Forum: Politik
Was ist die richtige Strategie für Afghanistan?

Zweifelhafte Präsidentschaftswahlen, ständig neue Angriffe der Taliban, umstrittene Bombardements - mit welcher Strategie können die westlichen Alliierten in Afghanistan siegen?

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doctorwho 12.11.2009, 20:24
470.

Zitat von reinhard_m
Ja, ja, da kann ein Struck mit seiner mitunter torfköpfigen Art oder ein stets dröger Steinmeier doch nicht so ganz mithalten. Der Mann aus dem Adel deklassiert diese Leute locker-leicht mit seiner Weltgewandtheit - und seiner übeeragenden Sachkompetenz auf vielerlei Gebieten. Das schmerzt und nagt und den Verlierern und Abgehängten sollte unser aller Mitgefühl gelten.
na ja , ob torfkopp oder kleiderständer : die leistung zählt .
also kinder gebt fein acht , gutti hat euch was mitgebracht ....... mal sehen , ob das csu-betthupferl besser schmeckt . ansonsten gibts zum nachtisch dann halt doch wieder nur blaue bohnen . und ehrlich gesagt : ich hab schon so ein gewisses "kinogefühl" .

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Arg-US 12.11.2009, 20:24
471. Warnung vor den Taliban oder ...?!

Zitat von ulan 1
... Die Afghanistankofernez auf dem Petersberg ist ein totaler Reinfall. Den Zuständen in diesem Land ist mit unseren Mitteln nicht beizukommen. Dieses Land wird niemals für demokratische Strukturen empfänglich und tauglich sein.
Erwarten Sie etwa, dass in den weglosen Wüsten und Tälern des Hindukusch gelingen kann, was selbst im demokratisch verfassten Deutschland misslingt?
Muslime leben hier in Parallelgesellschaften, in denen Frauen nicht gleichberechtigt sind, statt Burkas nolens volens aber Kopftücher tragen oder sogar halb verschleiert gehen, wo Schülerinnen am Sport- bzw. Schwimmunterricht, an Klassenausflügen nicht teilnehmen dürfen und als junge Frauen - gehen sie eigene Wege, wie es das hier und heute üblich und rechtens ist - riskieren sie, sog. „Ehrenmorden“ zum Opfer zu fallen!
Und Moscheen schießen wie Pilze aus dem Boden, für die sich kein Einheimischer, der schon um seine eigenen Kirchen in der Regel einen großen Bogen macht, interessiert!

Die richtige Strategie für Afghanistan? – Exit besser gestern als morgen!
Für Helden gäbe es genug zu tun, denn das Problem „Afghanistan“ ist inzwischen an vielen Orten; es bedarf lediglich des Mutes, die Haustür aufzumachen.
Da muss man nicht unbedingt an den fernen Hindukusch, um sich sein Mütchen zu kühlen!

So viel zu einem der hehren, unaufrichtigen Ziele des vom deutschen Parlament beschlossenen BW-Einsatzes am Hindukusch!
Zitat von ulan 1
Entweder man rottet die entsprechenden Terrorismusnester konsequent radikal aus oder man läßt es ganz bleiben.
War das nicht schon das Evangelium des Manichäers GWB: „Wer nicht für uns ist, ist gegen uns!“ Und in „diskreter“ Ausrottung kennt man sich in der Neuen Welt bestens aus!
Ein klassischer Kronzeuge dafür ist niemand anderer als Alexis de Tocqueville, der lange vor allen US-Apologeten schon im 19. Jahrhundert schrieb, dass es den Vereinigten Staaten „mit wundersamer Leichtigkeit“ gelungen sei, „die Indianerrasse auszutilgen [...], ohne in den Augen der Welt einen einzigen der großen sittlichen Grundsätze zu verletzen.“ (Über die Demokratie in Amerika. I.Teil, S. 506)
Zitat von ulan 1
Wer den "Belzebub" - wie einst die USA mit Hilfe der Taliban vertreiben will, hat die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Vor solchen Bundesgenossen kann nur gewarnt werden.
Wollen Sie mit diesem kryptischen Satz etwa vor den omnipräsenten GIs warnen?
Als „Bundesgenossen“ hat wohl noch kein so braver Michel einen Taliban in heimischen Gefilden bis dato leibhaftig angetroffen, Sie etwa?

