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Warnung an Mitgliedstaaten: EU-Kommission mahnt zur Härte gegen Briten
NurPhoto/ Getty Images

Die EU-Staaten wappnen sich für einen möglichen No-Deal-Brexit. Manche kommen den Briten dabei sehr weit entgegen - nach SPIEGEL-Informationen sorgt das für Ärger in Brüssel.

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Bondurant 15.02.2019, 15:02
70.

Zitat von Olaf
Ich frage mich, woher die Überzeugung in Deutschland kommt, wir wären unbeteiligte Zuschauer und säßen, Popcorn mampfend, auf der Tribüne? Wie Walldorf und Statler kommentieren wir das Geschehen auf der Bühne. Wir sind im Gegenteil mitten drin und einen ungeregelten Brexit zu vermeiden ist in unserem ureigensten Interesse. Von den längerfristigen Folgen zu schweigen die es für die EU hat, wenn ihre zweitgrößte Wirtschafts- und größte Militärmacht sie verläßt.
Völlig richtig. Da zeigt mancher schadenfroh auf die Briten, der noch gar nicht begriffen hat, wie ihm das selbst auf die Füße fallen kann. Unsere Freunde, die Franzosen, haben jedenfalls vor ein paar Tagen abgelehnt, uns unter ihre Schutzschirm zu nehmen. Begründung: unsere Außen-und Verteidigungspolitik sei zu unzuverlässig. Da arbeite man lieber mit den Briten zusammen.

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cobaea 15.02.2019, 15:06
71. die Briten haben das abgelehnt....

Zitat von gldek
Schwer nachvollziehbar, warum eine Norwegen- oder Schweizlösung nicht hinzukriegen ist. Oder gibts mir diesen beiden Staaten irgendwelche ernstzunehmenden Probleme ? Rache war noch nie ein guter Ratgeber. Die EU sollte sich bewegen.
zum gefühlt 100.000. Mal: weil die Briten das abgelehnt haben. Wurde ihnen von der EU längst angeboten, haben sie nicht akzeptiert - weil beide Lösungen (Norwegen/EWR, Schweiz Bilaterale Abkommen) die Anerkennung der EU-Grundsätze beinhalten, zu denen die Personenfreizügigkeit gehört. Da aber die (selbst veranlasste) starke Zuwanderung aus Polen einer der Brexit-Ja-Gründe war, ist die Beendung genau dieser Grundfreiheit das erste Ziel der Brexiteers.

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markusostermann 15.02.2019, 15:08
72. Leider

wird es genau so kommen wie es sich die Ultra Brexiteers wünschen. Die EU Einheit im Zusammenhang mit dem Austritt Großbritanniens wird zusammenbrechen. Und dies wird das Ende für die EU in heutiger Form sein.

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Luscinia007 15.02.2019, 15:10
73.

Zitat von Freddie-58
Die EU Funktionäre sind doch gezwungen hart gegen GB vorzugehen. Stellen Sie sich mal kurz vor was passieren würde wenn der Austritt gelingt und es den Briten tatsächlich besser gehen würde als es ihnen in der EU gegangen ist. Das muss mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln verhindert werden!
Wieso sollte die EU etwas tun müssen? Die Briten wollen doch gehen!

Und so wie es aussieht, wird der Brexit nie und nimmer ein Erfolg? Sonst würden die Briten ja nicht dauernd um die tatkräftige und finanzielle und rosinenförmige Hilfe der EU betteln.

Wenn der EU-Austritt ein Erfolgsmodell wäre, bräuchten die Briten doch die EU nicht^^

Aber jetzt ist der Jammer groß, dass die EU die Briten nicht die Rosinen aus dem Kuchen zukommen lässt^^

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Bondurant 15.02.2019, 15:13
74.

Zitat von Kurt-C. Hose
Historisch betrachtet wird sich diese kleinliche Haltung der EU rächen. Sie verbaut auf Jahrzehnte die Rückkehr der Briten nach Europa und gibt den Brexiteers ungewollt auch noch Recht.
Genauso ist es. Die Folgen sind völlig unübersehbar, vor allem in einer Zeit, in der plötzlich wieder militärische Optionen gefragt sind. Die Briten haben wenigstens funktionierende Streitkräfte.

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Stresspille 15.02.2019, 15:17
75. Schau´n mer mal

Lassen wir es doch einfach mal auf einen harten Brexit ankommen. Es geht dann nicht nur darum, wer zuerst zuckt, sondern auch, wem es am meisten wehtut.

