Forum: Politik
Wahldebakel in Baden-Württemberg: Merkels Koalition bekommt die Rechnung

Die Union abgestraft, die FDP am Boden: Für Kanzlerin Angela Merkel ist der Machtwechsel in Baden-Württemberg ein schwerer Schlag. Ihre Koalition in Berlin steht vor harten Wochen. Grün-Rot bläst zum Angriff.

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Merlin_21 28.03.2011, 10:49
120. -

Zitat von biobanane
Ein bischen Algebra muss schon sein. 39+5,3=44,3 23,1+24,2=47,3 47,3-44,3=3 Wohl nicht in BaWü zur Schule gegangen?
Gut das Sie noch rechnen können, nach der grünen Reform werden das bald nicht mehr so viele können...

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Bürgergeld2 28.03.2011, 10:50
121. Nicht so pessimistisch!

Zitat von Charles Atane
Aus der Geschichte lernen heißt... dass der Poltikwechsel am Ende wahrscheinlich doch wieder nur ein Parteienwechsel gewesen sein wird.
Ich glaube in diesem Fall liegen Sie mit Ihrer Analyse falsch, denn die Wahl eines GRÜNEN (!) zum Ministerpräsidenten von BADENWÜRTEMBERG (!!) wird unsere politische Landschaft m.E. ganz nachhaltig verändern. CDU und vor allem FDP werden bald nicht mehr wiederzuerkennen sein.

Und selbst wenn Sie recht behalten sollten: Die Tatsache das ein solcher Widerling wie Mappus für immer in der Versenkung verschwindet und kaum je wieder in den Medien auftreten wird hat zumindest eine dauerhaft positive Wirkung auf meine Verdauungsorgane!

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ABN 28.03.2011, 10:50
122. Reality Check

Zitat von sysop
Die Union abgestraft, die FDP am Boden: Für Kanzlerin Angela Merkel ist der Machtwechsel in Baden-Württemberg ein schwerer Schlag. Ihre Koalition in Berlin steht vor harten Wochen. Grün-Rot bläst zum Angriff.
Je mehr eine Person oder Partei mit Erwartungen und Projektionen aufgeladen wird, desto schmerzhafter wird die Enttaeuschung spaeter. Das ist der FDP passiert, und es ist auch Obama in den USA, Sarkozy in Frankreich und den LibDems in UK passiert.

Die Gruenen haben auch massiv von den S21-Gegnern profitiert. Sobald der Bahnhof aber nun doch gebaut wird, oder mit ein paar Aenderungen, um das Gesicht zu wahren, werden sich viele wieder enttaeuscht abwenden. Das gleiche gilt fuer den Atomausstieg, der sich nicht so einfach, schnell und schmerzlos vollziehen laesst, wie es sich viele Gruenenwaehler gern wuenschen.

Und bis zur naechsten Bundestagswahl ist noch genug Zeit fuer einen Reality Check.

Ausserdem, wer gestern die Nachrichten ein bisschen verfolgt hat, dem war klar, die CDU hat ein Personalproblem, aber die SPD hat ein noch groesseres. Die haben sogar die Nahles wieder aus dem Mutterschaftsurlaub geholt. Aber mit Nahles, Gabriel und Schwesig laesst sich nun mal kein Blumentopf gewinnen. Die Wahl in RP und BW waren fuer die SPD der groessere Schock, und das nicht unerwartet.

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zimrob 28.03.2011, 10:51
123. Was kann Merkel denn dafür, ,,,

wenn 2 Wochen vor der Wahl ein AKW in Japan in die Luft fliegt? Gar nichts! Das Ergebnis dieser Wahl ist nicht eine Abrechnung mit der Regierung, sondern schlicht die Folge der Katastrophe in Japan. Nichts anderes. Die Bilanz Merkels ist mehr als gut. Man vergleiche nur den Zustand Deutschlands vor ihrer Kanzlerschaft und jetzt. So einfach ist das.

Merkel hatte auch Recht damit, die Wahl als eine Volksabstimmung für S21 zu propagieren und für S21 zu kämpfen. Ohne Fukushima hätte die CDU 100-prozentig wieder den Ministerpräsidenten gestellt. Umgekehrt ist es eher erstaunlich, dass bei der Nachrichtenlage der vergangenen Wochen Grün/Rot nur 1 Stimme über der absoluten Mehrheit hat.

