Forum: Politik
Wahlkampfauftakt in Florida: Platte mit Sprung
Carlos Barria/ REUTERS

Er hofft, dass die alten Hits noch ziehen: Mit derben Attacken, großen Versprechungen und viel Show startet US-Präsident Donald Trump in Florida die Kampagne zu seiner Wiederwahl. Seine Anhänger sind begeistert, aber reicht das?

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Beat Adler 19.06.2019, 09:45
30. Der Landbevoelkerung geht es besser unter Trump? 600 Firmen klagten ge

Zitat von fatherted98
...was viele hier in Europa nicht sehen und auch oft nicht wissen können....die Landbevölkerung ist weiterhin auf Trumps Seite. Trump hat....und auch das wird natürlich in Deutschland nicht kolportiert, einiges an Infrastrukturmaßnahmen gerade auf dem Land angestoßen....Milliarden werden investiert um es dort wieder einigermaßen lebenswert zu machen....er hat Programm für die Reintegration von Kriminellen vorangebracht (insbesondere von Farbigen....tja...wer hätte das gedacht)....deshalb und wegen der guten Wirtschaftslage trotz Drohgebärden in Richtung China, Mexiko und der EU....geht es vielen "kleinen Leuten" besser....das quotieren sie....und das Establishment an Ost- und Westküste hat dem nichts entgegenzusetzen....die Demokraten verlieren sich in ewigen Machtspielen und vor allem Anklagen gegen die Person Trump....merken dabei gar nicht dass sie ihm in die Karten spielen....denn je mehr das Establishment Trump basht...umso mehr stehen seine Anhänger hinter ihm. Ein Wahlprogramm ist zudem bei den Demokraten nicht auszumachen....außer: Trump muss weg. Das wird nicht reichen. Und die Umfragen....nun die kommen von den Medien denen Trump den Krieg erklärt hat....kein Wunder also das er hinten liegt....lag er ja auch bei seiner ersten Wahl....wir werden sehen.
Der Landbevoelkerung geht es besser unter Trump? 600 Firmen, genau dort zu Hause, wo sich diese Landbevoelkerung befindet, im heartland, in den fly-over states, klagten in einem Brief gegen Trump. Warum taten sie dies, wenn es doch ihren Mitarbeitern, der Landbevoelkerung so grossartig geht?
mfG Beat

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Feldlaus 19.06.2019, 09:47
31. Dieser Mann ist eine Gefahr ....

...für den Weltfrieden und damit des Wohlstands unserer gesamten Zivilisation. Ihm fehlt die wichtige Eigenschaft zur Besonnenheit und Selbstreflextion. Eine Eigenschaft die für Menschen in solchen Positionen elementar wäre.

Da sich die amerikanische Landbevölkerung - wie eh und je - nicht für Weltpolitik interessiert, kann ich mir dennoch vorstellen das es das Trumpeltier schafft, wiedergewählt zu werden. Leider polarisiert er noch immer ...

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Beat Adler 19.06.2019, 09:52
32. Schlaue US Amerikaner verhalfen den Demokraten zum Sieg Nov 2018.

Zitat von Hans-Dampf
Direkte Antwort auf die Frage aus dem Teaser: es wird klappen. Dass US-Amerikaner ein undifferenziertes Welbild haben, wurde schon mit seiner Wahl zum Präsidenten bewiesen. Schlauer sind sie in der Zwischenzeit wohl nicht geworden. Obendrein wird Trump in den USA vollkommen anders wahrgenommen als hierzulande. Ich will nicht behaupten, dass die US-Amerikaner ihren Präsidenten preisen, aber wer einmal vor Ort war, weiß, was ich meine.
Schlaue US Amerikaner verhalfen den Demokraten zum Sieg Nov 2018.

2020 werden die Demokraten gleich 3 Fach abraeumen, Praesidentschaft, Abgeordnetenhaus und Senat, wenn sie das Gleiche tun wie im Nov 2018: Krankenversicherung, Mindestloehne, Abtreibung, Migranten, Waffenrecht, Ende des Handelskrieges, Senkung der Kosten fuer Studierende an den Universitaeten, Green New Deal etc. Da hat Trump NICHTS engegen zu setzen!

Trump sagt: "Die US Wirtschaft boomt wie noch nie, Dank mir!" Trump sagt: "Die Arbeitslosigkeit ist so tief wie noch nie, Dank mir!"

Trump sagt auch: "China (EU, Japan, Mexiko, etc.) stiehlt unsere Arbeitsplaetze!"

Trump sagt NICHT, was den stimmt, ob das Erstere oder das Letztere.

