Forum: Politik
Wahlverhalten: Das Trump-Petry-Faszinosum
DPA

Linke machen für den Erfolg von Donald Trump oder Frauke Petry gern die soziale Ungleichheit verantwortlich. Dabei gibt es für viele Leute einen ganz anderen Grund, Rechtspopulisten zu wählen.

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derHamlet 21.11.2016, 19:50
230.

Zitat von RioTokio
Schön geschrieben - wahre Worte! Ihre Analyse ist so offenkundig, dass man sich fragt warum so wenige Journalisten das verstehen. Offenbar sammeln sich in diesem Beruf vorwiegend links-grüne denkende Menschen, denen eben die Verständnisgrundlage fehlt. Hinzu kommt ein gewisses Sendungsbewußstein. Die Journalistenikone Hans Joachim Friedrichs merkte noch richtig an man solle "sich nicht gemein machen mit einer Sache, auch nicht mit einer guten, ..". Das Gegenteil liest man heute oft. So geht Vertrauen verloren und so gehen Leser verloren...
Guten Abend Rio Tokio,

vielleicht sollten nach Ihrer Ansicht demnächst neutrale bots posts schreiben.

Die so oft eingeforderte neutrale Berichterstattung macht doch gar keinen Sinn, worüber sollte ich mich denn aufregen, über einen sachlichen, neutralen Bericht, ohne jede Ansicht, Meinung, Standpunkt. knallhart sachlich.
Diese ganze Gemeinde hier hätte ja gar nichts mehr zu schreiben.

Eine Diskussion zeichnet sich ja gerade dadurch aus, dass die vertretenen Standpunkte eben nicht objektiv sind und ich mich nicht mit jedem Scheiß gemein mache.

Objektivität ist Stagnation, Sachlichkeit im politischen Denken völlig fehl am Platz, wie kann ein Subjekt sachlich sein?

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rolli 21.11.2016, 19:53
231.

Zitat von laufwumf
Das Weltbild des Herrn Fleischhauer ist letztlich aus demselben undurchdringlichen Beton gemacht, wie das derjenigen, über die er sich hier als politisch korrekter Bescheidwisser mal wieder 'ne flotte Meinung leistet. Es findet im deutschen Journalismus weiterhin keine wirkliche argumentative Auseinandersetzung mit dem Thema Rechts-von-Rechts statt. Lieber trötet man unisono, im moralischen Gleichklang mit allen anderen einfallslos Gutmenschen, Tiraden hinaus ins Land, und ist ja sowieso irgendwie immer auf der Seite der Gerechten. Herr Fleischhauer, mit Verlaub: Ihre bequeme, denkfaule Grundtendenz (mit immer warmen Socken der Selbstgefälligkeit drüber) ist ja sowas von ÖDE...
Sie sind nicht aus dem Osten und jung genug um nicht zu wssen wie man in Denkverboten spricht. In der DDR und im 3. Reich musste man zwischen den Zeilen lesen können um der Lobhudelei zu entgehen, Lesen Sie Fleischhauer auf diese Weise und Sie werden verstehen.

rolli

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CSc5911 21.11.2016, 19:54
232.

Zitat von michlauslöneberga
ist das Phänomen Trumpwähler nicht alleine mit der Gruppierung White trash bzw. abgehängt zu umfassen, da waren schon ein paar andere Randgruppen beteiligt. Aber das Wahlergebnis in Amerika sollte den hiesigen Politikschaffenden eine Warnung sein, nur mit pfui und igitt Betrachtung Andersdenkender oder Besorgter treibt man den Rattenfängern und Populisten jedweder Couleur die Beute geradezu in die Netze.
"Pfui und igitt" ist halt nicht politisch korrekt. Daran stoßen sich die "Betroffenen" dann komischerweise doch, obwohl ihnen politische Korrektheit ansonsten zuwider ist.

