Forum: Politik
Wahlen in den USA: Nicht jeder darf abstimmen
DPA

Die USA wählen einen neuen Kongress, aber fair ist das Votum nicht immer. Wie manche Bürger von der Abstimmung abgehalten werden - und warum das trotzdem legal ist.

Seite 1 von 2
Darl 07.11.2018, 03:17
1. Die Mär vom Wahlbetrug

Die meisten dieser Gesetze die sich um Identifikationen drehen wurden meistens mit "Schutz vor Wahlbetrug" begründet. Gerade aus republikanischen Kreisen hört man da immer wieder die unglaublichsten Geschichten von "Tausenden Illegalen die unrechtmäßig wählen würden" (übrigens auch die Begründung von Trump wen er zu erklären versucht warum es das "popular vote" verloren hat). Wen man sich aber mal die Zahlen dazu ansieht merkt man aber das die Zahlen dafür im Promillebereich liegen. 2016 z.b wurden in Iowa genau 10 Fälle zu Wahlbetrug festgestellt (von denen keine mit einem ID Gesetzt hätten aufgehalten hätte könnte). Und um sich mal anzuschauen wer wirklich von diesen Gesetzen profitiert muss man nur nach Texas schauen. Dort gilt ein Waffenschein als gültige Identifikation, ein Studentenausweis aber nicht. Seltsam nicht wahr?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
colinchapman 07.11.2018, 06:12
2. der wesentliche Punkt ist

dass eine Wahl in den USA für Wähler mit zwei Behördengängen verbunden ist. Die USA haben kein geregeltes Einwohnermeldewesen, aus dem ein Wählerregister als Nebenprodukt automatisch abfällt. Man muss sich in den Staaten erst in ein Wählerverzeichnis eintragen lassen und darf dann im Nachgang dort wählen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
trulala 07.11.2018, 06:19
3. Beeinflussung

“Den US-Wählern müsse bewusst sein, "dass ausländische Akteure - insbesondere Russland - die öffentliche Stimmung und die Wahrnehmungen der Wähler zu beeinflussen versuchen[...]”
Die grösste Beenflussung durch Falschnachrichten erfolgt doch durch Amerikaner selbst, allen voran die Rebuplikaner und vor allem Trump und sein Team. Da braucht es doch gar keine Russen mehr.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
markus_wienken 07.11.2018, 06:31
4.

"Durch die Schließung von Wahllokalen kann man verhindern, dass gewählt wird".
Kann man nicht einfach ein anderes Wahllokal aufsuchen?
Wenn nicht wäre das in meinen Augen allerdings tatsächlich ein undemokratisches Procedere.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
markus_wienken 07.11.2018, 06:37
5.

Die Problematik bei der Abweichung zwischen Registrierungsformular und Führerschein habe ich in einem deutschen TV-Bericht (Auslandsjournal?) schon mitbekommen.
Das wurde auch in den US-Medien thematisiert und von den Demokraten, welche von Haus zu Haus gehen auch den potentiellen Wählern mitgeteilt.
Wer das dennoch nicht mitbekommen hat, interessiert sich entweder nicht für Politik (warum sollte er dann auch wählen gehen?) oder ist nur strunzblöd (kann meiner Meinung nach nicht schaden, wenn sich solche Menschen ebenfalls aus der politischen Meinungsbildung heraushalten).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
danielc. 07.11.2018, 07:04
6. Jedes System hat seine Schwächen

Beide Parteien sind sich der Einflussmöglichkeiten bewusst und nutzen sie zu ihrem Vorteil. Das Mehrheitssystem sichert stabile Verhältnisse. Ich hänge eher am Verhältniswahlrecht, das bringt aber den Nachteil politischer Zersplitterung mit sich. Auch ergänzt durch Initiativen und Abstimmungen wird es Ungleichgewichte geben. Demokraten (nicht die US-Partei) müssen in jedem politischen Umfeld aufmerksam und aktiv bleiben, damit es demokratisch bleibt. Gleichgültigkeit spielt den Kräften der Freiheitsgegner zu, egal ob rechts oder links. Augen auf!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MatthiasPaschke 07.11.2018, 07:10
7.

Zum Thema Gerrymandering empfehle ich - für unsere des Englischen mächtigen - folgende Seite:
https://projects.fivethirtyeight.com/redistricting-maps/#algorithmic-compact

Darin wird mit verschiedensten Grafiken das Problemgebiet genauer beleuchtet.

Wer übrigens meint, dass Gerrymandering ein hauptsächlich republikanisches Problem ist, sollte sich mal den Wahlkrei von Barak Obama 2008 ansehen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Urzweck 07.11.2018, 10:52
8. Zu unfähig zum Registrieren?

Schließt es "Dumme" von der Wahl aus, wenn sie sich nicht genau genug registrieren können? Wie viel Anspruch darf denn an den Bürger gestellt werden? Müssen die Bürger auch nicht lesen können, und bekommen trotzdem den Stimmzettel ausgehändigt? Was machen sie dann damit, anmalen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
m.gu 07.11.2018, 11:17
9. Wer 8% der Wahllokale, wo vorwiegend Wähler für die Demokraten

( Afroamerikaner) gestimmt hätten, schließen lässt, beeinflusst die Wahl entscheidend zum Vorteil für die Republikaner. Diese Wahl war weder fair noch gerecht, ich persönlich hoffe, dass auch die deutsche Regierung diese Wahl offen kritisiert. Es ist eine Schande, was sich angeblich in einem freien Land, den USA, abspielt. Doch unsere Regierenden der GroKo Parteien in Deutschland, da bin ich mir sicher, werden diese ungerechte und unfaire Wahl in den USA anerkennen. Demokratie wird im Westen gepredigt, doch in Wahrheit geschieht genau das Gegenteil.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2