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reinhard_m 12.11.2009, 20:28
472. Diese Reisen kosten richtig Geld

Zitat von gunman
Warten wir´s ab. Ich will mich gar nicht drüber streiten. Denn entweder passiert jetzt was Vernünftiges in Afghanistan oder wir gehen. Die Nummer mit den Antonows kenn. Per Charterflug in den Krieg. Warum nicht? Die Dinger gehöre Usbekistan oder so nicht wahr? Paßt jedenfalls ins Zeitalter der Billigflüge.
Jeder einzelne Flug dorthin und der ganze Nachschubtransport ist sehr teuer. Es kostet angeblich 400 Dollar, eine einzige Gallone Sprit an die Endverbraucher mit ihren Humvees und Dingos zu liefern.

Und der Rückflug ist noch viel teuerer, weil er manchmal mit dem Leben bezahlt wird.

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letzter-dödel 12.11.2009, 20:29
473.

Zitat von gfawkes
da fliegt die neue Po(p)litikikone nach Afghanistan und fordert ausgerechnet von dem Akteur die Bekämpfung der Korruption, dessen politische Existenz auf genau dieser fußt. Und weil man der Öffentlichkeit mittlerweile alles zumuten kann, egalisiert man jegliche Begründung für die bisherige Präsenz und stellt Bedingungen für das deutsche Engagement. Und wer jetzt hofft, dass der Spiegel diese Farce aufzeigt, der sieht sich schwer getäuscht. Stattdessen wird neben der Auflistung der Verluste der Bundeswehr in Afghanistan das Thema auf einen Profilierungskampf zwischen von Guttenberg und Westerwelle reduziert. Ihr solltet euch schämen!
Danke für den Beitrag!

By the way: Gordon Brown hat das Ganze schon vor gut einer Woche erzählt. - Übrigens: auch auf 'English'!

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reinhard_m 12.11.2009, 20:33
474.

Zitat von doctorwho
na ja , ob torfkopp oder kleiderständer : die leistung zählt . also kinder gebt fein acht , gutti hat euch was mitgebracht ....... mal sehen , ob das csu-betthupferl besser schmeckt . ansonsten gibts zum nachtisch dann halt doch wieder nur blaue bohnen . und ehrlich gesagt : ich hab schon so ein gewisses "kinogefühl" .
Bisher hat es doch "vorne" noch gar nicht so richtig geflimmert.

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reinhard_m 12.11.2009, 20:45
475. Den Namen werden wir noch öfter hören

Zitat von Helmut Pirkl
Das alles hat Guttenberg dargestellt und vorgetragen bevor er nach "Absurdistan" reiste. Dort angekommen wird er uns von Spon unter Soldaten in Kampfanzügen und kugelsicheren Westen auf einem Foto als Gutmensch im Kommunionanzug wie ein Heilsbringer vor dem Abgrund des Bösen präsentiert. Ich bin gespannt, was er und die deutschen Medien uns erst noch alles weismachen werden, nachdem er zurückgekehrt ist. Die Tragikomödie mit ihm als einen der Hauptdarsteller hat einen neuen Akt geöffnet. Warten wir ab, wie er enden wird und wie viele noch folgen werden. Fest steht für mich schon jetzt, dass Angela auf eine Art und Weise, wie man es von ihr gewohnt ist, einen exzellenten Politiker, der ihr gefährlich werden könnte, ins Abseits stellt. Aber warum sollte es ihm besser ergehen als selbst Obama es ertragen muss? Wer sich auf dieses Spiel in Afghanistan einlässt, der muss auf alles gefasst sein.


