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Wahlkampftaktik: Grüne rebellieren gegen Kretschmanns S-21-Kurs
DPA

Die Kritik der Opposition scheint an ihm abzuprallen, so populär ist Winfried Kretschmann in Baden-Württemberg. Doch nun bekommt es der Ministerpräsident mit der eigenen Partei zu tun: Grünen-Politiker aus Bund und Land hadern mit seiner neuen Linie bei Stuttgart 21.

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UnitedEurope 27.03.2013, 18:41
1. Titellos

"Er sieht sich als Ministerpräsident an erster Stelle dem Land und frühestens an zweiter Stelle den Grünen verpflichtet." - Und deswegen liebt man ihn im Ländle. Er versucht sich aus dem Parteiengeplänkel rauszuhalten, steht zu seinem Wort und fühlt sich an die Volksabstimmung gebunden, ein echter Demokrat.

Man kann zu S21 stehen wie man will, aber wer das Durchboxen des Projektes der CDU/FDP gegen jede Logik kritisiert, muss auch kritisch zu der Taktik der Grünen stehen, die Abstimmung zu ignorieren und das Projekt durch die Hintertür scheitern zu lassen.

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Notion 27.03.2013, 18:48
2. Dem Ländle verpflichtet?

Wie kann jemand von sich behaupten, er sei seinem Land verpflichtet, wenn er genau diesem Land 2 Mrd. neue Schulden beschert. Fakt ist, der Typ ist einfach umgefallen vor den "mächtigen Herren" der Bundesregierung und der Bahn. Aber was soll man von einem Radfahrer und Lehrer auch anderes erwarten. Aber wenigsten stehen könnte er zu seinem mangelnden Rückrat und uns so alberne PR-Artikel wie diesen ersparen.

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UnitedEurope 27.03.2013, 18:55
3. Titellos

Zitat von Notion
Wie kann jemand von sich behaupten, er sei seinem Land verpflichtet, wenn er genau diesem Land 2 Mrd. neue Schulden beschert. Fakt ist, der Typ ist einfach umgefallen vor den "mächtigen Herren" der Bundesregierung und der Bahn. Aber was soll man von einem Radfahrer und Lehrer auch anderes erwarten. Aber wenigsten stehen könnte er zu seinem mangelnden Rückrat und uns so alberne PR-Artikel wie diesen ersparen.
1. Den Artikel hat ja nicht er in Auftrag gegeben.

2. Es gab eine Volksabstimmung, und die klare Mehrheit war für S21. Wie soll er sich seiner Meinung nach nun verhalten? Die Abstimmung ignorieren? Er verweist mit Recht daraufhin, dass die Mehrkosten nicht einfach der Stadt und dem Land auferlegt werden können, aber er kann das Projekt auch nicht einfach scheitern lassen, weil eine laute Minderheit es möchte.

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aramcoy 27.03.2013, 18:59
4. Da ist niemand umgefallen - Kretschmann schon gar nicht

Was soll das Gemecker, es gab einen Bürgerentscheid in BW. Die Mehrheit der Bürger wollte S21. Was soll denn da der MP machen, sich gegen die Mehrheit der Bürger stellen. Ne, auch als Grün-Wähler habe ich allerhöchste Achtung vor Kretsche, dass er den Willen des Volkes respektiert, auch gegen seine eigene Überzeugung. Klasse, weiter so.

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Epaminaidos 27.03.2013, 19:01
5.

Zitat von UnitedEurope
Er versucht sich aus dem Parteiengeplänkel rauszuhalten, steht zu seinem Wort und fühlt sich an die Volksabstimmung gebunden, ein echter Demokrat.
Sehr witzig! Direkt nach der Volksabstimmung wollte er sie noch so gut es geht ignorieren und hat versucht, das Projekt durch die Hintertür scheitern zu lassen.
Nun hat er halt gemerkt, dass diese Position nicht zu halten ist und passt sich der Realität an. Das ist eine Wandlung, die viele Grüne und Linke durchmachen müssen, wenn sie mal selbst an der Regierung sind.

