Forum: Politik
Wahlkampf in Dänemark: Mettes rechte Wette
Henning Bagger/ imago images/ Ritzau Scanpix

Weg vom Integrationskurs, hin zu mehr Ausweisung - Dänemark Sozialdemokraten orientieren sich weit rechts. So wollen sie am 5. Juni frustrierte Wähler zurückerobern. Es ist ein heikler Kurs.

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Schartin Mulz 22.05.2019, 15:33
10. Dass eine Partei

auf Probleme reagiert, sollte man ihr nicht zum Vorwurf machen.
Eine geordnete Migrationspolitik ist doch noch nicht "rechts".
Selbst Vorzeige-Einwanderungsländer wie Kanada lassen doch nicht jeden rein.

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kalim.karemi 22.05.2019, 15:37
11. na dann

Zitat von Strichnid
Arme Bevölkerungsschichten gegeneinander auszuspielen, und Armutsmigranten dadurch aufhalten zu wollen, indem man sie hier möglichst würdelos behandelt, sind grundsätzlich keine linke Politik.
Untergang mit wehenden Fahnen, im Restaurant sollte das Gericht vor allem dem Gast munden. Scheint in der Politk auf der linken Seite noch nicht angekommen zu sein. Da scheinen sich in erster Linie diese Sorte Gast "ist teuer, muss ja gut schmecken" aufzuhalten. Wenn diese den Gastronom nicht über Wasser halte, muss er eben schließen, bye bye SPD.

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mostly_harmless 22.05.2019, 15:54
12.

Zitat von Schartin Mulz
auf Probleme reagiert, sollte man ihr nicht zum Vorwurf machen. Eine geordnete Migrationspolitik ist doch noch nicht "rechts". Selbst Vorzeige-Einwanderungsländer wie Kanada lassen doch nicht jeden rein.
Das jemand mehr als 5 Jahre nach Beginn der Diskussion immer noch nicht fähig ist, zwischen Migration und Flucht/Asyl zu unterscheiden, hätte ich auch nicht gedacht.

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Schartin Mulz 22.05.2019, 16:07
13. Dass

Zitat von mostly_harmless
Das jemand mehr als 5 Jahre nach Beginn der Diskussion immer noch nicht fähig ist, zwischen Migration und Flucht/Asyl zu unterscheiden, hätte ich auch nicht gedacht.
jemand versucht, mit Korinthenka**erei einer Diskussion auszuweichen, hätte ich dagegen schon gedacht, Das kenne ich schon.
Aber Flüchtlinge sind nur eine Untergruppe von Migranten, was Ihre Anmerkung sinnfrei macht.
Und Flüchtlinge und/oder Asylsuchende werden auch nicht ausgewiesen. Wenn es um Abschiebung etc geht, dann immer für Menschen, die eben KEINEN Asylgrund vorweisen können. Die auch nach Ihrer Definition nur Migranten sind.

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-william- 22.05.2019, 16:23
14. 100% Zustimmung zum Kommentar Nr. 1

Die "linken" Parteien sollten schleunigst, dass Thema Migration bearbeiten. Die meisten Menschen hier haben einige respektlose Einwanderer, Clanstrukturen, No Go Areas, Belästigung von Frauen etc. einfach satt. Auch mit Hintergrund auf unsere freie Lebensweise, die viele Einwanderer verabscheuen. Das müssen wir einfach ernst nehmen, ansonsten wird das Eis zu einem totalitären Sytem immer dünner.
Wenn ich mittlerweile die Leute auf der Arbeit etc. reden höre, könnte man meinen, man ist auf dem NPD Parteitag und das ist nun wirklich der absolute Durchschnittsbürger. Das Thema muss einfach von allen Parteien auf den Tisch, sonst wird es hier sehr ungemütlich.

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mr.pixel 22.05.2019, 16:47
15.

Im Kern feige und rückgratslos. So wie alle Rechten. Zuwanderung ist eine Chance. Aber dank der mittlerweile ausufernden Angst vor dem Gespenst des bösen Migranten sind viele einfach blind geworden. Muss man nicht immer wieder erwähnen, es sollte mittlerweile auch der letzte Depp kapiert haben, das die Braunen das gut für sich ausnutzen. Es tobt ein ganz anderer Kampf, der Kampf zwischen arm und reich. Das lässt sich schlecht in Wählerstimmen umwandeln. Also rauf aufs braune Schlachtross. Einfach widerlich. Armes Europa.

