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Walter Kohl im ZDF: Das Erbe des Ex-Kanzlers ist geregelt
DPA

Der Familienstreit hatte das Gedenken schwer belastet. Zweieinhalb Monate nach dem Tod des Ex-Kanzlers hat Sohn Walter Kohl nun von einer überraschenden Einigung erzählt - und seinen Vorstellungen für den Nachlass.

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sooderso1 30.08.2017, 09:32
10. Eigentlich gehört so ein Thema

nicht in eine TV-Show.
Dies ist sehr privat und selbst wenn die Kinder mit der Witwe des Nachlassgebers nicht zurechtkommen sollten, darf dies nicht dann dahingehend eskalieren, dass vorsätzlich die Öffentlichkeit mit einbezogen wird.
Denn dann sind offensichtlich alle Beteiltigkeiten beschädigt und selbstverständlich auch der Nachlassgeber, der es ja unstrittig versäumt hat, rechtzeitig seinen nicht nur materiellen Nachlass zu regeln.

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SWK 30.08.2017, 09:39
11. Uff!!

Gut, dass dieses familieninterne Thema nun endlich geregelt ist. Wie gehört in der Tat ebensowenig in die Öffentlichkeit wie die handelnden - bzw. die je nach aktueller Gefechtslage eigentlich nur ständig herumgeifernden oder herumjammernden - Beteiligten, wie immer sie auch heißen mögen. Hoffentlich muss nun die un-geneigte Öffentlichkeit nichts mehr von diesem hochgradig unerfreulichen Thema hören oder lesen. Aber da gibt es ja noch Talkshows, Homestories (Nun komm´doch endlich Reporter, wie oft muss ich noch anrufen!!) usw., usw...

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INGXXL 30.08.2017, 09:39
12. #3

Das politische Erbe gehört nicht der Familie, weder den Söhnen noch der Witwe, sondern der Bundesrepuplik Deutschland. Die Witwe sollte man davon ausschliessen den während der Entscheidenen Zeit war sie nicht beteiligt

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Mendocino 30.08.2017, 09:54
13. Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod

"...In Mainz soll dem Altkanzler derweil am Mittwoch erneut offiziell gedacht werden..."
Warum muss man Journalist werden, wenn man kein Deutsch kann?

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iffelsine 30.08.2017, 09:59
14. Was für ein Gewese um nichts !

Wenn nun das "Erbe" geregelt ist, ist gut und Schluß. Der Ex-Kanzler Kohl ist Geschichte und es ist jedem selbst überlassen, ob er sich erinnert oder nicht. Es gibt aktuell ganz andere Sachen, worüber man nachdenken sollte und nur wer überflüssige Zeit und/oder Langeweile hat (oder aktuelle Probleme nicht versteht), kann über Vergangenes nachdenken. Auch das ist jedem selbst überlassen -keiner sollte den anderen zwingen, über Geschichte nachzudenken, aber jeder sollte über seine Zukunft nachdenken !

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Kurt-C. Hose 30.08.2017, 10:01
15. Kein Privatleben

An so einer Stelle wird leider auch deutlich, was so ein Amt mitbringt - das Ende alles Privaten. Beneidenswert ist das nicht. Nicht einmal der Tod ist mehr intim und privat, sondern wird öffentlich verhandelt.

Die Familie ist offenbar daran zerbrochen - was mir vor allem für die Kinder und Enkelkinder leid tut.

Und ja, Kohl war und bleibt eine öffentliche Person und so sollte auch all das, was politische Implikationen hatte (und da ist nach einem solchen Leben privates und politisches vielfach wohl kaum noch zu trennen) der Öffentlichkeit und der Geschichtsschreibung zur Verfügung stehen. eine neutrale Stiftung mit einem entsprechenden Archiv ist bestimmt eine gute Idee.

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Kurt-C. Hose 30.08.2017, 10:04
16.