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bernhard.e.fuchs 21.11.2016, 19:54
233. Redeverbot? Ich glaub', es hackt.

Sehr geehrter Herr Fleischhauer,

ich hab's so satt, dieses kreuzdumme Narrativ, man könne in Deutschland nicht denken, was man will und schon gar nicht sagen, was man denkt. Es wird auch dann nicht wahr, wenn selbsternannte Volksversteher von CSU bis Linke all das nachplappern, was die Besorgten auf der Straße absondern. Dass Sie in die gleiche Kerbe hauen, will ich nicht unwidersprochen stehen lassen.

Fakt ist doch:

Wer zum Hass gegen Menschen aufruft - wie es jeden Montag unter meinem Fenster geschieht - wird dafür nicht belangt.
Wer im Netz mit Absicht verleumderische Lügen verbreitet, wird von Facebook geschützt.
Wer in Deutschland öffentlich Staatsoberhaupt und Regierungschefin bedroht, wird von der Polizei geschützt.

Wie weit können wir uns der Gewalt noch beugen, bevor wir brechen?

Soll es Bonus-Herzen für jeden Auschwitz-Post geben? Oder das Bundesverdienstkreuz für zehn erfolgreiche Brandanschläge? Frau Schwesig muss man wahrlich nicht mögen, aber warum soll sie schweigen, während Herr Oettinger mit seinen Altherrenwitzen die Intelligenz seiner Zuhörer beleidigen darf?

Wer Schlitzaugen Schlitzaugen nennen will, kann das doch tun. Aber er soll bitte nicht jammern, wenn man ihn einen Rassisten schimpft. Wer kulturelle Überlegenheit propagiert und "Abschieben, abschieben!" brüllt, darf nicht heulen, wenn man ihn einen Faschisten nennt. Und wer wöchentlich mit beinharten Rechtsradikalen durch die Straßen zieht, stellt sich bitte schön selbst "in die rechte Ecke".

Auch wenn wir es nicht wahrhaben wollen:

Es sind in der Mehrzahl WEDER kulturell Diffamierte NOCH wirtschaftlich Abgehängte, die den rechten Rattenfängern zulaufen. Es sind Empathie-Resistente, die endlich wieder ein Echo für ihre Angst und ihren Hass finden. Und statt Ablehnung bekommen sie auch noch gespieltes Verständnis von den Advokaten des "gesunden Volksempfindens". Kein Wunder, dass da das Belohnungssystem im Gehirn nach Jahren mal wieder anspringt.

Kann nicht endlich Schluss sein mit dem Appeasement gegenüber den Unbelehrbaren? DIE sind in der Minderheit. DIE stehen auf der falschen Seite der Geschichte. Wenn wir daran nicht mehr glauben, können wir die Demokratie dichtmachen und den anderen das Feld in Europa und der Welt überlassen.

Gut, dass ich keine Kinder habe.

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carterutm 21.11.2016, 20:03
234. Der Beitrag trifft den Kern des Problems...

...den leider die meisten unserer etablierten Politiker nicht sehen wollen oder können: wenn Menschen wählen können, dann wählen sie denjenigen, der sich ihnen zugewandt zeigt und nicht den, der sie von oben herab maßregelt. In einer Demokratie muss man sich also um die Köpfe und vor allem Herzen der Menschen bemühen. Wer das verächtlich Populismus nennt, darf sich nicht wundern, wenn er abgestraft wird. Das bedeutet natürlich nicht, dass man ohne moralische Grenzen den Volkswillen hinnehmen und umsetzen muss. Aber man muss zuhören, erklären und versuchen zu überzeugen statt schwer nachvollziehbare Entscheidungen für alternativlos zu erklären und sich beleidigt wegzudrehen, wenn das doofe Volk mal wieder nicht so will wie es soll. Wie ausgehungert viele Menschen nach politischer Zuwendung sind, zeigen die Wahlergebnisse der AFD. Dass es sich ganz überwiegend um politische Amateure mit teils zweifelhafter Biografie handelt ist egal, solange sie den Leuten das Gefühl geben, sich um sie zu kümmern. Dummerweise wird sich die an Sachlichkeit kaum zu überbietende Frau Merkel persönlichkeitsbedingt kaum einen anderen Politikstil zulegen können. Aber Volkspartei ohne Volksnähe funktioniert halt nicht.

