Forum: Politik
Wahlrecht ab 16: Wer später zahlen muss, soll auch entscheiden dürfen
DPA

Menschen in Vollbetreuung dürfen jetzt auch an der Europawahl teilnehmen - Menschen unter 18 Jahren aber immer noch nicht. Dieser Zustand ist unhaltbar in einer Zeit, in der Politik auf dem Rücken der Jugend gemacht wird.

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catcargerry 16.04.2019, 19:22
30. Asymmetrische Verantwortlichkeit

Zitat von casbavaria
Man traut Jugendlichen nicht zu, vollumfänglich die Folgen einer Straftat zu überblicken - deswegen gibt es das Jugendstrafrecht - aber wählen soll man sie lassen? Habe ich kein Verständnis für. Gerne auch Wahlrecht für 16-jährige - wenn diese eidesstattlich erklären, ab diesem Zeitpunkt unter Erwachsenenstrafrecht zu fallen. Ich kann von jemandem, der wählen geht, auch erwarten, dass er z.B. die Folgen und Konsequenzen einer Straftat überblickt.
Das Prinzip verstehe ich schon, billigen kann ich es nicht. Die Menschen, ob unter Jugendstrafrecht fallend oder oder betreut, die von ihrer Verantwortung für ihr Handeln ganz oder teilweise freigestellt und vor persönlichen Folgen insoweit geschützt sind, sollen in allgemeinen Angelegenheiten, also denen anderer Leute, entscheiden. Ist es auch Tollheit, so hat es doch Methode: Die das verfolgen, rechnen mit überwiegender Zuneigung dieser Gruppen bei Wahlen - berechtigt.

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willib1955 16.04.2019, 19:23
31.

Zitat von Ein_denkender_Querulant
weiter sollte das Wahlrecht ab 65 ausgesetzt werden, weil es nicht sein kann und darf, dass Rentner über die Zukunft junger Menschen entscheiden.
Was ist mit Ihnen nicht in Ordnung?

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rad666 16.04.2019, 19:26
32.

Zitat von götzvonberlichingen_2
Nur weil man ein Mindestalter erreicht hat, wird man plötzlich fähig etwas zu tun? Wo steht geschrieben, ab welchem Alter man eine Mindestreife hat? Böse gefragt - was kann ein 30 Jährigem Hilfsarbeiter besser entscheiden als ein 16 jähriger Musterschüler? Warum wollen Sie nur das Alter einbeziehen? Warum nicht auch die Schuldbildung einfließen lassen? Warum keine BILD Zeitungsleser komplett von Wahlen ausschließen, sind diese doch in der Mehrzahl ungebildeter als andere.
Weil ein 30 jähriger Hilfarbeiter mehr Entscheidungen treffen musste und für alle seine Handlungen die volle Verantwortung trägt.
Würde man die Bildung mit einfließen lassen wäre das gut für die AfD, ein nicht unerheblicher Teil ihrer Wähler gehört eher gebildeten Kreisen an.

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minimalmaxi 16.04.2019, 19:27
33.

Die Kommentare hier sind ja vom Feinsten... Ist das noch SPON oder schon BILD-Zeitung?
"Demokratie erfordert einen klaren Kopf, die Fähigkeit zum selbstständigen Beurteilen und Entscheiden sowie eine gewisse Mindestreife" Ach ja? Welcher Erwachsene dürfte dann noch wählen? Hier werden absurde Argumente genannt, die doch nur einem Ziel dienen: die jungen Menschen von der politischen Willensbildung auszusschliessen, besonders wenn man befürchtet, dass diese "links-grün-versifft" wählen würden. Dass die sog. Erwachsenen es nicht gebacken kriegen, diese Welt gerecht und verantwortungsvoll zu regieren, darüber schweigt man lieber.
Kinder und Jugendliche: macht weiter so! Sonst werden euch die Erwachsenen eine digitalisierte, aber lebensfeindliche Ruine hinterlassen.

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catcargerry 16.04.2019, 19:27
34. Wahlrecht nach Einkommen

Zitat von sven2016
Warum ab 16 und nicht ab 12? Warum nicht wahlberechtigt, wenn man zwei Jahre seinen Hauptwohnsitz hier hatte? Warum nicht ab einem Mindesteinkommen von 100k im Jahr? Brutto? Netto? Warum nicht nach einem Staatsbürgerkundetest? Festgelegt kann Vieles werden, saubere Begründungen gibt es kaum oder besser gesagt, für fast alle Änderungen. Müßige Debatte.
Das war einmal Gang und Gäbe. Mein Ur-UrGroßvater hatte fünffaches Stadt-, also Wahlrecht. Leider ist weder vom Recht noch von seiner Basis etwas übrig geblieben. Aber ich könnte heute wieder gut mit so einer Regelung leben.

