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Wahlkampf-Populismus: Sarkozy will weniger Ausländer in Frankreich
AFP

Frankreichs Präsident Sarkozy wird im Wahlkampf zunehmend verzweifelt - und setzt auf populistische Töne. Im Fall seiner Wiederwahl will er, selbst Sohn eines Einwanderers und mit einer Einwanderin verheiratet, die Zahl von neuen Immigranten fast halbieren.

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peterhausdoerfer 07.03.2012, 09:39
20. Europa ist ein Team

Zitat von nixkapital
....Sorry, aber Sie denken nicht weit genug. Warum kommen denn Menschen aus anderen Regionen nach Europa? Welchen Anteil haben wir daran? Wo liegt unsere Verantwortung? Ist das nicht alles das Ergebnis einer "Entwicklungshilfe"-Politik, die nichts weiter bewirken sollte, als die Entwicklungsländer in Schach zu halten, und wirtschaftlich unterentwickelt zu lassen? Warum hängen diese Länder denn immer ncoh an unserem Tro Sie nicht, da hätte sich in den letzten 50 Jahren was entwickeln können, wenn der Westen das gewollt hätte?
neue Spieler müssen spielen können und auch wollen.

Europa, insbesonders Deutschland, ist deswegen erfolgreich weil seine Bürger tüchtig sind. Schauen sie sich mal ein paar alte schwarzweiss Fotos von Deutschland an im Vergleich zu heute.

Und gute Teams brauchen nicht nur gute Spieler sondern auch Teamgeist und gute Trainer. Da gibt es noch Verbesserungsbedarf in Europa und besonders in Deutschland.

Denken Sie einen Moment mal an den gewaltigen technischen Fortschritt der in den letzten 50 Jahren von Europa ausging und eben diesen Entwicklungsländern zur Verfügung steht - das - ist Entwicklungshilfe.

Es soll allen gut gehen - angefangen - mit uns.

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antalya1977 07.03.2012, 09:45
21. Wo kommen die Sarkozys

Zitat von peterhausdoerfer
in die sozialen Sicherungssysteme in Europa zu unterbinden ist vollkommen richtig denn sie ist entgegen den Interessen seiner Bürger. Jeder der die Gesellschaft stärkt, sei es wirtschaftlich oder im Zusammenhalt sollte willkommen sein, Menschen die eine wirtschaftliche Last darstellen oder sich zersetzend auf die Gesellschaft auswirken nicht. Europa ist für seine Bürger da.
eigentlich her?

Die stärkung der gesellschaft ist doch unabhängig von der Herkunft, ein soziales problem und Bildungsproblem. Ob Herr S. nur die Wahl gewinnen will, das mit gefährlichen mitteln und rutsch nach rechts, das sei dahin gestellt.
Aber anstatt einer Rassismus offensive hätte es ja auch eine Bildungsoffensive für Bildungsferne Schichten getan, wenns denn der Gesellschaft und dem Bürger Europas helfen soll.

Ein reiner MAchtpolitiker der gefährliches spiel durch spaltung der Gesellschaft treibt ist genauso zu verurteilen wie jene die Sie als zersetzend verurteilen.

Europa braucht visonen mehr den ressentiments

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atherom 07.03.2012, 09:46
22. Das hat mit keiner Politik etwas zu tun.

