Forum: Politik
Wahlanalyse: SPD will nächsten Kanzlerkandidaten früh bestimmen
DPA

Die SPD zeigt sich selbstkritisch: Parteichefin Nahles hat eine ausführliche Analyse der jüngsten Wahlniederlage präsentiert - und zieht Konsequenzen.

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RioTokio 11.06.2018, 13:40
60.

Hat die SPD denn überhaupt noch vorzeigbares mehrheitsfähiges Personal?
Etwa Frau Nahles?
Oder den jungen Herr Kühnert, vielleicht schafft er es ja sogar vorher noch sein Studium zu beenden.
Mit was will die SPD Punkten?
Keine Obergrenze?
Mehr Kompetenzen und Geld an die EU abgeben?
Genderthemen?
Derzeit liegt die SPD bei 17%.
Wo soll da eine Mehrheit herkommen?
Mit gleicher Berechtigung könnte die AFD einen Kanzlerkandidaten/in aufstellen.

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dorchen 11.06.2018, 13:41
61. Realitätsverlust auf der ganzen Linie

Die SPD braucht keinen Kanzlerkandidaten/in; sie sollte sich besser um einen guten Therapeuten bemühen, mit dem sie ihren massiven Realitätsverlust bearbeiten sollte. War selbst Mitglied und habe mein Parteibuch schon vor der BW zurückgegeben, die Diskrepanz zwischen deren Schulterklopfen (was haben wir nicht alles Tolles für die Bürger durchgesetzt!!) und der Wirklichkeit dehnte sich immer weiter. Kleines Beispiel Mietpreisbremse: Auch in unserer kleinen Stadt lobt sich die SPD-Fraktion im Gemeinderat bis heute für diese "Bremse". Die Wirklichkeit sieht leider so aus, dass die Mieten sich im "Schweinsgalopp" vom Bürger entfernen. Bremse? Fehlanzeige.

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Willi Wacker 11.06.2018, 13:43
62.

Zitat von hilarion79
...Nahles oder Scholz heißen, wird die SPD wohl definitiv in der Opposition bzw. im Nirvana verschwinden...
Meinen Sie, mit Kevin K. wäre das nicht so?

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YoRequerrosATorres 11.06.2018, 13:44
63. Geheime Wahl!

Als Nicht-SPD-Mitglied fordere ich geheime Wahl. Und nicht wieder diese Sendezeitverschwendung bei den Öff-Rechtlichen! Dann bleibt auch mehr Sendezeit für die Kinderstunde mit Hein Blöd!

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clausina 11.06.2018, 13:44
64. Oh Frau Nahles

wie realitätsfremd kann man sein? Mit 15% ,Stand jetzt, einen kanzlerkandidaten zu stellen...und die genannte Auswahl macht den Witz komplett.

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Ruck Ruck Taubenmensch 11.06.2018, 13:45
65. Wie kann man nur so blind sein?

Im Gegenteil: die überraschende Nominierung von Schulz zum Kanzlerkandidaten hat überhaupt erst eine Euphorie und ein SPD-Hoch ausgelöst, weil die Menschen auf einmal HOFFNUNG hatten, dass sich etwas zum Besseren ändert.
Dann endlich der ersehnte Tabubruch:
Ich bringe mal ein Pressezitat aus dem Februar 2017:

""Fehler zu machen, ist nicht ehrenrührig", sagt Martin Schulz. Wichtiger sei es, erkannte Fehler zu korrigieren. Das ist offensichtlich das Motto, mit dem sich der Merkel-Herausforderer zumindest von Teilen jener rot-grünen Sozialreform verabschieden will, die der SPD seit 2003 wie ein Klotz um den Hals hängt."

Das war damals der Knaller, auf den alle gewartet haben: Der SPD-Kanzlerkandidat hat öffentlich Hartz IV in Frage gestellt.
Als dann nach und nach herauskam, dass er nur winzige Korrekturen vornehmen wollte und im Kern dann Hartz IV doch verteidigt hat, war der Ofen aus und das bleibt er auch.
Mittlerweile ist der Vertrauensverlust wohl nicht mehr zu heilen. Wer soll das denn mit dem Erneuerungsprozess noch ernst nehmen?

