Forum: Politik
Wahlkampf in Finnland: Angriff der Panzerknacker

Sie sind gegen Sex vor der Ehe, Ausländer und die EU: Die "Wahren Finnen" setzen zum großen Sprung bei der Parlamentswahl an, Umfragen sehen sie bei fast 20 Prozent. Die Politik im Nordosten Europas wird nie wieder so korrekt, harmonisch, sozialdemokratisch sein wie früher -*was ist passiert?

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maahanmuutaja 12.04.2011, 01:08
90. rosa Brille

chagall1985:
"Zunächst einmal ist die Ablehung der Finnen gegenüber den Russen seit Generationen vorhanden und vererbt. Geschichte anschauen hilft da!
In welchem anderen Land gibt es bitte einen Museumswagon auf dem Feld den Adolf Hitler bei seinem Finnenlandbesuch benutzt hat und in dem er mit Fotos seines Abkommens honoriert wird?"

Ich vermute, dieser Beitrag ist zur Verteidigung der Finnen gedacht und genau so argumentieren sie auch selbst. Weil sie die Russen seit Generationen hassen (obwohl es Helsinki ohne die Russen garnicht gäbe und viele anderen Sachen auch nicht) ist das schon mal ok, Tradition ist ja wichtig und finnischer Hass immer unrassistisch, begründet und sowie nicht unangenehm, weil, er ist ja finnisch. Macht es das besser? Und eben, das mit dem Museumswagen könnte einem ja auch zu denken geben...
Des Weiteren ist der Patriotismus des durchschnittlichen Finnen seit jeher nur im rechten Rand des politischen Spektrums zu finden.

Der Rand ist aber ziemlich breit...

Auch die Ausländerabneigung ist nun wirklich keine neue Entwicklung in Finnland. Dabei gibt es die dort so gut wie gar nicht.

Wie bitte? Genau das ist das Problem, die Finnen sind nicht ausländerfeindlich, sondern eben finnisch, und das heisst, alle Nicht-Finnen stehen schon mal eine Stufe tiefer (Deutsche inklusive, die sind nur zu blind, das zu bemerken).

Zieht man die Schweden und die verhassten Russen und Roma ab bleibt sogut wie keine nennenswerte Gruppe übrig.

Ausser die Somalier, Iraker, Afrikaner, Inder, Rumänen und wer sonst noch so rumläuft und auf jeden Fall alle, die irgenwie den Anschein erwecken, sie würden keine Steuern bezahlen, immerhin rund 160 000 Menschen. Und Sie haben die Sami vergessen.

Und nur mal zur Erinnerung: In keinem mir bekannten Land der Welt sind die Deutschen so angesehen wie in Finnland.
Was wiederum mit der Geschichte des 2. Weltkriegs zu tun hat.

Das kann ich nicht bestätigen. Was ich jedoch bestätigen kann ist, dass viele Deutsche eine rosa Brille tragen, wenn es um Finnland geht, obwohl diese sie im 2. Weltkrieg letztlich ausgenutzt haben, um ihre eigene Haut zu retten. Das ist ja legitim auf dieser Welt, aber dafür muss man Ihnen doch keinen Heiligenschein verpassen?

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A.D.H. 12.04.2011, 01:14
91. Multikulti oder Wischiwaschi

Zitat von Harpo
Ich weiß ja nicht, welches ihre Fußball-Nationalmannschaft ist, aber meine ist ziemlich "Multikulti" und gescheitert ist die auch nicht.
Die deutsche Nationalmannschaft meinen sie sicher nicht, denn die einzigen echten Einwanderer aus einer anderen Kultur sind dort nur Cacau und die Afrikaner. Trochowski, Klose und Podolski entstammen der deutschen Minderheit in Polen, und sind damit Deutsche qua Abstammung (siehe auch GG, Art. 116), wobei Klose sogar eine westdeutsche Mutter hat. Die anderen Spieler sind in Deutschland geboren, aufgewachsen, und sozialisiert wobei viele auch noch ein deutsches Elternteil haben (z.B. Gomez).

Was ist da "Multikulti", außer dass die Nationalmannschaft für entsprechende Propaganda durch Politik und Integrationsindustrie instrumentalisiert wird?!

Zitat von
Genausowenig, wie das Fernsehprogramm von A(RD) bis Z(DF)- da kann ich "Multikulti" live sehen- in Nachrichten, Spielfilmen, Serien bis zum Wetterbericht.
Was Sie da sehen, ist die Inszenierung von "Multikulti" zwecks Volkserziehung, auch Propaganda genannt. Nach der Wende hatten die meisten Deutschen gehofft, dass diese Zeiten nun für immer vorbei seien; ein Irrtum.

