Forum: Politik
Wahlkampf in Deutschland: Comeback der Flüchtlingskrise
DPA

Den deutschen Wahlkämpfern dämmert: Die Flüchtlingsfrage lässt sich nicht komplett verdrängen. Merkel-Herausforderer Schulz geht in die Offensive - aber kann die SPD mit dem Thema punkten?

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peter.di 23.07.2017, 21:53
70.

Zitat von hajomei
Die Flüchtlingskrise ist das alles entscheidende Thema auf Jahrzehnte (!) für unser Land, das steht für mich fest. Und wen soll man da wählen, bei einer derart wichtigen Sache für uns und besonders unsere Kinder? Fangen wir mit der CDU an: Unter Merkel hat sie bereits bewiesen, dass sie in der Flüchtlingskrise vollkommen(!) versagt hat! Immer noch will sie unsere Grenze nicht schützen, was eigentlich die Kernaufgabe einer jeden Regierung sein sollte! Also CDU = nicht mehr wählbar! Und die CSU tritt bundesweit leider nicht an... Bleibt die SPD mit dem gefallenen Messias Schulz: Sitzt mit in der Regierung, gibt sich aber wie die Opposition - und wäre noch Flüchtlingsfreundlicher! Also SPD - noch unwählbarer! Die Linke und die GrünInnen? Disqualifizieren sich mit ihrer Deutschenfeindlichkeit ("Deutschland abschaffen!") und surrealen Flüchtlingsverherrlichung von selbst. Und wer sich beinahe unverhohlen und kaum klammheimlich mit den Strassenterroristen von Hamburg solidarisiert, ist natürlich ebenfalls unwählbar. FDP? Wird wohl gut abschneiden, dank Popstar Lindner. Aber in der Flüchtlingsfrage siehe CDU/SPD/Linke/Grüne. Also leider unwählbar. Und die sog. "Alternative", die AfD? Die einzigen, die in der Flüchtlingsfrage realistisch geblieben sind und auf der Seite der Einheimischen stehen. Aber eben nur in der Flüchtlingsfrage! Alles andere geht leider in Inkompetenz, Streitereien und dumpfem Nationalismus unter. Gauland, Höcke und Konsorten sind unwählbar! Frauke Petry hätte die Partei ins wählbare Spektrum führen können, aber die wurde ja mehr oder weniger kaltgestellt. Bleibt also nur eine Option: zuhause bleiben! Und das ist wohl die schlechteste von allen! Wie ich schon sagte: ein Trauerspiel.
Dieser Analyse kann ich mich in wirklich allen Punkte zu 100% anschließen! Dieser Kommentar hätte im Prinzip von Anfang bis Ende genau so auch von mir kommen können.

Der 24.9. auch ohne mich. Obwohl ich mir bisher nicht im Traum hätte vorstellen können, bei einer Bundestagswahl zu hause zu bleiben. In der Tat ein echtes Trauerspiel.

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nonick93 23.07.2017, 21:55
71. Da stimmt etwas nicht

Das in Deutschland etwas nicht stimmt, erkennt man an solchen Berichten, die ständig nur aus dem Blickwinkel der Parteien geschrieben sind, wer wie womit irgendwie "punkten" könnte. Gäbe es eine freie und unabhängige Presse, dann würde sie aus dem Blickwinkel des Landes berichten, was eine erneute Flüchtlingskrise für uns bedeuten könnte, was man machen könnte um solche Probleme zu verhindern, sie würde Interviews führen und nachhaken, was sich in den letzten Jahren z.B. zum Thema Grenzsicherung getan hat und warum diese nicht verbessert wurde usw. Statdessen gibt es gar keine Nachfragen, sondern nur Berichte über mögliche Punkte bei der nächsten Wahl, so als wären die Medien eine interne Parteizeitschrift.

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G. Seiters 23.07.2017, 21:56
72. In die Hände spielen

Und die Abgas-Manipulations-Krise spielt nur den Grünen in die Hände. Früher wurden Politiker gewählt, um Problem zu lösen. Heute werden die Bilder der Problem über die Wahltermine hinüber gemanagt. Dabei wäre es so einfach diese "Krise" zu lösen, es fehlt nur der politische Mut. Aber je länger man wartet, umso größer wird der Knall am Ende.