Zitat von nixkapital
....Sorry, aber Sie denken nicht weit genug. Warum kommen denn Menschen aus anderen Regionen nach Europa? Welchen Anteil haben wir daran? Wo liegt unsere Verantwortung? Ist das nicht alles das Ergebnis einer "Entwicklungshilfe"-Politik, die nichts weiter bewirken sollte, als die Entwicklungsländer in Schach zu halten, und wirtschaftlich unterentwickelt zu lassen? Warum hängen diese Länder denn immer ncoh an unserem Tro Sie nicht, da hätte sich in den letzten 50 Jahren was entwickeln können, wenn der Westen das gewollt hätte?
Es war schon immer so, dass Arme zu den Reichen kamen. Ob es nun zum Beispiel die Polen waren, die in das Ruhrgebiet einwanderten, oder Europäer, die in die USA kamen. Es hat funktioniert, weil es damals keine sozialen Systeme gab: die Menschen sind gekommen, damit es ihnen besser geht und haben dafür hart gearbeitet. Frankreich ist für Nordafrikaner zum Magnet geworden, weil sie meistens die Sprache sprechen und sehr häufig, dank hohen Transferleistungen, ohne geregelte Arbeit gut auskommen können. Sarkozy hatte die versprochenen Änderungen durchführen können: dafür wurde er immerhin gewählt. Statt Reformen, statt Änderungen anzustoßen, hat er sich so benommen, wie seine (immer zahlreicher werdenden Gegner) prophezeiten: wie ein Parvenü, der endlich oben angekommen ist. Er vergaß, wofür und weshalb.

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svki 07.03.2012, 09:47
23.

Wenn ich hier einige Kommentare lese wird mir schlecht!!!

Den Gutmenschen in Europa ist es also erlaubt die Wirtschaft, und damit Lebensgrundlage, anderer Staaten durch eine an Kolonialismus erinnernde (Wirtschafts-) Politik zu zerstören, anderen Staaten unsere Vorstellungen von Demokratie aufzudrücken, Länder, die nicht das tun, was wir sagen und wollen in die Steinzeit zu bombardieren, auf den Rücken der Schwächsten jahrzehntelang Stellvertreterkriege auszufechten,…

Und dann kommt der schwarze Mann und will auch noch in unserem Land leben!!! Von unserem Geld!!! Und dann auch noch unsere Arbeit wegnehmen!!!

Einige sollten mal überlegen, warum sich Menschen teilweise über 2000 km auf hoher See, bei Wind und Wetter, mit 300 anderen in eine Nussschale zwängen. Bestimmt nur, um die Sozialsysteme in Europa zu schröpfen und für wenig Geld hier zu arbeiten.

Aber es ist natürlich auch einfacher sich vor den Fernseher zu setzen, zu sehen, wie randaliert wird und dann zu sagen: „Die Schwarzen wieder!!!“ Ursache und Wirkung scheint niemanden zu interessieren. Auch die Fähigkeit, sich in andere und ihr Leben zu versetzen scheint einem Großteil vollkommen abhanden gekommen zu sein. Und NEIN, ich befürworte keine Gewalt zu Durchsetzung von Zielen.

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georgius1 07.03.2012, 09:52
24. Populismus ??

Zitat von sysop
Frankreichs Präsident Sarkozy wird im Wahlkampf zunehmend verzweifelt - und setzt auf populistische Töne. Im Fall seiner Wiederwahl will er, selbst Sohn eines Einwanderers und mit einer Einwanderin verheiratet, die Zahl von neuen Immigranten fast halbieren.
Mag sein, dass dem so ist.
Aber jetzt ist natuerlich klar,
wie sich die dtsch. Regierung die Wiederwahl sichern wird.
Eine "Studie" gibt es ja bereits und es werden wohl noch einige folgen.
Und die recht sinnfreie "Verbandelung" mit dem Sarkozy bekommt da natuerlich "wider" Sinn. :)
Gruss George

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Koana 07.03.2012, 09:53
25. Saure Suppe

Zitat von spiekla
wird gearbeitet, indem zunächst die Einwanderungszahlen reduziert werden und nur gesuchte Kräfte einwandern dürfen (wie damals zu uns Gastarbeiter mit Arbeitsverträgen kamen). Erst danach kann man die Lebensbedingungen für die Einwanderer verbessern; denn die meisten stehen in einer (Arbeits)konkurrenz zu den neuen Einwanderen. Oder meinten Sie die Verbesserungen der Unterpriviligierten weltweit auf unseren Standard?
Ja, das wär schon eine saure Suppe, müsste man von seiner x mal 100 m² Hütte, von seine x vorhanden Fortbewegungsmitteln mit x mal 100 Pferdestärken, von seinem so wohl verdientem Spitzensalär etwas abziehen, damit unterprivilegierte Menschen nicht mehr verhungern, soziale Strukturen in fernen, unbekannten Ländern werden könnten, die Welt ein anderes - gerechteres Bild zeigte.

