Forum: Politik
Wahlkampfauftakt in Florida: Platte mit Sprung
Carlos Barria/ REUTERS

Er hofft, dass die alten Hits noch ziehen: Mit derben Attacken, großen Versprechungen und viel Show startet US-Präsident Donald Trump in Florida die Kampagne zu seiner Wiederwahl. Seine Anhänger sind begeistert, aber reicht das?

Seite 1 von 11
fatherted98 19.06.2019, 07:36
1. ja, reicht....

...was viele hier in Europa nicht sehen und auch oft nicht wissen können....die Landbevölkerung ist weiterhin auf Trumps Seite. Trump hat....und auch das wird natürlich in Deutschland nicht kolportiert, einiges an Infrastrukturmaßnahmen gerade auf dem Land angestoßen....Milliarden werden investiert um es dort wieder einigermaßen lebenswert zu machen....er hat Programm für die Reintegration von Kriminellen vorangebracht (insbesondere von Farbigen....tja...wer hätte das gedacht)....deshalb und wegen der guten Wirtschaftslage trotz Drohgebärden in Richtung China, Mexiko und der EU....geht es vielen "kleinen Leuten" besser....das quotieren sie....und das Establishment an Ost- und Westküste hat dem nichts entgegenzusetzen....die Demokraten verlieren sich in ewigen Machtspielen und vor allem Anklagen gegen die Person Trump....merken dabei gar nicht dass sie ihm in die Karten spielen....denn je mehr das Establishment Trump basht...umso mehr stehen seine Anhänger hinter ihm. Ein Wahlprogramm ist zudem bei den Demokraten nicht auszumachen....außer: Trump muss weg. Das wird nicht reichen. Und die Umfragen....nun die kommen von den Medien denen Trump den Krieg erklärt hat....kein Wunder also das er hinten liegt....lag er ja auch bei seiner ersten Wahl....wir werden sehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Atheist_Crusader 19.06.2019, 07:45
2.

"startet"? Als ob er je aufgehört hätte, Wahlkampf zu betreiben. Das könnte dazu beigetragen haben, dass er auch zunehmend Konservativen zum Hals raushängt. Schon in früheren Wahlen haben die Bürger sich beschwert, dass die sich zu lange hinzogen, dass die Politik zu lange das Tagesgeschehen dominierte. Trump macht seit 2015 durchgängig Wahlkampf.

Die Umfragen aber sehen nicht so günstig aus. Selbst Fox News und seine eigenen Leuten zufolge liegt er hinter Biden und diversen Anderen. Klar lässt sich das nicht 1:1 auf die Wahl übertragen und selbstverständlich kann sich das noch ändern. Aber Trump scheint das weniger optimistisch zu sehen - er hat erstmal seine Umfragebeauftragten gefeuert und alle Umfragen als Fake News bezeichnet. Und dann ein paar eigene Umfragen erfunden die zeigen wie er überall gewinnt.
Was immer noch möglich ist, selbst wenn die Dems sich nicht mit irgendeiner neuen (oder alten) Idiotie in den Fuß schießen. Wenn sie sich aber am Thema bleiben, haben sie gute Chancen. Was Trump linken Radikalismus oder Sozialismus nennt, wird bei Amerikanern (auch Konservativen) immer beliebter. Selbst die haben erkannt, dass ihr altes System nicht so toll ist wie man es ihnen immer einreden will.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Hans-Dampf 19.06.2019, 07:46
3.

Direkte Antwort auf die Frage aus dem Teaser: es wird klappen. Dass US-Amerikaner ein undifferenziertes Welbild haben, wurde schon mit seiner Wahl zum Präsidenten bewiesen. Schlauer sind sie in der Zwischenzeit wohl nicht geworden.
Obendrein wird Trump in den USA vollkommen anders wahrgenommen als hierzulande. Ich will nicht behaupten, dass die US-Amerikaner ihren Präsidenten preisen, aber wer einmal vor Ort war, weiß, was ich meine.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
quark2@mailinator.com 19.06.2019, 07:47
4.

