Forum: Politik
Wahlrecht ab 16: Wer später zahlen muss, soll auch entscheiden dürfen
DPA

Menschen in Vollbetreuung dürfen jetzt auch an der Europawahl teilnehmen - Menschen unter 18 Jahren aber immer noch nicht. Dieser Zustand ist unhaltbar in einer Zeit, in der Politik auf dem Rücken der Jugend gemacht wird.

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DrWaumiau 16.04.2019, 20:24
70. War zuerst etwas entsetzt,

...als ich die ersten Forumsbeiträge gelesen habe, wie sie da alle 'bloss nicht' schreien und Zeter und Mordio... Aber, zum Glück gibt es hier ja auch Leute, die etwas über ihre Hutschnur hinausdenken- Die vernünftigste Lösung wäre, jedem Bürger einen Wahlschein zu geben, ab dem Moment, in dem die Nabelschnur durchgeschnitten ist. Meine Hoffnung, dass sowas mal umgesetzt wird hier, geht allerdings leider gegen Null. Eins der vielen, vielen Beispiele dafür, dass Deutschland träge, feige und reaktionär ist...

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grmpfff 16.04.2019, 20:30
71. Cooler Beitrag ...

... wer zahlen muß. soll auch entscheiden dürfen. Ich bin absolut dafür. Da allerdings viel in Deutschland nicht zahlen sondern eher empfangen, solle denen dann auch per Definition das Wahlrecht so lange entzogen werden. Endlich mal ein vernünftiger Vorschlag: Wer die Musik bestellt bestimmt was sie spielt. Danke Spiegel ! Endlich rafft ihr es :-P

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yor 16.04.2019, 20:34
72. No taxation without representation...

...hieß es mal, und so ist es. Bekanntlich endet die Schulpflicht in Deutschland normalerweise mit dem vollendeten 16. Lebensjahr, und auch wenn mittlerweile nur eine Minderheit in diesem Alter eine Berufsausbildung beginnt und eine noch kleinere Minderheit überhaupt Steuern zahlt, sollte das genügen - wer arbeiten darf, darf auch wählen. Dass einigen die politische Richtung oder überhaupt das ganze Thema nicht passt, ist dabei unerheblich; man braucht sich nur mal in die Kommentarspalten der richtigen, um nicht zu sagen rechten Blogs verirren, um viel über die Reife und Urteilsfähigkeit, Lebenserfahrung und Weisheit gewisser Teile der älteren Generation zu lernen und zu dem Schluss zu kommen: Vor Torheit mag so manches schützen, das Alter aber definitiv nicht.

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Mr T 16.04.2019, 20:37
73.

Zitat von huebif
oder wenigstens nicht richtig eingeordnet. .. Es fehlen die Wahlstimmen für die Kinder! 20% der in D lebenden Menschen haben keine Stimme. .. wann diese Stimme von den Eltern auf die Kinder übergeht ist zweitrangig. Vor ein paar Jahren beschwerten sich 'die Medien' noch über die 'Unpolitische Jugend' und nun schwänzen Schüler für die Umwelt und schon soll das Wahlrechtsalter gesenkt werden. Die eigentlich wichtige Maßnahme wäre Wahlrecht ab Geburt.... denn auch die Eltern wünschen sich eine gute Zukunft für ihre Kinder.
und wenn die Eltern fuer einen Afd waehlen wollen?

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Das dazu 16.04.2019, 20:38
74. Vollste Zustimmung!

