Forum: Politik
Wahlkampf in Deutschland: Comeback der Flüchtlingskrise
DPA

Den deutschen Wahlkämpfern dämmert: Die Flüchtlingsfrage lässt sich nicht komplett verdrängen. Merkel-Herausforderer Schulz geht in die Offensive - aber kann die SPD mit dem Thema punkten?

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schmidthomas 24.07.2017, 12:42
210. Bitte weiterleiten an:

Zitat von tomlex27
Ehrlich gesagt ist es mir völlig schnuppe, wer da was verdrängt hat, was nicht verdrängt werden kann. Ich als eingefleischter SPD-Wähler würde, sofern sich 2015 wiederholen sollte, nicht eine Sekunde zögern und die AFD wählen, und ich habe ein wenig mehr als nur einen Hauptschulabschluss. Ich habe eine Familie, wohne in Essen und bekomme jeden Tag hautnah, was hier mit den Flüchtlingen los ist und in Stadtteilen mit hohem muslimischen Migrantenanteil. Was ist den mit über eine Million Menschen, die schon hier sind? Haben die etwa einen Job oder eine Perspektive? Leben die von Luft und Liebe oder partizipieren sie von dem Sozialsystem, ach ja, egal. Liebe Medien, wenn man auch mal den eigenen Schreibtisch verlassen würde und in den bundesdeutschen Alltag eintauchen würde, bekäme man auch etwas von der Realität mit. Gibt es etwa eine Redaktionsrichtlinie die da heißt Unterlassung durch Nichtberichterstattung? Was stört sie so an der Realität, dass sie diese verdrängen? Warum die SPD das Thema entdeckt hat? Relativ einfach zu erklären, da beispielsweise in den SPD- Ruhrgebietshochburgen im nördlichen Ruhrgebiet ungefähr 20% der Menschen zur AFD abgewandert sind. Und ganz ehrlich, das würde jeder von uns tun, müsste er dort leben. Über 50% nicht integrationswillige Muslime, dann haben die noch zusätzlich die Flüchtlingsheime übergebraten bekommen. Gerechte Verteilung sieht anders aus. Es stimmt, die AFD bietet sicherlich die einfachen Lösungen an, aber Todschweigen und Nichtstun und überhaupt keine Lösung anbieten wie bei der CDU, den Grünen sowieso und großen Teilen der SPD ist eine Nullalternative. Zudem geht es auch nicht die Italiener im Stich zu lassen. Die einzige Lösung wird sowieso sein, diese selbsternannten Seenotretter, denen anscheinend scheißegal ist was hier vor Ort los ist, einzukassieren, und die Schlepperboote mit den Flüchtlingen an Land zurückzuziehen. Dann müssen die Boote zerstört werden. Wenn es so bleibt wie jetzt, wenn jeder Afrikaner weiß, irgendwer nimmt mich schon auf, hört es niemals auf. Die Sache kann nur vor Ort gestoppt werden. Man wird feststellen, schon nach kurzer Zeit hört der Spuk größtenteils auf. Europa muss konsequent sein, auch wenn die Bilder häßlich sein werden.
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Unser nächster Kontakt mit der Realität ist für den 24. September 2017 vorgesehen.

Mit sozialistischen Grüßen

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MKAchter 24.07.2017, 12:43
211. Gründe

Zitat von mostly_harmless
Entgegen der Agitprop von Rechts sind übrigens nicht irgendwelche "Anreize" für die Flüchtlinge hauptverantwortlich, sondern Krieg, Terrrorismus und Verfolgung.
Sind Sie davon ernsthaft überzeugt?

Die Fluchtgründe Krieg, Terrorismus und Verfolgung entfallen für die allermeisten, die deswegen fluchtartig die Heimat verlassen, bei Überschreiten der eigenen Landesgrenzen, teilweise sogar dem Wechsel innerhalb einer Region des eigenen Landes, erledigt.

Ein politisch vom Regime verfolgter Gambier ist innerhalb eines 20 - 30 km Radius im Senegal, wo kein gambisches Regime mehr herrscht. Ein von islamistischen Milizen bedrohter Einwohner der Nordregion Nigerias wird in Zentralnigeria, spätestens unten an der Küste seines eigenen Landes, nicht mehr entsprechend bedroht. Gleiches gilt für Pakistan u.a. Staaten der Mittelostregion. In der Türkei herrscht kein syrischer Dikator mehr; etc. Die Liste ließe sich lange fortsetzen.