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coentas 21.11.2016, 20:05
235. Simme Herr Fleischhauer zu

Die Politik, insbesondere Grüne un SPD versuchen seit Jahren, Deutschland in eine Art Umerziehungslager zu transformieren. Jede abweichende Meinung wird sanktioniert und ggf. mit der Nazi-Keule bearbeitet. Aus den dämlichen Anmerkungen von Herrn Oettinger wird ein Elefant gemacht, eilfertig findet sich ein ebenso dämlicher Journalist, der Oettingers Rede mit dem Mobiltelefon aufnimmt. Ich möchte mich nicht umerziehen lassen, denn ich habe meine Meinung und lasse mir von SPD und Grünen den Mund nicht verbieten. Mir gehen die Belehrungen von Leuten wie Schwesig, Maas, Künast, Göring-Eckardt und Consorten nur noch auf die Nerven. Sie stehen für die geistige Gängelung und Bevormundung von Bürgern.

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Peter Bernhard 21.11.2016, 20:10
236. Donald Trump oder Frauke Petry?

Nicht nur aus aktuellem Anlass (Wiederantritt), sondern prinzipiell-sozialtheoretisch finde ich nicht Trump - Petry, sondern Trump - Merkel viel interessanter: kaum wird je überhaupt USA mit Europa in Bezug auf die Migration miteinander in Bezug gesetzt. Der Vergleich bringt unendlich viele Aspekte ans Licht, die ganz tief gehen. Wenn hier von Arbeitslosigkeit die Rede ist, muss ich mir das als Rückverteilung vorstellen und deshalb einen nationalen Sozialismus als von links bis rechts als gerecht empfinden dahin nämlich, dass eine Steuerlast von 40 Prozent, die einen "Arbeiter" am Fließband bei VW etwa trifft, sicher zurückfießen muss - was ein geschlossenes System ergibt. Kein Wunder, dass Arbeitsplätze vererblich gestellt werden - darauf wird es hinauslaufen. Wegen der Höhe der Wegnahme, die nämlich einvernehmlich den Zahlenden wieder zugute kommen soll, direkt oder per Infrastruktur ist das sekundär. Insofern stellt sich hier in Europa die Kinder-Frage: sind Zuziehende als inländische Kinder zu betrachten, daruaf läuft das unter diesem Blickwinkel hinaus. Bei doch kinderreichen Trumps stellt sich diese Frage ganz paradoxerweise nicht: dort gibt es meiner Einschätzung nach diese Burdensharing nicht - Arbeit oder überhaupt Bürgerschaft gilt als autonom - es wird nicht weggenommen, um es zurückzukehren. Das ist konträr, logisch, deshalb interessant - wie nämich etwa "Flüchtlinge" und "Gastarbeiter" gesehen werden hier und dort. Da konnte ich zuletzt - weswegen ich dieses Mal schreibe - das Hereinwinken, so vielleicht schon Genanntes, der Merkel direkt oponieren einer Internet-Publikation der Tochter, des Trump: "would you take any of those if one of them might kill you". Das ist ein Übertreiben in Fiarness und Unfairness und beides plakativ - wobei also Trumps Tochter unbewusst dem Titel hier ach ich einer Petry-Position - also im Thema zuordne, wohl. Nochmal deutlicher: während in USA eigentlich der "Gastarbeiter" letztlich zu einer gemeinsamen Wirtschaftzone führen müsste - und dies gerade durch ein irgendwie doch logisch korrektes Unfairsein zur Überlegung gereicht wird, indem auf die Ungleichheit der Situation von Flucht aus Krieg verwiesen wird, wurde hierseits durch Hereinwinken so getan, als sei eben solche Kriegsflucht leichter zu "schaffen" als Gastarbeiterum - letzteres also logisch-extrapolativ mit der Folge, dass neues Licht auf eine Integration beliebiger Hereinmigration mit Bleiberecht durch Arbeit problemlos lösbar sei. Mit ein Faktor, dass also Politiker gewählt werden könnte hinmit sein, wie sie Dinge aus einer Repräsentanz herab zur Diskussion stellen. Denn: der Einzelne würde von Flüchtlingen oder Arbeitslosen gar nichts merken, nicht einmal der Sozialarbeiter mit seinen Überstunden "nur", und "natürlich habe ich nichts gegen Flüchtlinge", das ist so; es könnte also registiert werden, wenn ein repräsentativ-demokratischer Politiker in dieser Rolle etwas darlegt, ins Öffentliche, Über-individuelle problematisiert und dabei didaktisch klug vorgeht und nicht popuistisch - Letzteres mag ich nicht einmal Trumps Tocher und ihren Pillen vorwerfen (einen Hauch eher noch Petrys Gewehr-Saying).