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maahanmuutaja 12.04.2011, 01:25
92. Hysterie oder nicht

Zitat von la borsa
dass ängstliche Leute in der Regel eher konservativ sind. Mutige Leute lieben das Risiko und sind für den Fortschritt. Dazwischen gibt es Varianten. Die Frage ist doch die, wie ist die Befindlichkeit der Finnen insgesamt. Kommt es zu einer Wutreaktion wie bei uns vor der Machtergreifung. Ich glaube eher nicht. Dennoch: Die genetische Disposition des Menschen schlägt sich in seinem Wahlverhalten nieder. Keine Frage. Deshalb muss man aber nicht hysterisch reagieren.
Kleiner finnischer Wetterbericht: Helsinki Sanomat, englische Ausgabe, schrieb erst kürzlich, dass die Perussuomalaiset = Panzerknacker die "jungen hasserfüllten Männer" gefunden haben und dat schtimmt. Davon gibt es einige zehntausend und diese schreiben zum Beispiel, dass sie eine Menge Dinge satt haben und "sogar Hass empfinden. Was sonst kann man empfinden, wenn die Minister hunderte von Euro Staatsgelder für Wein ausgeben, während Familien immer häufiger den 'Gürtel enger schnallen müssen'. Und wenn aus Ägypten evakuierte finnische Staatsbürger ihre Flüge selber bezahlen müssen, während Asylsuchende aus Afrika auf Staatskosten einfliegen?" Allet im Jrünen Bereich. Hysterie ist sicher keine gute Reaktion, aber Blauäugigkeit auch nicht. Vielen Finnen steht das Wasser psychisch bis zum Hals, eben genau Angst (ist ein schlechter Ratgeber), Neid, Frust, Unsicherheit,reihenweise kaputte Ehen, Kinder in Pflegefamilien, Alkoholprobleme, you name it. Geredet wird nix, die Sauna soll es richten und ansonsten heisst es Sisu zeigen.

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kb26919 12.04.2011, 03:40
93. Die Finnen schauen was in Schweden

Zitat von amarildo
Europa ein chaotischer Haufen. Finnland Fremdenfeinschaft. In meiner Wahlheimat ist fast jedes .....
passiert und dass sie das nicht auch in Finnland wollen kann man ihnen nicht verdenken. Das hat mit Fremdenfeindlichkeit nichts zu tun.

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Terek 12.04.2011, 06:55
94. Nö!

Zitat von Wolfes74
Soweit nicht weiter schlimm - so war es ja schon immer. Früher war es fehlende Bildung, heute ist es Unbildung.
Passt irgendwie nicht so mit dem Stand Finnlands bei den ganzen Pisageschichten zusammen. Oder nur nicht mit ihrem Weltbild, dass bei einer anderen Meinung mangelnde/falsche Bildung unterstellt?

Zitat von Wolfes74
Zu der komischen Finnenpartei: Meint hier nur einer tatsächlich, die wollen irgendwas für das Allgemeinwohl tun ??? Allein schon das Bild des Vorsitzenden suggeriert, daß er verhemment Sex vor der Ehe ablehnt, weil er eben diesen nie genießen durfte. Typischer Minderwertigkeitskomplex, dazu bedarf es keinen weitern Kommentars.
Sie reden von Bildung, beurteilen aber die politischen Absichten eines Menschen nach seinem Aussehen? Keine weiteren Fragen ...

Zitat von Wolfes74
Das sind einfach nur ein paar neue Affen die an den Trog wollen.
Tja, dass nennt man wohl Demokratie ...

Zitat von Wolfes74
Naja eigtl. ist das alles wurscht- nächstes Jahr is eh Weltuntergang.
Was machen sie dann mit diesem Wissen in diesem Forum? Gehen Sie raus, genießen sie die Sonne :-)

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Finnländer 12.04.2011, 08:07
95. ...

