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Wahlkampf: Merkel rechnet mit Rot-Grün in NRW ab
DPA

Versagen in der Kölner Silvesternacht, Versäumnisse im Terrorfall Anis Amri: Im NRW-Wahlkampf macht Angela Merkel der rot-grünen Landesregierung schwere Vorwürfe. Die Kanzlerin geht in den Angriffsmodus.

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laffleur 01.04.2017, 15:01
1. Nrw

Man kann nun von der Regierung in NRW halten was man will, aber wer einen Ministerpräsidenten Tillich in den eigenen Reihen hat sollte sich mit Kritik bzgl No Go Areas etc zurückhalten.

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skeptikerjörg 01.04.2017, 15:10
2. Wo sie Recht hat ...

... hat sie Recht. Rot-Grün in NRW ist eine Katastrophe! Schul- und Bildungspolitik, Verkehrsplanung, Wirtschaft, Gewerbe, von Industrie gar nicht zu reden, überall steht Grün auf der Bremse und Rot gibt klein bei. Die NRW Grünen würden wahrscheinlich einen Morgentauplan toll finden, völlige Deindustrialisierung und aus dem ganzen Land einen Naturpark machen. Aber Rot ist natürlich auch nicht viel besser, innere Sicherheit, kommunale Finanzen, fehlgeschlagene Integrationspolitik als Beispiele. Aber Laschet und die CDU als Alternative? Der letzte CDU-MP kam mit dem Slogan Kinder statt Inder, Laschet hat nicht mal so eine Plattitüde, er hat nur Angela Merkel.

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interessierter Laie 01.04.2017, 15:12
3. Egal wer es sagt...

Inhaltlich ist dem nichts hinzuzufügen. NRW ist nur in der Disziplin größte Klappe führend. Der Innenminister definiert den minimalen Abstand zwischen zwei Fehlleistungen. Die Wirtschaft setzt auf ein totes Pferd. Marodeste Infrastruktur, höchste Verschuldung von Kommunen, Bildung im unteren Drittel, einzige respektierte Ordnung in ganzen Vierteln ist das Faustrecht. Und das Land selbst ist ebenfalls maximal verschuldet. Das ist die kraftvolle Bilanz.

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abcmicro 01.04.2017, 15:14
4.

Mal wieder NRW-Bashing. Seit ich von dort nach Sachsen gezogen bin, sehne ich mich nach nach der Kraft Regierung. Wie schön es doch war, eine Regierung zu haben, die sich für ihr volk interessierte und nicht alle Probleme totgeschwiegen hat. Man darf auch nicht vergessen, dass NRW deutlich dichter besiedelt ist als der Rest von Deutschland, und wirtschaftlich aufgrund der Historie schwächelt. Das wird von Merkel überhaupt nicht beachtet. Außerdem: einerseits Inventionen fordern, aber die Schulden kritisieren? Wie passt das zusammen?

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KingTut 01.04.2017, 15:14
5. Die Vorwürfe stimmen

Frau Merkel sagt nichts, was nicht schon lange meine Meinung und die vieler Mitbürger über NRW ist. In einer Kolumne vom 9. Januar titelte Spiegel Online "Failed State NRW". Warum wohl!?
Das Bundesland befindet sich kontinuierlich auf einem absteigenden Ast und man kann nur hoffen, dass die Mehrheit der Bürger erkannt hat, dass es unter der SPD und Hannelore Kraft kein Licht am Ende des Tunnels geben wird. Nehmt Euch ein Beispiel an den anderen erfolgreichen Bundesländern, die einen wesentlichen Anteil am Gesamterfolg unseres Landes tragen, anstatt auf Dauer-Transferleistungen angewiesen zu sein. Es gibt nichts, absolut gar nichts, das es rechtfertigen würde, der SPD einen Wahlsieg zu bescheren. Schon gar nicht unter Verweis auf den Schulz-Effekt, denn die Probleme bestehen ja weiter. Es ist Zeit für einen Wechsel, damit die Weichen für eine bessere Zukunft gestellt werden können.