Wer die letzten beiden Obama-Jahren mit den beiden ersten Trump-Jahren vergleicht, stellt was genau fest? Wer wirtschaftet besser?
mfG Beat

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neue_mitte 19.06.2019, 09:55
33.

Zitat von p-touch
(Trump wurde schon einmal) unterschätzt, dazu kommt noch der Bonus des Amtes. [...]
Der Amtsbonus mag in der Vergangenheit bei Amtsträgern gewirkt haben. Wenn aber jemand so dermaßen durchs Amt stümpert, ist es ein Amtsmalus. Ich fürchte, Trump wird seinen Wahlkampf so gestalten, als träte er zum ersten Mal an und aktuell wären immer noch die Demokraten an der Macht. Er kann sich eigentlich nur für neue MAGA Versprechungen wählen lassen, nicht für die tatsächliche Arbeit der letzten 2 1/2 Jahre. Das ist natürlich für jemanden, der seit 2015 nur Wahlkampf betreibt und diesen auch als Amtsträger ununterbrochen weiterführte, kein Problem. Über der "The Donald Trump Show" ist ja nicht umsonst "Dauerwerbesendung" eingeblendet.

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LUAP 19.06.2019, 10:04
34. So bedauerlich es ist, er wird bleiben.

Auch wenn er die ganze Welt durcheinander schüttelt, und überall Hass und Zwietracht sät, wird er meines Erachtens wiedergewählt. Anscheinend gibt es momentan wieder genug Menschen, die sich nach einem "starken" Mann sehnen. was habe ich von meinem ersten Chef gelernt: Lieber eine starke Behauptung als ein schwaches Argument. Und wer am lautesten schreit, hat recht.

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wiseman21 19.06.2019, 10:06
35. Sie haben recht...

Zitat von Atheist_Crusader
Na klar gibt's Alternativen, sogar sehr viel bessere. Sanders, Warren, Buttigieg, ... nur um mal die offensichtlichsten zu nennen. Deren Themen wie Umweltschutz, allgemeine Krankenversicherung, höhere Steuern für die Reichsten etc. werden bei den US-Bürgern immer beliebter - selbst unter Konservativen. Trump kann dagegen nichts auffahren außer alten Versprechen die schon damals kaum glaubhaft waren. Im Gegenteil, zunehmend verdrehen sich die Verhältnisse aus dem Wahlkampf 2016: Jetzt ist Trump derjenige der sagt "Ich bin nicht die da! Ich bin nicht der fiese Linksterrorist der das Land in ein neues Venezuela verwandeln will." und die Demokraten sind diejenigen die alte Ideen in Frage stellen und Leute mitreißen die sonst eher wenig mit ihnen anfangen konnten aber Veränderung wollen. Das Ausgang der nächsten Wahl ist alles Andere als sicher.
Hinzu kommt auch noch, dass Trump in entscheidenen Punkten eben NICHT geliefert hat. Nur um mal 3 Themen zu nennen: Er hat seine unsägliche Mauer nicht gebaut (schon garnicht von Mexiko bezahlt), er hat Obama Care nicht durch etwas schöneres und besseres ersetzt. Und er nicht dafür gesorgt, dass das Handelsdefizit gesunken ist - ganz im Gegenteil (auch die hinterwälderischsten Bauern aus dem mittleren Westen haben inzwischen gemerkt, dass sie plötzlich ihre Sojabohnen, ihren Mais, Äpfel, Nüsse etc. nicht mehr verkaufen können). Die Realität holt Trump zunehmend ein, egal ob in der Handels- oder Aussenpolitik. Oder ins sonst einem anderen Politikfeld. Und das wird ihm in den nächsten 1,5 Jahren noch zunehmend Probleme bereiten. Ach ja, und zur seltsamen Aussage von Spagatvo zum Thema Alternativen: Die Rally hat gerade erst begonnen, spätestens im Herbst wird das ganze an Fahrt aufnehmen und sich sicher Herausforderer rauskristalisieren, die jetzt noch nicht im Fokus stehen. Auch im Frühjahr 2007 hatte noch niemand Barak Obama ernsthaft auf dem Zettel, als es um die Präsidentschaft 2008 ging...

