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Warnung des Lehrerverbands: "Unsere Schulen sind außer Kontrolle" - stimmt das?
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Bewaffnete Schüler, Gewalt, verbale Attacken: Der Lehrerverband warnt vor "amerikanischen Zuständen an deutschen Schulen". Die Statistik sagt etwas anderes, trotzdem ist was dran an den Vorwürfen.

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Wassup 26.03.2018, 18:59
1. Von Indien lernen: Kameras in Klassenzimmern

Deutschland sollte von Indien lernen, das als Multi-Kulti-Land mit ethno-religiösen Konflikten Erfahrung hat:
Dort sind Kameras in den Klassenzimmern installiert.
Übergriffige Schüler können so leichter zur Rechenschaft gezogen werden.

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Nordstadtbewohner 26.03.2018, 19:11
2. Die Schule meiner Kinder hat diese Probleme nicht

"Bewaffnete Schüler, Gewalt, verbale Attacken: Der Lehrerverband warnt vor "amerikanischen Zuständen an deutschen Schulen". Die Statistik sagt etwas anderes"

Die Schule meiner Kinder hat die im Artikel beschriebenen Probleme nicht. Das liegt allerdings auch daran, dass diese Schule eine Schule in freier Trägerschaft ist, die Schulgeld erhebt und damit potentielle Unruhestifter außen vor lässt. So können meine Kinder angstfrei lernen.

Ich muss allerdings den Autorinnen des Artikels deutlich widersprechen. Nur weil die Statistik etwas "anderes" sagt, heißt es noch lange nicht, dass die Probleme vor allem an öffentlichen Schulen nicht zugenommen haben. Ich erinnere da nur an einen Artikel hier kürzlich auf Spon, wo laut einer Studie Schüler von öffentlichen Schulen genauso gut sind wie an Privatschulen. Dass bestimmte Schülergruppen in dieser Studie nicht erfasst wurden, erklärt dann natürlich die "Ergebnisgleichheit".

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KaWeGoe 26.03.2018, 19:13
3. Nicht nur an Schulen mangelt es an gegenseitigem Respekt !

Das Problem nur auf Schulen zu beziehen, ist meiner Meinung nach deutlich zu kurz gegriffen.
Es mangelt insgesamt an gegenseitigem Respekt in unserer Gesellschaft !
Es ist auch nicht nur ein Problem von Migranten oder Problem-Viertel. Auch gutbürgerliche Bio-Deutsche verhalten sich immer unzivilisierter.

Der Umgang der Menschen insgesamt ist für mein Empfinden zu respektlos, rücksichtslos und egoistisch !
Das fängt bei Kleinkindern in der Kita an, geht über rücksichtsloses Verhalten im Straßenverkehr bis zu den raffgierigen Managern der DAX-Konzerne, die millionenfachen Betrug begehen und sich dann die Taschen mit Tantiemen vollstopfen.

Mein Vorschlag:
Der Staat muss sich wieder Respekt verschaffen !
Härtere Anwendung vorhandener Gesetze - bei jedem Vergehen !
Ganz gleich, ob Ladendiebstahl, unerlaubte Straßenrennen oder millionenfacher Betrug an Autokäufern !

Schluss mit der Samthandschuh-Justiz. Wer einmal eine Bewährungsstrafe erhalten hat, hat sein Bewährungsstrafen-Budget ausgeschöpft. Ab dann heißt es 100 % absitzen, weil der Verurteilte bewiesen hat, dass eine sanfte Bestrafung sich bei ihm "nicht" bewährt hat.

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slider 26.03.2018, 19:14
4. Ich kann nur Lachen und das Lachen bleibt mir im Hals stecken

Als Vater von drei Kindern in Berlin sehe ich ich über Jahrzehnte wie sich die "Schule" entwickelt ( Erstes Kind 1981 , drittes Kind 2005 geboren). Es werden nicht alle Gewalttaten gemeldet, es könnte ja den "guten Ruf" der Schule beschädigen.

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lynx999 26.03.2018, 19:14
5. Viel kleinere Schulen!

Nicht nur kleinere Klassen braucht es, sondern auch viel kleinere Schulen. Die hier im Artikel beschworene „Durchmischung“ geht nicht und widerspricht dem Leistungsprinzip.
Also müssen die „Schlimmsten“ isoliert werden, damit diese sich nicht mit anderen zusammenrotten und gemeinsam sich noch weiter herunter ziehen. Das herunter ziehen betrifft natürlich nicht nur schulische Leistungen, sondern auch kriminelle Ersterfahrungen usw. Ziel wäre je höher der Förderbedarf ist, desto kleiner sind die Schulen und Klassen - bis hin zu 1:1 Unterricht. Je intelligenter die Schüler sind, desto mehr profitieren diese von den Besten in der Klasse...
Kleine Schulen führen dazu, dass niemand durch das Raster fällt und problematische Kinder und Jugendliche sich nicht noch weiter gegenseitig das Leben schwer machen und sich „nach unten“ orientieren.

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Nonvaio01 26.03.2018, 19:18
6. selber schuld

was fehlt ist hartes durchgreifen. Schueler werden kaum noch der Schule verwiesen, vom Richter oder dem Staat muessen sich Kinder schon lange nicht mehr fuerchten.

Wenn ich den Begriff "Brennpunktschule" schon hoehre bekomme ich zuviel. Dieser begriff ist schon pure ausrede alleine. Nach dem Motto...es ist eine Brennpunktschule da kann man eh nichts machen.