Zitat von saddamatus
Nun, mir sind bei Besuchen bereits in den letzten 10 Jahren einige Veränderungen im Klima aufgefallen. - Eine wachsende Ausländerfeindlichkeit, vor allem gegenüber Zigeunern, Russen und Somali.
Nun: die Russen waren noch nie gut angesehen, was eigentlich auch aus der jüngeren Geschichte folgt und durchaus nachvollziehbar ist. Auch hier in Finnland gibt es genug Probleme mit "Inkeri"-Finnen, welche (ähnlich den Russlanddeutschen zurück nach Deutschland) aus Russland wieder zurück nach Finnland dürfen und in den meisten Fällen einfach nur die hier recht spärliche Sozialhilfe in Anspruch nehmen, ohne wirklich selbst für sich sorgen zu können (oder zu wollen). Warum auch, ist doch selbst das Leben in Finnland auf Sozialhilfeniveau immer noch um Längen besser als was ihnen in Russland geboten wird. Zigeurnern begegnet man eher mit Misstrauen als mit offener Feindlichkeit - die sind halt eher eine "andere" Minderheit, gehören aber irgendwie zu Finnland dazu. Den Somaliern (und daraus folgend alle dunkelhäutigen Migranten) schlägt offene Feindseligkeit entgegen da diese nicht selten einen schwunghaften Drogenhandel betreiben und sich alles andere als zivilisiert aufführen. Das ganze noch gemischt mit einer hohen Jugendarbeitslosigkeit (über 20%) - schon ist die Ausländerfeindlichkeit da. Dazu noch die relativ vielen "Gastarbeiter" welche hier auf Arbeitsvisumbasis für den Mindestlohn arbeiten (Russen, Balten, Polen etc.)...

Zitat von
Ist mir auch ein Rätsel wo das herkommt. Kann ich mir nur mit der doch sehr stark ländlichen Ausprägung ausserhalb des Grossraums Helsinki/Espoo/Vantaa erklären.
Zitat von
Da haben Sie den Nagel richtig auf den Kopf getroffen. Dazu noch die recht zurückhaltende Art der Normal-Finnen (welche solche neoliberalen Excesse erst möglich macht) und schon haben Sie eine Erklärung für den relativ grossen Erfolg der FDP-CDU ähnlichen "Kokoomus".

Zitat von
Da haben Sie Recht. Zur Zeit geht aber die Unterstützung der rechtspopulistischen "Perussuomalaiset" zurück während die SDP (Sozialdemokraten) zulegt. Ich persönlich hoffe nur dass die Neoliberalen diesmal nicht an der Regierungsbildung beteiligt werden (der Wunsch wird aber nicht in Erfüllung gehen).

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Finnländer 12.04.2011, 08:47
96. kurzzeitiges Phänomen

Zitat von Wolfes74
fühlen sich die ganzen Neu-Rechten in diesem Forum ganz groß , hacken auf den vermeintlich linksradikalen Medien rum, zelebrieren öffentl. ihre Angst vor allem Fremden, ihren Egoismus und vor allem zeigen Sie ihr .....
Wie bereits in anderen Antworten angedeutet: diese Partei hat halt einfache, allerdings nicht unbedingt richtige Antworten. Beispiel: auf die Frage hin ob seine Partei die Finanzhilfe für Portugal oder andere EU-Länder unterstützen würde, wenn sie in Regierungsverantwortung wäre, antwortet Soini: "nein, denn dann könnte man das Geld doch gleich an deutsche und französische Banken überweisen". Erst mal richtig, nur ist dann auch schon Schluss (keine Gegenentwürfe, keine Lösungen). "Perussuomalaiset" sind in erster Linie eine Dagegenpartei mit einem Personal, dessen kognitives Potential einfach nur unterirdisch ist. Sollte diese jemals in Regierungsverantwortung kommen werden Sie sich (ähnlich der deutschen FDP) in allerkürzester Zeit selbst entzaubern.

Das die allerdings Sex vor der Ehe ablehnen habe ich noch nicht gehört - muss wohl eher Populismus von Seiten des SPON sein.

Das mit dem "an den Trog kommen" stimmt natürlich auch. Bestes Beispiel ist hier Soini selbst, der nach dem sensationell gutem Ergebnis seiner Partei bei den letzten Wahlen nichts Eiligeres zu tun hatte als sich in das EU-Parlament abzumelden (eindeutig höher dotierter Posten mit geringerem "personal failure"-Potential), wo doch die EU etwas ist das die "Perussuomalaiset" lieber heute als morgen abschaffen würden. Soini hat also sozusagen den Niebel gemacht...

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Finnländer 12.04.2011, 09:29
97. ...