Zitat von gleis_1
nein, bitte keine stiftung oder ähnliches, die den namen kohl trägt. und wenn dann sollten die spender zahlen, deren namen kohl damals nicht nennen wollte. welche große leistung hat kohl den wirklich erbracht? jetzt bitte nicht die einheit nennen, die war ja wohl wirtschaftlich ein desaster. nein, er war schon als kanzler unerträglich und menschlich offensichtlich ein versager. gut das diese zeit der patriachalischen egomanen vorbei ist.
de mortuis nil nisi bene!

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raoul2 30.08.2017, 10:23
17. Aha, na dann ...

Zitat von Bueckstueck
Er will ja gar nicht in die Planung und Durchführung eingebunden sein.
Worüber hat er denn dann gestern (für meine Begriffe allzu lange) palavert? Was sollen die "Vorschläge", über die auch hier bei SPON ausführlich berichtet wird, anderes sein?

Aha, na dann ...

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Keycard 30.08.2017, 10:26
18. Traurig

Man kann und wird kaum hinter die Fassade blicken koennen, um festzustellen, welche der beiden Parteien in diesem traurigen Spiel im Recht ist (Soehne vs. Witwe). Und das geht die Oeffentlichkeit im Grunde genommen auch nichts an. Aber grundsaetzlich laesst sich feststellen, dass Walter Kohl sicherlich Recht hat, wenn er fordert, dass das POLITISCHE Erbe in unabhaengige Haende gehoert. Auch wenn es unrecht erscheint, dass eine Frau, die lediglich die allerletzten Jahre im Leben des Verstorbenen eine Rolle spielte, hier Haupterbin sein soll, rechtlich ist das so geregelt. Was aber dringend geboten und auch von einer Person mit Anstand und Format zu erwarten waere ist, dass das politische Erbe in oeffentliche Hand gegeben wird. Denn eines duerfte allen klar sein, Frau Meike Kohl-Richter spielte im politischen Leben Helmut Kohls keinerlei Rolle, hatte keinen Anteil am Erreichten. Zum anderen geschah all dies seinerzeit ausschliesslich im Auftrag des Volkes, und nicht von Gottes Gnaden oder zum Gefallen Kohls, seiner Soehne oder seiner Frauen, sondern im Dienste Deutschlands. Anstand geboete es ihr, sich bescheiden in den Hintergrund zurueckzuziehen. Sie wird durch eine zu aktive Rolle nichts gewinnen, im Gegenteil sich wohl eher noch in schlechteres Licht ruecken und das Andenken Helmut Kohls weiter beschaedigen. Gerade wenn man ein eigentlich schon gelebtes Leben spaet betritt, gehoert es sich nicht, einen solchen Raum zu beanspruchen, wie sie es zu tun scheint. Und das sage ich auch mit Blick auf die Soehne oder die Tatsache, dass Kohl nicht neben seiner Frau Hannelore begraben werden soll. Wird werden es sehen, vielleicht hat Maike Kohl-Richter diese Groesse einfach nicht. Aber das wird dann auch genau das einzige sein, was man von ihr erinnert.

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raoul2 30.08.2017, 10:31
19. Daß Ihnen so manches "rätselhaft" erscheint, ist klar

Zitat von Justitia
Die Witwe hat [ ... ] den Vater vor seinen beiden Söhnen abgeschirmt ...
... und nun sollte man sich (und möglicherweise, so sie es denn wollte, auch sie) fragen, wieso das denn wohl so ist. Sie wird - davon gehe ich zunächst einmal aus - ihre guten Gründe gehabt haben, so und nicht anders gehandelt zu haben. Und wohl (auch angesichts Ihrer "Einlassungen") noch bessere, sich einer öffentlichen "Diskussion" zu entziehen. Ich persönlich finde, daß dies mehr Respekt verdient als die krampfhaften Versuche des Walters, sich in den medialen Vordergrund spielen zu wollen. Und genau dieses fällt ihm - so hoffe ich auch weiterhin - voll auf die Füße.

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