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Wahlanalyse Bremen: Warum die SPD in ihrer Hochburg einbricht
DPA

Die SPD gewinnt die Wahl in Bremen - und ist doch die große Verliererin. Tausende ihrer Anhänger sind zu Hause geblieben oder zur CDU gewechselt. Stärkste Kraft sind die Nichtwähler. Die Datenanalyse zur Abstimmung an der Weser.

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stefan.martens.75 11.05.2015, 01:53
1. Der einzige Ausweg

Ist die Aufgabe des Bundeslandstatus.....
Bremen ist nicht überlebensfähig unter der Schuldenbremse und als Bundesland.....
Und das ist gut so!
Denn der Unsinn mit Hamburg/Bremen/Niedersachsen und SH darf nicht endlos weitergehen.
Es werden zig Millionen an völlig unsinnigen Doppelbelastungen am Leben gehalten die Länder nunmal erbringen müssen im Gegensatz zu Städten.

An einem Nordland führt unter der Schuldenbremse kein Weg vorbei.
Diese notwendige Konsequenz haben wir seit Jahrzehnten über den Länderfinanzausgleich und über Schulden verschoben.

Jetzt wird es langsam Zeit es zu tun oder sich politisch zu Tode zu sparen.......

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murrle01 11.05.2015, 02:20
2. Nicht nur Bremen...

auch bei anderen Wahlen wird die ehemalige Arbeiterpartei zu spüren bekommen (zu Recht) was geschieht wenn Parteigenossen die Ideale verraten. Auch wenn die allermeisten Bahnreisenden mehr als verärgert waren über den Streik, haben dennoch viele langsam begriffen, was Nahles Gesetz für ein Rückschritt von erkämpftem Recht ist und bedeutet. Das die SPD (die ich 40 Jahre gewählt hatte) dabei ist alles zu "verkaufen" was eine bürgerliche, soziale Partei ausmacht. Die SPD ist dabei sich selbst zu zerstören.

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quark@mailinator.com 11.05.2015, 02:52
3.

Linkspartei hammer mal wieder rein zufällig vergessen ... Qualitätsoffensive und so ... War nicht die objektive Berichterstattung die Grundlage für die Demokratie ???

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ulf beinhorn 11.05.2015, 04:15
4. kapieren die Bremer endlich,

wo sie die SPD hingebracht hat?

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tailspin 11.05.2015, 04:45
5. Pushing a rope

Dieses System der repraesentativen Demokratie, die auf Personenwahl durch die Buerger statt auf deren direkten Sachentscheidungn beruht, ist leicht schwachsinnig. Wer glaubt die Gestaltung eines Systems, in dem man leben muss, anderen ueberlassen zu koennen, verdient es nicht besser.

Angefangen von Versprechungen (aka Parteiprogramm), die nicht eingehalten werden, oder Dinge, die auf Biegen, Brechen oder einfachem Abnicken und auf der Basis von Parteidisziplin durchgezogen werden, und die bei Buergerentscheiden durchaus anders haetten ausfallen koennen. Die EU Konstruktion und die Maut fallen mir dazu ein. Was hat bitte Parteidisziplin mit Buergerwillen zu tun? Wer sind die eigentlichen Nutzniesser dessen?

Am Ende fallen politische Entscheidungen der Haelfte der Bevoelkerung auf die Fuesse, ohne dass sie nennenswerte Einwirkungsmoeglichkeiten haetten. Statt dessen sehen sie den Selbstbedienungsladen des Politbueros, den sie selbst finanzieren duerfen. Dazu sind die Medien gleichgeschaltet, zwangsfinanziert und durch den Rundfunkrat politisch kontrolliert. Das ist politisches Kreiswichsen vom feinsten.

Frustration macht sich breit, und die Mitglieder des Polibueros schauen ratlos in der Gegend herum wie der Herr Boernsen auf dem Bild, und wundern sich, warum ihre Beliebtheit in den Keller geht, warum sie staendigen Personenschutz brauchen, und die Nichtwaehler zur staerksten Fraktion aufruecken. Dieses System ist ueberholt. Es geht nicht ohne direkte Selbstbestimmung. Marx hats schon gewusst.