Zitat von maahanmuutaja
Ich fürchte, hier liegen Sie falsch. Ich zitiere aus dem Wahlprogramm der Perussuomalaiset: Suomalaisuus on Suomen lahja maailmalle ja yhteiskuntamme avain menestykseen myös 2000-luvalla. Frei übersetzt (8 Jahre Finnland, kein Übersetzerdiplom, trotzdem): Das Finnentum ist das Geschenk Finnlands an die Welt und unser Volk ist auch im 2. Jahrtausend der Schlüssel zum Erfolg.
Ja, da liegt schon ein Hauch "Herrenmenschentum" in der Luft. Sehr ernst würde ich das allerdings auch nicht nehmen. "Yhteiskunta" würde ich eher als "Gesellschaft" statt "Volk" übersetzen. Insofern könnte der Satz auch lauten: "Finnentum ist das Geschenk Finnlands an die Welt und unsere Gesellschaft(sform) der Schlüssel zum Erfolg auch im zweiten Jahrtausend." - auch 8 Jahre hier und kein Übersetzer.
Zitat von
Die Äusserungen des smarten Stubb und seines Kumpels Katainen nehme ich allerdings nicht mehr ernst. Beide sind für mich fanatische Marktreligiöse schlimmster Sorte und werden relativ schnell (hoffentlich) mit ihrer Art auf die Fresse fliegen. Was bitte schön hat denn Kokoomus bisher auf die Beine gebracht? Zitat von
In Finnland sind Verhaltensweisen, die anderswo als rassistisch erkannt werden, nicht rassistisch, sondern eben finnisch, das nennt sich maassa maan tavalla, im Land nach Tradition des Landes. Die betreiben keine Rhetorik, die meinen das ernst. O-Ton eines Parteivertreters der Persusuomalainen: Neger ist kein Schimpfwort, die Leute sind viel zu empfindlich mit sowas. "Man muss die Finnen nicht fürchten" (sie sind ja bloß etwas verschroben), ist deutsche Michel-Naivität. Vielleicht muss man sie nicht fürchten, aber verharmlosen auch nicht. Was würden Sie sagen, wenn Pflegekinder bei Leuten untergebracht sind, in deren Haus die Holzfigur eines Negerjungen steht, der ein Serviertablett trägt? Antiquität aus den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts. Wer sich im Wald versteckt, hat was zu verbergen. Weil Finnland den Krieg "gewonnen" hat, hat sich hier gut gekühlt unter dem Schnee ein Gedankengut gehalten, das in Deutschland zumindest als anrüchig gilt. Guten Morgen.
Ja, das stimmt so durchaus. Nur würde ich das nicht unbedingt als Konsens innerhalb der finnischen Gesellschaft werten. Als zum Beispiel der finnische Verteidigungsminister Häkämies bei einem Besuch in den USA auf die Frage was denn die grössten Bedrohungen Finnlands derzeit seien, antwortete: "Russland, Russland und nochmals Russland" war die Reaktion hier in Finnland doch ziemlich entsetzt und der gute Mann hat sich seither mit solchen Äusserungen ziemlich zurückgehalten. Auch stirbt die patriotische Generation langsam weg (unter den Jugendlichen habe ich bisher weniger solcherart pratiotischen Fanatismus beobachtet).

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Christer Nykopp 12.04.2011, 10:09
98. Patriotismus

Zitat von chagall1985
Zunächst einmal ist die Ablehung der Finnen gegenüber den Russen seit Generationen vorhanden und vererbt. Geschichte anschauen hilft da! In welchem anderen Land gibt es bitte einen Museumswagon auf dem Feld den Adolf Hitler bei seinem Finnenlandbesuch benutzt hat und in dem er mit Fotos seines Abkommens honoriert wird? Des Weiteren ist der patriotismus des durchschnittlichen Finnen seit jeher nur im rechten Rand des politischen Spektrums zu finden. Auch die Ausländerabneigung ist nun wirklich keine neue Entwicklung in Finnland. Dabei gibt es die dort so gut wie gar nicht. Zieht man die Schweden und die verhassten Russen und Roma ab bleibt sogut wie keine nennenswerte Gruppe übrig. Und nur mal zur Erinnerung: In keinem mir bekannten Land der Welt sind die Deutschen so angesehen wie in Finnland. Was wiederum mit der Geschichte des 2. Weltkriegs zu tun hat.
1. Den Patriotismus gibt es in Finnland sehr wohl auch auf der linken Kante, die Sozialdemokraten widersetzten sich energisch den Forderungen Stalins 1939, und trugen so massgeblich bei zum finnischen Abwehrkampf. Mannerheim wollte damals nachgeben, in der (abwegigen) Hoffnung, Stalin hätte sich damit zufriedengegeben.