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Zukunft3.0 23.07.2017, 22:04
73. Ganz klar

muss das Flüchtlingsthema zum Wahlkampf thematisiert werden. Die Parteien können sich nicht nur die Themen aussuchen, die ihnen genehm sind. Das ist Betrug am Wähler. Die Flüchtlingsfrage ist eindeutig mit eines der wichtigsten Themen. Die Einstellung der meisten Parteien sind zu diesem Thema ja bekannt. Somit nicht wählbar. Es muss eine Obergrenze geben, da können die sich drehen u. wenden. Deutschland wird sich sonst über die Jahre schleichend nachhaltig verändern. Schon unserer Kinder wegen dürfen wir nicht tatenlos zusehen.

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undercover.agent 23.07.2017, 22:05
74. Schulz hat recht und ..

... wieder unrecht. Dass die Flüchtlingskrise spätestens nach den Wahlen angesichts der wieder deutlich steigenden Asylzahlen und der damit einhergehenden Probleme auf die Agenda gehört, ist zweifelsfrei richtig. Nur nutzen wird es ihm und seinen Sozen im Wahlkampf nicht, weil die SPD die Flüchtlingskrise 2015/16 mit zu verantworten hat. Offenbar befürchtet Schulz das schlechteste Ergebnis seit Bestehen der Bundesrepublik für seine Sozialdemokraten einzufahren und setzt jetzt alles auf eine Karte: Merkel soll als Flüchtlingskanzlerin unter Druck gesetzt werden. Doch Schulz wird sich verzocken.

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W/Mutbürger 23.07.2017, 22:09
75. Dann

Zitat von peter.di
Dieser Analyse kann ich mich in wirklich allen Punkte zu 100% anschließen! Dieser Kommentar hätte im Prinzip von Anfang bis Ende genau so auch von mir kommen können. Der 24.9. auch ohne mich. Obwohl ich mir bisher nicht im Traum hätte vorstellen können, bei einer Bundestagswahl zu hause zu bleiben. In der Tat ein echtes Trauerspiel.
aber bitte nicht jammern wenn das Wahlergebnis für Sie persönlich doof ausfällt.
Nichtwählen hat noch nie etwas verändert. Dann lieber Protestwahl. Wenn die bedrohlich für die Etablierten wird, denken sie um.

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kleinbürger 23.07.2017, 22:09
76. besser

Zitat von peter.di
Der 24.9. auch ohne mich. Obwohl ich mir bisher nicht im Traum hätte vorstellen können, bei einer Bundestagswahl zu hause zu bleiben. In der Tat ein echtes Trauerspiel.
warum ?

wenn sie verhindern wollen, dass mit RRG alles vollendens den bach runter geht, dann müssen sie wählen gehen, und zwar gegen schulz, roth und wagenknecht !

mit frau merkel wurde zwar nichts besser, aber auch nichts schlechter !

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laotao 23.07.2017, 22:17
77. Das Problem der SPD ist die S()P()D()

Ich frage mich seit längerer Zeit, in welcher Welt eigentlich die heutigen Führungkräfte der SPD leben. Sie sind nachweislich der ganz unzweideutigen Bekenntnisse des Sigmar Gabriel und in dessen Nachfolge des Martin Schulz zu den Grundsätzen und Prinzipien der sogen. Agenda 2010, die ja nichts anderes ist, als die sprachlich weichgespülte Version der Forderungen und Rezepte der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft e.V., Köln (nachweislich eine der effizientesten und agitations- sowie marketingtechnischen Interessenorganisationen des Arbeitgeberlagers, hier des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall).

