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Wahlerfolg der AfD: Affront National
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Die AfD siegt und sieht sich als Retterin der Demokratie, ewig verkannt, ewig unterschätzt.

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amalaswintha 14.03.2016, 11:33
120. Stimme des Wählers

So ist nun eingetreten, was die Volksbeschimpfer der sog. etablierten Parteien befürchtet haben. Die AfD ist in die Landtage BW, RP und Sachsen-Anhalt eingezogen. In Sachsen-Anhalt haben sie die zweitmeisten Wählerstimmen bekommen. Und dennoch heißt es: Mit der AfD koalieren wir nicht. Da frage ich mich doch, ob und warum die Altparteien ihre Hausaufgaben immer noch nicht gemacht haben. Der Bürger hat gewählt. Die Gewählten haben den Willen des Bürgers umzusetzen, nicht mehr und nicht weniger. Wenn die AfD in Sachsen-Anhalt die zweitgrößte Kraft im Landtag ist, dann ist gefälligst mit ihr zu koalieren. Es geht nicht um die Pöstchen in den Parteien und/oder um persönliche Eitelkeiten.

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g_bec 14.03.2016, 11:33
121. Echt jetzt?

Zitat von MaxNichtmustermann
Haben Sie einmal die Professoren- und Doktorendichte bei den Kandidaten über die Parteien hinweg verglichen? Nur so'ne Idee - dann würde Ihnen auffallen, daß die Afd wohl eher ganz im Gegenteil die Partei der Intelligenten ist ;-)...
"Professoren- und Doktorendichte" als Beweis für Intelligenzverteilung? Wohl eher ein Beleg für die Behauptung, dass alte, weiße Männer Angst vor Bedeutungsverlust haben: Ausländer raus, Frauen an den Herd und noch weniger Geld für sozial Schwache, damit aus deren Kindern noch viel weniger wird.
Und Steuern runter für Reiche, damit der Staat weniger für Benachteiligte übrig hat.

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MephistoX 14.03.2016, 11:33
122. Na ja, ...

Zitat von karabas
Rechtsradikale wählen wollen, hätten sie NPD gewählt. Das taten sie aber nicht. Der Wähler macht der Politik und den Medien die politische Ausrichtung von AfD deutlich.
.. die Analyse der "Wählerwanderung" zeigt allerdings, dass z.B.in Sachsen-Anhalt immerhin 11 % der alten NPD-Wähler jetzt die sog. "AfD" gewählt haben - und das garantiert nicht, weil die "AfD" angeblich ja so "bürgerlich" oder sogar eine vermeintliche "Volkspartei" sei.

Die sog. "AfD" ist keine Volkspartei, sondern eine mehr oder weniger subtil rumbräunelnde völkische Partei - braune Wölfe im Schafspelz halt, oder meinetwegen auch sowas wie ne "NPD-light", allerdings wesentlich marktradikaler als ihre "neuen Bewunderer".

Wer sich nicht an Hetze, faschistoiden Parolen und Menschenfeindlichkeit à la Höcke ergötzen kann und will, der wird diese sog. "AfD" jedenfalls aus guten Gründen niemals wählen.

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MaxNichtmustermann 14.03.2016, 11:34
123.

Zitat von rloose
Wär' er bauernschlau-gerissen, hätte er so kopiert, dass es keiner gemerkt hätte...
nööö - der war halt auch noch geizig - hätte er dem ghostwriter genug gezahlt, hätte der hieb- und stichfest geliefert ;.-)...

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MaxNichtmustermann 14.03.2016, 11:45
124.

