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Wahldebakel in Baden-Württemberg: Merkels Koalition bekommt die Rechnung

Die Union abgestraft, die FDP am Boden: Für Kanzlerin Angela Merkel ist der Machtwechsel in Baden-Württemberg ein schwerer Schlag. Ihre Koalition in Berlin steht vor harten Wochen. Grün-Rot bläst zum Angriff.

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waldbaer 28.03.2011, 10:31
90. schön wäre es

Zitat von sysop
Die Union abgestraft, die FDP am Boden: Für Kanzlerin Angela Merkel ist der Machtwechsel in Baden-Württemberg ein schwerer Schlag. Ihre Koalition in Berlin steht vor harten Wochen. Grün-Rot bläst zum Angriff.
wenn es eine Rechnung geworden wäre. Das was da abgelauen ist kann man ja fast schon als Wahlsieg für die CDU deklarieren. Wissen sie doch jetzt, das sie die Bürger dermaßen verarschen, belügen und betrügen können und immer noch so viele Schafe an die Urne gehen und für sie das Kreuzchen machen. Und selbst eine Randpartei wie die FDP bekommt hier noch knapp über 5% Stimmenanteil, sind die komplett plemplem in b-w?

Also natürlich freut man sich das da endlich vernünftige Menschen die Verantwortung übernehmen, aber es ist trotzdem tragisch wie viele dumme Menschen es scheinbar immer noch gibt.

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moe.dahool 28.03.2011, 10:31
91. Dass ich nicht lache

Zitat von Merlin_21
Ganz genau so sieht es aus, ein Tag nach der Wahl schon wird zurückgerudert. Es wird sich schnell zeigen was die ganzen naiven Grünen Wähler da angerichtet haben.... Ab heute braucht man sich über Kinder keine Gedanken mehr machen...
Manmanman, bei soviel unreflektierter Stammtischpolemik wir mir ganz anders!
Zunächst einmal vorab der Hinweis, dass ich vielleicht grüne Gedanken habe, jedoch nie die Grünen gewählt habe bzw. wählen werde. Die Gründung-Grünen der 80er waren tatsächlich unberechenbar, da Idealisten. Die heutigen Grünen, ich nenne sie lieber Birkenstock-FDP, haben mit einer Protestpartei nichts gemeinsam. Hier sind genauso Polityuppies am Werk wie in den anderen Parteien. Vielleicht nicht mit der Verfilzung mit der Industrie wie CDU, SPD, FDP, aber auch sie betreiben massivste Klientelpolitik. Mit einer Arbeiterpartei haben die Grünen rein garnüscht gemeinsam, von daher fühle ich mich als hart arbeitender Prolet von denen auch nicht vertreten.
Zur These meines Vor-Foristen, die Grünenwähler würden noch sehen: Neee, alles wird wunderbar harmonieren. Der Apparat "Die Grünen" läuft wunderbar. Die Geissen-Schnalle C.Roth, Trittin, Kynast und Co. haben die Partei auf Linie getrimmt. Die gerne als Negativbeispiel benutzten Fundies gibt es schon lange nicht mehr bzw. haben nix zu melden. Ohne den Kernpunkt ihrer Daseinsberechtigung, nämlich den Umweltschutz, würde sich die Partei kaum vom bürgerlichen Lager abheben.
Warum haben denn die BWBler so stark grün gewählt? Nicht nur wegen Japan, sondern weil die Grünen die konservative Alternative im Ländle sind. Wie in Bayern. Viele erzkonservative Bauern, etc. würden eher den Deibel küssen als die Sozen zu wählen, bei den Grünen gibt es diese Berührungsängste nicht.

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schniggeldi 28.03.2011, 10:31
92. Geschwätz

[QUOTE=kaisernero;7504394Die Hälfte der Wähler bleibt zu Hause (is doch sinnlos!),[/QUOTE]
Tja, ein einziger Blick auf die Wahlbeteiligung in BaWue führt diese Behauptung ad absurdum.

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anny_1996 28.03.2011, 10:31
93. Die CDU ist nicht der Verlierer

Wenn man die Zahlen genauer betrachtet, kann sich die CDU sogar als ein Sieger der zwei Wahlen fühlen. Trotz der Atomdebatte und Mappus hat man in Baden-Württemberg nur 5 % verloren und in Rheinland-Pfalz hat man 2,5 % gewonnen. Das bedeutet, dass die CDU die letzte verbliebene Volkspartei ist. Der ganz große Verlierer ist die SPD - 2 %, trotz der sehr guten Voraussetzung in BW und - 10 % in RLP das sind Zahlen die der SPD Angst machen müssen. Das die SPD in R-L-P die absolute Mehrheit verliert, war schon klar, aber dass sie nur 0,5 % in einem Stammland vor der CDU ist, ist ein deutliches Zeichen an die SPD. In roten Lager ist eine Zensur und Selbstkritik dringend notwendig. Über die FDP braucht man eigentlich nicht viel sagen, die selbst ernannte "Steuersenkungspartei" braucht in der BRD keiner mehr und als "Mehrheitsbeschaffer" werden sie für den Wähler auch immer unattraktiver. Der Star sind die Grünen, die vor allem die Jugend für sich gewonnen haben, was langfristig die nächsten Wahlerfolge garantieren wird, falls sie gute Arbeit in der Regierungsverantwortung leisten werden.