Gerade an solchen Schulen muss hard durchgegriffen werden. Wer sich nicht benehmen kann fliegt, auch sollten Eltern in die verantwortung gezogen werden. Wenn sich Kinder Rassistisch benehmen muessen die Eltern eingeladen werden und dann mit dem Kind zusammen erlaeutert werden ob das die richtige vorgehensweise ist, sollte sich keine besserung einstellen, fliegt man von der schule. Der Staat sollte mal zeigen wer Herr der Schule ist.

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ritter13 26.03.2018, 19:18
7. Blauäugig

Wer die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention des deutschen Jugendinstituts als eine Art "Kronzeuge" für angeblich abnehmende Schulkriminalität heranzieht, der ist nicht von dieser Welt und so blauäugig wie die unnütze und unnötige Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention des deutschen Jugendinstituts selbst. Fakt ist, dass viele Gewalt-Fälle, wie alle Lehrer wissen, aus Angst wegen Bedrohungen der betroffenen Kinder"Opfer und immer öfters auch der Lehrer durch größere Geschwister, echte Gangs, ja sogar durch Familien-Clans gar nicht mehr gemeldet werden. Erschwerend für Lehrer kommt hinzu., dass manch feige Schulleiter nicht hinter oder vor den Kollegen stehen, um die schulischen Erwartungen, Aufgaben und Hürden zu verteidigen, sondern sich den Beschwerden oder Drohungen durch Eltern beugen und nicht selten jene Lehrer, die strenger und konsequent in der Notengebung sind, sogar in andere Klassen versetzen. Das spricht sich unter Eltern selbstverständlich herum und macht anderen Mut, zu Beschwerde-Führungen, auch nur aus vorgetäuschten Gründen. Zack und weg ist der Lehrer aus der Klasse. Das funktioniert prächtig. Besonders in Klassen 5, wo es zum Beispiel in Hessen, wo Eltern die letzte Entscheidung haben über den Schulweg ihrer Kinder und infolgedessen es in Gymnasien vor Kindern wimmelt, die dort nichts zu suchen hätten, die aber dort ohne die Empfehlungen der Grundschullehrer auftauchen dürfen. Bei schlechten Noten müssen sie allerdings nach der erfolglosen 5. Klasse vom Gymnasium weg. Daher machen Lehrer häufig den betreffenden Lehrer zum Sündenbock, um von dem Versagen ihrer Kinder abzulenken. Unzumutbare, haltlose Zustände, da die Landesregierung so Lehrer und Elteern bucshstäblich gegeneinander in Stellung bringt. Das wissen alle seit es in Hessen diese kopflosen "Durchlässigkeiten" im Beschulungssystem gibt - Ministerin, Schulämter, Schulleiter, Lehrer und Eltern - aber geschehen ist nichts. Und da viele Schüler aus den (mit Aufgaben, z.B. Integration, Rekparatubetrieb etc.) überlasteten Grundschulen immer schwächer vorbereitet in die Gymnasien kommen, spitzt sich diese Situation stetig zu. Mathe-, Chemie- oder Physiklehrer sind davon am stärksten be- und getroffen.

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planet335 26.03.2018, 19:19
8.

Ein Grund für diese Zustände an den Schulen ist die "Entmachtung" der Lehrer. Die Schule soll sich nur um das Eintrichtern von Wissen kümmern und sich ansonsten aus der Erziehung raushalten. Alle haben schließlich Königskinder und es sind ja nur die schlechten Lehrer, die den Weg des Nachwuchses zum Atomphysiker verbauen.

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Andraax 26.03.2018, 19:26
9. Stolz

Zitat von Nordstadtbewohner
"Bewaffnete Schüler, Gewalt, verbale Attacken: Der Lehrerverband warnt vor "amerikanischen Zuständen an deutschen Schulen". Die Statistik sagt etwas anderes" Die Schule meiner Kinder hat die im Artikel beschriebenen Probleme nicht. Das liegt allerdings auch daran, dass diese Schule eine Schule in freier Trägerschaft ist, die Schulgeld erhebt und damit potentielle Unruhestifter außen vor lässt. So können meine Kinder angstfrei lernen. Ich muss allerdings den Autorinnen des Artikels deutlich widersprechen. Nur weil die Statistik etwas "anderes" sagt, heißt es noch lange nicht, dass die Probleme vor allem an öffentlichen Schulen nicht zugenommen haben. Ich erinnere da nur an einen Artikel hier kürzlich auf Spon, wo laut einer Studie Schüler von öffentlichen Schulen genauso gut sind wie an Privatschulen. Dass bestimmte Schülergruppen in dieser Studie nicht erfasst wurden, erklärt dann natürlich die "Ergebnisgleichheit".
Da sind Sie aber mächtig stolz, dass Sie Ihre Kinder in eine (zummindest vermeintlich) bessere Schule schicken als eine öffentliche Schule. Selbstverständlich gehen Sie auch davon aus, dass Ihre Kinder dort eine bessere Bildug erhalten ("erklärt dann natürlich die "Ergebnisgleichheit"). Wahrscheinlich sind Sie auch der Meinung, dass Ihr gutes Steuergeld nicht an öffentliche Schulen "verschwendet" werden sollte, wo es diese "bestimmten Schülergruppen" und "Unruhestifter" gibt.

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