2. Die Verbindungen zwischen Deutschland und Finnland gehen Jahrhunderte zurück, obwohl sie nicht immer friedlich waren (30-jähriger Krieg). Generaloberst Rüdiger von der Goltz hat auch 1918 eine Rolle gespielt, wenn es darum ging den roten Aufstand niederzuschlagen. Man hat sogar einen deutschen Markgrafen (Friedrich Karl von Hessen) eingeladen zum König!! Nach der deutschen Niederlage war das dann vergessen und die Republik wurde installiert.

3. Der Hass auf Ausländer war und ist vornehmlich eine Sache für eine kleine aber lautstarke Minderheit. Versuche dies populistisch auszuschlachten hatten niemals einen grossen Erfolg. Zwischen den Schwedisch sprechenden (keine Schweden sondern Finnen mit abweichender Muttersprache, die scon 700 Jahre im Land lebeb) und den Finnisch sprechenden Einwohner gibt es eine gewisse Spannung, die aber nicht als "Hass" bezeicnet werden kann. Die neuen Einwanderer, Muslime, Schwarze und die aus Rumänien stammenden Roma, die in den Strassen Helsinkis betteln, sind eine andere Geschichte, sie verunsichern viele Finnen, was nun Herr Soini auszunutzen versteht.

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Der_Alex 12.04.2011, 10:45
99. .....

Zitat von farview
"Die Politik im Nordosten Europas wird nie wieder so korrekt, harmonisch, sozialdemokratisch sein wie früher - was ist passiert? " Ich denke das, was mit Ausnahme von Deutschland, überall passiert: Ein starker Rechtsruck, aus Angst vor dem EU-Überstaat, Verlust nationaler Kompetenzen, EURO-Desaster, EURO-Steuern, Flüchtlingsströme aus Nordafrika. Holland, Frankreich, Belgien, Österreich, Dänemark, Schweiz, jetzt Finnland - überall werden die Rechten einen Wahnsinnszulauf erhalten. Zumal der Begriff "Rechts" deutlich weniger negativ besetzt ist als in Deutschland.
Die Leute denken sich nur, dass deren Boot zu klein ist um die ganze Welt auf HARTZ IV zu setzen.
Zudem muss man eines sagen:
- wie viele türkisch stämmige Jungs halten sich eine nicht türkische und eine eben nicht muslimische Freundin. Und nun, wie viel nicht türkische und eben nicht muslimische Jungs haben eine Beziehung mit einer Türkin oder überhaupt einer Muslimin? Da kann man wage schätzen, dass die Quote 1 zu 100 oder 1000 liegt. Sprich, hier wird eine Endogamie betrieben seitens des Islams.
Allein die Tatsache, dass unsere Gesellschaft, so wie viele andere Gesellschaften in der Geschichte, Sex oft als eine Art des sozialen Zusammenhalts betrachteten, lässt viele zum nach denken anregen, wo sie sich überlegen, warum nimmt mein islamischer Nachbar immer was von mir, aber lässt mich nicht von seinem Honig probieren?
Sollte man den Archäologen glauben, so waren die Germanen überhaupt keine Rassisten. Bei der Völkerwanderung wurde einfach eine simple Frage den angetroffenen Menschen gestellt - Seit ihr mit uns? Bei "Nein" muss ich hier nicht schreiben, was passiert ist.
So stell ich mir die Frage, wo hört den meine Toleranz und Akzeptanz auf und wieso sind die linken Teile unserer Gesellschaft so verbissen und geben in solchen Punkten wie Zwangsheirat, Verweigerung der Assimilierung und Hassprädigen eines nicht deutschen Politikers nach, während die eigenen Radikalen jeden ersten Mai mit Pflastersteinen attackiert werden.
Ist etwa ein radikaler Iman mehr wert als ein Faschist?
Wo ist die Grenze für Gerecht und Ungerecht?
Warum wissen wir von solchen Sachen wie Zwangsheirat und tun nichts, jedoch stehen auf, wenn man meint, dass die Unterdrückten weiter den Schleier tragen sollten? Wenn doch selbst aus den Reihen des Islams ein Schrei nach Hilfe unsere Ohren erreicht.

Fazit: Dass die Gesellschaft radikaler wird, liegt nicht an der mangelnden Bildung oder an den früheren Werken, wie Mein Kampf, sondern an der Nachgiebigkeit der liberalen Parteien, die in einer Utopie versunken sind.

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