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Wahlsieg für Syriens Diktator: Assads blutiger Triumph
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89 Prozent für Syriens Diktator: Baschar al-Assad hat sich für weitere sieben Jahre ins Amt jubeln lassen. Der Sieg kommt einer Kriegserklärung gleich - selbst moderate Kritiker befürchten, dass sich die Spaltung des Landes noch verschlimmert.

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abc-xyz 04.06.2014, 22:11
1. Lächerlich!

Zitat von sysop
89 Prozent für Syriens Diktator: Baschar al-Assad hat sich für weitere sieben Jahre ins Amt jubeln lassen. Der Sieg kommt einer Kriegserklärung gleich - selbst moderate Kritiker befürchten, dass sich die Spaltung des Landes noch verschlimmert.
Wenn bei 9 Millionen Flüchtlingen und 22 Millionen Einwohner immer noch 11 Millionen angeblich wählen, mitten im Bürgerkrieg(!), ist auch dem letzten klar, dass diese Zahlen fern jeglicher Vernunft oder Relevanz sind. Aber das spielt für die Puppenspieler keine Rolle. Genau wie die Pseudowahlen im Donbass oder der Krim sind das nur politische Feigenblätter, die eine demokratische Legitimation vorgaukeln sollen. Es bleiben blutrünstige Despotien, denen man mit politisch/wirtschaftlichen Sanktionen nicht adäquat begegnet, schon gar nicht da diese Verbrecherregime einzig und allein aufgrund ausländischer Interventionen mit ähnlich gelagerter verbrecherischer Gesinnung unterstützt werden und vom eigenen Volk schon längst weggefegt worden wären.

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DerBaske 04.06.2014, 22:25
2. Liebe Fr. Salloum

... ich kann ihren bericht hier lesen und annehmen, oder mir die Bilder der feiernden Menschen in Damaskus, Homs, Tartus, Lattakia, Idleb und Aleppo anschauen... Glauben Sie wirklich, die Sunniten hätten sich zuhause versteckt und das Feiern den Minderheiten überlassen? In diesem Fall müssen sich die Minderheiten aber akut multipliziert haben.
Ganz gleich, ob diese Wahl westliche Standards nun erfüllt oder nicht, aber, und hier zitiere ich einen Foristen außerhalb dieser Seite, " gab ein Großteil des syrischen Volkes eine deutliche Antwort, wie es sich den aktuellen Fahrplan für ihr Land vorstellt. Nicht primär MIT Assad, aber eindeutig und mit überwältigender Aussage GEGEN Terror und westliche Einmischung, was in Syrien nun mal seit drei Jahren Hand in Hand geht"
Jede weitere Unterstützung der "Rebellen" seitens der "Freunde Syriens" kommt ab heute einer Kriegserklärung gegen einen Großteil der syrischen Bevölkerung gleich.

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g.raymond 04.06.2014, 22:31
3. Wider besseres Wissen

Von Wahl-Farce zu sprechen ist angesichts des Krieges leicht, obwohl zu bedenken ist, dass dieser Wahltermin turnusmässig vorgegeben war. Unrichtig ist Raniah Salloums Gesamtdeutung des Krieges. Mit der Formulierung "(Assad) gegen den seit drei Jahren Aufstände toben" blendet sie die Verantwortung der sogenannten Rebellen aus, vor allen Dingen die Rolle des Westens, der mithilfe der Gottes- und Anrainerstaaten in den Staat Syrien massiv eingreift. Zu dem Ausmass der Zerstörung und dem Tod dieser Kulturnation ( so der kaum noch zu hörende AbuHaifa) haben diese massgeblich beigetragen. Die beklagte
"Vertiefende Spaltung des Landes entlang konfessioneller Linien" hat es in dem "vorrevolutionären" Syrien nicht gegeben. Der Giftgas-Einsatz ging nach dem amerikanischen Journalisten Hearsh auf das Konto der Rebellen. All das wird von Salloum wieder vorgeleiert. Kann man Rebellen diese Kriegsextreme eigentlich verzeihen? Sieht niemand den machtpolitischen Irrsinn Saudi Arabiens? Und was für eine Unterstellung Salloums, dass das Kriegselend Syriens angeblich "Assads Jubel über sich selbst" nicht trüben kann.

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zwischendenZeilen_3 04.06.2014, 22:32
4. blutiger Triumph?

