Forum: Politik
Wahlsieg für Erdogan: "Ihr werdet bezahlen!"
AFP/ Prime Minister Press Office

Premier Erdogan erklärte die Kommunalwahlen in der Türkei zu einem Referendum über sich - und das Volk hat sich entschieden: für ihn. Seine islamisch-konservative Partei siegte. Jetzt droht er seinen Kritikern mit Härte.

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BlakesWort 31.03.2014, 08:59
1.

Mir scheint es ein Grundproblem islamischer Länder zu sein, sich irgendwann gegen den Fortschritt und Demokratisierung zu wenden. Huntington nannte das die "Resurgenz des Islam" begründet auf der Identitätskrise der Muslime in bezug auf westliche Werte.

Wie kann es sonst zu erklären sein, dass in einer weltoffenen Stadt wie Istanbul, die weit über Landesschnitt von der Säkularisierung der Türkei profitiert, ein geistiger Hinterwäldler wie Erdogan und dessen Partei solch einen Zuspruch finden?

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frank-bhv 31.03.2014, 09:04
2. Lupenrein 2.0

Zitat: "Sie werden dafür bezahlen!", donnert er. "Ab morgen gibt es vielleicht Leute, die flüchten werden!" Man werde die Reihen der Feinde "durchdringen, und dann werden sie Rechenschaft ablegen müssen". Zitatende

So redet ein Demokrat...

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juanth 31.03.2014, 09:07
3. Tja, alles klar, damit

hat der tuerkische Waehler gezeigt und unterstrichen, dass er nicht in die EU will und auch nicht dort hin gehoert. Bruessel sollte die Verhandlungen nun endlich beerdigen, was sowohl die Mehrheit der Europaer, als wohl auch der Tuerken begruessen wuerde.

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lollicruncher 31.03.2014, 09:08
4. Und wieder ...

... ein Despot, der sich mit aller Macht in seinem Amt halten möchte. Schade nur um die junge Generation, die sich diesem Diktat unterwirft. Europa rückt in weiter Ferne und ist, so wie es aussieht, gar nicht mehr erwünscht und sollte daher endgültig kein Thema mehr sein.

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dkoedo 31.03.2014, 09:10
5. Demokratie und der freie Wille in der Türkei

DAs Ergebnis der Kommunalwahlen in der Türkei ist, wie es ist. Erdogan hat scheinbar mühelos auf ganzer Linie gewonnen.

Es mag sein, dass sich in der Türkei für einen Teil der Menschen einiges in den letzten Jahren verbessert hat. Aber zu welchem Preis? Erdogan hat inzwischen sehr deutlich gemacht, wie er mit poltischen Gegnern umgeht. Für die Demokratie ist seine Stärkung gewiss ein Rückschlag.

Ein Beitritt der Trükei zur EU wird mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit in weite Ferne rücken.

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hobbyleser 31.03.2014, 09:11
6. Jedes Land den MP, den es verdient

Anders kann man das wohl nicht ausdrücken. Wer einen MP wählt, der sein eigenes Volk zusammenknüppeln und zusammenschießen lässt, der zensiert und Pressefreiheit beschränkt, der Vetternwirtschaft, Korruption und persönliche Vorteilnahme für sich und seinen Clan möglich macht, der hat eben genau nur so einen MP verdient.

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Akbatur 31.03.2014, 09:11
7. Stolze Türkei...

Mit diesem Votum hat die Türkei bewiesen, dass sie ein unabhängiges und demokratisches Land ist, welches sich durch offenkundige Hetze und Verschwörungen des Westens nicht aufwiegeln lässt. Die Türken haben Dank Erdogan einen noch nie dagewesenen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt gemacht, der die Türkei als neue Weltmacht etablieren wird. Die Türkei liebt Erdogan und ist stolz, so einen Menschen als Führer eines großen Landes zu haben...

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leokes 31.03.2014, 09:12
8. Nicht-Gönner...

Hallo Hr. Kazim,

es hätte mich schon gewundert, wenn Sie eine andere Überschrift ausgewählt hätten.
Ist es denn so schwer, auch mal ein "LOB" für Erdogan zu schreiben?
Nicht alles ist so schlecht, wie Sie es darstellen.

Ich verstehe Sie, wenn Sie es nicht dürfen. Dann wechseln Sie einfach die Zeitung. Es gibt bestimmt noch Zeitungen bei denen Sie Ihre Meinung frei äußern dürfen.

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Zickenschulze 31.03.2014, 09:15
9. Wenn ein islamischer Prediger

Names Gülen ein Exil in den USA bevorzugt, hat Erdogan mit Recht Zweifel an dieser Person und seine Anhängerschaft. Dass Twitter und Youtube keine lebenswichtigen Einrichtungen sind und eher dazu angetan, sogenannte Flashmobs zu organisieren, weiß man auch ausserhalb der Türkei. Erdogan hat seine inneren und äusseren Feinde klar benannt und augenscheinlich einen überwiegenden Teil der Bevölkerung hinter sich. Sicher gehören die Syrer nicht zu seinen äusseren Feinden. Was bisher darüber berichtet wurden und auch vieles mehr sollte man inhaltlich sehr differenziert betrachten.

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