Forum: Politik
Wahlrecht ab 16: Wer später zahlen muss, soll auch entscheiden dürfen
DPA

Menschen in Vollbetreuung dürfen jetzt auch an der Europawahl teilnehmen - Menschen unter 18 Jahren aber immer noch nicht. Dieser Zustand ist unhaltbar in einer Zeit, in der Politik auf dem Rücken der Jugend gemacht wird.

Seite 7 von 19
keine-#-ahnung 16.04.2019, 20:07
60. "Wer beispielsweise Deutscher werden will ...

... muss im Einbürgerungstest Dutzende Wissensfragen beantworten, bevor er Pass und Wahlrecht erhält. Wer aber schon Deutscher ist, nur dank des Zufalls der Geburt, bleibt vor der Wahl vor solchen Tests verschont. Warum eigentlich?"

Wer Deutscher per Geburt ist, wurde über die Schulpflicht auf den Weg der göttlichen Erkenntnis geführt ...

Ein Staat ist für Ordnungspolitik verantwortlich - und zieht dafür halt feste Linien ein. Was ist daran schwer zu verstehen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
patrickkulinski 16.04.2019, 20:08
61. @willib1955

Zitat von willib1955
"...weiter sollte das Wahlrecht ab 65 ausgesetzt werden, weil es nicht sein kann und darf, dass Rentner über die Zukunft junger Menschen entscheiden." Was ist mit Ihnen nicht in Ordnung?
Abgesehen davon, dass er ein "denkender Querulant" ist (und dieser vergisst, dass Sie mit 64 Jahren auch noch wohl 15 Jahre vor sich haben, in denen Sie mit Wahlergebnissen einverstanden sein wollen) habe ich mir auch schon mal überlegt wie es wäre, wenn Stimmen mit zunehmendem Alter weniger Gewicht haben. Die Begründung dahinter ist, dass junge Menschen deutlich mehr Konsequenzen aus Tätigkeiten einer Regierung erfahren werden als Menschen gehobenen Alters. Die Gewichtung der Stimmen wäre jedoch nicht einfach festzulegen, auch weil jeder Mensch nicht gleichlang lebt und Personen mit guter Gesundheit, jedoch schon einer dreistelligen Zahl als Alter ein verschwindend kleines Stimmgewicht hätten, obwohl vielleicht noch 10 Jahre oder mehr drin sind. Vor dem Verfassungsgericht würde ein solcher Ansatz wohl in der Luft zerrupft.

Aus diesem Grund hänge ich tatsächlich der Idee an, dass Eltern von Minderjährigen auch für diese abstimmen dürfen. Allgemein sehe ich ansonsten das Problem, dass ältere Bevölkerungsschichten, die weiter am wachsen sind und ein deutlich anderes Wahlverhalten haben (im Vergleich ein konservatives), ein ungerechtfertigtes Übergewicht erhalten gegenüber den aktuell nicht repräsentierten Kindern und Jugendlichen. Die andere Alternative, nämlich die Einführung von Multiple-Choice-Prüfungen zu den Partei- und Kandidatenprogrammen bei Eliminierung aller anderen Beschränkungen, halte ich zwar für am allerfairsten da es zeigen würde, dass sich jemand bei Bestehen mit den Programmen auseinandergesetzt hat... aber für nicht praktikabel und nebenbei wohl nicht durchsetzbar.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
charlybird 16.04.2019, 20:08
62. Bei alledem,

was man hier so lesen darf, bin ich zunächst eimal dafür so etwas wie ein WählerInnenführerschein einzurichten, welcher auf dem Grundwissen allgemeiner Sozialkunde und dem Wissen über die Funktion eines, besser dieses, demokratischen Staates fußen sollte.
Das würde auch gleichzeitig das Problem politischen Altersstarsinns und jugendlicher Unreife lösen.
Nicht ?
Na gut, dann müssen wir eben weiter viel Unsinn ertragen, bei dem ich hoffe, dass er nicht immer ernst gemeint ist, trotz einiger Zweifel.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
quark2@mailinator.com 16.04.2019, 20:09
63.

Zitat von huebif
oder wenigstens nicht richtig eingeordnet. .. Es fehlen die Wahlstimmen für die Kinder! 20% der in D lebenden Menschen haben keine Stimme. .. wann diese Stimme von den Eltern auf die Kinder übergeht ist zweitrangig. Vor ein paar Jahren beschwerten sich 'die Medien' noch über die 'Unpolitische Jugend' und nun schwänzen Schüler für die Umwelt und schon soll das Wahlrechtsalter gesenkt werden. Die eigentlich wichtige Maßnahme wäre Wahlrecht ab Geburt.... denn auch die Eltern wünschen sich eine gute Zukunft für ihre Kinder.
Auch die Nichteltern wünschen sich eine gute Zukunft für die Kinder. Was soll diese unsägliche Idee, daß wir hier die Kinder ausbeuteten ? Jede Generation lebt besser als ihre Vorgänger. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis harter Arbeit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ratx 16.04.2019, 20:12
64. Politik auf dem Rücken der Jugend ?