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Michiko 22.05.2019, 16:56
16. Der österreichische Präsident van der Bellen:

'Ein Politiker sei gewählt, seinem Land zu dienen.'

Das scheinen die schwedischen Sozialdemokraten verstanden zu haben!
Die hiesigen noch immer nicht!

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Meconopsis 22.05.2019, 17:11
17. Überkompensation

Es ist doch eigentlich ganz selbstverständlich, dass sich eine politische Partei (egal ob links oder rechts) primär für die Belange ihrer Wähler und der seit Jahrzehnten im Land lebenden Bevölkerung einsetzt, und nicht für die Interessen von hunderttausenden Migranten und Millionen weiteren, potentiell an der Einwanderung Interessierten. In den meisten europäischen Ländern hat man das verstanden, sogar bei unseren Nachbarn in Frankreich. Unser hochentwickeltes Sozialsystem ist endlich, und genau das wollen die deutschen Moralapostel, egal ob Politiker oder journalisten einfach partout nicht eingestehen. An dem Punkt endet bei uns die Diskussion immer ganz schnell. Diese naive und rigorose Linie kann man nur vor dem Hintergrund der Erfahrungen der Deutschen mit Dritten Reich und Holocaust verstehen. Ich finde aber, wir gehen da einige Schritte zu weit und werden diese Positionen in der Zukunft sowieso nicht halten können. Überkompensation nennt man so was.

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Marvel Master 22.05.2019, 17:16
18.

Zitat von -william-
Wenn ich mittlerweile die Leute auf der Arbeit etc. reden höre, könnte man meinen, man ist auf dem NPD Parteitag und das ist nun wirklich der absolute Durchschnittsbürger. Das Thema muss einfach von allen Parteien auf den Tisch, sonst wird es hier sehr ungemütlich.
Geht mir ähnlich. Mein Bekanntenkreis besteht im Prinzip nur aus Akademikern bzw. Durchschnittsbürgern die ein schickes Haus im Grünen haben und eine Bilderbuchehe mit den Kindern führen.
Ein Großteil von denen hat tatsächlich keine Lust mehr auf Migration inkl der ganzen Folgen.
Das sieht man auch an den ganzen Whatsapp Bildern die man teilweise so zugeschickt bekommt. Jeder "echte" Grünen Wähler würde sofort Amok Laufen, wenn er die sehen würde.
Der Rest denkt sich seinen Teil.
Nur so 10% scheinen immer noch nach dem Motto zu leben "Weiter so wie bisher. Es gibt keine Probleme."

Fakt ist aber auch, obwohl viele so reden + denken, sie nicht die rechten Parteien wählen werden.
Warum das so ist, weiss ich nicht. Sie sagen zwar A, wählen aber B und wettern auch gegen rechte Parteien.
Ganz nachvollziehen kann ich das nicht. Ist in meinen Augen widersprüchlich.

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medium07 22.05.2019, 23:34
19. Dänen lügen nicht

Die Dänen haben nicht vergessen, was 2005 nach der Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen in den Jyllands-Posten geschehen ist. Sie haben nicht vergessen, dass weltweit ihre Botschaften brannten, dass mehrere Anschläge in Dänemark vereitelt werden konnten, dass auf die Enthauptung des Zeichners ein Kopfgeld von zehn Millionen Euro ausgesetzt wurde und dieser nur knapp einem Attentat entkam, dass Redaktion und Mitarbeiter seither mit umfangreichen Maßnahmen geschützt werden müssen. Sie haben nicht vergessen, dass beim damaligen Ministerpräsidenten Rasmussen Botschafter aus mehreren islamischen Ländern mit der Forderung vorsprachen ihren Presseorganen dergleichen zu untersagen.
Wenn dann noch, wie gerade eben in Holland geschehen, Kriminalstatistiken geschönt werden, was am Rande bemerkt zum Rücktritt eines Ministers führt, dann machen sich die Menschen ihre Gedanken, zumal auch dort Theo van Gogh unvergessen ist. Die hiesige Sozialdemokratie folgt dagegen nach wie vor unverdrossen dem Vorschlag Brechts, demzufolge man sich in solcher Lage besser ein neues Volk wählen sollte.-
Um die Demokratie in Dänemark sollte sich auch in diesem Forum niemand Sorgen machen, geschweige denn Überheblichkeit zeigen. Die Dänen haben dem Faschismus schon in Zeiten sehr tapfer wiederstanden, als man sich bei uns in Frönung landesüblicher Gefühlsüberschwänge in ekstatischer Hurralaune befand.

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