Aber nein, der Chefarzt im Klinikum ist nun einmal tausendfach klüger, besser und wertvoller als der doch wohl etwas beschränkte idealistische Mediziner in Zentralafrika, der seine Spritzen abkocht, damit wenigstens die kleine Chance besteht, dass er etwas mehr hilft als schadet - wenn es ein Ex-Europäer ist, dann ist er ein geistig - kranker Idealist, sollte es ein "Einheimischer" sein, dann hat er ja von unseren Steuergeldern seine Ausbildung erhalten.

Ups - von wem erhielt eigentlich der Chefarzt einst seine Ausbildung?

Aber, nein, der hatte ja schon so wohlhabende Eltern, die als Stützen der Gesellschaft unglaublich viel an Solidarbeiträgen geleistet hatten - quasie finanzierten sich seine Kosten über die Familie.

Natürlich ist das alles nur blanker Sozialneid - völlig verständlich - sie dürfen mit nicht erschlagen, dafür kann man alle die auf die Reichen verbal eindreschen mit dem Verbalhammer ebenso verprügeln - ist legitim - schön wär es - würden jene die wirklich viel besitzen kapieren, dass die Welt wirklich eine andere sein könnte - und - Neid bei einem Afrikanischen Flüchtling wohl noch gar nicht keimen kann, da geht es zurerst mal ums nackte überleben - Neid ist bei jenen Zuhaus, die viel aber nicht ganz viel haben, wobei gerade die auch etwas zurückstecken müssten - zumindest manche - irgendwo liegt die Grenze.

Überall akzeptiert der Mensch Grenzen, nur nicht beim Wohlstand, da dürfen alle Grenzen verschwimmen - und jede Forderung nach Unten und nach Oben ein Limit zu setzten wird sofort als dirigistisches, unfreiheitliches Denken diskreditiert.

Was zur folge hat, dass die Anzahl der Menschen auf dieser Welt die mehr als eine Milliarde Euros oder Dollar (ist wohl egal- oder?) besitzen, in etwa stündlich von jenen aufgewogen wird, die da verhungern.

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atherom 07.03.2012, 09:54
26. Na ja:

Zitat von peterhausdoerfer
neue Spieler müssen spielen können und auch wollen. Europa, insbesonders Deutschland, ist deswegen erfolgreich weil seine Bürger tüchtig sind. Schauen sie sich mal ein paar alte schwarzweiss Fotos von Deutschland an im Vergleich zu heute. Und gute Teams brauchen nicht nur gute Spieler sondern auch Teamgeist und gute Trainer. Da gibt es noch Verbesserungsbedarf in Europa und besonders in Deutschland. Denken Sie einen Moment mal an den gewaltigen technischen Fortschritt der in den letzten 50 Jahren von Europa ausging und eben diesen Entwicklungsländern zur Verfügung steht - das - ist Entwicklungshilfe. Es soll allen gut gehen - angefangen - mit uns.
Deutschland profitiert zurzeit von gewaltiger Nachfrage und geringen Löhnen. Die Sozialsysteme erlauben es, Millionen von Nichtarbeitenden mitzuziehen, im Namen des sozialen Friedens werden sie mit Transferleistungen anästhesiert. Ist es nicht interessant, dass jede Partei im Wahlkampf über Erhöhung der Sozialhilfe spricht, wodurch der Unterschied zu manchen Löhnen noch geringer wird, anstatt diese zu erhöhen und Anreize zu schaffen? Deswegen ist Deutschland nicht unbedingt ein Beispiel.

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celino 07.03.2012, 09:57
27. ....