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basic11 01.04.2017, 15:16
6. Try and Error ist nicht nur in NRW die Devise..

man verabschiedet Schengen, bis auf "unwichtige" Einbruchs- u Autodiebstahlkriminalität funktionierts ja ein paar Jahre. Danach überlegt man weiter. Ich kann generell in D kein strategisches Handeln entdecken, was weite Teile der Politik angeht.
Weder in der Sicherheitspolitik, noch in der Gesundheitspolitik, Energie, Justizpolitik etc

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undercover.agent 01.04.2017, 15:26
7. Wie wohlfeil von Merkel

Die Ausgangsproblematik, nämlich die Öffnung der Grenzen für hunderttausende Flüchtlinge an EU- und nationales Recht vorbei, hat Merkel höchstselbst verursacht. Dass sich NRW mit seinem nicht sonderlich fähigen Innenminister Jäger mitunter tollpatschig verhielt, steht auf einem anderen Blatt. Nur sollte sich gerade die Flüchtlingskanzlerin, die bekanntlich die Länder mit ihrer Zuwanderungspolitik in eine äußerst schwierige Lage brachte, mit Kritik deutlich zurückhalten. Alles andere hinterlässt mehr als einen schalen Nachgeschmack.

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Knackeule 01.04.2017, 15:27
8. Merkel sollte besser schweigen

Merkels Kritik an der NRW-Regierung von Frau Kraft ist einerseits absolut berechtigt. Allein der NRW-Innenminister Jäger und die stetig ansteigende immense Verschuldung ist schon Grund genug, diese Regierung abzuwählen. Andererseits leistet Frau Merkel in der Bundesregierung kaum bessere Arbeit. Und jetzt den Landesregierungen Versäumnisse bei der Bewältigung des Flüchtlingsproblems vorzuwerfen, ist billig. Merkel selbst hat in 2015 im Alleingang ohne irgendeine Legitimation über eine Million illegale Einwanderer ins Land gelassen, größtenteils ohne Identitätsprüfung. Dieser Zustand dauert bis heute an und wurde nur durch die entschlossene Blockade-Politik anderer Länder wie Österreich und Ungarn eingedämmt. Merkel hat bis heute keinen auch nur einigermaßen überzeugenden Plan, wie sie die enormen Folge-Probleme (massenhafter Mißbrauch von Asyl und Hilfeleistungen, signifikant ansteigende Kriminalität, enorme Kosten etc.) in den Griff kriegen will. Also hätte sie allen Grund, den Mund zu halten und nicht mit Fingern auf andere zu zeigen. Aber das ist bei Politikern wohl zu viel verlangt. Besonders lächerlich ist, dass sie auf ihren Wahlkampf-Auftritten ausgerechnet das CDU-regierte Saarland als leuchtendes Beispiel darstellt. Das Saarland hat bekanntlich Null-Wachstum und liegt auf dem letzten Platz aller Bundesländer.

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ketzer2000 01.04.2017, 15:40
9. Grundsteine gelegt

Man sollte nicht vergessen, dass es Frau Sommer gewesen ist, die den Grundstein für das Schulchaos in NRW gelegt hat mit einem wenig durchdachten Schwenk vom G9 zum G8. Und was das Thema öffentliche Infrastruktur anbelangt, so hat man über die Jahre hinweg grundlegende Fehler im Bund gemacht. Wenn ich auf einen Börsengang der Bahn schiele, dann gebe ich halt wenig Geld für Bahninstandhaltung und Ausbau aus - und wenn ich in Bayern und Bad-Wü Umgehungsstraßen baue, dann habe ich weder Geld für den Erhalt von Brücken noch von Autobahnen und zwar nicht ur in NRW, sondern auch sonstwo. Und wohin sind den die Gelder für Infrastruktur in den letzten 20 Jahren hin geflossen, nach NRW eben nicht.
Jäger ist zwar keine Leuchte vor dem Herrn, aber mir immer noch sympathischer als die Crew in Sachsen.
Frau Merkel sollte lieber mal vor ihrer eigenen Tür kehren, bevor sie anfängt, anderen Vorhaltungen zu machen.
Und was Gerechtigkeit mit Innovation zu tun hat, das erschließt sich mir nicht ganz. Vielleicht ist die Gerechtigkeit von Frau Merkel ja die Innovation. Ma was es net!

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