Forum: Politik
Wahlkampf in Katalonien: Die Spalter sind gespalten
AP

Kataloniens Separatisten sind uneins - bei der Regionalwahl kurz vor Weihnachten treten sie in getrennten Listen an. Wie stehen ihre Chancen, erneut die Regierung zu stellen?

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joes.world 17.11.2017, 19:10
1. Die Justiz ermittelt? Dann muss die EU einschreiten!

Es ist Tradition des Westens, nicht nur politisch Verfolgten Asyl zu geben, sondern sich für ihre Sache einzusetzen. Und was ist die Ausschaltung und teilweise Verhaftung der, demokratisch gewählten, Legislative und ihrer Exekutive anderes, als ein politischer Vorgang?

Gesetze um politische Unterdrückung zu rechtfertigen gab es von Franco bis Pinocet. Die und all die anderen Diktatoren unserer Welt, beriefen sich auf Gesetze, um anderen ihre Menschenrechte, ihre Freiheit zu nehmen.

Schlimm für diese EU, dass nun alles bei Richtern liegt. Weil Politiker der EU nicht mehr Recht von Unrecht unterscheiden können. Nur mehr starr vor Angst den Status Quo verändern zu müssen, bereit sind Unrecht in ihrer Mitte zu dulden.

Adenauer und de Gaulle veränderten den Status Quo und bauten ein besseres, friedliches Europa.

Dieser Geist herrscht nicht mehr in der heutigen EU. Sie ist zu einem bürokratisch-lobbyistischen Megamonster verkommen, das primär seine verfahrenen Strukturen zu erhalten trachtet. Der heutige Sinn der jetzigen EU ist es nicht mehr gut für die Menschen zu sein, sonder sich, das Monster, weiter irgendwie am Leben zu erhalten und so jedem, der von ihm profitieren kann, weiter sein persönliches Auslangen zu ermöglichen. Brüssel heute läuft primär unter der Prämisse, für Brüssel da zu sein, Brüssel denen in Brüssel zu erhalten. Für Europa und seine einfachen Bürger ist da einfach kein Platz mehr.

Es herrscht nicht mehr der Geist de Gaulles und Adenauers in Brüssel, die Akteure dort leben nicht nur in einer anderen Zeit, sonder so, als ob sie ein eigenes Universum hätten. Das Universum in und um Brüssel.

In dem Merkel & Co das zulassen, vielleicht nicht einmal verstehen, was sie da geschehen lassen, zerstören sie langsam das Erbe de Gaulles und Adenauers!

Von außen betrachtet, das allerdings ist kein Trost, ist es immer wieder erstaunlich, wie nur eine Handvoll Menschen, an den richtigen Hebelpunkten der Macht und somit unserer Welt, entweder wirklich Gutes für kommende Generationen schaffen können oder kommenden Generationen eine Trümmerwüste bauen.

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Sportzigarette 17.11.2017, 19:29
2. zu 1) Warum sollte die EU einschreiten?

Was für einen Schwachsinn schreiben Sie denn da! Sind Sie Katalane oder von denen bezahlt oder so?
Europa hat überhaupt keine Veranlassung, sich da einzumischen. Die Angeklagten haben gegen die spanische Verfassung verstossen und das Volk in schlimmster Weise gegeneinander aufgehetzt und das alles nur aus nationalistischem Interesse und wider besseren Wissens. Sie wußte, dass sie gegen die spanische Verfassung verstossen und se wüten auch, was ihnen dann droht. Jetzt reden sie sich raus und flüchten nach Belgien, in Katalonien hinterlassen sie einen Scherbenhaufen.
Nein Europa tut gut daran, die Separatisten nicht zu schützen, sondern die spanische Verfassung zu achten und deren Feinde können nicht die Unterstützung der EU verlangen.
Und nochmal: Es gibt in Spanien keine Diktatur und keine Gesetze die die Freiheit und die Menschenrechte der Katalanen einschränken.
Woher nehmen Sie diese wahnwitzigen Vorstellungen?!

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RalfHenrichs 17.11.2017, 19:29
3. Aber auch die Unabhängigkeitsgegner sind gespalten

Es ist ja nicht so, als seien alle, die gegen die Unabhängigkeit sind, für die Rajoys Position des Status Quo. Es gibt drei grundsätzliche Positionen: a) der Status Quo, den Rajoy vertritt. Diese Position vertreten die wenigsten Katalanen. b) die Unabhängigkeitsbefürworter. c) Diejenigen, die deutlich mehr Autonomie, aber in Spanien bleiben wollen. Das ist die relative, nicht absolute, Mehrheit. Es ist völlig absurd, a) und c) zusammenzurechnen. Im Gegenteil, wenn Rajoy hart bleibt und keine höhere Autonomie zugestehen will - und das hat er immer klar abgelehnt -, ist es durchaus nicht unrealsitisch, dass sich b) zumindest mit Teilen von c) verbünden kann.