Aus den genannten Fluchtursachen lässt sich kein Grund oder Anspruch konstruieren, über tausende von Kilometern und durch x sichere Durchreiseländer zu migrieren, um schließlich in Österreich, der Schweiz, Deutschland oder den Niederlanden anzukommen. (Wohlgemerkt schaffen das aus den Herkunftsländern auch nur diejenigen, die tausende von Dollars für die Schlepper aufbringen können).

Etwas anders gesagt: kein Mensch "flieht" im genannten Sinne von Italien nach Österreich oder von dort nach Deutschland.... Es geht hier nicht um Schutz vor Verfolgung, sondern um den im Hinblick auf die Versorgungslage besten Aufenthaltsort. Das ist subjektiv verständlich. Es hat aber mit Asylgründen (oder solchen für subsidiärren Schutz) nichts zu tun.

Somit: natürlich geht es hier um Anreize für eine bessere Lebenssituation, und natürlich geht es in der ganz großen Masse um Armutsmigration. Diese können wir in Europa nicht lange zulassen, sonst "kippen" schon mittelfristig unsere eigenen Systeme.

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mostly_harmless 24.07.2017, 13:27
212.

Zitat von wecan
Kommen Sie uns doch bitte nicht mit dem überstrapazierten Ammenmärchen, dass jeder Ankömmling bis zu unserer Grenze vor dem Tod fliehen musste. Da haben wir Iraker, die lieber [...] Da haben wir Abschiedsfeiern [...]. Da haben wir sportliche Afrikaner[...]. Ich kann diese ganze Farce um Asyl wirklich nicht länger ertragen und mir scheint, dass es immer mehr Bürgern da ganz ähnlich geht. Und was meinen Sie mit der gemeinsamen Aufgabe des EU-Aussengrenzen-Schutzes? Sie plädieren doch für die Aufnahme [...]
Nun, Ihre Phantasien in allen Ehren. Aber gibts in der Realen Welt eigentlich Belege für Ihre Behauptungen? Oder kommt da - wie immer - auf Nachfrage das berühmte dröhnende Schweigen.

Und Ihre Einschätzung der politischen Lage ("es immer mehr Bürgern da [...]") dürfte den Wahlabend im September nicht überleben.

Achja, ich bin keineswegs dafür alle aufzunehmen, wie Sie annhemen, ganz im Gegenteil. Nur schwadroniere ich mir nicht irgend einen Nonsens über die Ursachen zusammen, oder das es "eigentlich" gar keine Flüchtlinge gibt

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mostly_harmless 24.07.2017, 13:30
213.

Zitat von W/Mutbürger
Sie leiden unter Paranoia. Mich als Nazi darzustellen ist mehr als eine Frechheit. Aber gut, ich habe Mitleid mit ideologisch verblendeten Menschen. [...]
Ach wissen Sie, wenn etwas aussieht wie eine Ente, riecht wie eine Ente und quakt wie eine Ente, handelt es sich üblicherweise um eine Ente. Und ob Sie das für eine Frechheit halten, ist diesbezüglich so relevant wie der sprichwrtliche Sack Reis.

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mostly_harmless 24.07.2017, 13:53
214.

Zitat von helianthe
Sie sind eine vom Aussterben bedrohte Spezies, muss ich ihnen mitteilen. Sie müssten es eigentlich merken, selbst hier bei SPON. Ich kenne aktuell keinen, der sich keine Sorgen macht und der nicht die Nase voll hat, von Asylanten und Migranten. Vor einem Jahr waren viele noch optimistisch. Das hat sich geändert. Weil es fast niemand mehr gibt, der keine schlechten Erfahrungen gemacht hat. Und sei es nur der ganz banale Handtaschenraub. Wenn man dann noch liest, die ,,Buben" wurden ihren Betreuern übergeben, bleibt bei der Wahl, keine andere Wahl. Tut mir leid für Sie.
LOL, sehr erheiternd Ihr Beitrag, danke schön dafür.

In der realen Welt allerdings (und die muss, anders als das SpOn-Forum in diesem Kontext nicht durch Berichte in islamophoben Hass-Blogs getriggert werden) ist die Hysterie, die letztes Jahr noch wegen der Chaos beim BAMF und die schieren Anzahl der Flüchtlinge herrschte, vorbei.
Und genau das merkt man an den Werten, die die AfD bei den Umfragen erhält. Das Triggern von Untergangsphantasien allein ist halt etwas dünne Suppe auf die Dauer.

