Forum: Politik
Wahlergebnisse in Frankreich: Sarkozy triumphiert, Le Pen feiert, Hollande murrt
AFP

Bei den Départementswahlen in Frankreich holte der Front National von Marine Le Pen fast ein Viertel der Stimmen. Die Rechtsextremen etablieren sich als dritte Kraft, hinter Sarkozys Konservativen von - und vor den Sozialisten von Präsident Hollande.

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breakthedawn 23.03.2015, 00:27
1. Vive la France

aber ändern wird sich nichts.

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thinking_about 23.03.2015, 00:38
2. Hollande

führt die Reformen durch, die ihm auferlegt sind - er hat sogar Aufschub im Haushalstsdefizit für 3 Jahre bekommen - und man wählt wieder die nächste Partei, mit der man zuvor total unzufrieden war.
So wird es in all den anderen Länder gehen, die jetzt die Sparpolitik durchziehen müssen.
Solange der Euro-Raum derart reguliert werden muß, weil er sonst kollabiert, führt jeder Parteiwechsel ad absurdum.
Mal sehen, was bis 2017 passiert, manches könnte sich bis dahin schon erledigt haben...Wunder gibt es eben nicht.

Nicht erwähnt wurde, daß auch in Spanien gewählt wurde.

Ergebnis:

Spanien: Sozialisten gehen nach Auszählung von über 90% der Stimmen als stärkste Kraft bei Regionalwahl in Andalusien hervor und gewinnen damit Stimmungstest vor Parlamentswahl.
(22.3. 23:45) - Echtzeitnachricht

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gympanse 23.03.2015, 01:09
3.

Komisch, alle anderen Medien berichten, dass FN nur die drittstärkste Kraft wäre und 25% ist auch kein Erfolg für Le Pen. Was stimmt denn nun? Ist es echt so schwer verlässliche Hochrechnungen/Auszählungen aus Frankreich zu bekommen?

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volker.boecke 23.03.2015, 01:24
4.

Endlich hat Hollande einen Denkzettel bekommen. Jedoch ist der Erfolg des FN eine Katastrophe für Frankreich. Hoffentlich machen die Franzosen nicht den gleichen Fehler wie die Griechen und glauben, daß Le Pen Frankreich retten kann

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Liberalitärer 23.03.2015, 01:27
5. Berichtigung

Im Artikel steht richtig zweite Kraft. In der Überschrift steht dritte Kraft. Mir passt das auch nicht, aber es muss wohl eben zweite Kraft heißen.

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spmc-135322777912941 23.03.2015, 01:52
6. Ich wage die Prognose dass der FN nie über 30% kommen wird

und Marine Le Pen somit nie Präsidentin Frankreich werden wird. Wenn es eng werden sollte werden die Sozialdemokraten für Sarkozy stimmen.

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kyodurl 23.03.2015, 05:13
7. Es allen recht machen wollen

geht halt nicht. Hollande haette gleich nach der Wahl ungeliebte Reformen wie sein Fraktionskollege Schroeder in DE beherzt umsetzen sollen. Selbst wenn er dann spaeter die Quittung bekommt, dann haette er wenigstens eine Ahnung wofuer ihn die Waehler abstrafen. Denn Reformen wirken immer langfristig, bis zur naechsten Wahl ist meist zu knapp. Vertane Chance, schade.

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Deep Thought 23.03.2015, 05:58
8. Der Niedergang Frankreichs begann vor vielen Jahren..

Und das nachweislich unter ausschliesslich konservativen Regierungen wie der von Chirac und Sarkozy.

Hollande hat ein völlig abgewirtschaftetes Frankreich von Sprücheklopfer Sarkozy übernommen. Frankreich hatte von Sarkozy die Schnauze voll, setzte die Hoffnungen auf Hollande. Anders als damals unter Schröder in Deutschland führt Hollande jedoch eine Partei und eine Regierung, in der kommunistische Traumtänzer ihren Einfluss geltend machen. So ein brutaler Umbruch wie Schröder ihn bei uns in vielen sozialen Bereichen vollzog, ist in Frankreich undenkbar. Das würde die Regierung nicht überstehen. Zudem: Frankreich ist in grassierender Bürokratie und Ineffizienz unrettbar erstarrt. Auch Sarkozy hat NICHTS erreicht in seinen Regierungsjahren (ausser einem verzweifelten Versuch, mit einem Angriff auf Libyen kurz vor den Wahlen noch von seinem innenpolitischen Versagen abzulenken). Frankreich ist faktisch deindustrialisiert, bereits unter Chirac fing es an und Sarkozy verstärkte das noch. Hollande hat nur noch mit seiner fantasielosen Erhöhung der eh schon enormen Steuern und noch mehr Bürokratie als Abschreckung von vor allem kleinen Unternehmern die vorbestehende Tendenz verstärkt.

Im Sommer beginnen die ersten von mehreren Prozessen, welche Sarkozys Korruptheit und Unehrenhaftigkeit wieder in das leider nur kurze Gedächtnis der franzosen zurückholen wird.

Das Erstarken des front National ist zum überwiegenden Teil Sarkozys Schuld, denn er hat stets im Wahlkampf deren Parolen teilqeise übernommen und unverhohlen um die ultrarechten Stimmen gebuhlt. Bereits vor 2 Jahren funktionierte das jedoch nicht mehr und die rechten wählten lieber das Original (Le Pen) als die Kopie (Sarkozy). Allerdings machte Sarkozys Buhlen um Stimmen am ultrarechten Rand den FN so erst "salonfähig". Das zerriss die UMP - Und vertrieb demokratische Wähler in der Mitte hin zu Hollande, welche mit dem FN nichts zu tun haben wollten.

Spätestens im Wahljahr 2017 werden die Skandale von "Bling-Bling" Sarkozy wieder massenweise ins Gedächtnis der Wähler zurückgerufen werden und Sarkozy wird verglühen. Möglicherweise wird sogar Strauss-Kahn sich von seinen Sexaffären erholen und als Kanadidat aufgestellt. Er hätte die Wahl ja 2012 gegen Sarkozy gewonnen und danach mehr politische Durchsetzungskraft als Präsident gehabt als der kümmerliche Versager Hollande.
Er wäre immer noch ein sehr aussichtsreicher Kandidat gegen den hochgradig korrupten Sarkozy.

Auf jeden Fall wird Le Pen 2017 in den finalen Wahlgang kommen. Auch sie hätte gegen Sarkozy gute Chancen - zumal die FN-Wähler Sarkozy NIEMALS mehr wählen würden, wie man bereits 2012 sah.

Le Pen hat nicht unbeträchtliche Chancen, die erste Präsidentin zu werden, wenn sie weiter Kreide frisst und die beiden anderen Parteien weiterhin stümperhaft und reformunfähig bleiben.

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RV6284 23.03.2015, 06:27
9. Wenn ich an Hollande denke...

denke ich an seine amourösen Eskapaden... viel hat er verkündigt, wenig gehalten... und maches was er gemacht hat, ich glaub es war in der Familiempolitik war heftig umstritten. Auf so einen Präsident kann man sicherlich verzichten...

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