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KingTut 17.11.2017, 19:44
4. Lieber joes.world

ich bin ja wirklich oft Ihrer Meinung, aber hier absolut nicht. Wer gegen die spanische Verfassung verstoßen hat, das waren die Separatisten, weil die spanische Verfassung (die die Katalanen mit 92%iger Mehrheit einst angenommen hatten) ein solches Referendum nicht vorsieht. Wenn man also eine Abspaltung von Spanien wünscht, dann muss man in einem demokratischen Prozess für Mehrheiten werben. Auch Verfassungen können geändert werden, aber sie einfach zu übergehen geht gar nicht.
Im Übrigen bezweifle ich, dass eine Mehrheit der Katalanen die Abspaltung von Spanien wünscht.
Ich für meinen Part wünsche mir jedenfalls ein einiges Spanien und dazu gehört Katalonien genauso dazu wie Andalusien, Galizien und die anderen wunderschönen Regionen. Ministerpräsident Rajoy und König Philip VI. wünsche ich viel Erfolg in ihrem Bemühen, die Einheit Spaniens zu bewahren.

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libarz 17.11.2017, 19:54
5. Unabhängigkeitsfanatiker??

Es wäre gut, mindestens nicht gleich aggressiv zu agieren. Es sind Unabhängigkeitsbefürwörter, oder sprechen sie den Gegenpart mit Einheitsfanatiker an? A bislle tendenziös, gel?

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Atheist_Crusader 17.11.2017, 19:54
6.

Die einzige Verpflichtung die Europa dabei hat ist dafür zu sorgen, dass in Katalonien (weiterhin) niemand unterdrückt wird - weder Katalane noch nicht-Katalane, weder Unabhängigkeitsbefürworter noch Unabhängigkeitsgegner.
Allerdings: nicht zu bekommen was man will, weil das gegen die Verfassung verstoßen würde, das ist keine Unterdrückung. Die Katalanen genießen ein hohes Maß an Autonomie, sie dürfen nicht nur ihr eigenes Parlament wählen, sondern auch an allen spanischen Wahlen teilnehmen. Sie dürfen ihre Kultur leben, ihre Sprache sprechen, ihre Traditionen pflegen. Wieder: keinerlei echte Unterdrückung in Sicht.

Aber immerhin: die Wahl wird ein guter Indikator sein, wie viele Katalanen sich mittlerweile von dieser grenzenlos dämlichen Idee abgewandt haben. Das Referendum war ja aus vielerlei Gründen vollkommen ungeeignet um den Volkswillen herauszufinden. Und nachdem die Versprechen der Spalter, dass man in der EU verbleiben könne, sich als Lügen herausgestellt haben und unzählige Unternehmen ihre Unlust auf das Arbeiten in einem EU-fremden Zwergstaat deutlich gemacht haben, dürften es sich viele Leute nochmal überlegt haben.

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andreasbs75 17.11.2017, 19:57
7. Sezession an sich ist kein Menschenrecht

Auch wenn ähnliche Fälle wie z. B. Schottland suggerieren, dass es so eine Art Menschenrecht auf eine Unabhängigkeitserklärung gibt: Es geht nur im gegenseitigen Einvernehmen. Ansonsten hat man es mit einer guten alten Rebellion zu tun. Und für die müsste man ganz klassisch kämpfen, ähnlich wie bei der Gründung der USA oder der Sezession der konföderierten Südstaaten.
Es ist anscheinend ein weit verbreitetes Missverständnis, dass man unter dem Deckmantel der Demokratie jeden Käse irgendwie durch Ausquatschen und Abstimmen bestimmen kann. Es gilt immer noch die Gewaltenteilung, insbesondere durch die Justiz des demokratischen spanischen Staates.
Katalonien sollte froh sein, dass es ihm so gut geht. In Barcelona musste nun wirklich niemand leiden, ganz im Gegenteil. Die Motivation ist hier doch irgendwie, der Welt zu zeigen dass man etwas Besseres ist als der ordinäre Spanier. Reiner Egoismus. Mit Menschenrechten hat das nichts zu tun.

