Forum: Politik
Wahlsieg von Donald Trump: Drei Lehren für Deutschland
REUTERS

Der Trump-Schock sitzt auch hierzulande tief. Wie konnte es dazu kommen? Deutschland kann aus der US-Wahl für den Umgang mit Populisten lernen.

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tirofijo 11.11.2016, 19:03
290. Weniger Rüstungsexporte soll gegen Wutbürger helfen?

Zitat von Newspeak
Deutschland könnte mehrere Dinge lernen. 1) Weniger Verlogenheit. Also nicht Frieden heucheln und bei den Rüstungsexporten Nummer Drei weltweit sein.
Da stimme ich ja zu, aber ob das einen einzigen AfD-Wähler überzeugen würde, bezweifle ich. Das ist doch Gutmenschentum, blauäugig, und würde Arbeitsplätze kosten!

Oder ist eher gemeint, dass wir alles so lassen und nur das Heucheln beenden? Jawohl, wir bauen die besten Waffen der Welt, die werden in allen Bürgerkriegen eingesetzt, und wir sind stolz drauf!

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river runner 11.11.2016, 19:04
291. 57 Prozent Wahlbeteiligung ?

Zitat von Fakler
Na, in den USA ist die Wahlbeteiligung ca 10 Prozent niedriger als in Deutschland ...
Siehe:

Trump was elected by a little more than a quarter of eligible voters
A lot of Americans don’t vote............
........According to the US Elections Project’s count so far, only about 56.9 percent of the voting-eligible population cast a ballot on Election Day.
US voter turnout has been fairly stable in presidential elections — typically fluctuating between around 55 and 60 percent. .................

http://www.vox.com/policy-and-politics/2016/11/10/13587462/trump-election-2016-voter-turnout

2016 November General Election Turnout Rates
http://www.electproject.org/2016g

Eligible voters Nov 2016: 225 776 000

Pew Research Center

http://www.pewresearch.org/fact-tank/2016/02/03/2016-electorate-will-be-the-most-diverse-in-u-s-history/

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xxgreenkeeperxx 11.11.2016, 19:04
292. Nach der Umfrage ist vor der Umfrage

Na ja ich bin jedenfalls mal auf die Umfrageergebnisse zur Bundestagswahl in Deutschland gespannt. Ich tippe mal auf: 75% sind mit Frau Merkels Politik einverstanden und werden sie wieder wählen und 25 % sind gegen ihre Politik und geben ihr nicht ihre Stimme. Da werden sich dann wieder alle Experten im Inland einig sein bis zum Wahlabend. Freu ich mich schon genauso drauf wie auf Frau Merkels Antrittsbesuch beim neuen US-Präsidenten. Mal sehen welchen Orden sie diesmal verliehen bekommt. Ich kann nur hoffen er grabscht sie nicht an, denn dass bedeutet Krieg fürchte ich.

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Forist2 11.11.2016, 19:06
293. Authentisch

Schon erstaunlich, dass die etablierten Parteien gerne anderen Populismus vorwerfen.
Dabei sind sie genau so wenig authentisch, mit einem Heer von Beratern und Marketingexperten, damit sie die Leute möglichst effizient für dumm verkaufen und vieles versprechen, wo nach der Wahl genau das Gegenteil gemacht wird.
SPD überholt die CDU rechts und beschließt die Agenda 2010
oder
Mit mir wird es keien Maut din Deutschland geben.......
Erst mal an die eigene Nase in Deutschland langen, bevor man mit dem nackten Finger über den großen Teich deutet.

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mac4me 11.11.2016, 19:07
294. Warum der Osten Trump gewählt hätte

Ein Aspekt, der im Westen immer unterschätzt wird: DIe Deindustrallisierung im Osten nach der Wende hat dazu geführt, dass Millionen gut Gebildeter sozial bis an die Existenzgrenze abgewertet wurden. Und zwar gerade die mit Mint-Bildung, denn sie galten als zu alt und ihre Bildungswege als nicht kompatibel. Die kamen nie wieder richtig auf die Beine.

Sie bekamen vielleicht mal eine ABM, aber dann ließ man sie völlig im Regen stehen. Diese Altersgruppe macht ja keinen Stunk mehr oder zündet schlagzeilenträchtig irgend etwas an. Das sind die Leute, die, obwohl gut gebildet und gerade deswegen, heute AfD wählen. Weil es Beachtung findet, im Guten ging es nicht, also geht es im Bösen. Und ihre Kinder haben das Stigma übernommen und tun es ihnen gleich.

Ich bin der festen Überzeugung: die Bundestagswahl wird zeigen, dass die Ost-West-Gegensätze, die man glaubt unter dem Teppich halten zu können, unter der Oberfläche immer noch weiter ihr zerstörerisches Werk verrichten.

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Jota.Nu 11.11.2016, 19:07
295. Es ist schlimm...