Zitat von g_bec
Was soll der Vergleich mit den Grünen? Die Grünen sind als Umweltschützer in einer Zeit der großen Umweltsauereien und auch als "Gesellschaftsveränderer" in einer Zeit der Kommunistenfresser angetreten. Das hat auch die Gesellschaft vorangebracht. Die afd tritt in einer Zeit großer Herausforderungen mit einfachen Parolen an. Das bringt nichts voran (außer den Bankkonten der neuen MdL).
Hallo,
naja, die "Grünen" sind primär nicht als Bio/Umweltgedösn-Partei gestartet, sondern als Anti-Atomkraft-Partei - ist ein wichtiger Unterschied! Hatten übrigens auch viel rechtes Gesocks - wer erinnert sich noch an Baldur Springmann? - an Bord, und wurden dann später von v.a. Frankfurter K-Gruppen-Rentnern wie Joschka übernommen, die ihre letzte Change gekommen sahen, noch einmal an die Fleischtröge für Nichtproduktive zu kommen.
Zu Ihrem vorletzten Satz - Sie wollen mir doch hoffentlich nicht im Ernst weismachen, daß "wir schaffen das" eine durchdacht-komplexe Parole, und das Programm der Afd eine Ansammlung von "einfachen Parolen" ist? Im übrigen wählen wohl die meisten Menschen nicht die AfD, weil sie von der Afd regiert werden wollen, sondern weil sie darin eine Chance sehen, die einfachen Parolen und die einfache Politik von CDUSPDetc. zu korrigieren!

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Wolfgang_Lorenz 14.03.2016, 11:48
125. Der Überbringer der schlechten Nachricht...

Der dem lnken Flügel der SPD zuzurechnende und stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD Ralf Stegner meldete sich vor wenigen Tagen anläßlich der hessischen Kommunalwahlen und gab sich angesichts der geringen Wahlbeteiligung zuversichtlich. Wenn erst einmal die Daheimgebliebenen, die Nichtwähler zur Wahl gingen, sähe die Sache für die AfD schon ganz anders aus. Und ja, ohne den politischen Genius Stegners überzubewerten…das hat er richtig gesehen, da hat er Recht gehabt, die Wählerwanderungen haben das bestätigt.

Eine zweite Tatsache belegt, die AfD hat aus allen Altersgruppen und Parteien Stimmen hinzugewonnen. Das ist um so bemerkenswerter, als die mediale Begleitmusik für diese Partei alles andere als positiv gewesen ist. Ja, Politiker etablierter Parteien sich sogar geweigert haben, mit Vertretern der AfD gemeinsam im Fernsehen zu diskutieren. Die AfD hatte also so gut wie keine medial wirksame Plattform. Vor diesem Hintergrund ist der Wahlerfolg der AfD um so erstaunlicher.
Man könnte ja annehmen, dass sich die Wichtigkeit oder Bedeutung einer Partei am Abend nach einer Wahl in der Zahl ihrer erzielten Stimmen zeigt, da erwies sich die AfD immerhin als drittstärkste Kraft. Doch selbst am gestrigen Wahlabend wurden sie von den Moderatoren durchweg zu allerletzt befragt.

Im politschen Diskurs ist viel von demokratischer Kultur, dem demokratischen Wettbewerb der zugelassenen Parteien die Rede. Bei dieser Wahl, so war mein Eindruck, hatten sich die etablierten Parteien in einer stillscheigenden Übereinkunft gegen den „Emporkömmling“ gewandt: keine Partei wird mit der AfD koalieren.
Man muß die AfD nicht mögen. Sie hat jedoch – besonders in der Flüchtlingsdiskussion - mittlerweile viele Mitbürger auf ihrer Seite. Die AfD hat die Schwächen der Flüchtlingspolitik, im Besonderen, die der Kanzlerin offengelegt. So gesehen ist sie der Überbringer der „schlechten Nachricht“, ihn zu bestrafen löst das eigentliche Problem nicht.

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MaxNichtmustermann 14.03.2016, 11:51
126.