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coentas 21.11.2016, 20:13
237. Simme Herr Fleischhauer zu

Die Politik, insbesondere Grüne un SPD versuchen seit Jahren, Deutschland in eine Art Umerziehungslager zu transformieren. Jede abweichende Meinung wird sanktioniert und ggf. mit der Nazi-Keule bearbeitet. Aus den dämlichen Anmerkungen von Herrn Oettinger wird ein Elefant gemacht, eilfertig findet sich ein ebenso dämlicher Journalist, der Oettingers Rede mit dem Mobiltelefon aufnimmt. Ich möchte mich nicht umerziehen lassen, denn ich habe meine Meinung und lasse mir von SPD und Grünen den Mund nicht verbieten. Mir gehen die Belehrungen von Leuten wie Schwesig, Maas, Künast, Göring-Eckardt und Consorten nur noch auf die Nerven. Sie stehen für die geistige Gängelung und Bevormundung von Bürgern.

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luny 21.11.2016, 20:17
238. Opposition

Zitat von jalu-2008
Unter Demokratie verstehe ich einen Wettstreit von Ideen, eine Art von Brainstorming, das sehe ich seit Jahren nicht mehr. Es führt dazu, dass jede Entscheidung alternativlos ist, weil unsere Kanzlerin natürlich allein auch keine zweite Meinung haben kann. Wer redet von Demokratie, wenn der Bundespräsident praktisch in einer Runde von 2-3 Parteichefs gefunden wird? Sind drei Stimmen die deutsche Demokratie? Gekrönt wird dieser Vorgang von Abstimmungen mit Fraktionszwang und Probeabstimmungen, Drangsalierung von Abgeordneten mit anderer Meinung. Geht gar nicht!
Hallo Jalu-2008,

seit der großen Koalition, der sich die Grünen auch noch thematisch
anschließen, findet im Bundestag keine Debatte mehr statt.

Worüber denn? Mit Ausnahme der LINKEN sind sich alle einig.

Damit nicht genug.

Die amtierende Bundeskanzlerin trifft einsame Entscheidungen, ohne
das Parlament überhaupt zu fragen.

Ihrem Beitrag stimme ich zu.

LUNY

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matijas 21.11.2016, 20:19
239. immense Verstärkung

Die Kultur, die die Islamisten mitbringen, ist doch genau die Kultur der AfD-Leutchen. Wenn es darum ginge, müssten die doch über die immense Verstärkung aus dem Ausland froh sein: Stimmung gegen Homos, gegen Frauenrechte, und und und.

Fleischhauer, da kann was nicht stimmen.

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