Das fördert die Meinungsbildung bei den Briten und - bei allen Schmerzen - wird die Verhandlungsposition der EU nur noch besser werden.

Den Vertrag kann man Ende März, im Sommer oder sonstwann unterschreiben. Es geht schließlich um Abmachungen für die nächsten Jahrzehnte. Da lohnt es sich, nichts zu überhasten.

Zur Motivation könnte die EU schon mal einflechten, daß es das eine oder andere darin enthaltene Zuckerl nur bis Tag X oder Y gibt.

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cobaea 15.02.2019, 15:17
76. WTO und GATT gelten weiter

Zitat von undog
"...die Existenz des Binnenmarktes..." erfordert keine politischen Zusatzbedingungen, wie wir aus den Änfängen der EWG wissen. Jedes Land kann mit einem anderen gegenseitig 0% Zoll vereinbaren, wenn es diese Kompetenz nicht (an z.B. Brüssel) abgegeben hat. Nicht die wirtschaftlichen Zwänge spalten die EU, sondern die politischen.
Nein, kann es nicht bzw. nur, wenn es diese 0% Zoll dann auch allen anderen WTO/GATT-Mitgliedern gewährt. Und WTO/GATT-Mitglied bleibt das UK. 0% Zoll für Maschinen aus den USA, heisst dann auch 0% Zoll für Maschinen aus China - da wird sich die britische Maschinenindustrie dann aber freuen....

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Luscinia007 15.02.2019, 15:19
77.

Zitat von nochnestimme
Ich darf die vielen geifernden Foristen vielleicht darauf hinweisen, dass es hier nicht um die Abrechnung mit einem so genannten Schurkenstaat geht. Und selbst mit solchen pflegen wir doch gute Beziehungen (z. B. mit dem Waffeneinkäufer Saudi-Arabien). Die Briten werden letztlich besser wegkommen, als die Resteuropäer unterstellen.
Das hat doch damit nichts tu tun.
Es dreht sich darum, dass der Austritt aus der EU nun mal bedeutet, dass man dann eben ein EU-Drittland ist und als solches behandelt wird.
Dass man als Nicht-Mitglied eben nicht mehr die Vorteile hat, die ein Mitglied hat.

Wer hier geifert, das sind die Euroskeptiker, die nur von EU-Bürokraten oder EU-Apparatschiks reden, die britische Regenbogenpresse, die von über eine sogenannte EUSSR herziehen und vom letzten Weltkrieg faseln, Verschwörungstheoretiker, die sich daran stören, dass hier eine Französin als Akteurin auf der EU-Seite genannt wird, und hirnlose Freaks, die zum wiederholten Mal fordern, die EU solle den Briten doch die Norwegen-Lösung anbieten, wohlwissend, dass die Briten genau diese Lösung als Soft Brexit bereits abgelehnt haben.

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draco2007 15.02.2019, 15:20
78.

Zitat von nochnestimme
Ich darf die vielen geifernden Foristen vielleicht darauf hinweisen, dass es hier nicht um die Abrechnung mit einem so genannten Schurkenstaat geht. Und selbst mit solchen pflegen wir doch gute Beziehungen (z. B. mit dem Waffeneinkäufer Saudi-Arabien). Die Briten werden letztlich besser wegkommen, als die Resteuropäer unterstellen.
Es rechnet auch niemand ab. Hier geht es nicht um Rache.

Sondern um kackdreiste Briten, die aus der EU raus wollen, weil sie nichts dafür geben wollen aber gleichzeitig von der EU profitieren wollen, als wären sie Vollmitglied.

GB hat Modelle wie Schweiz oder Norwegen KATEGORISCH abgeleht und es kann schlicht nicht angehen, dass GB als Nichtmitglied besser behandelt wird als andere Nichtmitglieder.

Binnenmarkt gibt es eben nur unter EU-Regularien und Personenfreizügigkeit. Will GB nicht...

Also was hat das mit geifern und Abrechnung zu tun?
Ist doch nichts weiter als "Law & Order", denn so steht es nunmal in den EU-Regularien, die die Briten selbst mitverfasst haben.

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Knippi2006 15.02.2019, 15:20
79.

Zitat von P-Schrauber
Weil wenn die Briten erst einmal raus aus der EU sind können und dürfen Sie mit jedem Mitgliedstaat der EU selbst Verträge schließen oder Abmachungen verabschieden wie sie wollen.
Können sie nicht. Alleiniger Verhandlungspartner in Handelsfragen ist die EU. Punkt.

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