Forum: Politik
Wahlrecht für Minderjährige: "Auch eine Elfjährige hat eine Meinung"
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15 Kinder und Jugendliche wollen die Altersgrenze bei Wahlen abschaffen - und legen Beschwerde am Bundesverfassungsgericht ein. Der 16-jährige Felix Finkbeiner erklärt, warum Parteien mehr für den Nachwuchs tun sollten.

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schelmig13 15.07.2014, 11:36
30. @susanne tatter

soll das heißen, dass ich mit 67 völlig verblödet bin um die richtige Partei zu wählen, um kritisch mit den Wahlprogrammen umzugehen? Ein Eintrittsalter für 15 - 16 Jährige Kids währe wünschenswert aber eine Begrenzung im Alter Asozial.

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ratio_legis 15.07.2014, 11:36
31. Unsinnig

Zitat von rainking
eine Meinung ... aber zumeist keine Ahnung. Leider ist unsere Politik so verkompliziert worden, dass selbst wir Erwachsenen uns zwar ein Urteil erlauben (können) aber häufig auch nur noch ein rudimentäres Verständnis der Zusammenhänge haben. Wie soll sich da erst ein Kind eine Meinung bilden. Für geradezu gefährlich halte ich in diesem Zusammenhang die grössere Manipulierbarkeit von Kindern - insbesondere durch Rattenfänger von rechts- und links- aussen.
Ich sehe es ähnlich. Felix mag mit seinem (frühen) Interesse für Politik eine Ausnahme sein. Wenn ich bedenke, dass selbst junge Erwachsene um die 20 oft noch keinen Plan von den vielen, meist recht komplexen Themen der einzelnen Politikfelder haben, erscheint mir eine Herabsetzung der Altersgrenze bei Wahlen nicht sinnvoll. Sicher hat jeder eine Meinung, aber zu einer fundierten Meinungsbildung gehört auch ausreichend Hintergrundwissen, das die Schüler, den Kopf voll mit 80% Unterrichsstoff politikferner Fächer, gestresst durch Klausuren, Hausaufgaben, Workshops, daneben vielleicht das erste Mal bis über beide Ohren verliebt, schlicht nicht haben können, und auch noch nicht haben müssen.

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Niederbayer 15.07.2014, 11:37
32.

[QUOTE=A.R.80;16144005 Nichts für ungut aber die Meinung eines Kindes ist für eine Wahl nicht relevant sondern das Wissen um die Politik und da wird mir bei den heutigen Schulabgängern Angst und Bange.Die können nicht mal richtig schreiben und lesen und wollen wählen? [/QUOTE]

Nichts für ungut, aber die Meinung eines 14 jährigen ist genauso relevant wie die Meinung eines 40, 50 oder 75 jährigen.

Wenn man anfängt zu selektieren wessen Meinung relevant ist, stellt sich mir automatisch die Frage ob die Meinung von Hartz4 Empfängern, Leuten ohne Schulabschluß oder Rentnern relevant ist.

Das wird eine schwierige Diskussion.

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M. Michaelis 15.07.2014, 11:37
33.

Zitat von susanne_tatter
Politik ist in die Zukunft gerichtet und betrifft vor allem die Jüngsten. Ein Wahlrecht ab 14 und gleichzeitig ein Ende des Wahlrechts mit Eintritt in das Rentenalter wäre zu überdenken und vermutlich langfristig betrachtet sinnvoll.
Es wäre vor allem Verfassungswidrig.

In jedem Gemeinwesen ist die teilhabe an Entscheidungen der Gesellschaft an einen altersabhängigen formalen Eintritt als Vollmitglied gebunden. Dies ist bei uns die Volljährigkeit.

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Le Commissaire 15.07.2014, 11:37
34. Ursache ist irrelevant

Zitat von Mac_Beth
Richtig, auch elfjährige haben eine Meinung. Für mich stellt sich allerdings viel eher die Frage, wie diese zustandegekommen ist.
Diese Frage ist bei diesem Thema irrelevant, daher wird sie auch bei Erwachsenen nicht gestellt.

Untersuchungen haben übrigens gezeigt, das die allermeisten erwachsenen Menschen die Partei oder Parteigruppen wählen, die die Eltern gewählt haben. Freilich denken genau all diese Menschen, ihre Wahlentscheidung hätte etwas mit Reflektion und Vernunft zu tun.