Natürlich sieht verglichen mit Struck und Jung jeder Neue im Amt gut aus. Aber ganz so unbedarft wie ich zuerst auch geglaubt habe, ist Karl Theodor von und zu Guttenberg wohl offensichtlich doch nicht.

Ähnlich wie vor mehr als zwei Jahrhunderten dem kleinen korsischen Korporal die Herzen seiner Soldaten zuflogen - weil sie ihn als einen der ihren sahen - fliegen heute diesem - oh Wunder - gedienten Verteidigungsminister auch die Herzen der Soldaten zu. Zu ihm haben sie sicher tausendmal mehr Vertrauen als zu den üblichen Kriegsdienstverweigerern im Ministerrang. Der Mann ist hochintelligent und der kann was bewegen. Es wird nicht so einfach sein, ihm Knüppel zwischen die Beine zu werfen.

Er hat natürlich eine Menge Glück, daß ihm - außer den Herzen der Wähler - noch vieles Andere einfach so zufliegt und daß er im direkten Vergleich mit seinen Vorgängern so überragend gut abschneidet, aber wenn er es tatsächlich schafft, das von Rot-Grün angerichtete Afghanistan-Desaster halbwegs zu entschärfen - Merkel muß ihm dabei ob sie will oder nicht - helfen - dann haben wir einen kommenden Bundeskanzler vor uns.

Und so leicht läßt er sich von Merkel auch nicht mehr verbeißen, denn er ist nicht nur Bayer - er ist auch noch Franke.

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doctorwho 12.11.2009, 20:46
476.

Zitat von reinhard_m
Bisher hat es doch "vorne" noch gar nicht so richtig geflimmert.
hmmm . wenns vorne flimmern soll , sind sie vielleicht im falschen film ???

ich hätte lieber eine gute regie . "catch 22" und "hospital kunduz" hab ich schon gesehen . war zu teuer ........

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doctorwho 12.11.2009, 20:54
477.

Zitat von gfawkes
da fliegt die neue Po(p)litikikone nach Afghanistan und fordert ausgerechnet von dem Akteur die Bekämpfung der Korruption, dessen politische Existenz auf genau dieser fußt. Und weil man der Öffentlichkeit mittlerweile alles zumuten kann, egalisiert man jegliche Begründung für die bisherige Präsenz und stellt Bedingungen für das deutsche Engagement. Und wer jetzt hofft, dass der Spiegel diese Farce aufzeigt, der sieht sich schwer getäuscht. ....
naja , der spiegel scheint sich vor allem darüber zu freuen , dass endlich ein deutscher verteidigungs-minister die forderungen der anderen ohne übersetzer nachplappern kann . das ist ja ehrlich gesagt auch ein fortschritt . har har .

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reinhard_m 12.11.2009, 20:54
478.

Zitat von doctorwho
hmmm . wenns vorne flimmern soll , sind sie vielleicht im falschen film ??? ich hätte lieber eine gute regie . "catch 22" und "hospital kunduz" hab ich schon gesehen . war zu teuer ........
Bisher erinnert mich das Ganze nur an "Dick und Doof in der Fremdenlegion":

http://www.deutsche-synchronsprecher...urel-hardy.jpg

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tofinz 12.11.2009, 20:58
479. ...

ich vermute 2 gründe für zu guttenbergs locker-gewandtes auftreten.
1. er muss nicht politiker sein, um zu überleben,
2. er hat sich seines stammbaums schon jetzt als würdig erwiesen und kann zeigen, dass adel nicht immer mit inzucht und dekadenz gleichzusetzen ist (im gegensatz zu diesen bordellbetreibern, die sich von verarmten adeligen adoptieren lassen und denen, die zu doof für ein anständiges leben sind und ausser ihrem titel nichts haben, dass sie herzeigen können, um blondinen und solche, die es werden wollen, zu beeindrucken)

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