Es ist jedenfalls lächerlich, das wahlbestimmende schicksalhafte Ereignis in Japan dafür herzunehmen, das Wahlergebnis als eine Abrechnung mit der Regierung zu bezeichnen. Ein Schicksalsschlag kann und darf nie ausschlaggebend dafür sein, ob eine Politik richtig oder falsch ist. Ein Beispiel: Angenommen in NRW finden in 2 Monaten Landtagswahlen statt. 1 Woche vor der Wahl gibt es einen verheerenden Terroranschlag mit zig Toten in Deutschland. Die CDU hat enorme Zugewinne, da sie stark für das Thema "Innere Sicherheit" steht. Ist der Standpunkt der Grünen zur "Inneren Sicherheit" dann plötzlich gänzlich falsch? Würden Sie dann auch schreiben: Die Wahl ist eine Abrechnung mit der rot/grünen Regierungsarbeit? Wohl kaum. Also bitte gegenüber allen Parteien fair bleiben!

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Hyäne 28.03.2011, 10:51
124. Vormachen

Zitat von dongerdo
Mal etwas für die Leute die meinen Baden-Württemberg ist nun in seiner Seele Grün.... Der Unterschied zwischen 2006 und 2011 ist alleinig die "hohe" Wahlbeteiligung - in absoluten Zahlen hat die CDU sogar knapp 10% mehr Stimmen bekommen als 2006. Die Grünen sollen Ihren Wahlsieg feiern (solange noch etwas zu feiern ist - der Wahlkampf ist vorbei, Taten werden erwartet) aber zu behaupten dass dies eine Abwahl der CDU ist ist lächerlich
Man kann sich diese Niederlage schön reden. Ich denke man sollte es einfach nicht tun. Niederlagen sind dazu da zu lernen. Auch aus Siegen kann man lernen. Genausowenig wie die Schwarz-Gelbe Koalition im Bund eine absolute Mehrheit der Wähler hinter sich bringen konnte, hat nun Grün-Rot diese. Da muss man schon ein bisschen vorsichtiger mit dem Wählerwillen umgehen.

Wer das nicht berücksichtigt wird zu Recht für Fehler bestraft. genau das ist Merkel passiert

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Kamillo 28.03.2011, 10:51
125. Stuttgart 21 nicht vergessen! Moratorium gefordert!

Stuttgart 21 nicht vergessen! Das hat bei der Wahl mit Sicherheit eine große Rolle gespielt, speziell im Stuttgarter Raum. In fast allen Wahlbezirken von Stuttgart hat deswegen Grün die Mehrheit gewonnen. Die Stuttgarter wollen mehrheitlich S21 nicht, das ist jetzt amtlich. Wie merkel es wollte, die Landtagswahl wurde zur Volksabstimmung über S21 genutzt. Alle Arbeiten an dem Bahnhofsneubau sind sofort einzustellen. Hier ist ein Moratorium zu Gunsten von K21 nötig.

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Ylex 28.03.2011, 10:53
126. Kleine Korrektur

Mit meinen Rechenkünsten ist es nicht weit her, ich hätte den Taschrechner zum Einsatz bringen sollen: Die nächste Bundestagswahl ist nicht in eineinhalb Jahren, sondern erst in gut zweieinhalb Jahren, ich bitte um Entschuldigung.

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Michael Giertz 28.03.2011, 10:53
127. Ziemlich nah an der Wahrheit

Zitat von kaisernero
Die politische Kaste hat es noch immer nicht mitbekommen: Das Volk WÄHLT schon lange NIEMANDEN mehr; das wehrlose Volk wählt nur noch verzweifelt AB/WEGGG. Die Hälfte der Wähler bleibt zu Hause (is doch sinnlos!), die andere Hälfte straft die gerade momentan oben sitzenden und Unsinn treibenden Politkomödianten ab. Genau das wird sich weiter fortsetzen. Von Wahl zu Wahl, in Ewigkeit. Amen!
Zumindest wenn ich mich persönlich als (natürlich nicht gültigen) Maßstab sehe. Als ich jedenfalls 2009 an die Urne ging, dann war mein Ziel nicht etwa, eine Regierung zu wählen, sondern eine bestimmte Koalition zu verhindern. Hat auch teilweise geklappt: ich wollte Schwarz-Rot verhindern. Leider wollte ich auch GENERELL eine CDU-Koalition verhindern, das hat ja dann nun nicht geklappt.