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maf 16.04.2019, 19:29
35. Wahlrecht bzw Stimrecht

Jeder Bürger sollte eine Stimme haben. Dazu gehören auch Kinder! Wenn diese mangels Alter noch nicht selber entscheiden können, gibt es ja die Eltern oder andere Vertreter, die im Sinne des Kinders abstimmen können. Da diese Vertreter meist auch diejenigen sind, die auch für die Kosten und Interessen des Kindes aufkommen müssen, sollte es keinen Interessenkonflikt geben.
Dies ist notwendig, da ansonsten die 0-35 jährigen in den Wahlen nicht genügend representiert sind und von den älteren Wählen überstimmt werden.
Bitte auch Unterscheiden zwischen "Wahlrecht" und "Stimme". Sicher können Kinder im jungen Alter noch nicht wählen - aber sie sollten eine Stimme haben.

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Marut 16.04.2019, 19:32
36. Dann aber zu Ende gedacht.

Zitat von miobri
Demokratie erfordert einen klaren Kopf, die Fähigkeit zum selbstständigen Beurteilen und Entscheiden sowie eine gewisse Mindestreife, die Manipulationen erschwert. So gesehen sollte die Hürde, wählen zu dürfen noch weitaus höher sein, als sie es durch die Absenkung des Wahlalters mittlerweile geworden ist.
Wer schon einen solchen Unsinn schreibt sollte dann aber auch so konsequent sein und das Wahlrecht altersmäßig nach oben begrenzen. Denn das bei einigen älteren die selbstständige Beurteilung abhanden gerät ist genauso richtig, wie sie bei jüngeren noch nicht vorhanden ist. Gerade ältere lassen sich viel stärker von sympatischen Aussehen manipulieren, als sie auf politische Zuammenhänge achten. Gut, kann man sagen dass das nicht stimmt - aber der Unsinn der wahlfähigkeit Jüngerer ist dann genauso ein Quatsch. Der Auftritt vieler Junger, die das Klima retten wollen ist um einiges "reifer" als der derjenigen, die nur ungestört ihre Profite weitermachen wollen.

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glasen 16.04.2019, 19:33
37.

Zitat von s.l.bln
Wer sich mal mit 16 Jährigen unterhält, stellt schnell fest, daß die Mehrzahl von ihnen ein eher lückenhaftes politisches Weltbild hat. Die können oft die Extreme unterscheiden und sagen, daß sie z.B. die AFD doof und die Grünen gut finden, wissen aber nicht unbedingt, wofür die FDP real steht oder was die CDU von der SPD unterscheidet.
Das gleiche kann man über eine nicht kleine Anzahl der sogenannten "Erwachsenen" behaupten. Würde man den durchschnittlichen Wähler der AfD einen Test in Staatsbürgerkunde machen lassen, würden sie genauso mies bzw. noch mieser als der durchschnittliche 16-jährige abschneiden.

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Innenverteidiger 16.04.2019, 19:34
38. Kinder an die Macht ?

Statt die Wähler immer jünger zu machen, könnte ein Höchst-Wahlalter eine Ausgleich wegen der Überalterung bringen. Wahlen bestimmen die Zukunft für weitere Jahre und diese Zukunft hat man ab etwa 75 Jahren wohl irgendwie schon hinter sich. Auch die hier unterstellte mangelnde Klarheit im Kopf von Jüngeren dürfte im Alter auch eher abnehmen.

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spon_4_me 16.04.2019, 19:34
39. Dieser Artikel

stellt wirklich sehr dumme Fragen. Bei allem Ihnen gebührenden Respekt: Sie wissen, Herr Becker, nicgt weshalb das Wahlrecht so ist wie es ist? Dann will ich es Ihnen verraten: Man hat das allgemeine, gleiche Wahlrecht zunächst für Männer, später für Frauen eingeführt, weil anders die Teilnahme am Kriegsdienst (in der Heimat oder an der Front) nicht zu gewährleisten war. Man könnte sich vielerlei anderes Wahlrecht stattdessen vorstellen: nach Steuerlast (wie bei Preussens), nach Bildungsgrad (John Stuart Mill), nach Anzahl noch verbleibender eigener Lebensjahre oder nach Anzahl Nachkommen und damit sozusagen nach genetischer Investition, nach ökologischem Beitrag, gemäß einem Sozialpunktesystem. Keine dieser Varianten ist per se dümmer als eine andere. Sie könnten auch Kleinkinder und - wenn Sie Anhänger der Singerschen Moralphilosophie sind - Haus- und Nutztiere mit dem Lanwirt in loco parentis proportional mitwählen lassen. Ich freue mich jetzt schon auf den Wahlkampf. Lutscher und Heu für alle! Wie ist eigentlich gerade das Wetter auf Ihrem Planeten?

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