Zitat von amalaswintha
So ist nun eingetreten, was die Volksbeschimpfer der sog. etablierten Parteien befürchtet haben. Die AfD ist in die Landtage BW, RP und Sachsen-Anhalt eingezogen. In Sachsen-Anhalt haben sie die zweitmeisten Wählerstimmen bekommen. Und dennoch heißt es: Mit der AfD koalieren wir nicht. Da frage ich mich doch, ob und warum die Altparteien ihre Hausaufgaben immer noch nicht gemacht haben. Der Bürger hat gewählt. Die Gewählten haben den Willen des Bürgers umzusetzen, nicht mehr und nicht weniger. Wenn die AfD in Sachsen-Anhalt die zweitgrößte Kraft im Landtag ist, dann ist gefälligst mit ihr zu koalieren. Es geht nicht um die Pöstchen in den Parteien und/oder um persönliche Eitelkeiten.
Hallo, locker bleiben - wer so alt ist wie ich kann sich noch gut daran erinnern, wie z.B. Holger Börner, SPD-Ministerpräsi von Hessen, kategorisch jegliche Zusammenarbeit mit den Grünen ausschloß (https://de.wikipedia.org/wiki/Holger_Börner#.C3.96ffentliche_.C3.84mter )... die normative Kraft des Faktischen wird es richten :-)

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MaxNichtmustermann 14.03.2016, 11:55
127.

Zitat von g_bec
"Professoren- und Doktorendichte" als Beweis für Intelligenzverteilung? Wohl eher ein Beleg für die Behauptung, dass alte, weiße Männer Angst vor Bedeutungsverlust haben: Ausländer raus, Frauen an den Herd und noch weniger Geld für sozial Schwache, damit aus deren .....
Naja, in Ermangelung besserer Parameter - z.B. hätte ich wirklich zu gerne einmal einen IQ-Test von Fr. Roth gesehen - ist nun einmal eine akademische Karriere ein ganz guter Surrogatparameter für Intelligenz. Und, schon klar, eine Partei, in der zwei starke Frauen die Hosen anhaben, und in der ein Dolmetscher aus Afrika den Schatzmeister in SH macht, steht perfekt stellvertretend für die ach so schlimmen "alten weißen Männer" (Sie haben übrigens in Ihrer suada noch "heteronormativ" vergessen - ich helfe ja gerne!)
Zu Ihrem letzten Satz - da hätte ich doch gerne eine Quelle! Naja, bei Ihnen - wie bei Herrn Schäuble - fängt "reich" wohl bei 60,000 Euro Familienjahreseinkommen an; dann kommt man natürlich zu so absurden Behauptungen...

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FreakmasterJ 14.03.2016, 11:56
128. Wahlerfolg der AfD: Etablierte Parteien sind selber schuld!!

"Es ist die Konzentration auf genau dieses Thema (Flüchtlingspolitik), die der Partei (AfD) offenkundig geholfen hat. Vor allem Nichtwähler haben diesen Kurs honoriert."
Das ist das, was die etablierten Partien und die Medien einem gerne Glauben machen wollen, um den Schaden zu begrenzen und damit man sagen kann, naja wenn Merkel diesbezüglich fortan Zugeständnisse macht, dann ist wieder alles Friede-Freude-Eierkuchen und man braucht die AfD ja nun nicht mehr zu wählen.

Es sind aber ein paar Themen mehr, welche die AfD aufgegriffen hat, die Wähler gut finden:
generelle Einführung von Volksentscheiden & Austritt aus dem Euro!!
Es stünde den etablierten Parteien jederzeit frei diese Themen aufzugreifen und umzusetzen und schon hätte man 10% weniger AfD Wähler. Aber nein, man klammert sich an seine Macht, denn schließlich kämpfen 100 Politpfeifen dafür, über die Köpfe von 85Mio. Menschen hinweg, Politik für Draghi, die Bankster, Strom- und Wirtschaftskonzerne zu machen und sich dabei ihre Diäten regelmäßig selbst "anzupassen".

Sind wir doch mal gespannt, welche Koalitionen nun die Länder regieren wollen und welche Parteien dann bei der kommenden Wahl für ihre desaströse Politik abgestraft werden. Die AfD ist NUR die Folge der jahrzehntelangen katastrophalen Politik der etablierten Parteien.
Aber sicherlich werden Muttis Imageberater vor der kommenden Wahl ihr ein passendes Makeup empfehlen und ihr die "überzeugendste" hohle Wahlparole vorgeben, mit der sie nochmal 2% der unentschlossenen Wähler auf ihre Seite ziehen kann. "Puh, könnte knapp werden..."

