Forum: Politik
Was läuft falsch in der deutschen Integrationspolitik?

Deutschland jubelt über seine Multikulti-Mannschaft - aber viele Migranten brechen die Schule ab, brauchen ewig um einen Job zu finden und leiden unter Krankheiten. Der Regierungsbericht zur "Lage von Ausländern" offenbart die Mängel der Integrationspolitik. Was läuft falsch in der deutschen Integrationspolitik?

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Ingmar E. 07.07.2010, 13:12
1.

1.Wird Kindern aus bildungsfernen Haushalten nicht geholfen die Sprache schon vor der Grundschule zu erlernen.
Ein 3-4jähriger ist sicher nicht schuld, wenn er die deutsche Sprache nicht lernt. Und man kann ihn kaum für die Fehler der Eltern sein Leben lang verantwortlich machen. Man muss den Kindern unabhängig vom Elternhaus helfen. Verpflichtende Vorschule für alle Kinder vom 4.ten LJ an, Einschulung mit 5 bis 7 je nach Fähigkeitsstand.

2. In der Grundschule werden Arbeiterkinder und Migranten benachteiligt, gegenüber Akademikern und indigenen Deutschen, weil sie bei gleichen Noten seltener eine Gym-Empfehlung bekommen.
http://de.wikipedia.org/wiki/IGLU-St...iale_Selektion
Zitat von
Es wurde deutlich, dass selbst bei gleichen kognitiven Grundfähigkeiten und der Lesekompetenz für Kinder aus den beiden oberen Schichten die Odds Ratios, eine Gymnasialempfehlung zu erhalten 2,63 mal so hoch waren wie für ein Kind aus einem Haushalt aus unteren Schichten. Zu ähnlichen Ergebnissen kamen auch die LAU-Studie, die PISA-Studie und die AWO-Studie.
Und ein Einzelbeispiel dazu:
http://www.politblogger.eu/du-kommst-hier-nicht-rein/

3.Wenn die Migranten es dann geschafft haben und einen akademischen Abschluss erwarben, reicht es der indigenen Bevölkerung immer noch nicht: er "bleibt der Türke"
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,554163,00.html

Man stellt also große Forderungen, behindert aber aktiv auf dem Weg, und wenn die Migranten den Forderungen nachkommen, trotz Steinen im Weg, sagt man am Ende: tja, Pech gehabt, wir akzeptieren euch trotzdem nicht.

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dongiovanni25 07.07.2010, 13:26
2. Privilegierte Migranten-Kicker

es ist genau das, diese Verallgemeinerung, und dass jeder quasi für sein Glück verantwortlich sein soll - dabei spielen andere Dinge eine große Rolle. Natürlich sind die Karrieren aller Profis mit Migrations-Hintergrund ein tolles Beispiel, aber doch nicht repräsentativ... was wäre sonst aus ihnen geworden, hätten sie nicht das Talent?

Fakt ist auch, man macht der muslimischen Bevölkerung, bzw. der türkischen Bevölkerungsgruppe zu viele Zugeständnisse, und dass immer noch in der 3. und 4. Generation hier: die Beherrschung der Deutschen Sprache ist einfach ein MUSS - nur so kann man richtig teilhaben hier, Verstehen- natürlich muss man auch die türkischen Wurzeln beibehalten, auch die Sprache pflegen. Aber nicht bewusst abkapseln, immer noch türkische Dolmetscher an Schulen kommen lassen, etc. ich denke, die meisten Türken (kurioserweise auch verstärkt Süditaliener) kapseln sich gern ab, hören und gucken daheim via Satellit nur ihre nationalen Sender - geheiratet wird verstärkt nur unter Ihresgleichen. Also meine Erfahrungen und Erlebnisse an der Basis in einer Großstadt zeigen leider, dass sich Türken, Italiener, Griechen, etc. gerne abgrenzen - immer wieder wird die Aversion gegen die (vorhandene?) deutsche Liberalität artikuliert. Für meine Eltern (ein deutschsprachiger Teil) war es immer klar, Deutsch ist die Hauptsprache hier, an den Schulen, in den Ämtern, etc. dennoch wurde die Sprache meines Vaters nie vernachlässigt...
Im Fußball mögen es die Kinder mit Migrationshintergrund leicht haben, im wahren Berufsleben haben sie es nicht immer. Meine Meinung!

