsche ihm dabie viel Glück. Ob das in Österreich so gut klappt wie seinerzeit in Hamburg mit von Beust und der Schill-Partei bleibt abzuwarten.

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markus_wienken 09.04.2018, 11:51
158.

Zitat von kuac
Ein Mitglied muss auch an den Regeln des Verein halten. Fragen Sie mal ein Mitglied eines Schrebergartenvereins oder Tennisklubs. Oder, fragen Sie mal Gauland, ob ein AfD Mitglied auch andere Parteien wählen darf?
Warum sollte ich mich an für mich unliebsame bestimmte Regeln eines Vereines halten, wenn ich keinerlei Sanktionen im Falle der Nichteinhaltung befürchen muss?
Da nehme ich doch lieber mit was geht zu meinem eigenen Vorteil.

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umseme 09.04.2018, 11:57
159.

Zitat von WAZ
...das ist das Hauptargument von Orban gegen illegale Flüchtlinge. Das ist in Ungarn bei seinen Wählern gut angekommen. Gratulation an Orban und viel Erfolg für einen engagierten Kämpfer, der sich wohltuend von den "deutschen politischen Warmduschern" im Bundestag" abhebt.
solange man als Tourist Geld in das Land bringt, wird man sich hüten was gegen Ausländern zu sagen. Selber von der EU profitieren, aber dagegen sein.

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