Leider braucht es nicht zu reichen, daß er so weitermacht, wie letztes Mal. Denn er hat halt gute Konjunkturdaten, er hat seine Versprechen entweder erfüllt, oder zumindest recht glaubhafte Anstrengungen gemacht, diese gegen eine Menge Widerstand durchzusetzen, er hat mit Mexiko, Kanada und China einige Runden getanzt und dabei nicht schlecht abgeschnitten ... und das alles während das halbe Land versucht, ihn zu Boden zu bringen. Persönlich wäre mir Bernie Sanders natürlich viel lieber, aber der Mann wird nie US-Präsident. Frau Clinton hätte zwar ne flachere Welle gemacht, wäre aber mMn. genauso rücksichtslos in ihrer Außenpolitik gewesen. Man braucht sich nichts vormachen, egal wer dieser Tage US-Präsident wird, die alte Zeit, als die USA tatsächlich halbwegs nett zu Europa waren, sind wohl vorbei.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
phillyst 19.06.2019, 08:12
5.

Solange sich die Dems in irgendwelchen für den Normalbürger kaum zu greifenden politischen Grabenkämpfen verzetteln wird er leider jede Chance haben, wieder zu gewinnen. Die größte Chance für die Dems währen wohl Nichtwähler. Die sollen jetzt mal die Finger aus diversen Körperöffnungen nehmen, Biden oder Sanders (den mit weniger Dreck am Stecken) aufstellen und in den Wahlkampfmodus schalten, OHNE sich dabei zu sehr auf Trump zu fokussieren. Auch wenns schwer fällt. Vielleicht haben sie ja auch Glück und Russland "hilft" diesmal ihnen, weil sie inzwischen völlig entnervt sind, was für eine Gestalt sie da ins Amt befördert haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jujo 19.06.2019, 08:12
6. ...

Das könnte eine erfolgreiche Strategie sein, die Konkurrenten der Demokraten einfach bei seinen Auftritten zu ignorieren. So liegt der Fokus alleine bei Trump.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
s.l.bln 19.06.2019, 08:25
7. Realistisch betrachtet...

...hat der Dauerwahlkampf , in dem Trump sich befindet, nie aufgehört. Selbst direkt nach Amtsantritt hat er einfach weiter seine Rallys veranstaltet. Ich kann mich an einen vergleichbaren Fall nicht erinnern.
Selbst Fox News wurde das irgendwann zuviel und sie haben die Übertragungen eingestellt, unter heftig gezwitschertem Protest ihres "Clienten".
Inzwischen dürfte das aber egal sein, weil sich dort nur noch seine Basis einfindet.
Wechselwähler, die ihn als interessantes Experiment betrachtet haben, wissen inzwischen, ob sie das Ergebnis positiv bewerten oder nicht. Die erfahren auf seinen Rallys nichts Neues und haben sich vielfach abgewendet. Will er sie zurückholen, wird es wohl irgendeinen besonderen Medienstunt oder Erfolg brauchen. Kapitulierende Chinesen (unwahrscheinlich) ein Krieg (riskant) oder neuerlich von den Russen gelieferter Schmutz über die direkte Konkurrenz (wer weiß).
Seine Rallys werden jedenfalls keine neuen Wähler mobilisieren, die dort vorgetragenden Mantras nutzen sich ab.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
KingTut 19.06.2019, 08:26
8. Orlando

Laut Stephen Colbert (The Late Night Show) liegen Trumps Sympathiewerte in Orlando bei 29 %(!). Er hat also viel zu tun, um Vertrauen zu schaffen. Ob ihm das mit Lügen und Hasstiraden auf seine politischen Gegner gelingt, darf (hoffentlich!) bezweifelt werden. Hinzu kommt die Tatsache, dass Trumps eigene Geheimdienste ihn als Sicherheitsrisiko einstufen, sonst hätten sie ihn in die Geheimdienstaktionen gegen Russland (als Gegenreaktion auf die Installierung von Malware in hochsensiblen Industrien durch Russland), über die die NYT dieser Tage berichtete, mit einbezogen. Ein Präsident, dem die eigenen Geheimdienste zutrauen, dass er ihre Aktionen hintertreibt, gehört nicht in dieses Amt. Ich hoffe, es gibt noch genug Amerikaner bei Verstand, die das erkennen und ihn 2020 aus dem Amt jagen. Darüber würden sich insbesondere auch einige Staatsanwälte freuen, deren Hände derzeit (noch) gebunden sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
muellerthomas 19.06.2019, 08:28
9.

Zitat von fatherted98
und auch das wird natürlich in Deutschland nicht kolportiert, einiges an Infrastrukturmaßnahmen gerade auf dem Land angestoßen....Milliarden werden investiert um es dort wieder einigermaßen lebenswert zu machen...
Die Zahlen sagen etwas anderes:
https://www.foxbusiness.com/politics/historic-us-infrastructure-spending

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 11