Ergo: ich wähle nicht, ich wähle ab. Meine Stimme landet inzwischen sowieso bei einer Kleinstpartei, meistens "Piraten". Und zwar nicht unbedingt, weil diese Partei 100% meine Wünsche vertritt, sondern weil die etablierten Parteien nichtmal zu 10% meine Wünsche vertreten! Keine einzige der großen Parteien vertritt das, wofür ich stehe. Wenn ich schon die Wahl zwischen "Pest und Cholera" habe, wähle ich lieber ein wirkungsloses Gemisch aus Gartenkräutern und hoffe, dass ich vor beiden geschützt bin (natürlich vergeblich).

So wie mir wird es, glaube ich, doch einer ganzen Reihe Wähler meines Jahrganges gehen (frühe 80er) - wir stehen mitten im Leben, aber unsere Interessen vertritt niemand. Wenn es außer den Jugendlichen noch eine große Gruppe "Verlierer" gibt in Deutschland, dann ist es die Altersgruppe der 25 - 35-Jährigen.

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erwin777sti 28.03.2011, 10:53
128. ich teile Ihre kritische Haltung gegenüber CDU mit katholischer Kirche.

Zitat von oliver71
Sie haben vollkommen Recht! Es ist nicht zu verstehen, dass eine große Stammwählerschaft immer noch an der CDU festhält und ihr nahezu alles vergiebt und gestattet. So leid es mir tut das sagen zu müssen, es scheint .......
ENTSCHEIDEND ist der Machtwechsel, der Dammbruch.
Nachdem in der "Schicksalswahl" vom 27.3.2011 gezeigt wurde, dass man das Kreuzchen auch woanders machen kann, werden 2013 im Bund und 2015 im Ländle noch viel mehr Stimmbürger davon Gebrauch machen: d.h. sie werden SELBSTÄNDIG WÄHLEN !

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Schatziputzi 28.03.2011, 10:54
129. Mehr als nur einen Grund...

...gibt es, weshalb die C-Parteien bei künftigen Wahlen noch mehr schwächeln werden. Der erste ist ein ganz "natürlicher": Alte CDU-Traditions-Wähler sterben aus. Der freundliche Mann mit der Rose in der Hand wird also nicht mehr so viele Leutchen im Altersheim finden, die er im Rollstuhl zur Wahl karren kann.
Und jetzt spiele ich mal weiter Nostradamus:
Die Grünen werden die Bürger ebenso wenig über ihr Wohl und Wehe mitentscheiden lassen, wie all die anderen Parteien, die das Volk (absichtlich?) für nicht klug genug halten.
Es bedarf keiner Grünen-Partei, um einzig und alleine durchzusetzen, dass von der Atomkraft abgerückt wird. Das will und weiß der Bürger auch so. Gibt es noch etwas, dass die Grünen uns künftig Gutes tun können?

Wir dürfen gespannt sein, ob die Grünen als "neue Bürgerpartei" uns künftig etwas mehr als bisher zumindest an wichtigen Entscheidungsfindungen teilhaben lässt. Ich wage es zu bezweifeln. Wer z.B. einen Joschka Fischer heute sprechen hört, der wird nicht daran glauben.

Mit einem weiteren Behälter für die Mülltrennung und möglicherweise Rauchverboten in der Privatwohnung ist es jedenfalls nicht getan!

Protest- und vor allem Nicht-Wähler sind sich schon lange ihrer Machtlosigkeit bewusst. Letztere gehen nicht zur Wahl, weil sie doof sind. Das ist doch prima für CDU,SPD,FDP, aber auch für die GRÜNEN. So bleibt alles beim alten, die Grünen pendeln sich wieder ein klein wenig nach unten ein, und beim nächsten Mal wechseln die Wähler wie immer einfach mal wieder die Farbe.

Einen Funken Hoffnung hat man dann aber doch... zunächst mal ... vielleicht versuchen die Grünen tatsächlich anders zu werden, als alle anderen Volksvertreter, die sich wie Monarchen benehmen?

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