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Wahlkampf mit Post-Daten: Das Geschäft mit den Mikrozellen
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Die Deutsche Post hat Daten über Haushalte an Parteien im Wahlkampf verkauft. Und die haben damit ihre Strategie optimiert. Das ist legal - wie umstritten. Jetzt prüfen Datenschützer den Adresshandel.

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mina2010 03.04.2018, 21:15
1. Und was soll dabei rauskommen?

Unsere werten Datenschützer bekommen den Job doch nicht weil sie bissig alles in Frage stellen, sondern weil sie irgendwelchen Parteien angehören.
Ein kleines Gesetz könnte hier sofort Abhilfe schaffen.
1. Verbot Daten zu sammeln, die für die Ausübung der Tätigkeit nicht
erforderlich sind. (Für die Zustellung eines Breifes ist es völlig
unerheblich, ob ich eine Auto habe oder regelmäßig meine
Rechnungen bezahle.)
2. Sammlung und Weitergabe nicht relevanter Daten nur mit
nachweisbarer Zustimmung des Betroffenen.
3. Eine satte Entschädigung an den Betroffenen bei Nichteinhaltung
von 1 und 2.

Und nun die Frage an alle Datenschutzbeauftragten:
Wenn ich nun eine Anfrage an die Post gemäß § 34 Bundesdatenschutzgesetz stelle und die Antwort erhalte ...
Sie kenne wir ganicht ... wr überprüft das für mich?

Antwort erbeten bis 2050.

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geschädigter5 03.04.2018, 21:15
2. Ganz schön makaber

Meine persönlichen Daten gehören zu mir. Wenn jemand die weiter verkaufen will, ist meine Zustimmung unbedingt erforderlich. Nicht anders herum. Wie kann ich jetzt erfahren, wann und wie oft die Ost meine Daten verkauft hat? Und an welche Adresse kann ich die Revhnung schicken?

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akkrt 03.04.2018, 21:38
3. Welche Statistik-Produkte weden seitens der Post angeboten ?

Mir erzählte z.B. ein Briefträger vor ca 8-10 Jahren bereits, dass er zu Statistikzwecken die Automarken/typen vor der Haustür erfassen sollte... das passt in das Bild.

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tommix68 03.04.2018, 21:45
4. Bitte?

Ich muss widersprechen das meine Daten verkauft werden? Was ist los hier in diesem Land... wie schon zuvor geschrieben hat die Post oder wer auch immer MICH zu fragen ob sie die Daten verwenden darf. Erst dann, wenn mit meiner Unterschrift bestätigt, ist das ok. Bananenrepublik!

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nawaswohl 03.04.2018, 22:05
5. Wie soll ich widersprechen

wenn mir nicht mal bekannt ist, wer alles im Datenhandel beschäftigt ist. Bis jetzt habe ich nur bei den Meldeämtern einen Widerspruch. Diese Praxis muss unterbunden werden.

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nachdenk... 03.04.2018, 22:16
6. Andersrum

1. Es muss für die Datenerhebung ein positives Einverständnis geben (Opt-in), nicht umgekehrt. 2. Wie wird die CDU-Wahrscheinlichkeit denn ermittelt? Nach dem Beate-Uhse-Katalog dividiert durch die Mahnbescheide? 3. Wenn die Gestapo oder die Stasi auf 6 Haushalte genau die wahrscheinlichen Parteipräferenzen gekannt hätten, dann gute Nacht. So lange ist der Totalitarismus bei uns nicht her und auch nicht so weit entfernt, in unserer Nachbarschaft.

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dodgerone 03.04.2018, 22:17
7.

So weit musste es kommen. Aus dieser Nummer kommen CDU/CSU/FDP nicht mehr raus... das fällt ihnen sowas von auf die Füsse.
Auf die Erklärungen freu ich mich schon. "anonymisiert" und "Datenschutzpartei... ich hau mich weg. Danke danke für diese grossartige Comedy!

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StonyBrook 03.04.2018, 22:18
8. Ok, ich muss kotzen

War mal jemand auf https://www.deutschepost.de/de/t/triggerimpuls.html ? Faktisch bedeutet das, wenn man jemals so dumm oder unvorsichtig sein sollte, sich mit der Post bekannten Daten irgendwo einzuloggen, man nicht nur als Internet-Nutzer nachverfolgt wird, sondern passgenau identifiziert wird. Wenn Mikrozellen im Schnitt 6,6 Haushalte haben, dann sind Einfamilienhäuser ja wohl eher drunter...

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joG 03.04.2018, 22:21
9. Es ist doch besser die Realität....

....besser zu erkennen um besser und mit weniger Verschwendung mit ihr umgehen zu können. Warum ist es also in irgend einer Weise schlecht die bekannt vorhandenen Daten zu verwenden?

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