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annoo 19.06.2019, 10:10
36. Nachtrag zu meinem Post Nr. 26

Bei meinem letzten Post bezog ich mich auf den Beitrag Nr. 1 von fatherted (ist irgendwie technisch verlorten gegangen, deshalb hier nochmals):

Zitat "...was viele hier in Europa nicht sehen und auch oft nicht wissen können....die Landbevölkerung ist weiterhin auf Trumps Seite. Trump hat....und auch das wird natürlich in Deutschland nicht kolportiert, einiges an Infrastrukturmaßnahmen gerade auf dem Land angestoßen....Milliarden werden investiert um es dort wieder einigermaßen lebenswert zu machen....er hat Programm für die Reintegration von Kriminellen vorangebracht (insbesondere von Farbigen....tja...wer hätte das gedacht)....deshalb...

Das meinte ich mit dem nachgeplapperten Fox-Ticker. Keine Belege, nur Behauptungen zusätzlich mit falschen Schlussfolgerungen.

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kajoter 19.06.2019, 10:13
37.

Als erstes muss danach gefragt werden, wie viele der begeisterten Zuhörer für ihre Teilnahme und Begeisterung bezahlt wurden. Seine letzten Wahlkampfauftritte zogen immer weniger Besucher an und nicht nur eine amerikanische Quelle sprach davon, dass Trumps Wahlkampfteam mit Geld nachhalf.
Davon abgesehen - Trumps Erfolg in 2016 beruhte auf seinem hauchdünnen Vorsprung in den Swing States. Den wird er nicht wiederholen können, zumal Frau Clinton diese Staaten sträflich vernachlässigte. Offenbar war sie sich zu siegessicher, was angesichts von "grab them by the p***" nachvollziehbar war.
Die Dems werden diesen Fehler aber nicht wiederholen.
Der nächste Punkt war der hohe Prozentsatz der Nicht-Wähler. Aber Trump tut mit seiner lauten, korrupten Präsidentschaft alles dafür, dass deutlich mehr Amerikaner wählen werden, und diese werden vornehmlich für den Gegenkandidaten stimmen.
Natürlich ist die Anzahl der demokratischen Bewerber viel zu groß und mindestens 15 von ihnen sind chancenlos. Eigentlich sollten sie freiwillig ausscheiden, aber die Dems praktizieren eben Demokratie, was so gut wie das Gegenteil der Trump-Maschinerie darstellt.
Und zum Schluss: Joe Biden wird es mMn nicht bis zum Schluss schaffen, den Spitzenplatz zu halten. Er ist zu alt, zu konservativ und verkörpert nicht den Aufbruch, den die meisten Amerikaner jetzt herbeisehnen. Stichworte: Gerechtere Steuern, Gesundheitsreform, höhere Zuwendung des Staates in sozialen Fragen bei gleichzeitiger Neujustierung des Haushalts, vor allem bei den irrsinnigen Militärausgaben. Meines Erachtens werden Kamala Harris und Elisabeth Warren den Spitzenplatz unter sich ausmachen und bei beiden stünde Trump argumentativ auf verlorenem Posten. Dass das bei seinen Stammwählern anders wahrgenommen würde, muss man als gegeben voraussetzen. Diese Menschen könnten momentan nicht einmal von einer Mischung aus Gandhi und J.F. Kennedy überzeugt werden. Aber das Wählerreservoire abseits dieser Gruppe ist groß genug, um Trump abzuwählen. Dass er zudem bei Frauen, bei Schwarzen, Latinos und Einwanderern hoffnungslos hinten liegt, ist ein weiteres Indiz dafür.

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JensJacob 19.06.2019, 10:14
38. Was heißt hier "hofft"?

Denkt ihr wirklich, nur weil in Deutschland so viel Negatives über Trump geschrieben wird das die Amerikaner sich davon beeindrucken lassen? Wie überheblich. Der Amerikaner entscheidet an der Wahlurne nach den Kriterien wie sich sein Leben verbessert oder verschlechtert hat, nicht darüber ob der Präsident einen lockeren Gang oder ein guter Redner ist.

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annoo 19.06.2019, 10:17
39.

Zitat von claus7447
Sind sie sicher mit den rednecks? Die Farmer haben derzeit massivste Probleme ihr Soja und den Weizen los zu bekommen. Einige hundert unternehemen im rustbelt protestieren gegen die Zölle.
Das Problem mit Nationalismus und Rassismus ist ja, dass es eine SO einfache Erklärung für alle - ja gerade auch ökonomische - Probleme gibt. Trump haut dann ein "Wenn es die verbrecherischen Mexikaner (oder wer auch immer) nicht gäbe, ginge es ihnen gut" heraus und jeder WILL es dann glauben. Weil einfache Antworten halt bequemer sind als komplexe Zusammenhänge. Das ist doch der Grund, weshalb Populismus zugewinnt, doch nicht wegen der besseren Argumente. Oder gar wegen besserer Logik.

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