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Wahlkampfabschluss: Merkel fordert Flüchtlinge zur Integration auf
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Flüchtlinge müssen sich integrieren und die deutsche Werteordnung anerkennen - das hat Angela Merkel zum Abschluss des Landtagswahlkampfs bekräftigt. Energisch rechtfertigte die Kanzlerin ihre Entscheidungen in der Asylpolitik.

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jetzttexteich 12.03.2016, 19:45
80. Versprochen, Frau Merkel...,ich werde mich integrieren...

so ich, als Kölnerin, aus meiner geliebten Domstadt wegen Überfremdung in eine andere Stadt, ein anderes Land, zu einem anderen Erdteil fliehen muss!!!

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Atheist_Crusader 12.03.2016, 19:46
81.

Zitat von Dr.W.Drews
Diese Betonung einer Integrationspflicht ist sinnlos. Denn es gibt keine Integrationspflicht. Man kann niemanden dazu zwingen und man kann auch keine Gesetze in diese Richtung erlassen.
Natürlich geht das. Man kann etwa verlangen, dass Jemand ab Zeitpunkt X einen bestimmten Deutschtest besteht. Man kann verlangen, dass er bis Zeitpunkt Y Arbeit hat. Man kann verlangen, dass er keine schweren Straftaten begeht. Und man kann auch (was mit mehr Aufwand verbunden ist) Jemanden schicken der sich das soziale Umfeld ansieht, sich mit ein paar Leuten unterhält und dann anhand von vorgegebenen Richtlinien entscheidet ob diese Person integriert ist oder nicht.

Mit anerkannten Flüchtlingen ist das dann (aus den von Ihnen erwähnten Gründen) etwas komplizierter als mit Migranten - aber grundsätzlich kann man da sehr wohl Gesetze erlassen. Solange es um internationale Zuwanderer geht, gibt es da nicht viel was einem die Handlungsfreiheit einschränkt. Bei EU-Zuwanderern gibt es natürlich die EU-Regeln, aber um die geht es ja hier nicht.

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zeisig 12.03.2016, 19:49
82. Integration heißt zuerst Arbeitsplatz.

Ohne Arbeitsplatz keine Integration. Und davon, sich ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen sind viele Flüchtlinge weit entfernt. Es fehlt abgesehen von den Sprachkenntnissen ganz einfach an der nötigen Ausbildung. Unsere Werteordnung anerkennen - ja schon. Aber das ist wohl das kleinere Problem und soll nur ablenken von dem viel größeren: Was wird uns die Integration der unqualifizierten Zuwanderer in den Arbeitsmarkt kosten?

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oceang 12.03.2016, 19:49
83. Zweierlei Medienmaß

Wieso erntet Frau Merkel nun nicht die gleiche heftige Kritik wie vormals due AfD?
Letztlich sagt sie nun mehr oder weniger das gleiche, oder?
Ist das noch objektiv?

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montreal72 12.03.2016, 19:51
84. Gesetze

Zitat von hawe
das ist natürlich ein sehr hartes Los, wenn man Krieg und Terror entkommen ist. Alternativ könnten sie ja in ein Land flüchten, das deren Werte mehr vertritt. Und sich mit der Prämisse abfinden, daß es dort weniger Sozialhilfe gibt. Wer das eine will, muß das andere mögen.
Mit verlaub, sie kennen offensichtlich die deutschen Gesetze nicht.

Es gibt auch deutsche die sich nicht in die Gessellschaft integrieren.
Z.b. Neo-Nazis oder Hooligans, solange sie keine klaren Straftaten begehen kann man da nichts machen.

Ein Arbeistloser der keine Lust hat wird zwar "sanktioniert", verhungern muss er aber mit Sicherheit nicht.
Bewerbungstraining, ganze 2 Wochen ist wenn ich mich nicht irre, die Höchststrafe.

Ich "integriere" mich auch nicht, wenn ich mal der Landschaft wegen nach Bayern fahre, bleibe einfach ganz normal.

Wenn die CDU morgen mehr als 15% einfährt, haben wir ein massives Bildungsproblem in Deuschland, was mit Sicherheit auch im Ausland wahrgenommen wird.

Ich werde wohl die Linken wählen, über Integration müssen wir nicht reden.
Ein grossteil der bereits eingereisten werden bleiben, da Herkunft unbekannt.

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redwed11 12.03.2016, 19:51
85.

Zitat von nofreemen
Flüchtlinge sind unfreiwillig auf der Flucht. Nun werden sie noch gezwungen für fremde Werte einzustehen und zu übernehmen. Teilweise Werte die, sie erst zur Flucht zwangen. Demokratie sollte auf Freiheit beruhen und nicht auf Zwang.
Welche Werte die das Grundgesetz vermittelt sollten der Grund sein, warum Menschen ihr Land verlassen und auf der Flucht sind.
Was Sie da schreiben ist doch Unsinn. Ich habe noch keinen Flüchtling erlebt der wegen der Werte der Artikel 1 bis 20 GG und deren Grundsätze flüchten musste.
Das für einige Leute z.B. die freie Meinungsäußerung inakzeptabel ist, kann man den Reaktionen auf die Mohammed Karikaturen sehen. Oder das die Religionsfreiheit einigen Leuten nicht passt ist auch klar. Besonders Leute, für die es nur eine Religion gibt und jede Abweichung davon ein todeswürdiges Verbrechen ist. Es soll auch Menschen geben, die jeden "Ungläubigen" die Menschenwürde absprechen.
Aber gegenüber solchen Menschen sollte unsere Toleranz ein Ende haben.