Politische und religiöse Einstellungen sind die beiden Persönlichkeitsmerkmale, die am meisten von der Erziehung abhängen, auch wenn sich die Menschen hier gerne Souveränität vorgaukeln, um ihr Selbstwertgefühl zu stabilisieren.

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Rosenblüte 15.07.2014, 11:38
35. Wahlrecht für alle!

Richtig, Kinder sind leichter manipulierbar als Erwachsene. Aber: Erwachsene sind ebenfalls erheblich manipulierbar. Was glauben wir denn, warum die Unternehmen so viel für Werbung ausgeben, wenn Erwachsene unkorrumpierbar wären? Dann hätte die Werbung doch gar keinen Effekt.

Es ist das Prinzip einer Demokratie, dass alle Menschen politisch repräsentiert sein sollten. Das gilt auch für Kinder. Und warum sollten Zehnjährige nicht in der Lage sein, sich aktiv für eine Partei zu entscheiden und diese Verantwortung zu übernehmen, wenn sie in der Schule sinnvoll darauf vorbereitet werden? Und für jüngere Kinder können ja deren Eltern das Wahlrecht wahrnehmen.

Das gilt natürlich auch für Rentner: Auch ihr Wahlrecht ist essentiell. Ich glaube kaum, dass Erwachsene im besten Alter weniger egoistisch sind als Rentner. Sie haben nur andere Interessen.

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Hans58 15.07.2014, 11:38
36.

Zitat von otto_iii
...... Alleine Autofahren darf man ja auch erst ab 18 und nach einer Führerscheinprüfung, obwohl die meisten 16-jährigen das theoretisch auch könnten und daran sicherlich weit eher interessiert sind als am Wahlrecht.
Und unter 14 Jahren darf man auch so viel Straftaten begehen, wie man will...anders ausgedrückt: Wenn das "Wahlalter" auch für "Elfjährige" gelten soll, dann bitte auch das Strafrecht ändern.

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felisconcolor 15.07.2014, 11:39
37. Vielleicht

sollte mal jemand dem Jungen erklären, das alles was er jetzt gerade vorfindet von Älteren aufgebaut wurde aber von einer unfähigen Politik versaubeutelt wurde. Bislang haben wohl wenige "junge dynamische" wirklich etwas bemerkenswertes geschaffen. Man lebt von Gehabten. Wie das ausgeht. Man schaue sich den Niedergang der DDR an. Wer gegen die Rentner hetzt und die Alten am liebsten am unteren Minimum der Existenz halten will... viel Spass ihr werdet auch mal alt. Aber ihr könnt ja dann bis 80 schuften. Früher nannte man sowas Ausbeutung (das andere Wort darf man nicht schreiben) durch Arbeit.

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abby_thur 15.07.2014, 11:39
38. Wahlrecht für Minderjährige

Ich empfinde das jetzige Wahlalter mit 18 Jahren teilweise schon zu niedrig.
Viele (und da war ich sicherlich kein Einzelfall) haben da einfach noch nicht die Reife dazu weitreichende Entscheidungen mitbestimmen zu können.
Man wählt halt, was die Freunde auch gut finden. In meinem Fall war das damals die Grünen (heute unvorstellbar, aber ich oute mich) und es war definitiv nicht gut, zur Belohnung wurde die Agenda 2010 geschaffen und mein Beruf den ich damals erlernte wurde zum Niedriglohnsektor.

Man lässt sich halt leicht von Oberflächlichkeiten verleiten.

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verinet 15.07.2014, 11:39
39. reif genug zu wählen?

Zitat von butalive76
Die Komplexibilität von Wirtschaft, Sozialsystemen und Außenpolitik durchblickt so mancher Erwachsener nicht, erst recht nicht ein Kind. Zudem große Gefahr der Manipulierbarkeit. Kinder glauben alles, vor allem den Eltern. Senkung des Wahlalters auf 14 okay.
wenn man mit 14 reif genug ist zu wählen dann sollte man auch Auto fahren dürfen soviel Alkohol trinken wie man möchte und sein Taschengeld mit Prostitution aufbessern dürfen.

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