Achja, und was die "schlechten Erfahrungen" angeht: Sie haben offenkundg keine Ahnung,wovon sie reden. Zehntausende Ehrenamtliche arbeiten nach wie vor in den Flüchtlingsunterkünften und anderswo. Und im wahren Leben haben vermutlich weniger wie 1% der Bürger dieses Landes "schlechte Erfahrungen" mit den Flüchtlingen gemacht.

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widderfru 24.07.2017, 13:53
215. Realitätsferne Asylberichtserstattung

Mir ist niemand bekannt der der Asylberichterstattung von Medien und Politikern traut. Nur eine Minderheit wird in absehbarer Zeit sein Leben selbst finanzieren können, alles andere ist realitätsferne Gesülze. Hinzu kommt: "Wer das
Gastrecht missbraucht, hat das Gastrecht verwirkt" stimme Fr. Wagenknecht - LINKE- voll zu.

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manotti 24.07.2017, 14:07
216. Deutschland ist und bleibt ein heuchlerischer Schurkenstaat!

Wenn Deutschland etwas tun muß, dann ist es nicht, gegen Flüchtlinge vorzugehen und sie im Mittelmeer ertrinken lassen, sondern endlich etwas gegen die andere Migrationswelle zu tun, die uns seit Jahrzehnten in Form von organisierter Kriminalität überrollt. Deutschland ist Geldwäscheparadies für die OK und darf sich auch den Titel "Bordell Europas" ans Revers heften. Aber da geht es ja um ne Menge Geld, da diese ja auch Steuern zahlen! Mit denen legt sich auch die Polizei nicht so gerne an, stattdessen knüppelt man auf wehrlose Demonstranten ein und verhaftet Kleindealer, die am selben Tag wieder freikommen. Die Köpfe der OK gehen doch seit Jahrzehnten mit unseren Politikern ins Bett.
Auch die Konzerne dürfen hier machen was sie wollen, ohne schmerzhafte Konsequenzen zu spüren.
Würde es eine NSU geben, die gegen diese Kriminellen vorgeht, so hätte sie garantiert ne Menge Sympathisanten mehr, aber selbst diese Feiglinge, konnten ja nur wehrlose, normale Menschen töten.

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RieserMan 24.07.2017, 14:09
217. Probleme ehrlich besprechen

Eines der zentralen Themen hiesiger Politik einfach aus dem Wahlkampf herauszuhalten ist sicher keine Lösung. Man kann von unseren Volksvertretern mehr erwarten als eine Hinhaltetaktik.
Daß unser Asylsystem mit einem solchen Migrantenansturm überfordert ist, kann jeder nachvollziehen. Es muss schon noch zwischen Verfolgten und Wirtschaftsflüchtlingen differenziert werden.
Dann ist die absolute Zahl der Einwanderer eine nie dagewesene Größenordnung nach dem 2.Weltkrieg. Daß dies auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und die Sozialsysteme hat und Unterhaltskosten verursacht, die über mehrere Jahre hohe Beträge bedeuten, darüber ist sicher zu reden. Die Regierungspartei mit ihrer Vorsitzenden Merkel ist in der Pflicht, der Bevölkerung ihre Pläne, wenn vorhanden, zu erklären. Die Wähler sollten sich an dieser Diskussion dann auch aktiv beteiligen, um eine angemessene Entscheidung zu treffen.

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Mister Stone 24.07.2017, 14:11
218.

Zitat von bacillus.maximus
Was konkret ist an der Idee die Ursachen zu bekämpfen verlogen, oder in irgendeiner Form schlecht?
Die Idee ist toll. Verlogen ist das Nichtstun. Die Ursachen werden nämlich nicht bekämpft. Bekämpft werden die Menschen, die dann vor dem Krieg flüchten müssen. Deutschland beschließt aktive Teilnahme an Kriegseinsätzen, abgesegnet von unseren Parteien der selbsternannten breiten Mitte, dazu Kriegswaffenexporte in Rekordhöhe, auch an Konfliktstatten. Das sind die Ursachen! Verlogen sind die Beteuerungen.

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wahrsager26 24.07.2017, 14:13
219. An mostly harmless. Nr218

Dann seien Sie doch so nett und sagen Sie mir: Sind wirklich alle Kritiker übergeschnappt? Wirklich? Sie stellen uns die Situation in Deutschland so dar, als ob alles bestens wäre !? Ist das so? Vielleicht können Sie uns auch sagen,wie es weiter gehen soll? Immer so weiter? Ich danke!

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