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gatopardo 17.11.2017, 20:00
8. Zu #2 @sportzigarette

Zitat von Sportzigarette
Was für einen Schwachsinn schreiben Sie denn da! Sind Sie Katalane oder von denen bezahlt oder so? Europa hat überhaupt keine Veranlassung, sich da einzumischen. Die Angeklagten haben gegen die spanische Verfassung verstossen und das Volk in schlimmster Weise gegeneinander aufgehetzt und das alles nur aus nationalistischem Interesse und wider besseren Wissens. Sie wußte, dass sie gegen die spanische Verfassung verstossen und se wüten auch, was ihnen dann droht. Jetzt reden sie sich raus und flüchten nach Belgien, in Katalonien hinterlassen sie einen Scherbenhaufen. Nein Europa tut gut daran, die Separatisten nicht zu schützen, sondern die spanische Verfassung zu achten und deren Feinde können nicht die Unterstützung der EU verlangen. Und nochmal: Es gibt in Spanien keine Diktatur und keine Gesetze die die Freiheit und die Menschenrechte der Katalanen einschränken. Woher nehmen Sie diese wahnwitzigen Vorstellungen?!
Habe es aufgegeben, wahnwitzige Beiträge zu kommentieren. Kürzlich las ich die Rede von Farage im EU-Parlament, wo er sich für die von Spanien "unterdrückten" Katalanen einsetzte und gleichzeitig im EU-Parlament gegen Spanien hetzte. Diese Rede wurde sofort bei Facebook von den Unabhängigkeitsfanatikern publiziert. Man sieht, woher der Wind weht !

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nixus_minimax 17.11.2017, 20:12
9. Ausgemachter Unfug

Zitat von joes.world
Es ist Tradition des Westens, nicht nur politisch Verfolgten Asyl zu geben, sondern sich für ihre Sache einzusetzen. Und was ist die Ausschaltung und teilweise Verhaftung der, demokratisch gewählten, Legislative und ihrer Exekutive anderes, als ein politischer Vorgang? Gesetze um politische Unterdrückung zu rechtfertigen gab es von Franco bis Pinocet. Die und all die anderen Diktatoren unserer Welt, beriefen sich auf Gesetze, um anderen ihre Menschenrechte, ihre Freiheit zu nehmen. Schlimm für diese EU, dass nun alles bei Richtern liegt. Weil Politiker der EU nicht mehr Recht von Unrecht unterscheiden können. Nur mehr starr vor Angst den Status Quo verändern zu müssen, bereit sind Unrecht in ihrer Mitte zu dulden. Adenauer und de Gaulle veränderten den Status Quo und bauten ein besseres, friedliches Europa. Dieser Geist herrscht nicht mehr in der heutigen EU. Sie ist zu einem bürokratisch-lobbyistischen Megamonster verkommen, das primär seine verfahrenen Strukturen zu erhalten trachtet. Der heutige Sinn der jetzigen EU ist es nicht mehr gut für die Menschen zu sein, sonder sich, das Monster, weiter irgendwie am Leben zu erhalten und so jedem, der von ihm profitieren kann, weiter sein persönliches Auslangen zu ermöglichen. Brüssel heute läuft primär unter der Prämisse, für Brüssel da zu sein, Brüssel denen in Brüssel zu erhalten. Für Europa und seine einfachen Bürger ist da einfach kein Platz mehr. Es herrscht nicht mehr der Geist de Gaulles und Adenauers in Brüssel, die Akteure dort leben nicht nur in einer anderen Zeit, sonder so, als ob sie ein eigenes Universum hätten. Das Universum in und um Brüssel. In dem Merkel & Co das zulassen, vielleicht nicht einmal verstehen, was sie da geschehen lassen, zerstören sie langsam das Erbe de Gaulles und Adenauers! Von außen betrachtet, das allerdings ist kein Trost, ist es immer wieder erstaunlich, wie nur eine Handvoll Menschen, an den richtigen Hebelpunkten der Macht und somit unserer Welt, entweder wirklich Gutes für kommende Generationen schaffen können oder kommenden Generationen eine Trümmerwüste bauen.
Ist schon witzig wie sehr es manche freut das Ende der EU herbezusehnen und Europa zu zerstören. 70 Jahre Frieden und ungekannter Wohlstand sind wohl langsam genug warum wollen alle im Balkan zu uns wohl kaum weil es da besser ist aber wir können uns auch an solche Umstände anpassen.

Und nochwas amnesty international hat gesagt das die verhafteten Separatisten die u.A. Politiker sind KEINE politischen Gefangenen sind, aber was wei schon amnesty?

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