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Zoroaster1981 11.05.2015, 05:13
6. Traurige Parteientreue

Ich will den Mund nicht allzu voll nehmen, weil ich auch aus einem Ein-Parteien-Umfeld komme (Altbayern), aber zumindest kann man sagen, dass es bei uns im südlichen Bayern einigermaßen gut läuft. Hab aber mein Kreuzchen auch schon bei anderen Parteien gemacht.

Aber trotz der Verluste, die die SPD hinnehmen musste, verstehe ich nicht, weswegen die Wähler immer noch diese Partei huldigen, die im Stadtstaat Bremen nicht unbedingt glänzende Zahlen vorweisen können und sich auch bundesweit immer wieder als die vergleichsweise dreistesten Verräter an der eigenen Klientel enpuppen. Wäre ich überzeugter Sozialdemokrat (in Form von Überzeugung, nicht Parteienzugehörigkeit) oder "linkslastig", würde ich zwar auch nicht automatisch die andere "Volkspartei" (CDU) wählen, aber zumindest eine Partei im gleichen Spektrum. Ich verstehe diese verbissene Parteientreue mancher Mitbürger nur sehr bedingt.

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abc1234 11.05.2015, 05:25
7. Fast 70 Jahre SPD

Das Ergebnis : "...Der Stadtstaat hat die höchste Pro-Kopf-Verschuldung, höchste Armutsquote unter Jugendlichen und die höchste Quote an Sozialhilfeempfängern im Verhältnis zur Einwohnerzahl. Die Schüler schneiden in Pisa-Tests regelmäßig am schlechtesten ab."!
Anscheinend haben es die Bremer immer noch nicht begriffen !!!

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MütterchenMüh 11.05.2015, 05:56
8. Viele Baustellen in Bremen und keine Macher in Sicht

Wie arm das Land dran ist, zeit eine monatelange Diskussions der poitischen Führung, wie man denn ein paar Milliönchen zusammenbringen kann, um drei Schwimmbäder durch unverzichtbare Sanierung zu retten. Es ging nicht - eines musste ganz geschlossen werden. In anderen Bädern wurde das Angebot rigoros eingeschränkt, Tageweise totale Schließung und radikale Einschränkungen bei den Öffnungszeiten.

Wer Hauptverkehrsstraßen, die seit Napoleon Hauptverkehrsadern waren und immer noch sind , mit Tempo 30-Zonen behindert braucht sich ebenfalls nicht zu wundern, dies geht allerdings auf Konto der Grünen in Bremen.

Totalschaden bei der Inklusion ( weiter Anlauf und grandios zu kurz gesprungen) und gravierende Unterrichtsausfälle bringen die Brüger in Rage.

Bremens Finanzen sind nur zu retten, wenn beim Einkommenssteuergesetz wieder auf das Wohnortprinzip umgestellt wird, sonst betreibt Bremen Industriepolitik für den niedersächsischen Speckgürtel mit deren Arbeitnehmerschaft, und eine Sanierung der Finanzen ist Utopie. Diese ehrlichen Aussagen vermisst man in Bremen seit Jahren. Und da ist Frau Linnert auch zu nebulös.

Egal wer in Bremen regiert, ohne die o.a. Reform beim Wohnortprinzip der EkSt wird hier auf Jahrzehnte nur noch die nackte Not verwaltet - und da das jeder in Bremen weiß ist uns die SPD da immer noch am liebsten.

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regula2 11.05.2015, 06:16
9. Stärkste Kraft sind die Nichtwähler

Mit anderen Worten: Die Politiker verlieren den Kontakt zu den Bürgern.
Andererseits: Warum sollten sich sich um ihn bemühen, sie brauchen ihn nicht und Wahrheit ist er ihnen vielleicht einfach lästig.

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