Zitat von atherom
vorherigen Wahlen verkündet, weswegen er auch gewählt wurde. Weder jetzt, noch vorher -als Innenminister- hat er seinen großen Worten Taten folgen lassen. Er hat jetzt schon wieder ein Thema aufgegriffen, das die Franzosen sehr beschäftigt, sie werden allerdings nicht erneut auf leere Worte reinfallen. Es sei denn, Hollande wird es ihm, durch seine unhaltbaren „Versprechungen“, erleichtern. Sarkozy ist leider eine Mogelpackung und die Franzosen wissen es.
Weder das angebliche Kleinbeigeben gegenüber Merkel noch die erneute Zuwanderungsdebatte im Wahlkampf werden Sarkozy politisch das Genick brechen. Es ist schlicht seine Untätigkeit, seine verschwendete Zeit in den 5 Jahren seiner Regierungsverantwortung. Seine groß(spurig) angekündigte Rundumerneuerung des französischen Tankers blieb praktisch im Embryonalstadium stecken. Statt gesellschaftliche Verkrustungen aufzubrechen, war er bald schillernder Teil des Systems und zelebrierte öffentlich sein Privatleben. Man kann nicht ewig hektische Betriebsamkeit als Tatkraft verkaufen. Da hilft auch kein angeblich siegreicher Postkolonialkrieg mit fragwürdigen Ergebnissen.

Vielleicht hat Herr Hollande gerade deshalb Erfolg, weil er im Gegensatz zu Sarkozy so "blass" ist. Statt eitler Selbstinszenierung könnte Hollande mit dem Hineinwachsen ins Amt mit ganz unprätentiöser politischer Substanz punkten. Mal abwarten.

Ich wäre jedenfalls ganz froh, wenn es zu unserer "marktkonformen" Demokratin (?) in Berlin ein politisches Gegengewicht im Nachbarländ gäbe.

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air plane 07.03.2012, 10:06
28. Mein Profil

Zitat von henrywilhelm
Die sachliche Grundfrage lautet jedoch: Darf eine Gesellschaft die Zuwanderung von Ausländern steuern (und wenn ja, wie) - oder ist sie moralisch verpflichtet, alle Tore bedingungslos zu öffnen?
Die moralische Verpflichtung besteht ohne Frage bei begründeten Asylfällen, bei politisch und anders Verfolgten.
Eine moralische Verpflichtung bei rein wirtschaftlich motivierten Einwanderern ("wir müssen den Armen helfen, also nehmen wir sie in unsere Sozialsysteme auf") propagieren meist diejenigen, denen der Überblick fehlt über wirtschaftliche Begebenheiten und Zusammenhänge, denen die Phantasie fehlt für die Erkenntnis, dass auch in einem reichen Land wie Frankreich oder Deutschland die Mittel begrenzt sind.

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DaveDope 07.03.2012, 10:06
29.

Zitat von atherom
Die Nordafrikaner haben Frankreich einiges zu verdanken: das sehen Sie, wenn Sie zum Beispiel Tunesien und Algerien mit anderen arabischen Ländern vergleichen. In den franz. Antillen ist es ohnehin kein Thema. Die Nordafrikaner, die in Frankreich leben, sind zum Teil ein Beispiel dafür, dass Sprachkenntnisse nicht zwangsläufig gelungene Integration garantieren.
Stimmt jahrhunderte lange imperialistische Kolionalunterdrückung hat Tunesien ganz weit an die Weltspitze katapultiert ähnlich wie Indien und Südafrika.......achja und die anderen afrikanische Länder den der Sklavenhandel und die Ausbeute der Rohstoffe bis heute ungeahnte soziale und wirtschaftliche Macht beschert hat......Ironie off


Der letze Strohalm des Konservativen im braunen Fahrwasser fischen.
Die Leute in den Vororten von Städten wie Paris glauben der klassischen Lüge der Chancengleichheit bestimmt. Nicht die Leute sind das Problem sondern der Umgang des Staates mit ihnen.
Natürlich ist für jede Volkswirtschaft Immigration ein zweischneidiges Schwert aber die Polemikkeule schwingen wird die Probleme lösen..

Aber wir Deutschen müssen ja quasi per Kanzlerinnen Dekret alle auf Sarkozy abfahren.

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