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xtdrive 11.06.2018, 13:47
66.

Interessante Idee, einer SPD unter Wagenknecht würde ich vermutlich meine Stimme geben, auch wenn mir ihre Wirtschaftspolitik wohl etwas zu extrem wäre.

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mostly_harmless 11.06.2018, 13:48
67.

Zitat von dorchen
[....]Kleines Beispiel Mietpreisbremse: Auch in unserer kleinen Stadt lobt sich die SPD-Fraktion im Gemeinderat bis heute für diese "Bremse". Die Wirklichkeit sieht leider so aus, dass die Mieten sich im "Schweinsgalopp" vom Bürger entfernen. Bremse? Fehlanzeige.
Wieso, wenn Sie Union, FDP oder AfD gewählt haben, müssten Sie über die Entwicklung doch froh sein. Die bösen staatlichen Versuche, dem Markt ins Handwerk zu pfuschen, habe nicht funktioniert. Ist doch großartig, oder nicht?

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evanildo 11.06.2018, 13:50
68. Weiser Verzicht?

Ich will hier nun gar nicht beim SPD-Bashing mitmachen. Auch stehe ich weder der SPD nahe noch habe ich sie gewählt oder würde sie wählen. Ihr Niedergang allerdings besorgt mich als Demokrat schon sehr. Deshalb mein Gedanke, ob man nicht für einen Wiederaufbau einen anderen Weg wählen könnte. Der wäre länger angelegt, könnte sich aber als gangbar und erfolgreich erweisen. Warum verzichtet man nicht in weiser Voraussicht bei der nächsten Wahl auf einen Kanzlerkandidaten? Es ist doch erkennbar, dass ein solcher eine Luftnummer wäre. Schon die FDP hat sich vor Jahren mit einem Kanzlerkandidaten lächerlich gemacht. Und so bedauerlich es auch ist, die SPD ist nun bereits seit einiger Zeit in dieser Größenordnung angekommen. Warum will man es sich antun, sich unnötig zur Lachnummer zu machen? Ein Kanzlerkandidat würde ab dem ersten Tag nur Hohn und Spott ernten. Warum nicht ehrlich sagen: Ok, wir haben verstanden, wir befinden uns momentan nicht in der Lage und Größenordnung, den nächsten Kanzler/die nächste Kanzlerin zu stellen. Gleichwohl wollen wir den Wählern vor allem des eher linken bis mittigen Spektrums eine glaubwürdige Alternative zur Union anbieten, und so groß werden wie nur möglich. Das wäre eine realistische Einschätzung, die nach dem ersten erwartbaren Aufheulen der Medien ("Die SPD hat schon aufgegeben...blablabla") von vielen Wählern mit Sicherheit eher goutiert würde als ein aussichtsloser Kandidat. Dann müsste das Spitzenpersonal der SPD nicht bei jedem (!) Interview die Frage beantworten, ob sie tatsächlich ernsthaft glauben, die Wahl gewinnen zu können - sondern könnte sich auf Sachfragen konzentrieren und brächte somit sich selbst aus dieser Schusslinie und in die Lage, glaubhaft Alternativen formulieren zu können (die man natürlich noch entwickeln müsste).

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Art. 5 11.06.2018, 13:50
69. Worum geht es der SPD?

Aufschlussreich an Nahles Erklärung ist ja, warum sich ein Teil der Partei für eine begrenzte Zuwanderung ausspricht, nämlich, damit ihre Wähler nicht weiter zur AfD abwandern, also nicht, weil Deutschland eine unbegrenzte Zuwanderung aus einem sehr schlecht zu integrierenden Kulturraum schaden würde, sich Parallelgesellschaften noch mehr verbreiten oder weil sich die Werte vieler dieser Zuwanderer zu stark von unseren freiheitlich-demokratischen unterscheiden, nein, all das spielt für die SPD gar keine Rolle, es geht nur um die Macht.

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