So funktioniert Politik heute, man füttert einen Computer mit Daten und dieser gibt hohle Wahlparolen, das bevorzugte Makeup und die Art des erfolgreichsten Kameralächelns aus.

Um Politik zu machen benötigt man heute keine politischen Inhalte mehr. Und genau das spiegelt auch etablierte Politik wider:

stillschweigendes Zusehen wie ein Land und die EU ins Chaos stürzen, aber sich dann über die Wahlerfolge neuer Oppositionsparteien beschweren und diese Parteien verteufeln und verunglimpfen, statt seine eigenen Fehler eingestehen zu müssen, nachzubessern oder zurückzutreten…

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hokuspok 14.03.2016, 12:08
129. Pressekodex

Die Berichte über die AfD veranlassen mich, die derzeitige Berichterstattung zu kommentieren. Die Vertreter der Presse haben in ihrem Pressekodex jene Leitsätze formuliert, denen jeder Journalist und Redakteur untersteht. Leider sind diese Regeln und Maßgaben für die meisten Schreiberlinge und ihre Taktgeber bedeutungslos, sobald die politischen Absichten ihrer Brotgeber dies erfordern.

Ziffer 1 des Pressekodex: Wahrhaftigkeit und Achtung der Menschenwürde:
Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse. Jede in der Presse tätige Person wahrt auf dieser Grundlage das Ansehen und die Glaubwürdigkeit der Medien.

Richtlinie 1.2 – Wahlkampfberichterstattung:
Zur wahrhaftigen Unterrichtung der Öffentlichkeit gehört, daß die Presse in der Wahlkampfberichterstattung auch über Auffassungen berichtet, die sie selbst nicht teilt.

Da überraschen die Berichterstattungen bei jedem Auftritt. Nach den ersten Ziffern des Pressekodexes hört sich der Pressekampf gegen die AfD nicht an. Ganz im Gegenteil! „Die Partei sei rechtsextrem und eine Partei aus Wutbürgern und Nazis…“ heißt es immer wieder. Verwunderlich, daß die öffentlich rechtlichen Journalisten besonders laut werden?
Sieht man sich das Wahlprogramm der AfD an, findet mankeine rechtsextremen Texte. Trotzdem gilt als rechtsextrem, wer einen Pro-AfD-Artikel schreibt.
Die 16 Ziffern des Pressekodexes lassen erkennen, wie verlogen viele angebliche Fachjournalisten tatsächlich sind. Will sie tatsächlich Menschen erschießen lassen?

Wer die Bevölkerung unterhalten und informieren soll, sollt unterlassen, die Bürger mit Unwahrheiten oder tendenziell zusammengeschnittenen Berichten zu verunsichern. Es steht nicht die Aufgabe der Medien, politische Entscheidungen zu treffen oder eigene Meinungen zu publizieren. Eine korrekte Berichterstattung würde natürlich dazu führen, daß man auch die Meinung vertreten muß, die man selbst nicht hat, aber letztlich ist dies genau das, was die Medien zu tun haben! Das kann schwierig sein wenn man weiß, daß mehr als 1500 Zeitungen und Verlagsanstalten allein der SPD gehören.
Daß sich die anderen Parteien gegen die AfD stellen, ist klar. Sie stecken im Wahlkampf und wollen ihre Wähler von sich überzeugen. Dies ist aber nicht die Aufgabe der Medien. Der Verfassungsschutz hatte sich mit der AfD auseinandergesetzt und kam zu dem Ergebnis, daß diese keine Gefahr darstellt. Weshalb wird dies aber immer wieder behauptet? Worauf berufen die Schreiberlinge und Moderatoren á la Kleber, Sievers usw. sich? Nur weil manchen Politikern die Wahlergebnisse nicht gefallen, macht das die Konkurrenz nicht gefährlich und rechtsextrem. Das böse Wort von der Lügenpresse scheint nicht von ungefähr.

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