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ulrich_frank 27.03.2013, 19:04
6. Winfried Kretschmann ist unredlich und unehrlich

Als die Mehrkosten von 2 Milliarden EUR verspätet auf den Tisch kamen (ohne daß die Verantwortlichen für die Täuschung zur Verantwortung gezogen worden wären), behauptete er, die Teilnehmer der Volksabsimmung seien halt getäuscht worden. Groß ins Zeug gelegt hat sich der Herr vor der VA nicht, um über diese Täuschung aufzuklären. Die Arbeit haben die anderen getan. Jetzt behauptet der Herr, mit dem Tiefbahnhof entstehe ein leistungsfähiger Verkehrsknotenpunkt, obwohl sich schon jetzt das Gegenteil beweisen läßt. Das ist nichts weiter als infam. Und der SPIEGEL könnte wesentlich mehr leisten als dem Mann in seinem waldigen Paralleluniversum hinterherzubeten und zu meinen der Zug sei wohl abgefahren!

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rainer_daeschler 27.03.2013, 19:06
7. "Politisches Stalingrad" und "Nach mir die Sintflut Politik"

Stuttgart 21 ist eigentlich nur noch ein "politisches Stalingrad", das nur noch vom Durchhaltewillen getragen ist. Kretschmann kann es in seiner Funktion als Ministerpräsident nicht einfach beenden, aber er begibt sich in die Gefahr zu denen gezählt zu werden, die es weiter vorangetrieben zu haben. Zu viele Kollateralschäden zieht der Bahnhofsbau mit sich. Alle Beteiligten müssen sich ständig rechtfertigen, wenn Mittel an allen Ecken fehlen, sie selbige aber für ein umstrittenes Bauprojekt mit vollen Händen ausgeben.

Weiterhin lebt das Projekt davon, dass das ganze Ausmaß des Milliardengrabs sich erst offenbart, wenn Rüdiger Grube und Volker Kefer als Bahnvorstände und Angela Merkel und Winfried Kretschmann als Politiker längst nicht mehr in ihren derzeitigen Ämtern sind. Es ist eine "Nach mir die Sintflut Politik", die den Steuerzahler noch viel kosten wird.

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EchoRomeo 27.03.2013, 19:08
8. Das Problem der Grünen Wut/Gutbürger ist doch

daß das einzige Hauptthema das sie je hatten, Atomkraft seit der Energiewende ausgelutscht ist. Zum Thema Endlager können sie nicht wie sie wollten, denn das würde ihnen womöglich selbst auf die Füße fallen. Passende Tsunamis mit GAU sind eher selten. Blieb also nur noch das Thema Tiefbahnhof in Stuttgart mit dem sie wenigstens ein wenig Aufmerksamkeit hätten erregen können, weil diese Kampagne noch nicht vollständig abgeschlossen ist, die Medien noch geschaltet sind und einige Unverdrossene unverdrossen, wenn auch verzweifelt, weiter Wutbürgern. Gegen die tausende Windmühlen die der Grüne Umweltminister in BaWü aufstellen muß, lässt sich auch schlecht agieren und mit dem Naturpark Nordschwarzwald müssen sie sehr vorsichtig sein, denn da sind sich selbst die Grünen intern nicht grün. Die von ihnen inzenierten Schulreformen können sie auch kaum als Erfolgsgeschichten verhökern, die Beamten haben sie verprellt und die Grünen in Berlin leben auch nur noch von ihren Legenden.
Wie also das Dagegen-erprobte Fußvolk auf die Straße und in den Wahlkampf schicken? Vor allem gegen WAS? Grüne konnten und können nur gegen etwas agieren, gemeinsam für ein Projekt zu sein, ist in diesem heterogenen Verein gar nicht vorgesehen, es sei denn für Trivia wie Falschenpfand wg der Umwelt und ähnlich schwammigen Allgemeinplätzen, die sie aber Ziele nennen. Nur wurden diese Ziele schon zu oft ge- bzw mißbraucht als dass sie damit noch einen alten Hund hinter dem Ofen hervorlocken könnten.

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040380800 27.03.2013, 19:11
9. Demokatie

Demokratie ist es, wenn man sich an das Ergebnis von Abstimmungen hält, auch wenn es einem persönlich nciht passt. Deshalb Hut ab vor Herrn Kretschmann. Es ist vor niemandem umgefallen sondern hat sich nur der mehrheitlichen Meinung derer gebeugt die Ihn letztlich auch als ihren Vertreter gewählt haben. Das verdient anerkennung und wäre dem einem oder anderen Polotiker durchaus auch mal als Vorgehensweise zu empfehlen!

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