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Merlin_21 28.03.2011, 10:32
94. Sehr richtig...

Zitat von Horsti
Als Berliner sage ich den Schwaben herzlichen Dank, dass Sie den Grünen ihr Land als Eperimentierfeld zur Verfügung stellen. Da bleibt Ihnen bis zur Berlin-Wahl im September genug Zeit, sich zu blamieren und uns Berlinern die Grüne Herrschsft erapart. Wenn es im 19. Jahrhundert die Grünen schon gegeben hätte, hätten wir bis heute in Deutschland noch keine Eisenbahn.
Das wird bald ganz Deutschland bedeuern den Wahlausgang, bald hat BaWü kein Geld mehr für den Länderfinanzausgleich, dann müssen die anderen rot/grünen Länderregierungen mal schauen wo Sie selbst Geld erwirtschaften...
Das Zugpferd der deutschen Wirtschaft wird ruiniert und damit wird ganz Deutschland abgestraft.
Grüner Horror

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pkeszler 28.03.2011, 10:32
95. Ein neues Gesetz muss her!

Man kann das Wahldesaster für CDU und FDP drehen und wenden wie man will, auch wenn man immer wieder die Japan-Katastrophe als Begründung anführt. Der Abwärtstrend der schwarz-gelben Koalition begann eigentlich schon mit der Senkung der Hotelsteuer. Hier wurde bereits deutlich, dass die Regierung nur Lobbypolitik machen will. Der größte Fehler der Koalition war aber, dass sie das Atomausstiegsgesetz ohne einen zwingenden Grund rückgängig gemacht hat. Damit wurde Frau Merkel jetzt nach ihrer 180°-Wende völlig unglaubwürdig. Das haben ihr die Wähler nicht abgenommen, auch wenn sie mehrmals beteuert hat, dass diese mit den Wahlen nichts zu tun hätte.Glaubwürdigkeit kann sie nur zurückgewinnen, wenn sie durch ein neues Gesetz die abgeschalteten AKWs nicht wieder Betrieb nimmt. Für die restlichen AKWs muss eine weitere Laufzeit von maximal 10 Jahren vorgesehen werden.

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maxxililliane 28.03.2011, 10:32
96. Unheimlich witziger und kreativer Titel

Zitat von AndiHoffi
Wann waren die Grünen denn das letzte mal FÜR irgendein konkretes Projekt? Mir fällt ehrlich gesagt keins ein.
Doch, Ausbau der Stadtautobahn Berlin und Stuttgart 21. Waren sie sehr dafür.
Bis es sich abzeichnete, mit "Dagegen" mehr Stimmen zu bekommen...

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dongerdo 28.03.2011, 10:32
97. -

Zitat von tlogor
Bei mir sind es eher Bildungspolitik, Ausländerpolitik, Europolitik, die mich an den Grünen massiv stören.
Das Problem ist dass das eben Länderthemen sind - ich garantiere: die nächsten Wochen werden einige Leute sehr überrascht sein festzustellen, dass Energiepolitik eben Bundessache ist. Von den Leuten die ich gestern Abend dazu fragte hatte kein einziger das Programm der Grünen wirklich gelesen. Der Hauptgrund für einige die Grünen zu wählen war alleinig das "sich was ändern muss" sowie "Atomkraft ist schlecht". Fast keiner hatte jemals etwas über die verqueren Bildungspolitischen Vorstellungen der BaWü-Grünen gehört....
Dies macht natürlich das Ergebnis nicht weniger legitim, aber es dürfte spannend werden.

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Steven28 28.03.2011, 10:33
98. Sachlichkeit

Liebe Autoren hier im Forum,
ich möchte Sie doch bitten, bei Ihren Ausführung hier sachlich zu bleiben und nicht persönlich oder gar beleidigent zu werden. Ich finde das gehört sich nicht in einer zivilisierten Gesellschaft. Man kann über alles sachliche Diskusionen führen, ohne gleich den Gegenpart persönlich anzugreifen.
Vielen Dank

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alyeska 28.03.2011, 10:33
99. Mutti und Welle sind Auslaufmodelle ... Es wird endlich Grün in Deutschland

Zitat von madame_no
Ist ja schön mit anzusehen, wie jetzt alle versuchen, den Wahlerfolg der Grünen nur auf die Atomkatastrophe in Japan "zu schieben" und sie weiterhin eine "Splitterpartei" nennen......

Bornierte Schwarze und Lobbyisten bekommen kräftigen Gegenwind. Und wenn der Wähler es will, könnte sich dieser Sturm zu einem Hurikan ausweiten.

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