Und exakt an dieser Stelle wird ein Umstand höchst akut und wirksam für die Nichtwahl der SPD: Wir kennen doch die Methoden, mit denen der Personalvorstgand Peter Hartz den Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Volkert bewogen hatte, die "Vorstellungen" des VW-Vorstandes positiv zu finden und vehement zu befürworten: Es war lupenreine Korruption. Und wer sich dann noch vergegenwärtigt, wie die Konstellation des Vorstandsvorsitzenden Piech zum damaligen Ministerpräsidenten von Niedersachsen aussah, dem wird wohl auch klar, wie das mit den Machenschaften funktionierte, die die Abgasbetrugs- und Kartellabsprachenkriminalität unter den deutschen Automobilkonzernen als die mächtigsten Lobbyisten des Landes so lange funktionieren ließen.

Und die Chuzpe, mit der die amtierende Bundeskanzlerin die Agenda 2010 so "gut für Deutschland" und für so "verteidigungswürdig" erklärt, dürfte durch die heute real existierende Public-Privat-Partnership erklärt werden. Immerhin finden dadurch ja die fantastischen Karrieresprünge der bekannten Politkader in den Vorständen und Aufsichtsräten der Energie-, Bahn-, Automobil- und anderer Industriekonzerne ihre Plausibilität, weil es ja auch die gerichtgsfesten Formen der systemischen und systematischen Begünstigung-, Korruption und Bestechung gibt, die qua transitorischer oder antizipativer Zuwendungen juristisch völlig in Ordnung, geistig-moralisch jedoch total verwahrlost und ethisch-sittlich absolut verkommen sind.

Und deshalb wird das Comeback der Flüchtlingskrise die neuen nationalen deutschen Arbeiterpartei, als was sich die AfD ja selbst versteht, genau dieser Gruppe von Totalitaristen und Klienteldienern zu neuem Ausschwung verhelfen, aber ganz bestimmt nicht der Partei, die zu führen der Martin Schulz die Ehre hat.

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cave68 23.07.2017, 22:21
78.

Zitat von fortelkas
Wenn ich mir die politische Landschaft und die veröffentlichte Meinung so ansehe, kann ich mir das nicht vorstellen. Aber, dieses Thema nicht auf die Wahlkampftagesordnung zu setzen, ist politisch verlogen und zynisch. Schulz hat recht, und das ist ehrlich, Schweigen ist unehrlich. Das Flüchtlingsproblem holt ganz Europa weiter ein und kann eben nicht für einige Wahlkampfwochen unter den Teppich gekehrt werden. Ich fürchte nur, ein großer Teil der deutschen Bevölkerung lässt sich zur Zeit einlullen. Es könnte allerdings ein böses politisches Erwachen geben. Egal, welche Mehrheiten nach der Wahl entstanden sind. Erwin Fortelka
auf die Wahlkampftagsordnung setzen kann man vieles...nur ob man dazu dann sinnvolle Lösungsvorschläge präsentieren kann steht dann woanders.
Da höre ich nun leider von Herr Schulz genausowenig als von unserer amtierenden Kanzlerin.
Zugegeben:Einfache Lösungen gibt es zu dem Thema auch nicht...würde dies ein Politiker wenigstens mal zugeben hätte er schon Pluspunkte bei mir...

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JKStiller 23.07.2017, 22:24
79. Es gibt keine Flüchtlingskrise

Der geknechtete, gefolterte, allein gelassene Kontinent Afrika entlässt nur einige Millionen seiner Opfer in die Freiheit. Wer Zeit nicht kapiert und Geschichte negiert, derjenige sollte besser einfach die Klappe halten. Die Geschehnisse von heute waren schon seit den 1970ern vorhersehbar. In unserer Welt ist alles Mathematik, also gibt es keinen Grund hier und jetzt ein Drama zu inszenieren, das keines ist, sondern nur logische Schlussfolgerung und Schlusspunkt eines völlig kaputten 20. Jahrhunderts. Herr Schulz sollte die Fakten anerkennen, bevor er Polemik zu Politik erhebt. Europa hat keine Chance, der natürlichen Entwicklung einer selbst verschuldeten Zwangslage, die sich über mehr als ein Jahrhundert hingezogen hat, zu entkommen. Die Menschen aus Afrika wollen jetzt Antworten. Wir Diebe werden sie ihnen nicht geben können. Dafür bestrafen sie uns mit Immigration.

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