Die Wahl ist fällig, was tun nun, noch weitere 3 Kriegsjahre auf ein Wunder warten? Herr Assad hat zu einer internationalen Beobachtung der Wahl berufen. Westliche Staaten hatten natürlich kein ein bisschen Interesse gezeigt, natürlich bis auf Russland und China. Im Nachbarland Libanon, wo die Frau Salloum berichtet, sind die Leute massenweise auf die syrische Botschaft gestürzt um zu wählen. Dass die meisten Auslandsflüchtlinge wie im Libanon sich für Herrn Assad entschieden haben, haben die Pro-Demonstrationen an den Botschaften gezeigt. Mich hat die Masse, die hinterm Assad steht wirklich überrascht. Pro-Assad-Demonstration außerhalb Syrien zeigten wie die Mehrheit der Syrier denkt, was weltweit (SPON ausgeschlossen) für Aufsehen gesorgt hat.

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erasmus89 04.06.2014, 22:33
5. Die Mehrheit steht hinter Assad,

dazu gehört auch die Mehrheit der Sunniten. Niemand hat Lust auf ein Haufen von extremistischen Banditen, die keinerlei Ordnung im Land aufrechterhalten kann. Assad ist faktisch alternativlos, es gibt niemanden im Land, der irg wie fähig wäre das Land zusammenzuhalten. Wenn der Westen einen Massenmörder wie Sisi duldet, dann hat er gefälligst auf einen Assad zu dulden, ach nein, stimmt ja, er gehört zur iranischen Achse.

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SysLevel 04.06.2014, 22:38
6.

Zitat von abc-xyz
[..]Es bleiben blutrünstige Despotien, denen man mit politisch/wirtschaftlichen Sanktionen nicht adäquat begegnet, schon gar nicht da diese Verbrecherregime einzig und allein aufgrund ausländischer Interventionen mit ähnlich gelagerter verbrecherischer Gesinnung unterstützt werden und vom eigenen Volk schon längst weggefegt worden wären.
So wie z.B. Saudi-Arabien, Katar, Brunei, etc. .
..
Wenn sie schon lospoltern, sollten Sie vielleicht nicht vergessen, dass andere (dm Westen genehmere) Despotien von uns (dem "Westen") unterstützt werden. Zitat:"Es bleiben blutrünstige Despotien, denen man mit politisch/wirtschaftlichen Sanktionen nicht adäquat begegnet, schon gar nicht da diese Verbrecherregime einzig und allein aufgrund ausländischer Interventionen mit ähnlich gelagerter verbrecherischer Gesinnung unterstützt werden und vom eigenen Volk schon längst weggefegt worden wären."
..
Da haben Sie ein klassisches Eigentor geschossen:-)

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das_nordlicht 04.06.2014, 22:43
7. Noch lächerlicher ist, ...

Zitat von abc-xyz
Wenn bei 9 Millionen Flüchtlingen und 22 Millionen Einwohner immer noch 11 Millionen angeblich wählen, mitten im Bürgerkrieg(!), ist auch dem letzten klar, dass diese Zahlen fern jeglicher Vernunft oder Relevanz sind. Aber das spielt für die Puppenspieler keine Rolle. Genau wie die Pseudowahlen im Donbass oder der Krim sind das nur politische Feigenblätter, die eine demokratische Legitimation vorgaukeln sollen. Es bleiben blutrünstige Despotien, denen man mit politisch/wirtschaftlichen Sanktionen nicht adäquat begegnet, schon gar nicht da diese Verbrecherregime einzig und allein aufgrund ausländischer Interventionen mit ähnlich gelagerter verbrecherischer Gesinnung unterstützt werden und vom eigenen Volk schon längst weggefegt worden wären.
wenn in Ihrer Aufzählung bspw. die Präsidentschaftswahl in der Ukraine fehlt. Warum? Weil das Ergebnis dieser sogenannten Wahl im Sinne des Westens war?

Und was soll an der Wahl in Ägypten besser gewesen ein, als bei der in Syrien? Weil bei dieser das Ergebnis aus der Sicht des Westens stimmt?

Zweierlei Maß! Demokratie zum Abgewöhnen.

Was hat das mit Demokratie zu tun, wenn bei offenkundigen Mißständen, diese je nach Interessenlage, mal ausgeblendet, mal instrumentalisiert werden?

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vandenplas 04.06.2014, 22:45
8. Spaltung??

Wie kann man von "Spaltung" sprechen wenn Assad von 89% der Bevölkerung wiedergewählt wurde? Ich lese da Propaganda zwischen den SPON Zeilen heraus...

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lilioceris 04.06.2014, 22:58
9. Es wäre tatsächlich besser für Assad gewesen,

sich aus de Politik zurückzuziehen. Auf Dauer hat er keine Chance, sich zu halten. Sein Verhalten ist aber typisch für den Orient. Wenn man einmal die Macht in den Händen hat, lässt man sie nicht mehr los.

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