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Atheist_Crusader 12.03.2016, 19:54
86.

Zitat von Tevje
Flüchtlinge müssen sich nicht integrieren, es reicht, wenn sie sich an die Gesetze halten, auch an die der Gastfreundschaft. Denn wenn die Situation vorbei ist, die sie zwang, Flüchtling zu werden, gehen sie wieder Zurück. Dagegen müssen sich Zuwanderer integrieren, die bleiben ja. Dazu brauchen wir ein Zuwanderungsgestz, mit all den Kriterien, derer es bedarf - inkl. der klaren Ansage, was erwartet wird. So, wie es Kanada oder Neuseeland machen.
Jein. Ich meine, grundsätzlich haben Sie Recht. Aber angesichts der weltpolitischen Lage und der steigenden Instabilität in diversen Regionen wird wohl zukünftig immer mehr dieser Unterschied in Frage gestellt. Wie lange wird es zum Beispiel dauern, bis man mit gutem Gewissen sagen kann: "So, Zentralafrika ist jetzt sicher!"?

Ich kann da nur an die türkischen Gastarbeiter erinnern, bei denen man von vorneherein auf jede Integration verzichtet hat, weil man ja glaubte "die gehen ja wieder". Nun... taten sie nicht. Und im Gegesatz zu Dauerflüchtlingen war das auch noch ihre eigene Entscheidung. Allein mit dem Verweis auf die Kurzweiligkeit auf eine Integration zu verzichten, kann uns furchtbar in den Hintern beißen, sobald eine Vorhersage mal nicht zutrifft.
Deswegen sollten wir JEDEN Flüchtlinge, Asylanten, vom subsidiären Schutz betroffenen, Migranten oder sonstiges so behandeln, als wenn er bis an sein Lebensende hierbleiben würde. Das kostet vielleicht ein bisschen mehr, aber es erspart uns noch mehr hässliche Überraschungen.

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mhpr262 12.03.2016, 19:56
87. Forderungen

von Frau Merkel. Ich stelle aber fest: wie immer kein einziges Wort darüber, was denn nun genau passieren wird, wenn die Flüchtlinge die "Erwartungen" nicht erfüllen und ihre "Pflicht" nicht tun und sich einfach nicht integrieren, wie das bei so vielen Zugewanderten bisher schon der Fall ist? Ich vermute mal: gar nichts wird passieren, es wird keine Konsequenzen geben. Bald wird es die ersten Banlieues in Deutschalnd geben.

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Atheist_Crusader 12.03.2016, 19:57
88.

Zitat von nofreemen
Flüchtlinge sind unfreiwillig auf der Flucht. Nun werden sie noch gezwungen für fremde Werte einzustehen und zu übernehmen. Teilweise Werte die, sie erst zur Flucht zwangen. Demokratie sollte auf Freiheit beruhen und nicht auf Zwang.
Sie sind unfreiwllig auf der Flucht, aber sie sind freiwillig HIER. Das ist ein Unterschied. Es ist ja nicht so, dass es nur das kriegsgeplagte Syrien und Europa gäbe. Auswahl gibt es genug. Die kommen nur hierher, weil es die objektiv beste Wahl ist.

Wenn ihnen Jemand ersparen will, sich fremden Werten zu unterwerfen, dann sollten sich ein paar Länder melden die ähnliche Werte haben, noch dazu Frieden und jede Menge Geld. Zum Beispiel Saudi-Arabien.

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luiasogi 12.03.2016, 19:57
89. Assimilation

ist die beste Integration. Das trifft nun natürlich nicht für Kriegsflüchlinge zu, denn die müssen nachdem der Fluchtgrund beseitigt ist, wieder zurück. Irgendwann müssen sie ihr Land, mit internationaler Hilfe, ja wieder aufbauen. Bis dahin kann es Jahre dauern. Diese Zeit sollte genutzt werden, denn die in Deutschland erlernetn Fähigkeiten können sie dann gut brauchen. Deshalb ist Schule und Arbeit sehr wichtig, man kann sie ja schließlich nicht untätig in den Lagern lassen. Müssiggang soll ja aller Laster Anfang sein.
Für alle anderen, die hier bei uns leben wollen, sollen auch mit uns Leben wollen. Jeder deutsche Auswanderer in den USA ist in 1. Linie Ami. Der singt sein Star spangeled Banner mit voller Inbrunst. Die Einwanderer nach Deutschland sind auch in der 4. Generation in grosser Zahl nicht Willens, sich mit Deutschland zu identifizieren. Vor diesem Hintergrund bin ich sehr skeptisch, ob die Integration so gelingen kann, wie man uns vormacht.

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