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Warnung an Mitgliedstaaten: EU-Kommission mahnt zur Härte gegen Briten
NurPhoto/ Getty Images

Die EU-Staaten wappnen sich für einen möglichen No-Deal-Brexit. Manche kommen den Briten dabei sehr weit entgegen - nach SPIEGEL-Informationen sorgt das für Ärger in Brüssel.

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pirx64 15.02.2019, 13:05
1.

Natürlich muss da mit Härte reagiert werden. Die wollen doch raus und Rosinen picken (sorry, in England heisst das ja Kirschen). Die EU verteufeln und beschimpfen und dann jammern und Unverständnis zeigen, wenn die EU nicht so springt wie sie wollen? Hätten Sie halt das Schweier oder Norweger Modell angenommen.

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almeo 15.02.2019, 13:07
2.

Sollte die EU in letzter Minute nun doch noch einknicken wäre das ein verheerendes Signal und vermutlich der Anfang vom Ende der EU wie sie bisher existiert.

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Vadomar 15.02.2019, 13:10
3. Das Tragische an der Sache ist,

dass es durchaus viele Briten gibt, die entweder in der EU bleiben wollen, oder zumindest doch einen vernünftigen Deal mit der EU wollen.
Die Backstop Regelung, die absolut notwendig für die Aufrechterhaltung des Good-Friday-Abkommens ist, ist für viele Briten eigentlich kein Problem.
Das Problem ist das Britische Unterhaus, in dem Brexiteer-Ultras übergroßen Einfluss haben.
Typen wie Johnson, Rees-Mogg oder Davis, die zwar keinen Plan, aber eine große Klappe haben tragen maßgeblich zu dem unwürdigen Schauspiel bei.

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oldman2016 15.02.2019, 13:23
4. Rautensprüche

Im Falle eines Brexits brauchen wir eine europäische Lösung. Nationale Eingänge sind abzulehnen. Das ist alternativlos. Wir schaffen das. Die Berichterstattung zum Brexit legt den Bürgern den Schluss nahe, dass die Briten alleinig für eine harten Brexit verantwortlich wären. Ich sehe das anders, der zwischen der Regierung May und der EU abgeschlossene Vertrag war unter Vorbehalt der Zustimmung des demokratisch gewählten britischen Parlaments abgeschlossen worden. Hier hat aber MP May den Fehler gemacht, diesen Passus nicht in den Vertrag aufzunehmen und bei Ablehnung durch das britische Parlament zwingend mit der Neuaufnahme oder Fortführung der Verhandlungen zu verknüpfen.

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p-touch 15.02.2019, 13:25
5. Es geht hier

meist um Regelungen die Härtefälle abfedern sollen. Mann kann ja schlecht am 01.04. alle Engländer aus dem Land werfen. Die Regierung sollte nur darauf achten der britischen Regierung klar zumachen das dies nur eine Notlösung ist und für entgültige Regel eine glasharte Deadlinie ziehen.

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bluraypower 15.02.2019, 13:29
6. Auf keinen Fall den Briten entgegen kommen

Denn das ist genau das auf was UK spekuliert. Das einige EU Staaten nachgeben und den Briten entgegen kommen. Wenn das passieren sollte haben die Briten gewonnen und können sich als Sieger bezeichnen.
Lieber ein No Deal und das UK voll auflaufen lassen. Die haben ja schon gezeigt wieviel Handelsabkommen sie schon bewerkstelligt bekommen haben. Fast nichts! Bei einem No Deal Brexit wird es in Großbritannien brennen denn grosse Nationen wie Kanada, Japan und China werden den Briten sicher nicht die gleichen Vorzüge gewähren wie mit der EU.
Die meinten das diese Verträge einfach nur kopiert werden müssen und die starken Länder das einfach hinnehmen.
Jetzt steht das UK vor dem Abgrund und kann nur noch All-In gehen gegen die EU. Aber das darf nicht passieren!
Jetzt stark sein und die Briten werden es bereuen aus dem Club ohne Deal auszuscheiden!

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latrodectus67 15.02.2019, 13:30
7. Sehr schön

also geht es doch um "zur Härte gegen Briten" und nicht um eine freundschaftliche Trennung. Lässt die EU doch endlich öffentlich die Maske fallen. Es ging bei diesen "Verhandlungen" immer nur darum den Brexit zu verhindern oder UK maximal zu demütigen und zu schädigen. Als abschreckendes Beispiel.

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bodensalex 15.02.2019, 13:32
8. Missverständnis

Zitat von almeo
Sollte die EU in letzter Minute nun doch noch einknicken wäre das ein verheerendes Signal und vermutlich der Anfang vom Ende der EU wie sie bisher existiert.
Ihr Beitrag enthält ein Missverständnis: Nicht die EU "knickt" ein - die einzelnen Mitgliedsstaaten haben dafür Sorge zu tragen, dass ihre Bürger (die sie gewählt haben) und Bewohner keine größeren Nachteile durch einen BREXIT erleiden, als unbedingt notwendig.

Oder anders herum: Es wäre mit Blick auf das politische Überleben töricht von den einzelnen Regierungen, wenn sie nur um die Interessen der EU-Apparatschiks zu wahren, wirtschaftliche Nachteile in Kauf nehmen, welche mit einem bilateralen Abkommen mit GB vermeidbar gewesen wären....

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Frokuss 15.02.2019, 13:34
9.

Es macht ja auch Sinn, dass die Bundesregierung diese Regelung verabschiedet hat. Dies gibt den Unternehmen wenigstens etwas Planungssicherheit über die Mitarbeiter, ohne dass diese direkt neue Mitarbeiter einarbeiten müssen - und dies unter Umständen überflüssig wird, da es doch eine Regelung mit den Briten gibt... An dieser Regelung sehe ich aber kein Entgegenkommen an die Briten... dies ist unerwarteter Weise (bei dieser Regierung) ein logischer Schritt zur Sicherung der Eigeninteressen (der Unternehmen) - was nicht verkehrt ist.

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