Den Ansatz finde ich richtig gut. Wer am längsten unter den Folgen der Politik leidet / oder von den positiven Auswirkungen profitiert, bekommt entsprechend mehr Stimmrecht. Konsequenterweise müsste dann das Wahlrecht die Stimmen nach Alter gewichten und zwar in Anteilen von Prozent der durchschnittlichen Lebenserwartung. 5 - jährige Kinder erhalten dann beispielsweise 80 von 85 einer ganzen Stimme, ein Rentner mit 82 Jahren nur noch 3 von 85 Anteilen einer ganzen Stimme. Eltern von Kindern unter 16 Jahren stimmen für ihre eigenen Kinder mit ab. Das aktuelle Wahlverhalten und die politische Landschaft würde mit einem Schlag auf den Kopf gestellt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
s.l.bln 16.04.2019, 20:13
65. Tolle Idee

Zitat von maf
Jeder Bürger sollte eine Stimme haben. Dazu gehören auch Kinder! Wenn diese mangels Alter noch nicht selber entscheiden können, gibt es ja die Eltern oder andere Vertreter, die im Sinne des Kinders abstimmen können. Da diese Vertreter meist auch diejenigen sind, die auch für die Kosten und Interessen des Kindes aufkommen müssen, sollte es keinen Interessenkonflikt geben. Dies ist notwendig, da ansonsten die 0-35 jährigen in den Wahlen nicht genügend representiert sind und von den älteren Wählen überstimmt werden. Bitte auch Unterscheiden zwischen "Wahlrecht" und "Stimme". Sicher können Kinder im jungen Alter noch nicht wählen - aber sie sollten eine Stimme haben.
Hätte es die AFD zu meines Vaters Lebzeiten schon gegeben, hätte der sie garantiert gewählt und für mich dann gleich noch mit.
Ich bin ganz froh, daß der nicht jahrelang in meinem Namen Unsinn ankreuzen dürfte.
Es gibt im Leben nunmal verschiedene Phasen, mit unterschiedlicher Verantwortung.
Im Leben aller heutigen Kinder gibt es einen langen Zeitraum, in welchem sie wählen dürfen. Der beginnt mit der Volljährigkeit, wie schon bei den vorherigen Generationen. Gas soll daran ungerecht sein, wenn es doch jeden betrifft?
Es ist ja nicht so, als wäre "Kind" eine spezielle Gattung, die nie in die Verlegenheit einer Wahlberechtigung kommt.
Das ist nur ein temporärer Zustand, nach dessen Ablauf man für sich selbst entscheidet. Aus gutem Grund.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ffmfrankfurt 16.04.2019, 20:15
66.

Wahlrecht ab 16– prima! Dann aber auch Strafrecht 16.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
GoaSkin 16.04.2019, 20:16
67. vielleicht wählen ja Jugendliche sogar mit einem klareren Kopf

Sind wir doch mal ehrlich. Ein Großteil der Wähler im erwerbsfähigen Alter interessiert vor allem, mit welcher Politik das meiste netto von ihrem Lohn in der Tasche haben. Themen, die nichts mit Geld zu tun haben, sind vielen egal. Jugendliche, die noch nicht im Erwerbsleben stecken, haben möglicherweise einen Blick für viele andere politische Themen, die Leute im mittleren Alter überhaupt nicht mehr wahrnehmen. Natürlich kann man über die politische Reife von Jugendlichen streiten. Darüber kann man aber eben nicht nur bei der Jugend streiten, sondern bei allen Menschen. Würde man nun anfangen, allen Menschen das Wahlrecht zu entziehen, die nicht die nötige politische Reife haben, dann dürfte man am Ende fast niemanden mehr wählen lassen. Und das nennt man dann Diktatur.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
astat 16.04.2019, 20:17
68. 16 bis 70

Ja, sehe ich auch so. Wählen ab 16. Ich würde es aber nach oben begrenzen auf 70 oder höchstens 80, um den zunehmenden, aus meiner Sicht negativen Einfluss der überalternden Gesellschaft einzudämmen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
andreas.s 16.04.2019, 20:21
69. Nun, die Jugend kann dann ja später

beschließen das man halt woanders, zB Pflege, Rente und so, sparen muss.

Jeder sollte eine Stimme haben. Bis 16 abgegeben von einem Erziehungsberechtigten, danach vom Bürger selbst.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 7 von 19