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Baikal 07.07.2010, 13:29
3. Merkelmurks

Zitat von Ingmar E.
Man stellt also große Forderungen, behindert aber aktiv auf dem Weg, und wenn die Migranten den Forderungen nachkommen, trotz Steinen im Weg, sagt man am Ende: tja, Pech gehabt, wir akzeptieren euch trotzdem nicht.
Würde dafür gesorgt nicht unbedingt Deutschland erst zur Weltschule aller Analphabeten zu machen, würde für eine vernünftige Auswahl von Immigranten gesorgt (etwa nach einem Punktsystem wie es Kanada, die USA, Australien etc) schon lange machen, müßte nicht ständig nach Integration gejault werden. Wieso stellt sich denn etwa die türkische Gemeinde gegen jede Neuregelung des sogenannten Familiennachzuges - wenn sie denn nicht einer ungehinderten Zuwanderung aller türkischen Benachteiligten und Beladenen das Wort reden möchten? Die Hälfte der in Berlin lebenden Türken hat weder eine Ausbildung noch Arbeit - das reicht doch schließlich.

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Schlüssel 07.07.2010, 13:31
4. Die Integrationspolitik ist in Ordnung!

Zitat von sysop
Deutschland jubelt über seine Multikulti-Mannschaft - aber viele Migranten brechen die Schule ab, brauchen ewig um einen Job zu finden und leiden unter Krankheiten. Der Regierungsbericht zur "Lage von Ausländern" offenbart die Mängel der Integrationspolitik. Was läuft falsch in der deutschen Integrationspolitik?
Die Integrationspolitik ist in Ordnung! Das Problem ist ein anders. Es sind die Massen mit dem wir es hier zu tun haben.
Die Deutschen selbst - ziehen sich zurück, weil sie sich durch die Massen an Ausländern bedrängt fühlen. Wenn in einer Klasse mit 20 Kindern mehr als die Hälfte der Kinder und Jugendlichen aus dem Ausland stammen und dazu noch aus den unterschiedlichsten Ländern, dann gibt das Spannungen unter den Kindern. Die deutschen Kinder ziehen sich zurück und bleiben weitestgehend unter sich.
In einer Klasse in der mehr als die Hälfte der Kinder und Jugendlichen Deutsche sind und maximal ein Viertel der Kinder ausländischer Herkunft da läßt sich das gut steuern.

Je mehr es aber werden desto größer ist das Aufbegehren der zu Integrierenden. Denn sie wollen sich dann nicht mehr integrieren lassen und statt dessen ihr eigenes Süppchen kochen.

Die meisten Deutschen ziehen sich vor den Ausländern zurück. Die wollen nichts damit zu tun haben. Aber leider wird das von der Politik nicht gesehen bzw. die Politik will das nicht sehen.

Man kann niemandem etwas aufzwingen was er nicht will.
Es wird sich rächen.
Wann? Wissen wir noch nicht.

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hardnoxanddurtysox 07.07.2010, 13:31
5.

Zitat von dongiovanni25
es ist genau das, diese Verallgemeinerung, und dass jeder quasi für sein Glück verantwortlich sein soll - dabei spielen andere Dinge eine große Rolle. Natürlich sind die Karrieren aller Profis mit Migrations-Hintergrund ein tolles Beispiel, aber doch nicht repräsentativ... was wäre sonst aus ihnen geworden, hätten sie nicht das Talent? Fakt ist auch, man macht der muslimischen Bevölkerung, bzw. der türkischen Bevölkerungsgruppe zu viele Zugeständnisse, und dass immer noch in der 3. und 4. Generation hier: die Beherrschung der Deutschen Sprache ist einfach ein MUSS - nur so kann man richtig teilhaben hier, Verstehen- natürlich muss man auch die türkischen Wurzeln beibehalten, auch die Sprache pflegen. Aber nicht bewusst abkapseln, immer noch türkische Dolmetscher an Schulen kommen lassen, etc. ich denke, die meisten Türken (kurioserweise auch verstärkt Süditaliener) kapseln sich gern ab, hören und gucken daheim via Satellit nur ihre nationalen Sender - geheiratet wird verstärkt nur unter Ihresgleichen. Also meine Erfahrungen und Erlebnisse an der Basis in einer Großstadt zeigen leider, dass sich Türken, Italiener, Griechen, etc. gerne abgrenzen - immer wieder wird die Aversion gegen die (vorhandene?) deutsche Liberalität artikuliert. Für meine Eltern (ein deutschsprachiger Teil) war es immer klar, Deutsch ist die Hauptsprache hier, an den Schulen, in den Ämtern, etc. dennoch wurde die Sprache meines Vaters nie vernachlässigt... Im Fußball mögen es die Kinder mit Migrationshintergrund leicht haben, im wahren Berufsleben haben sie es nicht immer. Meine Meinung!