...wie SPON seit Tagen mit mindestens fünf Schlagzeilen pro Tag eine apokalyptische Stimmung erzeugen will, obwohl nichts passiert ist, außer, dass der Kandidat gewählt wurde, den SPON seit ca. 20 Monaten massiv bashed.
Anstatt jetzt mal runter zu schalten und anzuerkennen, dass mehrer Redaktionen bei Spiegel die Lage und Situation völlig falsch eingeschätzt hat, wird munter weiter geschimpft und gezetert.
Tja, liebe Spiegel-Redakteure, intelligent wäre, einfach mal abzuwarten, was Trump denn wirklich vor hat. Seine Wahlversprechen kann er ohne die Zustimmung der beiden Häuser nicht umsetzen. Er ist ja immerhin ein Präsident eines demokratischen Landes. Bei SPON wird er mittlerweile schon zum Erdogan des Westens herbeigeschrieben.
Trump ist immer für Überaschungen gut und gerade, wenn man als enfant terrible verschrien ist, kann man gar niemanden enttäuschen! Möglicherweise macht er ein Mitglied aus der Familie Obama zum Gesundheitsminister, Obama-Care wird weiterleben, denn"...if we wanna make Amerika great again, we need a healthy society..."
Nichts wird so heiß gegessen, wei es gekocht wird. Aber der Journalismus bei SPON erinnert im Moment an genau das, was Trump vorgeworfen wird: reiner Populismus! Es wirkt ja schon fast hystherisch, was da so zu lesen ist, vor allem wenn man die reißerischen Headlines liest, dann entpupt sich der Artikel oftmals als substanzlos und die Vorwürfe als fast schon abgedroschen banal.

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karstenauswerder 11.11.2016, 19:08
296. Die vergessene Option nach einer niedrige Wahlbeteiligung ....

Nutzt nichts - zu Hause bleiben und sich anschließend gruseln. Wie wäre es mit: zur Wahl gehen und nicht meinen "die Anderen machen das schon".

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Neandiausdemtal 11.11.2016, 19:08
297. Ihren Punkt 3.....,

Zitat von richey_edwards
1. Medien sind in der Meinungsbildung nur noch am Rande wichtig 2. Medien und Politik suchen 1000 Ausreden um nicht mit der Wahrheit konfrontiert zu werden 3. Die Wahrheit ist, die Leute haben genug von PC, Politik-Establishment und Bevormundung durch sogenannte Eliten.
......könnte man populistisch auch so zusammenfassen: "Die Doofen haben genug von den Schlauen."
So funktioniert aber keine Gesellschaft. Und um das klar zu sagen: "Die Schlauen verachten die Doofen." Das geht genau so wenig!

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j.cotton 11.11.2016, 19:08
298. Ist auch hier so

Zitat von Fakler
In den USA wählten immerhin 28 Prozent der Latino-Amerikaner Trump: Jenen Mann, der wohl wie kein republikanischer Präsidentschaftskandidat zuvor rassistisch und vor allem Latino-feindlich aufgetreten ist. -> Na, fuer die waehlenkoennenden Latinos, d h die eingebuergerten, sind die nachrueckenden Latinos eher eine Konkurrenz, und es macht ihnen nichts aus dass Trump diese zurueckschicken will.
In meinem Bekanntenkreis äußern sich die Migranten mit hohem Bildungsgrad und langer Aufenthaltsdauer zt am abfälligsten / rassistischten über die Merkel-Zuwanderungswelle.
"ich bin nicht vor Jahrzehnten von der dortigen Gewaltmentalität / Staatsreligion unter großen Gefahren geflohen, um das Ganze jetzt wieder um mich zu haben"
Ist sogar irgendwie nachvollziehbar, diese Ansicht.

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bristolbay 11.11.2016, 19:09
299. Was ist Bildung?

Zitat von westfalen7
muß das einen Grund haben.Den immer nach dem Bildungsstand zu bewerten,ist nicht richtig.Der Grund könnte sein,daß die tatsächlichen Umstände und das aktuelle Lebensumfeld so geprägt sind,daß der Eindruck entsteht,die wollen uns gar nicht!! Ein bischen Demut und Germany first und dann erst die anderen wäre hier eine Lösung.Aber ob das Politiker können?
Erzählen Sie mal einem Absolventen mit Bachelor oder Master dass seine Bildung Schuld an seiner Misere ist. Wenn er mit Praktikas oder befristeten Verträgen eine Familie gründen will und gleichzeitig Top-Manager ein x-faches an Gehalt und Boni sich vergüten.
Die erste Schritt wäre ganz einfach, die Wiederherstellung sozialer Gerechtigkeit und die Besteuerung hoher Einkommen, vor allem aus Kapitalerträgen und die Schließung jeglicher Steuerschlupflöcher, in erster Linie die Steuervermeidung der internationalen Ausbeiuter wie Apple, Amazon, IKEA und Co.

Wird das wieder in den Mittelpunkt der Politik gestellt, also die Menschen zuerst, dann kann es keinen US-Verhältnissen kommen.
Wenn nicht, das Erwachen wird hart sein.

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