Zitat von quark2@mailinator.com
Wilde Thesen und Behauptungen. Wird im Moment Politik auf Kosten der Jugend gemacht ? Wenn ich mir den Zustand der Natur 1970 und 1990 ansehe, dann könnte ich die gleiche These aufstellen. Aber die damals vom Saueren Regen geplagten Wälder sind inzwischen wieder grün, die schäumenden Flüsse wieder sauber, die Fische kehren zurück. D.h. man hat die Folgeschäden der Schwerindustrie inzwischen in den Griff bekommen. Man hat die Umweltverschmutzung durch die Autos ständig verringert. Insgesamt wurde seit langem darum gekämpft, den richtigen Weg zu finden. Die Energiewende ist auch kein Kind dieses Jahrtausends. Als ich Anfang der 90er nach Hamburg kam, diskutierten wir Solar und Windräder, bauten uns kleinere Räder für den Eigengebrauch, etc. Wenn es etwas gibt, was uns Probleme macht, so ist es die enorme Zunahme der Weltbevölkerung, die sich seit meiner Schulzeit verdoppelt hat. Aber auch da haben China und sogar Indien die Wende geschafft. Nein, eine verantwortungslose und den Kindern gegenüber gleichgültige Einstellung kann ich nicht sehen. Das manche Maßnahmen (Maissprit) zweifelhaft sind, ist ein anderes Thema, aber die Entscheidungsfindung würde nicht fehlerärmer, wenn man Kinder in die Gleichung einbrächte. Womit wir beim zweiten Teil wären, der These, daß Kinder wählen sollen, weil sie später betroffen sein werden. Manch einer fordert ja auch, daß alte Menschen ihr Wahlrecht verlieren sollten, weil sie später nicht betroffen seien. Diese Herangehensweise postuliert ein egoistisches Wahlverhalten. Nimmt man aber an, daß der Großteil der Menschen eben nicht egoistisch ist, so kommt man zu der Grundlage der Demokratie, die mir sinnvoll erscheint - eine Abstimmung derjenigen, die auch qualifiziert sind. Und, so leid es mir tut, aber es dauert ein paar Jahre, bis es soweit ist. Wir haben nicht umsonst das Erwachsenenalter auf 18 Jahre gelegt. Gerade bei den aktuellen Schülerprotesten kann man auch gut beobachten, wie einfach sehr vereinfachte Weltsichten mit viel Emotion nacherzählt werden. Da wird tiefgreifendes Verständnis durch Herzblut ersetzt. Das ist kein guter Ratgeber in komplizierten Situationen. Es ist bedauerlich, daß wir unseren Kindern so oft sagen "Das schaffst Du !", daß offenbar jeder Respekt weg ist. Bekanntlich glauben ja gerade weniger kompetente Menschen, die Lösung zu kennen, wo die Fachleute sich bewußt sind, daß sie sie nicht 100% kennen (war das Dunning/Kruger ?). Ich rate davon ab, Wahlen zu entwerten, indem man einfach darauf verzichtet, die nötige Lebenserfahrung einzubringen. Was die 18.000 Stimmen angeht, die das Gericht nun erlaubt hat ... die ändern kaum etwas. Das wäre bei Millionen Jugendlichen anders.
Einfach prägnant auf den Punkt gebracht, Respekt.
Genau so sieht es aus.

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furorteutonikus 16.04.2019, 20:38
75. Vorletze Wahl

Hab vorletzte Wahl ein Gruppe betreuter älterer Personen vor mir gehabt. Katastrophe! A l l e wussten nicht was sie allein in der Wahlkabine machen sollten. Der Betreuer kam zu ihnen und hat es natürlich "erklärt". Die Erklärung hörte sich ziemlich linksrotgrün an. Natürlich nur wegen den sozialen Adern der Parteien...

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artep 16.04.2019, 20:41
76. Herr Becker

Ihr ironischer Kommentar bewegt die Massen. Normalerweise sind 16-jährige nicht freie Arbeitnehmer, sondern stecken in der Zange zwischen Schule oder Ausbildung. Ihr Blick auf die Gegebenheiten der Gesellschaft ist keineswegs frei, sondern können von Parteien manipuliert werden. Deshalb fordern auch sogenannte fortschrittliche Parteien, wie z.B. die SPD ein Wahlrecht für die jüngeren. Sie erhoffen sich Wahlstimmen von Menschen, die keine Ahnung von Leben und Politik haben. Junge inteligentere Menschen tendieren zu Rebellion und zur linken Bewegung. Deshalb kann dieses Wahlklientel ausgenutzt werden.

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spon_7302413 16.04.2019, 20:43
77. Willkürliche Argumente...

... kann man hier lesen. Unausgegorenes en masse. Wenn das Wahlrecht an Intelligenz, Urteilsvermögen, Nachweis für verantwortliches Entscheiden und Handeln und soziale Kompetenz gekoppelt würde, dürften zwei Drittel aller Erwachsenen wegen nachgewiesener Untüchtigkeit an einem oder mehreren dieser Benchmarks scheitern und daher nicht wählen. Im Gegenzug können die Jugendlichen heute recht gut erfassen, wie es damit bei den Erwachsenen der jetzigen und vergangenen Generationen darum bestellt war und ist. Also, bei den meisten "Argumenten" lese ich zwischen den Zeilen eher die Befürchtung, dass es einen heftige Abrechnung geben könnte, als Hauptbesorgnis heraus. Na bitte - immerhin, etwas regt sich doch, wenn es an die angestammten Plätze am Futtertrog der Besitzstandswahrer um jeden Preis geht. Wie die Pilze nach dem Regen kommen die Influencer und alle vorgeblichen Bedenkenträger heraus und machen Stimmung. Lasst die Jugendlichen ihre Abrechnung an den Wahlurnen abgeben. Schlimmer als die Pegidisten und deren Derivate kann es kaum werden. Im Gegenteil.

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Mr T 16.04.2019, 20:43
78.

Zitat von rad666
Weil ein 30 jähriger Hilfarbeiter mehr Entscheidungen treffen musste und für alle seine Handlungen die volle Verantwortung trägt. Würde man die Bildung mit einfließen lassen wäre das gut für die AfD, ein nicht unerheblicher Teil ihrer Wähler gehört eher gebildeten Kreisen an.
Afd waeheln und gebildet istein Paradoxum

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d.meinung 16.04.2019, 20:45
79. Beides ist Unsinn

Sowohl 16-jährige als auch Psychopaten oder Demenzkranke wählen zu lassen ist Schwachsinn. Es gibt Gründe, warum etlich Dinge (Autofahren, etc) erst ab 18 erlaubt sind und warum es ein Jugendstrafrecht gibt.

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