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durchfluss 07.07.2010, 13:32
6. Fussballstars

Ich finde dass Fussballstars genausowenig als Beispiel für erfolgreiche Integration (whatever that means) dienen sollten wie Gangsterrapper oder ähnliches. Wie gross ist denn der Arbeitsmarkt im Fussballgewerbe? Wieviele Ausbildungsstellen gibt es?
Statt der Fussballgrössen sollten lieber erfolgreiche Unternehmer mit Migrationshintergrund durch die Schulen tingeln und als gutes Beispiel dienen.

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nepi 07.07.2010, 13:32
7. Was anderes...

zum heutigen spiel fällt mir nur eins ein: http://nepidd.wordpress.com/2010/07/...leine-spanier/

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Klartext007 07.07.2010, 13:32
8. Platte Klischees

Zitat von Ingmar E.
1.Wird Kindern aus bildungsfernen Haushalten nicht geholfen die Sprache schon vor der Grundschule zu erlernen. Ein 3-4jähriger ist sicher nicht schuld, wenn er die deutsche Sprache nicht lernt. Und man kann ihn kaum für die Fehler der Eltern sein Leben lang verantwortlich machen. Man muss den Kindern unabhängig vom Elternhaus helfen. Verpflichtende Vorschule für alle Kinder vom 4.ten LJ an, Einschulung mit 5 bis 7 je nach Fähigkeitsstand. 2. In der Grundschule werden Arbeiterkinder und Migranten benachteiligt, gegenüber Akademikern und indigenen Deutschen, weil sie bei gleichen Noten seltener eine Gym-Empfehlung bekommen. Und ein Einzelbeispiel dazu: 3.Wenn die Migranten es dann geschafft haben und einen akademischen Abschluss erwarben, reicht es der indigenen Bevölkerung immer noch nicht: er "bleibt der Türke" Man stellt also große Forderungen, behindert aber aktiv auf dem Weg, und wenn die Migranten den Forderungen nachkommen, trotz Steinen im Weg, sagt man am Ende: tja, Pech gehabt, wir akzeptieren euch trotzdem nicht.
Jeder in Deutschland hat zunächst die gleichen Bildungschancen. Es gibt unzählige Bildungs- und Förderangebote in Kindergärten und Schulen (oder außerhalb)wie in keinem anderen Land. Sie müssen aber aufgegriffen werden. Ausländische Eltern, die beispielsweise integrationsunwillig sind und ihren Kindern verbieten, mit deutschen Kindern zu spielen, die Förderangebote nicht wahrnehmen, tragen dafür die Verantwortung, dass die Kleinen kaum ein Wort deutsch sprechen können und später keine Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben (gibt ja H4). Und wenn junge Migranten lieber einer kriminellen Karriere nachgehen, anstatt sich hinzusetzen und was für den Schulabschluss zu machen, sind die selber schuld, nicht die deutsche Gesellschaft. Diejenigen, die das verstanden haben, schaffen auch den Sprung in unsere Gesellschaft.

Die banalen Rufe nach mehr Integrationsbemühungen unsererseits sind einfach nur dämlich. Dies sehen übrigens auch ausländische Freunde von mir, die da sagen: "Ihr Deutschen macht Euch da was vor, die meisten Ausländer wollen nicht integriert werden"!

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Ingmar E. 07.07.2010, 13:34
9.

Zitat von dongiovanni25
Für meine Eltern (ein deutschsprachiger Teil) war es immer klar, Deutsch ist die Hauptsprache hier, an den Schulen, in den Ämtern, etc. dennoch wurde die Sprache meines Vaters nie vernachlässigt...
Das ist aber der Verdienst ihrer Eltern, und nicht ihr eigener. Genauso wenig wie es die Schuld der Eltern ist, wenn das Kind nicht ordentlich deutsch lernt.
Dennoch macht man die Kinder in der Grundschule oder in der Mittelschule verantwortlich. "Warum könnt ihr nicht ordentlich deutsch". Was soll so ein Kind da sagen? "Sorry, ich hab die falschen Eltern gehabt"?.

Es ist doch Aufgabe des Staates allen Kindern zu einer fairen Chance zu verhelfen. Wer aber in die Grundschule kommt und wegen seiner Eltern kein ordentliches Deutsch kann, hat schon verspielt. Der kann begabt und intelligent sein, hat aber von Anfang an einen Nachtteil, gegenüber den Kinder mit vernünftigen Eltern.
Mit einer verpflichtenden Vorschule hätte man die Möglichkeit den Kindern so eine Chance unabhängig vom Elternhaus zu geben. Das würde sich auch finanziell langfristig rentieren.

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